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Herten Mitte – Disteln

hmFoto mit freundlicher Genehmigung FotoDesigner © - Helmut Adler

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Inhalt

 

„Showdown” auf der Zechenbrache

VON FRANK BERGMANNSHOFF 08.06.2013

Auf der Disteln er Zechen brache steht ein neuer „Showdown” bevor. Diesmal sind es nicht Unternehmer Josef Gövert und Stadtbaurat Volker Lindner, die sich planungsrechtlich duellieren. Es ist der Rewe-Konzern, der Druck macht: Ein großer, moderner Neubau müsse her; eine Erweiterung des Ladenlokals am Dorfplatz sei in Zeiten harten Wettbewerbs keine Option. Doch genau diesen Anbau präferieren Bürgermeister Paetzel und Baurat Lindner.

Nun geht es nicht mehr um die für Außenstehende kaum noch nachvollziehbare EndlosFehde zwischen Stadt und Gövert, nicht mehr um das Hickhack um Lidl oder einen Elektronikmarkt. Es geht nicht mehr um Baurecht und Einzelhandelsgutachten. Es steht konkret der Fortbestand eines Magneten im Ortsteilzentrum zur Debatte. Nächste Woche will Rewe den Vertrag für den Neubau unterschreiben. Was sich die Stadt Herten wünscht, ist dem Lebensmittelriesen egal. Und er wird sich sicher nicht jahrelang vors Schienbein treten lassen.

Die nächste Sitzungsfolge des Hertener Rates und seiner Ausschüsse steht bevor: Politik und Verwaltung müssen nun Farbe bekennen. Das wird spannend.


http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/goevert-klagt-gegen-die-stadt-id7953952.html

Bebauung

Gövert klagt gegen die Stadt

14.05.2013 | 19:35 Uhr –Frank Bergmannshoff

Hinter dem Bauzaun der Distelner Zechenbrache herrscht Stillstand.Foto: Frank Bergmannshoff

Neues Kapitel im Endlosstreit um die Distelner Zechenbrache. Unternehmer Gövert hält den Bebauungsplan für rechtswidrig. Der Rat soll die Mängel in seiner heutigen Sitzung „heilen“.

Vor 13 Jahren kaufte der Scherlebecker Unternehmer und frühere CDU-Ratsherr Josef Gövert die Zechenbrache. 2004 begann er mit der Sanierung. Gövert hat das von Fundamenten durchzogene Gelände auf eigene Kosten baureif gemacht, 70 000 Kubikmeter Boden bewegt. Im Gegenzug hatte ihm die Stadt Herten anfangs volle Unterstützung zugesagt. Was diese Erinnerung betrifft, sind Gövert und Stadtbaurat Volker Lindner sich noch einig. Doch schon an der Frage, wofür die Unterstützung gelten sollte, scheiden sich heute die Geister. „Ursprünglich waren Handwerk und kleinteiliges Gewerbe geplant“, sagt Lindner. „Stimmt nicht“, entgegnet Gövert. Wegen der teuren Sanierung seien die Grundstücke für Handwerksbetriebe kaum erschwinglich. Das Areal müsse großflächig bebaut werden – idealerweise mit Einzelhandel.

Streit seit 10 Jahren

Dieser Streit brodelt seit fast zehn Jahren, das Klima zwischen Investor und Stadtverwaltung ist vergiftet, die Entwicklung gelähmt.

Die Stadt hat in einem Einzelhandelskonzept festgelegt, dass auf der Zechenbrache ein großflächiger Lebensmittelmarkt und auch ein Elektronik-Fachmarkt tabu sind. Das Distelner Zentrum und die Innenstadt sollen dadurch geschützt werden. Gövert hingegen will genau diese beiden Branchen: Lebensmittel und Elektronik.

Nach dem gewonnenen Rechtsstreit um die Lidl-Ansiedlung hat Gövert seine Anwälte nun erneut in Bewegung gesetzt. Beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster ist ein Normenkontrollverfahren anhängig. Gövert und sein Anwalt halten den Bebauungsplan für die Zechenbrache für rechtswidrig.


http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/schacht-2-areal-entwickelt-sich-id7472200.html

Stadtentwicklung

Schacht-2-Areal entwickelt sich

WAZ 11.01.2013 | 18:12 Uhr

Es tut sich endlich etwas auf dem Areal von Schacht 2 der Zeche Schlägel & Eisen in Disteln. Seit Jahren ist die knapp 17 000 Quadratmeter große Fläche im Besitz von Josef Gövert. Nun will die „Herten Immobilien Entwicklungs KG Zechenstraße“ aus Osnabrück das Areal erwerben. Der Kaufvertrag steht kurz vor der Unterzeichnung“, sagte gestern Hans Jürgen Weber, Geschäftsführer der KG.

