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Grundwasserkontaminierung

13.10.17 in de H.A.

Wir thematisierten die Grundwasserkontamination – (sh. Das Origiandokument und unsere AktivitĂ€ten hier als PDF-Dokument [klick] )


 

Schadstoffe in Langenbochum Erste Proben aus Grundwasser-Brunnen genommen

KrebshÀufigkeit durch Grundwasserkontaminierung ?

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ANTWORT 19.01.2017

Antrag des FDP Ratsherrn Herrn Joachim JĂŒrgens

-DurchfĂŒhrung einer kleinrĂ€umigen Analyse zur Krebsinzidenz  in  der Region um das grundwasserkontaminierte Gebiet der ehemaligen Kokerei SchlĂ€gel und Eisen (S&E) in Herten Langenbochum-

 Sehr geehrter Herr Toplak,

gerne nehme ich zu Ihrem Antrag vom 17.10.2016 Stellung.

In seinem Schreiben bezieht sich Herr JĂŒrgens auf KrebsfĂ€lle in Dortmund Dorstfeld, wo diese Problematik in frĂŒheren Jahren wurde. Die beiden Altlasten Dortmund Dorstfeld sowie SchlĂ€gel und Eisen in Langenbochum sind absolut nicht vergleichbar .

WĂ€hrend in Dortmund Dorstfeld der Standort einer Kokerei bereits vor mehre­ ren Jahrzehnten teilweise mit WohnhĂ€usern bebaut wurde , noch bevor eine Sanierung des Bodens erfolgte, liegt in Herten eine vollstĂ€ndig andere Situation vor. Hier liegt die Wohnbebauung außerhalb der ehemaligen BetriebsflĂ€che und wird „lediglich“ von verunreinigtem Grundwasser unterströmt.

Ein eventuelles Belastungs-Szenario in Herten beschrÀnkt sich daher auf die Anwohner , die einen Brunnen nutzten und Kontakt mit dem belasteten Grund­ wasser hatten.

Aufgrund des bereits erfolgten Grundwassernutzungsverbotes ist sichergestellt, dass ein Kontakt zu dem belasteten Grundwasser nicht mehr erfolgt. Das Ziel der Gefahrenabwehr ist damit grundsÀtzlich erreicht!

Untersuchungen zur Krebsinzidenz im Umfeld von S&E wĂŒrden aus diesem Grunde lediglich  den Charakter  einer RĂŒckbetrachtung auf eine ehemalige Belastungssituation haben, die es heute nicht mehr gibt.

Die genauen Expositionsszenarien  einzelner Brunnennutzer sind nicht mehr nachvollziehbar.

Kurt-Schumacher-Allee 1 ·45657 Recklinghausen ·Telefon (02361) 5345 67/68 ·Telefax (02361) 5345 66 ·e-mail: landrat@l<re1s-re.de


Joachim JĂŒrgens, FDP-Ratsherr, SchĂŒtzenstr. 84, 45699 Herten

BĂŒrgermeister der Stadt Herten
Kurt-Schumacher-Straße 2
45699 Herten

Antrag gem. § 14 d. GO-Stadt Herten

Der Kreis RE wird angehalten, eine kleinrĂ€umige Analyse zur Krebsinzidenz in der Region um das grundwasserkontaminierte Gebiet der ehemaligen Kokerei S&E in Langenbochum durchzufĂŒhren.

BegrĂŒndung:

Hintergrund des Antrages sind GesprĂ€che mit Anwohnern im Bereich des genannten GelĂ€ndes, in dessen Verlauf BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ihre Ansicht Ă€ußerten, dass in den betroffenen Regionen vermehrt Krebserkrankungen aufgetreten sind.

Die im Grundwasser gemessenen BTEX-Konzentrationen liegen erheblich ĂŒber dem PrĂŒfwert fĂŒr Grundwasserverunreinigungen; dieser liegt nach der LĂ€nderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) fĂŒr BTEX[1] bei 10-30 ”g/l.

Die Auswahl der weiteren zu untersuchenden Krebserkrankungen richtete sich nach einem möglichen Zusammenhang mit den im Grundwasser der betroffenen Region nachgewiesenen Schadstoffen Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylole, MTBE sowie polyzyklische Kohlenwasserstoffe (SUBV 2012). Einen Überblick ĂŒber diese Stoffe und deren Einstufung nach den Angaben der International Agency for Research on Cancer (IARC) in Hinblick auf die KanzerogenitĂ€t fĂŒr den Menschen findet sich im Anhang.

