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Eulenspiegelei

TillE

Till Eulenspiegel zum Hertener Projekt „Jobcenter“

Vor gar nicht allzu langer Zeit, in einem Land, gar nicht so weit weg, gab es ein kleines Städtchen, das sich Herten nannte. Die Ratsherren und der Bürgermeister waren sehr gescheit. Und wenn in fremden Ländern wieder einmal Not und Ratlosigkeit herrschte, dann wurden die Männer aus Herten gerufen, um das Problem zu lösen.

Dazu fällt mir gerade das Buch aus meinem Bürgerregal herunter

Kurz nachdem der Bürgerlehrling zum Bürgermeister mutierte, beschloss der Rat: Die HTVG wird mit der Planung eines Neubaus für das Jobcenter mit dem Ziel beauftragt, dieses baldmöglichst zu verlagern.!

Da sich seit einiger Zeit im Rat nichts tat, versuchte zuerst die CDU und UBP mit Antrag vom 24.02.2017 und danach auch wachgeworden, zog die SPD am 03.03.2017  mit einem Antrag nach.  Fortan war der Unterschied, bezogen auf das Thema Jobcenter, kaum zu unterscheiden. Die Fraktion die „Linke“ wollte nicht nachstehen und mit ihrer „sozialen Ader“ warf sie mit dem „Haus der sozialen Strukturen“ ein Denkmodell in den Ring.

Alles als kleinen Anbau an dem Nebengebäude des Rathauses gedacht.

Die HTVG/Verwaltung, nun nicht weiter schlafend, entwickelte ein einzigartiges Modell einer Planung, die nicht nur den ehemaligen Schweisfurth-Garten und den jetzigen VHS-Bestand ad absurdum führte, so dass die Umweltverbände massiven Widerstand ankündigten (sh. dazu auch unseren Beitrag: „Hände weg vom VHS-Garten!“).

Nun fürchteten die im Rat vertretenden Fraktionen vor der Bundestagswahl den städtischen Volkszorn und entwickelten in einmütiger Einigkeit ein neues Konzept.

Dazu der ewige CDU-Beitrags-Schreiber, der ehemalige kühne freiwillige Feuerwehrmann, hier den Antrag: CDU Herten – Stadtverband hat 4 neue Fotos hinzugefügt. 1. September um 10:00 ·

Gemeinsamer Antrag ALLER Hertener Ratsfraktionen (CDU, SPD, Grüne, Linke, UBP):
Soziales Rathaus inkl. Jobcenter am Rathaus möglich, auch wenn im VHS-Garten NICHT gebaut wird!
Politik geht auf Bedenken kritischer Bürger ein und erarbeitet einen gemeinsamen Kompromissvorschlag:

Eigentlich ist es „lediglich“ die Aufgabe der Politik, vor allem die Verwaltung zu kontrollieren und auf Missstände hinzuweisen oder auch mal einen Impuls zu geben. Selten jedoch müssen sich die Vertreter der Parteien verständigen um so konkret zu planen, wie sie es aktuell machen müssen.

Warum?

Bekanntlich ist die Bausubstanz des bisherige Jobcenters marode und ein Neubau zwingend erforderlich. Für alle Parteien im Stadtrat war schnell klar, dass dies die einmalige Chance bietet, nicht nur EIN soziales Rathaus auf dem Papier darzustellen, sondern dies auch tatsächlich räumlich zu realisieren. Daher der einstimmige Vorstoß ALLER Parteien, dieses soziale Rathaus direkt am Rathaus umzusetzen.

Ein Chance bzw. ein Umstand, um den viele andere Städte unser Herten beneiden. Schließlich haben sich die meisten Kommunen zur Einrichtung eines sozialen Rathauses verpflichtet. Jedoch können die wenigsten Städte dies auf Jahrzehnte hinaus auch tatsächlich baulich realisieren.

Die Hertener Ratsparteien beauftragten daher die Stadterwaltung, einen Jobcenteranbau am Rathaus zu planen. Ca. 250 bis 400 qm Grundfläche des 4.600 qm großen – bisher versteckten – VHS Gartens sollten hierfür bebaut werden.

Doch was kam:

Die Verwaltung plante einen Anbau, welcher anstatt der vom Rat gewünschten 1.000 bis 1.500 qm Bürofläche, plötzlich 2.700 qm Bürofläche aufwies! Ferner plante die Verwaltung einen großen Parkplatz im VHS-Garten, obwohl bereits das bisherige Jobcenter über keinen eigenen Parklatz verfügt.

Dies löste heftige Diskussionen u.a. auf Facebook aus:

Etlichen war der geplante Neubau zu groß. Erstaunlicherweise schoben die Kritiker die Verantwortung hierfür jedoch nicht auf die Verwaltung, welche abweichend vom Ratsauftrag geplant hatte, sondern auf die Politik. Dies, obwohl der Stadtrat eine Planung zu einem WESENTLICH kleineren Baukörper bei der Verwaltung in Auftrag gegeben hatte!

Seit Jahrzehnten von niemandem beachtet, da vielen verständlicherweise völlig unbekannt, sprießten plötzlich die Ideen zum versteckt liegenden VHS-Garten:

Einige wollten eine besondere Gastronomie im VHS-Garten errichten, andere kündigten Unterschriftensammlungen an, sollte es irgendeine Bebauung des VHS-Gartens geben.