Vorgestellt wurden die Pläne bei Rewe Kramer. Aus gutem Grund, denn Inhaber Ralf Kramer wird mit seinem Supermarkt auf das neue Areal ziehen und sich deutlich vergrößern. Anstelle von derzeit 750 Quadratmetern wird es später 2200 Quadratmeter Verkaufsfläche geben. Kramers Rewe-Filiale wird dann das größte Geschäft auf dem neuen Gewerbegebiet sein. Geplant und auch genehmigt sind bereits ein Geschäft für Tierfutter (1050 m2) und eine Filiale des Dänischen Bettenlagers (1050 m2). Des Weiteren steht Weber mit der Drogeriekette DM in Kontakt, die ihr Sortiment auf einer Fläche von 855 m2 feil bieten könnten. Auch hier seien die Gespräche erfolgsversprechend. Möglicherweise entwickelt Weber zudem die Fläche des Wand- und Bodengeschäfts Frick an der Kaiserstraße 223. Fest steht, dass das Gebäude der Firma Frick abgerissen und sich der Discounter Lidl ansiedeln wird.

Voraussetzung für die Umgestaltung ist allerdings noch ein rechtsgültiger Bebauungsplan, den der Rat der Stadt absegnen muss. Carsten Löcker, SPD-Ratsherr und Mitglied des Landtages, betonte, dass diese Entwicklung für den Stadtteil Disteln, aber auch für die Stadt Herten an sich überaus positiv sei. „Wir erwarten, dass wir im ersten Halbjahr einen Zweiklang erarbeiten können mit der Entwicklung der Zechenbrache und dem Herten-Forum“, so Carsten Löcker. Das Distelner Gewerbegebiet müsse dabei auch ein Stück weit kompatibel zur Innenstadt sein.

Konkurrenz zur Innenstadt

Wobei sich sicherlich eine Konkurrenzsituation zwischen Innenstadt und Disteln ergeben würde. Ralf Kramer sah dies jedoch nicht so: „Unser Einzugsgebiet ist eher auf Disteln, Scherlebeck und Hochlar ausgerichtet.“ Ziel sei, weiterhin seine rund 1500 Kunden täglich bedienen zu können. Er hofft jedoch, dass durch das noch abwechslungsreichere Sortiment mehr Umsatz pro Kunde erzielt wird.

Sofern das Konzept die Zustimmung des Rats erhält, dürften dann „neun bis zwölf Monate vergeben, bis der Bebauungsplan aufgestellt ist“, so Hans Jürgen Weber. Danach könnte mit dem Bau sofort begonnen werden. „Und wenn die Politik fix ist, könnten die Kunden vielleicht schon zu Ostern 2014 bei Rewe Kramer einkaufen.“


Michael Jacobs

Göverts ganz große Pläne

WAZ - 25.09.2006

Wo früher Kohle gefördert wurde, soll bald Zukunft wachsen
Für das alte Zechengelände in Disteln gibt es jetzt neue Perspektiven: Ein Hertener Immobilienkaufmann hat die Fläche erworben und will sie zu einem attraktiven Gewerbestandort machen.