Die Problematik des Themas ist nicht zuletzt durch untersuchte KrebsfĂ€lle in Dortmund-Dorstfeld[2] bekannt geworden. Nach einem Bericht in der Lokalzeit aus Dortmund ĂŒber eine mögliche HĂ€ufung von KrebsfĂ€llen in dem Altlastengebiet hat die Stadt reagiert und Fragebögen an die Bewohner verschickt. Das Gesundheitsamt will wissen, ob es in der Siedlung tatsĂ€chlich mehr KrebsfĂ€lle gibt als in anderen Stadtteilen.

Auch hier sollte der Kreis als Gesundheitsbehörde Ă€hnlich reagieren und eine Anwohnerbefragung durchfĂŒhren.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

 

Weitere Informationen [klick]

Anlage: KanzerogenitĂ€t fĂŒr den Menschen

[1] http://www.umweltdatenbank.de/cms/lexikon/28-lexikon-b/207-btex.html

[2] http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/dortmund-untersucht-krebsfaelle-in-dorstfeld-100.html

 

HERTEN-LANGENBOCHUM Vor gut anderthalb Jahren erließ Landrat Cay SĂŒberkrĂŒb in Teilen von Langenbochum ein Nutzungsverbot fĂŒr das Grundwasser. Grund: die hohe Schadstoffbelastung, etwa mit giftigen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). H.A. weiterlesen

http://rat.jidv.de/?p=2533Nach 5 Jahren, als wir das Thema Grundwasserkontaminierung in der breiten Öffentlichkeit thematisiert haben, wird der Kreis RE aktiv:

Das Origiandokument und unsere AktivitÀten hier als PDF-Dokument [klick]
AcrobatIconUPDATE 15-06-16

zur besseren Lesbarkeit, Doppelklick aufs Bildha-150925videoBeitrag der Lokalzeit hierzu


Kreis informiert ĂŒber Grundwasser-Vergiftung

  • 10.09.2015, 12:00 Uhr

LANGENBOCHUM. (BMH) Die letzte BĂŒrgerversammlung war 2011, die letzte Verteilung von FlugblĂ€ttern an die Anwohner 2013. Der Sachstand zur Grundwasser-Vergiftung in Langenbochum hat sich seither deutlich verĂ€ndert. Daher lĂ€dt der Kreis Recklinghausen jetzt zu einem öffentlichen Info-Abend ein. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an BĂŒrger, die in der NĂ€he des ZechengelĂ€ndes SchlĂ€gel & Eisen sowie in umliegenden Siedlungen leben. Sie findet am Donnerstag, 24. September, 17.30 Uhr, an der Grundwasser-Sanierungsanlage auf dem ZechengelĂ€nde statt (Zufahrt von der MĂŒhlenstraße aus). Vertreter des Kreises (Fachdienst Umwelt) und der RAG Montan Immobilien GmbH wollen den Stand der Dinge erlĂ€utern. Wie unsere Zeitung schon berichtet hat, steht die BefĂŒrchtung im Raum, dass das MĂŒhlenviertel deutlich stĂ€rker von der Grundwasser-Vergiftung betroffen ist, als angenommen. Um nĂ€here Erkenntnisse zu erhalten, wurde die Bohrung von zusĂ€tzlichen Grundwasser-Messstellen in Auftrag gegeben.

Hintergrund: Am 10. Juli hat der Kreis RE fĂŒr Teile von Langenbochum ein Förder- und Nutzungsverbot fĂŒr Grundwasser erlassen. Es bestehe Gefahr fĂŒr die Gesundheit der Menschen. In der einstigen Kokerei auf dem ZechengelĂ€nde seien hochgiftiges Benzol sowie krebserregende Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) im Erdreich versickert. Bei Grundwasser-Analysen seien sehr hohe Schadstoff-Werte gemessen worden.