Mancher befürchtete sogar schon eine mögliche Erwärmung der Hertener Innenstadt, wenn im VHS-Garten 250-400 qm Grundfläche bebaut würden, ohne überhaupt zu realisieren, dass direkt nebenan eine der größten Innenstadtparkanlagen Europas liegt und der VHS-Garten allein im Größenvergleich überhaupt nicht ins Gewicht fallen würde, noch dazu, weil nicht einmal 10% des Gartens hätten genutzt werden sollen.

Andere wiederum konnte nicht einmal mehr zwischen Schlosspark und VHS-Garten unterscheiden und realisierten dabei nicht, dass im Stadtplan von 1898 zwar die heutige westliche Feigestraße noch Teil des Schlossparks war, der heutige VHS-Garten jedoch schon als privater Garten ausgewiesen war.

Dann hatten einige die Idee, die heutige VHS-Villa abzureißen und dort eine Gastronomie zu errichten, ohne dass auch nur EIN Investor hierzu konkret Interesse angemeldet hat. Demgegenüber wollten jedoch wieder andere, dass die VHS-Villa auf jeden Fall erhalten bleibt.

Auch wenn es nur extrem unterschiedliche/konträre Vorstellungen gab, was man mit dem VHS-Gelände machen sollte, so wurde doch eine Meinung intensiv befeuert: Hauptsache kein Rathausanbau.

Eine Lösung schien daher fast unmöglich. Daher haben sich die Vorsitzenden der Hertener Ratsfraktionen getroffen und einen Kompromiss erarbeitet:

Klar war, dass am Ziel des sozialen Rathauses in EINEM Gebäude festgehalten werden soll, da es eine einmalige Chance für unsere Stadt ist! Gleichzeitig soll auf Baumaßnahmen im VHS-Garten verzichtet werden.

Wie wollen die Politiker dies erreichen?

Durch die neue Verwaltungsgliederung, sollen die Büros am Zentralen Betriebshof (ZBH) erweitert werden und dort ein „Technisches Rathaus“ entstehen, welches vom neuen Baurat geleitet wird.

Hierdurch werden entsprechend Räume im Rathaus frei. Ferner soll die bisher noch nicht renovierte Rathausbrücke umgebaut werden und das Bürgerbüro vom Rathaus in die bisherige Glashausgastronomie mitten in die City umziehen. Zusätzlich soll eine Zwischendecke im bisher ebenfalls noch nicht renovierten Ratssaal eingezogen werden und auch dort Büros entstehen.

Zukünftig sollen Stadtrats- und Ausschusssitzungen, wie in der Umbauphase des Rathauses bereits praktiziert, in der Rotunde des Glashauses stattfinden (kompletter Antrag nachfolgend). Finanziert werden die Baumaßnahmen durch die Mieteinnahmen des Kreises für den Jobcenterteil.

Zwar haben die ehrenamtlichen Politiker jetzt die Arbeit der hauptamtlichen Verwaltung übernommen und einen tragfähigen Kompromiss erarbeitet, jedoch war es der Politik sehr wichtig, aufzuzeigen, dass Kompromisse und ein Optimum sehr wohl möglich sind, – wenn man dies denn tatsächlich möchte!

Daher haben die Vorsitzenden ALLER Hertener Ratsfraktionen (CDU, SPD, Grüne, Linke, UBP) (Anm. ohne die im Rat vertretenden Einzelratsmitglieder mit ins Boot zu nehmen) einen gemeinsamen Wunsch: „Zur genauen Abstimmung der Vorgehensweise soll – im Gegensatz zur bisherigen Planerarbeitung – eine enge Kommunikation zwischen Politik und Verwaltung praktiziert werden!“

Nun reagierte der fleißige sauer. Die Antwort ließ sich nicht lange auf sich warten:

Facebook-Poster und Bürgermeister am 1. September um 17:53 ·

Fred Toplak Vorweg:

Ich bin sehr selten wütend, aber was „die Politik“ hier gerade in meinen Augen veranstaltet, macht mich fast sprachlos. Aber halt nur fast. Sobald ich mich wieder beruhigt habe, werde ich an dieser Stelle und auch an jeder anderen Stelle detaliert dazu berichten – welche „Sau“ jetzt wieder durchs Dorf getrieben werden soll. Wie bereits mehrfach nun geschehen und bekannt, bringt „die Politik“ wieder einen Antrag in laufender Sache ein, der in keinster Weise im Vorfeld auch nur mit einem Wort besprochen oder ein Gespräch dazu mit Verwaltung und Bürgermeister gesucht wurde. Null.

Ohne die laufenden Vorgänge seriös abzuarbeiten, eine Bürgerinfomationveranstaltung abzuwarten, eröffnet man die nächste kuriose Baustelle. Das Jobcenter ins Rathausgebäude zu integrieren…. scheinbar ohne auch nur im Ansatz eine Machbarkeit zu prüfen. Danke das Sie damit nun allen Verwaltungsmitarbeiter*innen, nun inkl. den Kolleginnen und Kollegen im Jobcenter jeglichen Respekt versagen, um es milde auszudrücken.

Hier scheint es nur noch darum zu gehen, Verwaltung und speziell den Bürgermeister vorzuführen. Ich empfinde den Bogen damit leider überspannt.

Das musste vorweg mal raus.

Aber nun bitte teilen. Danke 😊

Weiter Postete er am 2.09.2017  um 11:40

Fred Toplak

Liebe Bürgerinnen und Bürger – bitte bleiben Sie gemeinsam mit mir am Thema. Danke. Bitte teilen 😊

Worum geht es beim Neubau Jobcenter denn nun?