  Josef Gövert hat zähe Verhandlungen hinter und noch manches Risiko vor sich. Der CDU-Ratsherr, der sein Geld mit Immobiliengeschäften im In- und Ausland verdient, stellte sich am Donnerstag als künftiger Eigentümer des Zechengeländes vor.  Und er hegt bereits große Pläne für das 17 000 Quadratmeter große Areal und angrenzende Flächen (insgesamt 43 000 qm). Sobald noch vorhandene Altlasten beseitigt und das Gelände aus der Bergaufsicht entlassen ist, soll gebaut werden; Gövert rechnet damit ab 2003.  Fünf oder sechs neue Gewerbebetriebe stellt sich Gövert in Disteln vor. Das Interesse von ansiedlungswilligen Unternehmen sei sehr groß, erklärte er. Vor allem, weil er weitere Flächen ebenfalls besitze und eine Entwicklung aus einem Guss wünsche: Das Baumarkt-Gelände, die Fläche des Tapetenmarktes und das alte Molerus-Grundstück machen, so Gövert, endlich auch eine vernünftige Verkehrsanbindung an die Kaiserstraße möglich, um die Josefstraße zu entlasten. Ein Ziel sei es auch, den vorhandenen Baumarkt um ein Gartencenter zu ergänzen.  Josef Gövert hat das alte Schalthaus auf der Zechenfläche mit übernommen und will es erhalten: Das wird wirtschaftlich nicht leicht sein, aber ich kann mir dort gut eine Nutzung auf kommerzieller Basis vorstellen. Disco, Gastronomie, eventuell auch Seminarbetrieb seien in dem um 1910 erbauten Gemäuer denkbar – allerdings muss Gövert auf eigene Kosten zunächst für rund 170 000 Mark Altlasten beseitigen. Über das gesamte Gelände verteilt lägen zudem einige tausend Kubikmeter alter Fundamente vom Bergbau.  Für die Stadt versicherte Baurat Volker Lindner, man werde die Entwicklung konstruktiv begleiten, Planungsrecht sei gegeben. Klar sei aus städtischer Sicht aber, dass weitere Einzelhandelsangebote in Disteln nicht verträglich seien. Josef Gövert schränkte ein: Ganz ohne Einzelhandel wird es wohl nicht gehen. In jedem Fall plane er in Disteln eine Nutzung, die auf ganz Herten ausstrahle: Das ist ein erstklassiger Standort. Ohnehin bietet Disteln in punkto Bevölkerungsstruktur, Kaufkraft und Verkehrsanbindung die besten Bedingungen.   ezn


http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/nicht-ohne-direkte-zufahrt-id1285405.html

Ärztezentrum – Nicht ohne direkte Zufahrt

14.11.2008 | 20:28 Uhr

Herten. Ein Ärztezentrum mit Cafe´ und Apotheke, aber auch ein Dienstleistungszentrum mit Raum für Anwaltskanzleien, Architekten und Fitness plant Josef Gövert (65), Hertener Unternehmer und Ex-CDU-Ratsherr, für das ehemalige Distelner Zechengelände.

Den Bauantrag – zunächst für eine kleine, eingeschossige Lösung auf knapp 19 000 qm – hat er Ende September bereits bei der Stadt eingereicht.

Die Stadt hält allerdings das Vorhaben nur dann für genehmigungsfähig, wenn zur Anbindung des Geländes eine Kreuzung Kaiserstraße/Distelner Straße mit Ampel ausgebaut wird. Das Vorhaben steht bereits auf der Prioritätenliste der Stadt, allerdings müsste Gövert 150 000 Euro zuschießen. Diese Kreuzung will der Bauherr nun aber gar nicht. „Das Gelände ist bereits über Zechenweg, Kaiserstraße und Josefstraße (via Parkplatzzufahrt, die Red.) angebunden. Wenn die Kreuzung ausgebaut wird, gibt es keine Parkplätze mehr für den geplanten Lebensmittelmarkt auf dem ehemaligen Gota-Markt-Gelände. Das rechnet sich nicht,” erklärte Gövert der WAZ gegenüber seine Ablehnung.

Die Stadt indes sieht den Kreuzungsausbau als abgesprochen: „Im Protokoll der Vorgespräche ist diese Absprache zum Kreuzungsausbau nachzulesen”, widerspricht Stadtsprecherin Nele Däubler dem Bauherrn. Ein klärendes Gespräch ist für den 2. Dezember geplant.

Sibylle Raudies


WAZ 09.02.2001 / LOKALAUSGABE / HERTEN

Göverts ganz große Pläne Wo früher Kohle gefördert wurde, soll bald Zukunft wachsen

Für das alte Zechengelände in Disteln gibt es jetzt neue Perspektiven: Ein Hertener Immobilienkaufmann hat die Fläche erworben und will sie zu einem attraktiven Gewerbestandort machen.

Josef Gövert hat zähe Verhandlungen hinter und noch manches Risiko vor sich. Der CDU-Ratsherr, der sein Geld mit Immobiliengeschäften im In- und Ausland verdient, stellte sich am Donnerstag als künftiger Eigentümer des Zechengeländes vor.

Und er hegt bereits große Pläne für das 17 000 Quadratmeter große Areal und angrenzende Flächen (insgesamt 43 000 qm). Sobald noch vorhandene Altlasten beseitigt und das Gelände  aus der Bergaufsicht entlassen ist, soll gebaut werden; Gövert rechnet damit ab 2003.

Fünf oder sechs neue Gewerbebetriebe stellt sich Gövert in Disteln vor. Das Interesse von ansiedlungswilligen Unternehmen sei sehr groß, erklärte er. Vor allem, weil er weitere Flächen ebenfalls besitze und eine Entwicklung aus einem Guss wünsche: Das Baumarkt-Gelände, die Fläche des Tapetenmarktes und das alte Molerus-Grundstück machen, so Gövert, endlich auch eine vernünftige Verkehrsanbindung an die Kaiserstraße möglich, um die Josefstraße zu entlasten. Ein Ziel sei es auch, den vorhandenen Baumarkt um ein Gartencenter zu ergänzen.