Der Kreis RE bittet um Anmeldung zur BĂŒrgerversammlung unter 02361  /  53-53  05    oder 53-5603 oder 53-5403


  Antrag der FDP-Herten zur BĂŒrgerinformation [klick]  pak-16PAK-Konzentration Extreme Grundwasserbelastung ist schon zwei Jahre her

pak-112/2014

IMG_0156.jpg AcrobatIconKreisdokument


2009

Optimiertes Dokument als AcrobatIconH-A- 29.08.2015

pak-waz

Ausriss WAZ -22.07.15

info pak

Aus Presse 21.07.15


Ein Klick aufs jeweiliges Bild vergrĂ¶ĂŸert dieses

infoPresse:18.07.15
indexAcrobatIcon (Amtsblatt)


s§E-1906Link zum Film


Die Lokalzeit Dortmund berichtet am 13.07.2015

media[klick]



Fotos aus 09.2010  ©  JJ/Pro-Herten



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Schutz der BĂŒrger steht an erster Stelle“

HERTEN. (kö) Ratspolitiker fordern eine grĂŒndliche Aufarbeitung der PAK-Belastung in Langenbochum und Maßnahmen zum Schutz der BĂŒrger. Sie reagieren in Stellungnahmen auf das Verbot des Landrates, Grundwasser-Brunnen weiter zu benutzen.
Die Gesundheit der Menschen verdiene „die höchste PrioritĂ€t politischen Handelns“, schreibt der designierte

  • FDP-BĂŒrgermeisterkandidat Richard Lorisch. Es reiche nicht aus, einfach zu verbieten, das Grundwasser weiter zu benutzen. Eine vollumfĂ€ngliche AufklĂ€rung sei jetzt ebenso nötig, wie eine nachhaltige Sanierung. „Die Zeit des Vertröstens muss enden.“
  • Linke-Ratsfrau Martina Ruhardt schreibt: „Es fehlt ein solides Gesamtkonzept. Dabei sollte der Schutz der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger an erster Stelle stehen.“ Auch sie fordert AufklĂ€rung ĂŒber die Grundwasser-Belastung. Die Anwohner hĂ€tten „ein Recht darauf, ihre GĂ€rten ohne Sorge vor gesundheitlichen SchĂ€den nutzen zu können.“
  • FDP-Ratsherr Joachim JĂŒrgens, der das Problem schon 2010 gemeinsam mit dem damaligen Ratsherrn Horst Urban benannt hatte, wendete sich gestern mit einem Fragenkatalog an Landrat Cay SĂŒberkrĂŒb. Unter anderem will JĂŒrgens wissen, wie trotz der Reinigungsanlage der RAG und entgegen den Aussagen von vor vier Jahren die Kontaminierung nun offensichtlich doch ansteigen konnte und welche zusĂ€tzlichen Maßnahmen jetzt zur Dekontaminierung vorgenommen wĂŒrden.PAK-1

    ha


    und was ist mit dem Gichtgasschlamm im Hertener SĂŒden, Deckel drauf und vergessen??AcrobatIcon siehe hier [klick]

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.pro-herten.de/?p=2689

1 Kommentar

  1. Joachim JĂŒrgens

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

    ich beantrage unverzüglich eine umfassende Aufklärung, unter Einbeziehung der Verantwortlichen, über die Auswirkungen der in der Allgemeinverfügung Nr. 103/2015 vom 09.07.2015 des Kreises angesprochenen Maßnahmen.

    Laut Berichterstattung des WDR, sowie der Lokalpresse kontaminieren die Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe der ehemaligen ´S&E-Kokerei bekanntlich das Grundwasser. Der verantwortliche Vertreter der RAG-Montan Immobilien, Herr  Michael Laßl,  benennt den seit ca. 2 Jahren bekannten Anstieg mit einer Extrembelastung von 1 Gramm / Liter und in der Schadstofffahne mit ungefähr 1/5 des Wertes… …….
    Die Erkenntnisse, dass seit unserer Befahrung im Sept. 2010 ein Anstieg um das 1000-fache festgestellt wurde und lt. Medienberichterstattung der Anstieg der Belastung seit 2 Jahren bekannt ist, ist besorgniserregend und erfordert eine unverzüglich umfassende Aufklärung. Hier ist den verantwortlichen Stellen im Kreis – so bekannt – ein Versäumnis der Unterrichtung zur Gefahrenabwehr vorzuwerfen. Eine dienstrechtliche Würdigung sollte geprüft werden.
    siehe mehr unter: FDP-Herten
    unter Youtube-> 
    http://youtu.be/4iUpVmgsa_A

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