Warum wird alles auf dem Rücken nun aller städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgetragen?

Warum werde ich das Gefühl zurzeit nicht mehr los? Hauptsache gegen den Bürgermeister oder seine Vorschläge. Und seien die Alternativen auch noch so unnötig wie zweifelhaft.

Seit Jahren wird ohne greifbares Ergebnis über den dringend erforderlichen Neubau eines Jobcenter diskutiert. Ich erspare allen die hier im Thema sind, ellenlange Wiederholungen… für Verständnisfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Seit langer Zeit besteht die Chance das Jobcenter auf städischem Grundstück als städtisches Gebäude durch Mieteinnahmen (durch den Kreis als langfristigen Mieter) finanziert, also ohne Kosten für die Stadt Herten zu errichten! Das städtische Grundstück an der Gartenstrasse ist m. E. dafür bestens geeignet und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters hätten jetzt bereits Ihren fixen Einzugstermin im Kalender.

Der Neubau an dieser Stelle wäre nachvollziehbar der kostengünstigste – egal was man sich schön rechnen möchte.

Alle Mitarbeiter hätten dort einen Parkplatz und bräuchten nicht weiter die Parkraumnot rund ums Rathaus unverschuldet zu verschärfen. Was sich sicher positiv auch auf die Arbeitsplatzqualität auswirken kann. Zudem gäbe das Grundstück zusätzliche öffentliche Parkplätze für Besucher der Innenstadt und später für Nutzer der S-Bahn her – geschätzte 50 Plätze. Auch bliebe wahrscheinlich eine Teilfläche zu vermarkten und würde eine Einnahme generieren. Ein Bedarf ist seit mehr als 10 Jahren an dieser Brachfläche nicht erkennbar bekannt. Auch die Frage / Möglichkeit als Expansionsfläche für genannten Unternehmen hatte ich geprüft und wurde nicht bestätigt.

All dies und weitere Fragestellungen hätte man nun am 18. September abschließend in der Veranstaltung „Bürgerinformation“ im Glashaus erklären können. Dies scheint politisch nun nicht mehr gewünscht zu sein. Dazu wird Verwaltung in der nächsten Woche beraten und zeitnah informieren.

Nun kommt „die Politik“ wieder mit einer “ Überfall-Vorlage“. Ohne Rücksicht auf nun alle städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich halte diese Art des Umgangs für nicht mehr hinnehmbar und mit Verlaub – das hat nichts mit Empfindlich zu tun, dass hat etwas mit Wertschätzung zu tun.

Was für Fragen stellen sich da, die man hätte m. E. eben genau in einem Vorgespräch mit Verwaltung zumindest beantworten müssen, bevor hunderte Menschen damit belastet werden.

Die Idee einer Verlagerung des Jobcenters ins Rathaus scheint auf vielen ungeprüften Voraussetzungen zu beruhen und löst eine ganze Reihe von Problemen aus.

Einige Beispiele:

  1. Bevor die Pläne der Ratsfraktionen umgesetzt werden könnten, wäre ein erheblich längerer Planungsvorlauf erforderlich. Das bedeutet, dass
  • die Beschäftigten des Jobcenters erheblich länger auf den Umzug in ein neues Gebäude warten müssten
  • die Rathausbeschäftigten nach den Belastungen durch die Rathaussanierung erneut durch Umbauarbeiten und Umzüge belastet würden
  • die Kooperationsbeziehungen in der Verwaltung durch Auseinanderreißen von technischer und nichttechnischer Verwaltung erschwert und die Wege zwischen den Verwaltungseinheiten deutlich länger würden. Das was man im sozialen Bereich für Bürgerinnen und Bürger, für Kunden zwanghaft und ohne Garantie einer Benefitverbesserung erreichen möchte – kehrt man hier auf Kosten aller städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schlicht mal um.
  1. Die Stadt Herten ist gar nicht frei in der Entscheidung, wo sie ein Jobcenter realisieren will. Der Kreis Recklinghausen als Träger der Leistungen nach dem SGB II („Hartz IV“) muss die Räumlichkeiten des Jobcenters anmieten und entscheidet letztlich, welche Räume er akzeptiert.
  2. Ob die im Rathaus avisierte Lösung vom Kreis angenommen würde, ist zumindest zweifelhaft: Für den Neubau von Jobcentern wurden wegen der Gefährdung der Mitarbeiter Sicherheitsstandards entwickelt, die im Rathaus nicht so einfach umgesetzt werden können. Diese reichen von Zutrittskontrollen des Gebäudes und der einzelnen Büros bis zur Lage der Bürozwischentüren. Wollte man diese Standards im Rathaus umsetzen, müssten in den umgenutzten Büros alle Zwischentüren zugemauert und neue Türen in die Wände gebrochen werden.
  3. Für das Jobcenter wurde gemeinsam mit dem Kreis ein Raumprogramm entwickelt, das eine Nutzfläche von ca. 2.100 m² benötigt. Die Bereitstellung einer solchen Größenordnung ist im Rathaus auch unter Einbeziehung einer neuen Ebene über dem Ratssaal, dem Umzug des Bürgerservice ins Glashaus und dem Umbau der Brücke in Büros kaum vorstellbar.
  4. Mit der Aufgabe des historischen Ratssaals würde die Stadt Herten ein neues Alleinstellungsmerkmal erringen: einzige Stadt ohne Ratssaal!