Josef Gövert hat das alte Schalthaus auf der Zechenfläche mit übernommen und will es erhalten: Das wird wirtschaftlich nicht leicht sein, aber ich kann mir dort gut eine Nutzung auf kommerzieller Basis vorstellen. Disco, Gastronomie, eventuell auch Seminarbetrieb seien in dem um 1910 erbauten Gemäuer denkbar – allerdings muss Gövert auf eigene Kosten zunächst für rund 170 000 Mark Altlasten beseitigen. Über das gesamte Gelände verteilt lägen zudem einige tausend Kubikmeter alter Fundamente vom Bergbau.

Für die Stadt versicherte Baurat Volker Lindner, man werde die Entwicklung konstruktiv begleiten, Planungsrecht sei gegeben. Klar sei aus städtischer Sicht aber, dass weitere Einzelhandelsangebote in Disteln nicht verträglich seien. Josef Gövert schränkte ein: Ganz ohne Einzelhandel wird es wohl nicht gehen. In jedem Fall plane er in Disteln eine Nutzung, die auf ganz Herten ausstrahle: Das ist ein erstklassiger Standort. Ohnehin bietet Disteln in punkto Bevölkerungsstruktur, Kaufkraft und Verkehrsanbindung die besten Bedingungen.

 ezn


Heute gilt es

1.01.2001 / LOKALAUSGABE / HERTEN

Heute gilt es
Ratssitzung startet 16 Uhr

Die mit Spannung erwartete Ratssitzung zum Sparpaket 2001 beginnt heute bereits um 16 Uhr

im Rathaus.

Wegen der knappen Mehrheitsverhältnisse ist vor allem die CDU bereit, alle Register zu ziehen, um möglichst alle Stimmen an Bord zu bekommen. Nach WAZ-Informationen soll Ratsherr Josef Gövert sogar zu Lasten der Fraktionskasse mit einer Privatmaschine eingeflogen werden.

Zum Auftakt steht eine Personalentscheidung an, denn Stadtbaurat Volker Lindner soll für die zweite Amtszeit wiedergewählt werden.

Seine Mehrheit erscheint allerdings nicht sicher, Lindner ist auf Abweichler in der ansonsten zum Nein entschlossenen CDU angewiesen.

Die strittigen Themen der Haushaltsberatungen – siehe dazu auch umfangreiche Berichte auf der 4. Lokalseite – werden zahlreiche Zuhörer ins Rathaus locken. Die Stadtverwaltung will deshalb den kommunalen Ordnungsdienst einsetzen, um die Zahl der Besucher im bauordnungsrechtlichen Rahmen zu halten.

Kritik an dieser Vorsorgemaßnahme hat die Stadt mit Hinweis auf verbale Entgleisungen und Drohungen gegen den Bürgermeister zurückgewiesen.

Anm. Gövert stimmte für Lindner

Gövert, Josef-Ratsherr [CDU] im Rat (2001)

  • · Mitglied im Rat, Rechnungsprüfausschuss
  • · Vertreter im Rat, Ausschuss für Ordnungswesen und Feuerschutz
  • · Vertreter im Rat, Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt
  • · Vertreter im Rat, Haupt- und Finanzausschuss
  • · Vertreter im Rat, Werksausschuss ZBH 

     

     


Anlage:
Herten Immobilien Entwicklungs KG Zechenstraße

Geschäftsanschrift:    Natruper Str. 13   49076 Osnabrück

FDP Fraktion Herten
Herrn
Joachim Jürgens
Schützenstraße 84
45699 Herten

Datum  28.Mai 2013
Unser Zeichen Herten Immob. Entw. KG I we-su

Telefon     0541-358310

E-Mail info@immokonzept-os.de

REWE-Markt Josefstraße, Herten

Sehr geehrter Herr Jürgens,

wie Sie vor einiger Zeit aus der Presse erfahren konnten, beabsichtigen wir den seit über 18 Jahren in Herten an der Josefstraße befindlichen REWE-Markt auf das daneben liegende Zechengelände zu verlagern und zu vergrößern, damit dieser auch für die nächsten 18 Jahre die Versorgung für das Distelner Umfeld abdecken kann.