Der Umbau des Europasaals zu Büros würde einen weiteren Sitzungsraum wegfallen lassen. Außerdem wäre die Durchführung des Wahlgeschäfts inkl. des Briefwahlbüros ohne entsprechende Raumressourcen erschwert, wenn nicht fast unmöglich gemacht.

  1. Die Annahme, dass die Zahl der Verwaltungsmitarbeiter so stark schrumpft, dass sich das Jobcenter unter Hinzuziehung einiger neu zu bauender Räume problemlos im Rathaus unterbringen lässt, verkennt die wahre Dynamik der Aufgabenentwicklung in den Kommunen. Während die Stadt erfolgreich ihre Haushaltskonsolidierung umsetzt und zuvor definierte Stellen abbaut, schafft sie gleichzeitig in anderen Bereichen neue Stellen. So ist die Zahl der MitarbeiterInnen im Jugendamt, im Ausländeramt, in der Fachstelle Wohnen, in der Betreuungsstelle, in der Beitragserhebungsstelle und im Tiefbauamt in den letzten Jahren angehoben worden. Grund dafür waren gesetzlich vorgeschriebene Standarderhöhungen oder massive Fallzahlsteigerungen. Ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen.
  2. Die Kosten für die Durchführung der von den Fraktionen vorgeschlagenen Maßnahmen sind noch nicht einmal geschätzt. Von daher ist noch unklar, ob sie nicht sogar höher als bei einem standardisierten Büroneubau ausfallen würden. Folgende Maßnahmen gehören dazu:
  • Umbau des Ratssaals mit Einzug einer Zwischendecke und Einbau von Büros
  • Umbau des Europasaals zu Büros
  • Umbau von (frisch sanierten) Büros im Rathaus (zur Erreichung der Sicherheitsstandards)
  • Umbau des Bistros im Glashaus
  • Neubau eines Verwaltungsgebäudes auf dem Gelände des ZBH (noch ungeprüft, wo dieses entstehen könnte, wahrscheinlich reicht der Platz auf dem vorhandenen Grundstück nicht aus) Parkplätze ??
  1. Bevor neue Nutzungen im Glashaus untergebracht werden können, ist die technische Gebäudeausrüstung des Glashauses komplett zu erneuern. Hierfür konnte wegen der bestehenden Haushaltssperre noch nicht einmal mit der Planung begonnen werden. Mit einer fertigen Umsetzung dieser Sanierung ist nach optimistischer Schätzung frühestens im Jahr 2022 zu rechnen. Dies wäre der früheste Zeitpunkt des Umzugs des Bürgerservice.

Viele Grüße und in Erwartung

Ihrer weiter so breiten Unterstützung, Ihr Fred Toplak

Ich darf den Bürgermeister aus Facebook zitieren‘:

Fred Toplak hat CDU Herten – Stadtverbands 27. Mai 2016 ·

Wie ich es im Wahlkampf immer betont habe – es geht um Herten und nicht um Befindlichkeiten. Dazu müssen alle miteinander reden und ich freue mich auf weitere Gespräche mit allen politischen Lagern.

Da er offensichtlich das „miteinander reden“ hauptsächlich auf Facebook verlagert, dürfte auch die Dissonanz zwischen Bürgermeister und Politik erklären. Vielleicht bekommt er ja noch einen persönlichen Assistenten aus seinem ehemaligen Piratenlager, der ihm den einen oder anderen guten Rat im Umgang mit der Politik erklärt. So könnte es möglicherweise zum Wohle der Bürger und Verwaltungsmitarbeiter zu einem gepflegten Miteinander (wie unter Paetzel trotz Unstimmigkeiten in der einen oder anderen Sache) kommen.

Aber auch die fraktionsgebundenen Politiker des Hertener Rates sollte sich an die eigene Nase fassen. Bemerkenswert die Einigkeit zwischen SPD und CDU – nun auch gefolgt von den Grünen, UBP und last not least die Linke.

Bei den SPD- und CDU-Fraktionsvorsitzenden könnte man annehmen, dass beide Fraktions-Führer eine neue Fraktion bilden und bei der nächsten Kommunalwahl mit dem „kühnen CDU Poster“ als BM-Kandidaten antreten. Fraktionsvorsitzender jetzigen SPD-Fraktion, mit dem jetzigen CDU-Fraktionsvorsitzenden als stellv. Bürgermeister. Finanziell dürften es mit jeweils einer Aufwandsentschädigung von 1.600,-  kein Problem geben!

Nun zu der genialen Jobcenteridee der Fraktionsgemeinschaft. Bei aller nicht abzustreitenden Sachkunde möchte ich auf den einen und anderen Punkt aufmerksam machen, den sie beim Hereintragen ihrer Ideen mittel Schubkarre ins Rathaus vergessen haben.

  • Haben Sie auch an einen umweltfreundlichen wasserstoffgetriebenen Shuttle zwischen Rathaus, ZBH, und Glashaus gedacht? Wenn der Weg der Jobsuchenden vom Jobcenter zum Rathaus (z.B. Wohnungsamt) im ersten Anlauf thematisiert wurde, wäre der Shuttle doch eine gute Idee für Rathausbesucher und nicht nur Fußkranke aus dem Rathaus?
  • Geld wäre auch einzusparen, wenn im Copa im Sommer der Saunabetrieb eingestellt würde. Als Ersatz könnte der obere Teil über die geplante Zwischendecke im Ratshaussaal geschaffenen Etage unter dem nichtgedämmten Dach dienen.
  • Bei den zukünftigen Ratssitzungen könnte man dann innerhalb des Glashauses alkoholischen Nachschub bekommen. Bei einigen Sitzungsbeiträgen wohl von Vorteil.

Liebe Rathausdenker – plant mal schön weiter, so dass mir die Themen nicht ausgehen,

ihr Till Eulenspiegel

Dieser Till als PDF-Dokument‘



 

Dieser Beitrag wurde in „Herten und die Zukunft“ geteilt und dann
von Frau Wietfeld dort  gelöscht
der Beitrag und die Kommentare sind jedoch hier als PDF-Dokument verfügbar

Bemerkenswerter Kommentar dazu von: Harald Stanberger
Hallo Michael, dass du dich mit fremden Federn schmücken musst, ist klar. Wie könntest du auch ein solches Werk schaffen, ohne vom BM abzukupfern? Ich habe meinen Senf dazu auf der Facebook-Seite der Hertener Allgemeinen abgegeben und tue es der Einfachheit halber hier noch einmal: Harald Stanberger Dass man die Präsentation eines anderen übernimmt und mit anderen Inhalten füllt, ist in der Satire ebenso beliebt wie in der Parodie. Niemand käme auf die Idee zu behaupten, Urban Priol hätte keine eigene Stimme, nur weil er mit der von Frau Merkel spricht. Statt zu lachen, reagiert der Bürgermeister dünnhäutig und weist sogar noch auf die Urheberschaft für seine bescheidene Grafik hin. Offensichtlich fürchtet er, seine Leistungen könnten infrage gestellt werden. Und damit dürfte er recht haben. Nicht alle Menschen sind Toplakianer. Glücklicherweise behalten die meisten sogar unter dem Einfluss von Facebook ihren analytischen Verstand, geben sich nicht mit Selbstdarstellungen des Bürgermeisters zufrieden und fragen nach konkreten Ergebnissen. Was hat Fred Toplak in dem einen Jahr tatsächlich erreicht, was das Leben in Herten lebenswerter oder die Arbeit im Rathaus einfacher macht? Die Frage sollte nicht als eine polemische betrachtet, sondern zum Anlass genommen werden, einen Stift zur Hand zu nehmen und die Fakten zu notieren.

Die vom Bürgermeister genannten Wochenrückblicke bieten neben der Selbstdarstellung und den Angriffen auf alle, die nicht seiner Meinung sind, nichts Substantielles. Angesichts des häufig nachlässigen Umgangs mit Ausdruck, Grammatik und Orthografie scheint er sie entweder nicht gut durchdacht zu haben oder zu glauben, dass die Sprache seinen Facebook-Freunden eh egal ist. Geht man seinen Tätigkeitsbericht durch, findet man fast ausschließlich repräsentative Aufgaben. Bis 1999 gab es in Herten eine kommunale Doppelspitze, bestehend aus dem Stadtdirektor und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Würde man die letzten ehrenamtlichen Bürgermeister oder seinen unmittelbaren hauptamtlichen Amtsvorgänger um ihre Terminkalender bitten, man würde fast alles, was der Bürgermeister stolz auf Facebook anführt, auch da finden.

Einen ganz gravierenden Unterschied allerdings gibt es: Ehrenamtliche Bürgermeister erhielten eine Aufwandspauschale, der hauptamtliche aber zusätzlich eine Grundvergütung von fast 9.000 Euro! Michael Holtschulte kommt mit seinen angeführten Tätigkeiten nicht auf ein solches Einkommen und ebenso wenig der Polizist, die Krankenschwester, die Hausfrau und Mutter und auch nicht die Beschäftigten im Hertener Rathaus. Wie endlos lang dürften die Listen dieser Menschen sein, wollten sie nur ihre Pflichtaufgaben anführen.

Jeder Demokrat sollte Menschen wie Michael Holtschulte dankbar sein, wenn sie zum Nachdenken anregen. Es spricht doch nichts dagegen, ein Freund Fred Toplaks zu sein und ihn in drei Jahren wieder zu wählen. Aber es macht ein besseres Gefühl, wenn man weiß warum.


 

 

Till Eulenspiegel macht sich Gedanken über unsere Verwaltung

Ein Schock, als uns jüngst die Grundsteuerberechnung ins Haus flatterte. Wir waren ja vorgewarnt, aber trotzdem trifft uns die Belastung hart. Auf nun 795 Prozentpunkten soll in unserer Gemeinde der Hebesatz der Grundsteuer B steigen, 2014 noch 565 Prozentpunkten also eine Steigerung von 40,71%. Von allen Städten steht Herten nun an elfter Stelle! Hierzu dokumentiert der Bund der Steuerzahler die städtische Abzocke auf ihrer Internetseite [klick]! Sparvorschläge und Proteste von den Bürgern und der Opposition wurden at Acta gelegt. Mit der verwaltungsgesteuerten SPD-Fraktion wurde die Erhöhung durchgepeitscht.

Nicht verwunderlich, in einer Stadt, inder man meinen könnte (Konjunktiv) , dass das Parteibuch oder persönliche „Freundschaften“ bei der Postenbesetzung entscheidender ist, als die fachliche Qualifikation.

Herten verliert immer mehr an Einwohner. 2004 hatten wir noch 68.000, heute 61.600. Interessant, dass das Rathaus aber entgegen diesem Trend mehr Personal zu verzeichnen hat. Im gleichen Zeitraum stieg das Personal von 411 auf 475 Angestellte [klick].

Das wäre ja kaum zu bemängeln, wenn die Leistungsfähigkeit der Stadt dadurch gesteigert würde. Hier habe ich jedoch erhebliche Zweifel.

Beispiele:

  • Da plant die Landesregierung das „Dichtheitsprüfungsgesetz“ für private Abwasserleitungen. Geplant, noch nicht beschlossen, stellt jedoch im voreilenden Gehorsam die Stadt einen Dipl. Ing. ein, der die Sache zukünftig richten soll. Diese Stelle wird wohl kaum mit dem Mindestlohn vergütet. Na ja, keine Dichtheitsprüfung, mittlerweile auch für diese Aufgabe kein Dipl. Ing. mehr. Gekostet hat es uns Steuerzahler allemal.
  • Städtische Homepage, das weltweite Vorzeigebild einer Kommune. Zwar konnte ich die extrem kleine Schrift durch jeweilige Anpassung ausgleichen, verwundert war ich jedoch, als ich mir nach einem Jahr die Webcam wieder anschaute. Grottenschlecht ist noch gestrunzt. Seit über einem Jahr sind die Bilder von Westerholt und Glashaus statisch, die trotz einer Aktualisierung jeweils innerhalb von 60 Sek. zugesagt wurde. Die VHS-Kamera produziert kaum ein qualitatives Bild. Die Bilder hatte ich ja schon im letzten Till veröffentlicht [klick]. Wurde vor Veröffentlichung diese Seite nicht geprüft? Bei jedem Schüler, der seine eigene Homepage produziert, wäre solch ein Murks nicht möglich. Die Verantwortlichkeit liegt wie schon vor 2004 ersichtlich im Bereich der Organisationseinheit Öffentlichkeitsarbeit“.
    Erstaunlich, dass in dieser Abteilung die Chefin ein Sabbathalbjahr nehmen kann. Sei es ihr gegönnt. Andererseits, keiner merkte es wirklich, ist hier von einer Übersetzung auszugehen?
  • Gerade die Nutzung moderner Medien lässt fachlich gravierende Mängel erkennen. Als Beispiel einmal ein eingereichtes Dokument und was daraus wurde.

 

  • 1 2

 Original   [klick]                                                       Ergebnis „Verwaltungsvorlage [klick]

Schauen sie sich doch selbst das komplette Skript an

Warum ist solches nur möglich, in einem Konzern, der durch unsere Steuergelder finanziert wird?

Ist hier das Parteibuch wichtiger als entsprechende Qualifikation (siehe den Buchausriss)? Möglich nur, weil die Sicherheit des Arbeitsplatzes keine Konsequenzen – wie sie in der privaten Wirtschaft unumgänglich– nach sich zieht. Ich erinnere an den Schaden, der durch unsachgemäße Vergabe der Fördermittel (in toto ca. 900.000,-€) entstanden ist!

Dabei gab es ja schon meinem Wissen nach Bereitschaft einer externen kostenlosen Hilfestellung. Diese wurde dann erst zugesagt, dann mit der Begründung, dass interne Ängste bestehen und dann Dinge bekannt würden, die lieber im Keller blieben

Der Bürgermeister als promovierter Sozialwissenschaftler ist für seine Mitarbeiter verantwortlich. Er soll ja auch schon Mitarbeiter an seiner alten Uni in seinem Fachgebiet rekrutiert haben. Lieber Bürgermeister, die UNI ist nicht nur auf Geistes- und Gesellschaftswissenschaften ausgerichtet, sie hat auch einen guten Ruf in Ingenieur- und Naturwissenschaften. Vielleicht springen Sie mal über ihren soziologischen Schatten und schauen sich dort nach geeignete, leistungsfähige Mitarbeiter um. Vielleicht erlebe ich es ja noch, dass Herten auf der Grundsteuerskala nach unten und nicht, wie zu befürchten, nach oben rutscht

Zu dem Thema fällt mir ein interessantes Buch mit dem Titel „Verwaltung und Verwaltungspolitik“ von Carl Böhret, Heinrich Siedentopf ein. Einen Ausschnitt füge ich mal an.

 

3

Nun geniest die Fastenzeit, spart euer Geld, um auch weiterhin mit unseren Steuern die Top-Verwaltungsarbeit unterstützen zu können. Es gibt noch viel zu tun, analysieren und zu berichten. Ich mache mir schon Gedanken über die Mitmachstadt (mit möglicher Promotion aus dem Rathaus zu diesem Thema): Das Herten Forum via Stadtteilzentrum Disteln, Qualität des Jobcenters mit seiner Top-Software aus eigenem Haus. Mehr in Kürze und in diesem Sinn,

euer Till

 

Vesand via [USER-EMAIL]     zu Ändern/Austragen    [USER-UNSUBSCRIBE]

 


 

 

Till macht sich Gedanken über: „Was war und was wird werden?“

Der Politik ist eine bestimmte Form der Lüge fast zwangsläufig zugeordnet: das Ausgeben des für eine Partei Nützlichen als das Gerechte.
Carl Friedrich von Weizsäcker

 

Bullshit könnte man als dumpfen Kraftausdruck missverstehen. Tatsächlich ist es inzwischen ein philosophischer Fachbegriff, popularisiert von Harry Frankfurt, emeritierter Professor an der Princeton-Universität. Bullshit ist Gerede, bei dem der Sprecher sich nicht darum schert, ob es stimmt. Im Unterschied zum Lügner versuchen Bullshitter nicht, anderen gezielt eine Unwahrheit einzureden. Wahr oder unwahr, das kümmert sie wenig. Sie wollen Eindruck schinden.

Ich habe mal im Archiv geblättert und vergangene Dokumente mit „Versprechungen von damals und heute verglichen. Schauen Sie selbst mal im Wahlprogramm ab 84 – und Archiv herein [klick] und machen Sie sich ein Bild.

Die „Hertenpartei“ muss beweisen, dass es ihnen nicht nur um Machterhalt,
sondern um Politik für die Bürger von Herten geht

spd1999.JPGDie Wahlprogramme der SPD zeigen: Wessel, Paetzel & Lötzel Lecker und Co. stehen für das alte Herten. Ihnen fehlen die Visionen für eine moderne und zukunftsfähige Gestaltung unserer Stadt. Die SPD ist nach fast 68 Jahren an der Regierung selbstgefällig, verbraucht und nur noch darauf bedacht, ihre Macht zu erhalten. Die SPD-Programme sind Dokumente des bloßen Weiter-So. Die Auguren der SPD haben noch nicht erkannt, dass man die Probleme von heute und morgen nicht mehr mit den Ideen von gestern lösen kann.

Ärgern Sie sich nicht über die nun ins Haus geflatterten Gebührenerhöhungen! Sie haben gewählt, Ihre Gewählten haben mehrheitlich die Gebührenerhöhungen beschlossen [klick] den ganzen Till lesen sie als PDF-Dokument [hier]


m&mLayout und Idee Dr. med. K.Stephan


 

Ab und ändern des Newsletter – Till können Sie hier:

Versprochen, gebrochen, verschaukelt

Till im Oktober 2014 

 hier als PDF-Dokument [klick]


Die Ähnlichkeiten ist doch frappierend:

Vielleicht sind wir ja noch die geplünderte Witwe Bolte in Herten….

und es endet irgendwann wie bei Max und Moritz !


 

Till Eulenspiegel sagt: „Auf in den Wahlkrampf“
auch in der „Mitmachstadt Herten“ und dem Sommerloch


vision

vor der Millionen-Rückzahlung „Herten Süd [Ewaldstraße]“

waalkrampf

Dazu der Bericht: NRW-Minister besucht Marmeladen-Laden (klick)

und

Kreativquartiere – Aus dem geheimen Tagebuch von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin
Auzug aus den Ruhrbaronen, Stefan Laurin

………..Dann kam endlich mein Fahrer. Es ging nach Herten. ….Herten war komisch. Irgendwie nicht Stadt, aber auch kein Land. Erinnerte mich etwas an Leer, war nur hässlicher. Ich fragte meinen Fahrer, warum hier Menschen leben. Er zuckte nur mit den Schultern und sagte, die Frage könne er auch nicht beantworten.
Wir hielten dann alle an einer alten Zeche. Aha, dachte ich mir. Jetzt kommt die Erfolgsgeschichte. Ich sah eine Gewerbegebiet, Neubauten – hier hatte also mal was funktioniert. Aber darum ging es dann natürlich nicht. Irgendein komischer Mann erzählte was von Urban Pop, Urban Exploring, Storytelling, Urban Art und all so einem Kram und Gorny nickte immer ganz begeistert. Naja, ich sagte wieder „Uh“ und „Ah“ und war ziemlich beruhigt, das meine Brieftasche noch da war……………

HyBike nun erfolgreich umgebaut!

Pressemeldung der Vergangenheit: Hinsichtlich des Projektbausteins „Ansiedlung innovativen Gewerbes“ wird der Neuausrichtung des Tourismusbüros incl. HyBike Herten zugestimmt. Zum 31.10.2009 ist die Maßnahme unter Vorlage eines aussagekräftigen Geschäftsberichts zu evaluieren, aus dem hervorgeht, ob eine selbsttragende Verstetigung nach spätestens drei Jahren realistisch erwartet werden kann.
Nun ist es endlich soweit
Ich habe mich entschieden etwas für meine Gesundheit zu tun. Mit ein paar Freunden unternehme ich nun sonntags regelmäßig für 20 € (= 1,66€ / Person) die Stunde gemütliche im gesponserten „Herten Erleben“  Fahrradfahrten – so um die 10 km. Ich weiß, es ist nicht viel, aber alles braucht einen Anfang…
Wenn Ihr auch Lust habt mitzumachen, dann lasst und doch bei der der HyBike-Station (so denn offen) einen Trip starten. Das notwendige Gefährt wird dort gestellt!

Aber beeilt Euch, dann der Hoffnungsträger der hiesigen UBP nutzt seine knappe Freizeit, im das ursprüngliche Gefährt, mit kleinen Änderungen, seiner ursprünglichen Verwendung zuzuführen, da sonst die Fördermittel für dieses Gefährt hinfällig werden könnten.

„Rotes Rathaus“ gegen rot ..schauen … klick
Der Textbericht.. lesen …klick
Die vielen Kommentare hierzu lesen Sie .. hier

Falsche FarbeKnöllchen für rosa Parkscheibe

dpa am 31. Oktober 2012 17:11

HERTEN. Pink statt Blau? Das geht nicht. Für die falsche Farbwahl bei der Parkscheibe hat eine Autofahrerin in Herten ein Knöllchen erhalten.

Sie muss fünf Euro zahlen, wie eine Stadtsprecherin bestätigte. Die Stadt betonte, dass die Straßenverkehrsordnung die Farbe der Parkscheibe genau vorschreibe. Das Ordnungsamt habe deshalb Recht, wenn ein Bußgeld verhängt werde. Das Aussehen der Parkscheibe sei, genauso wie Verkehrsschilder, gesetzlich strikt geregelt. Auch handgeschriebene Zettel mit einer Uhr zum Beispiel seien nicht erlaubt.

Knöllchen-ÄrgerPinke Parkscheibe: Dorstenerin muss 5 Euro Strafe zahlen

31. Oktober 2012 16:51

DORSTEN/HERTEN. Melanie Winterscheidt ist fassungslos. Ihre Parkscheibe lag gut sichtbar unter der Frontscheibe, die Zeit war richtig eingestellt. Trotzdem muss die 32-Jährige jetzt ein Bußgeld zahlen. Grund: Ihre Scheibe ist pink. Und das ist ein großes Problem.

Melanie Winterscheidt muss ein Bußgeld in Höhe von 5 Euro zahlen, weil sie eine pinke Parkscheibe benutzte.
Foto H.A. (s. Artikel)

 Die Dorstenerin konnte es gar nicht fassen, als vor einigen Tagen ein Schreiben der Stadt Herten in ihren Briefkasten flatterte: ein Knöllchen über 5 Euro für Parken mit falscher Parkscheibe.

„Ich dachte erst, dass ich geblitzt worden bin“, sagte Melanie Winterscheidt. Erst ein paar Minuten später, nach genauem Studieren des Schreibens, machte es klick.

„Tussi on Tour“

Denn das pinke Parkscheiben-Modell mit dem Namen „Tussi on Tour“ ist in Deutschland tatsächlich nicht zugelassen. Paragrafen und Vorschriften verbieten solche Scheiben.

„Die Parkscheibe muss 110mm breit und 150mm hoch sein. Sie muss einen bestimmten Blauton aufweisen, nämlich denselben Blauton wie die übrigen Verkehrszeichen – die Parkscheibe wird als Verkehrszeichen gewertet. Und sogar die Schriftart ist festgelegt“, erklärt Nele Däubler, Pressesprecherin der Stadt Herten.

Kein Spielraum

Man habe keinerlei Spielraum, meint Däubler und ergänzt schnell: „Spaß macht es nicht, solche Gesetze umzusetzen.“

Der ADAC kennt die Scheiben-Problematik. „Die Städte sind im Recht, allerdings fehlt das Fingerspitzengefühl. Häufig fallen Städte man mit der Axt in die Tür, klingeln würde auch reichen. Eine Verwarnung würde es auch tun, man muss nicht immer gleich Bußgelder verhängen“, meint Sprecher Peter Meintz auf Anfrage unserer Redaktion.

Protestzeichen

Das Dorstener Ordnungsamt drückt bei bunten Parkscheiben schon mal ein Auge zu: „Wir hatten in der Vergangenheit zwei, drei Fälle. Da haben wir dann Verwarnungen ausgesprochen, aber keine Knöllchen geschrieben“, sagt Leiter Rolf Köllmann.

Derweil wird Melanie Winterscheidt ihr Knöllchen jetzt bezahlen. „Mir bleibt ja nichts anderes übrig“, meint sie etwas zerknirscht. Zukünftig will die 32-Jährige zwei Parkscheiben benutzen. Eine blaue, eine pinke. Das ist erlaubt, das empfiehlt auch der ADAC. Winterscheidt: „Es soll auch ein kleines Protestzeichen sein.“

Dattelner muss zahlen: Ein Knöllchen für zwei Parkscheiben

Von Stefan Huxel am 12. November 2012 11:29

DATTELN. Kürzlich hat eine Frau wegen der falschen Farbe ihrer Parkscheibe in Herten ein Knöllchen gekriegt. Georg Teschers hat zwar keine pinke Parkscheibe ausgelegt – wohl aber eine zweite. Dafür musste der Dattelner zahlen, dabei wollte er nur helfen.

Georg Teschers mit der echten Parkscheibe und dem Aufkleber. (Andreas Kalthoff)links 1/1 rechtsGeorg Teschers mit der echten Parkscheibe und dem Aufkleber.

Foto Dattelner Morgenpost

 

 

 

 

Die Familienkutsche der Teschers hat eine dreigeteilte, große Frontscheibe. Die Parkscheibe legen sie deshalb immer in den kleinen Bereich an der linken Seite vor dem Außenspiegel. „Das machen wir, weil wir nur schwer an die Frontscheibe herankommen“, sagt der 55-Jährige. Vor zwei Jahren übersah eine Politesse die Parkscheibe und schrieb ihn auf. Die Teschers legten Widerspruch ein und mussten nicht zahlen.

Damit so etwas nicht noch einmal vorkommt, haben sei einen kleinen Aufkleber (90 x 50 mm) ins Auto gelegt, auf dem eine Parkscheibe abgebildet ist. Auf den Aufkleber hat Georg Teschers einen Pfeil gemalt und geschrieben, dass sich die richtige Parkscheibe auf der anderen Seite des Wagens befindet. Und siehe da, kurz darauf bekam er wieder ein Knöllchen.

Auf Anfrage im Rathaus bekam seine Frau Mechthild die Auskunft, dass das Ordnungsgeld gerechtfertigt sei. Schließlich würden sich ja jetzt zwei Parkscheiben im Auto befinden – nur eine erlaubt sei – und beide auch noch zwei unterschiedliche Ankunftszeiten anzeigten.

Die Teschers ließen es auf sich beruhen und zahlten. „Das kann ich jetzt nur noch mit Humor sehen“, sagt Georg Teschers und hebt die kleine Parkscheibe als Andenken auf.

Rückfragen an: till@pro-herten.de

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