Wir haben, wie Sie aus den beigefügten Unterlagen entnehmen können, das Grundstück von Herrn Gövert erworben und bei der Stadt Herten eine Änderung des Bebauungsplans beantragt. Damit diese Ansiedlung realisiert werden kann, bitten wir höflich um Ihre Unterstützung für die Änderung des bestehenden Bebauungsplans.

Für Ihre Bemühungen danken wir Ihnen sehr.

Mit freundlichen Grüßen aus Osnabrück

Anlagen:

  • Kaufvertrag Auszug
  • Antrag Änderung Bebauungsplan vom 18.04.2013
  • Grundriss

Herten Immobilien Entwicklungs KG Zechenstr.   Natrnper Str. 13  49076 Osna1rück Telefonnunrmer: 0541-35831-0                        Faxnunrmer:  0541-35831-25

E-MaJ: info@immokonzept-os.de

Zechenbrache Disteln Neuer Investor – alte Probleme

Quelle H.A. v. 15.02.2013 http://www.hertener-allgemeine.de/lokales/herten/Neuer-Investor-alte-Probleme;art995,926466

15. Januar 2013 10:51

HERTEN. Bei allen neuen Diskussionen um die Entwicklung der Zechenbrache in Herten-Disteln spielt ein alter Streitpunkt die zentrale Rolle: “Sind Ansiedelungen im Bereich Einzelhandel für andere Zentren der Stadt relevant?”, formuliert Baurat Volker Lindner die rechtlich entscheidende Frage.

Die Antwort aus Sicht der Stadtverwaltung lautet: Ein Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von über 800 Quadratmetern ist fast immer zentrenrelevant. Deshalb tobt seit Jahren der zermürbende Kleinkrieg zwischen Verwaltung und Investor Josef Gövert, der großflächig lukrativen Einzelhandel ansiedeln wollte. Und damit wird deutlich: Nur durch das Austauschen der Protagonisten ändert sich nichts an der Rechtslage oder dem Bebauungsplan, in dem das festgelegt ist.

Der Plan sieht derzeit folgendermaßen aus: Da es keine sogenannte Sondergebietsausweisung für die Brache in Disteln gibt, ist lediglich “qualifiziertes Gewerbe” für die Fläche vorgesehen. Handwerker, Autohäuser, auch ein Bettengeschäft dürften sich ansiedeln. Ein Rewe-Markt mit 2 000 Quadratmetern Verkaufsfläche, wie ihn der neue Investor Immokonzept jetzt vorschlägt, fällt da völlig aus dem Rahmen. “Das wurde am 1. Dezember 2011 im Bebauungsplanverfahren noch einmal vom Rat bekräftigt und beschlossen”, sagt Lindner.

Solange es keine konkreten neuen Anträge gibt, wird sich die Verwaltung an diesem Ratsbeschluss orientieren. “Natürlich werden wir uns mit Rewe Kramer in Verbindung setzen und ausloten, wie der Standort langfristig erhalten oder ausgebaut werden kann”, sagt Lindner. Schließlich ist der Stadtbaurat auch Hertens oberster Wirtschaftsförderer und in dieser Funktion mit dem Stillstand in Disteln unzufrieden.

“Es gibt Bedarf für die Grundstücke in dem Gewerbegebiet – auch abseits von großflächigem Einzelhandels”, ist sich Volker Lindner sicher und bedauert den einstigen Verkauf durch die RAG an einen kleinen Investor. Gemeint ist Josef Gövert. “So eine Bergbau-Nachfolgenutzung beinhaltet besondere Schwierigkeiten”, sagt Lindner. Dabei ist Gövert auf dem zugegeben vergleichsweise kleinen Areal in Disteln schon weiter als die Stadt mit der RAG auf Schlägel & Eisen in Langenbochum. Dort beginnt jetzt erst die der Aufbereitung.

Kommentar: geschrieben  nurnochwunderer 32 Beiträge Eiertanz

Was soll dieses rumgeeiere um die alte Zechenbrache? Die Hertener Innenstadt besteht doch nur aus Kaufland, Handy- Shops, Rudis Resterampen, Apotheken und ein paar Fachgeschäften versch. Art und ist attraktiv wie der Hauptfriedhof von Wanne- Eickel. Daran wird auch ein neues Herten- Forum nichts ändern. In Disteln würde ein kleines, aber ordentliches Einkaufszentrum enstehen. vor allem: MIT ERREICHBAREN PARKPLÄTZEN IN AUSREICHENDER ANZAHL Bei den geg. Verhältnissen fahren die Anwohner aus Disteln, Hochlaer, Scherlebeck, Langenbochum etc. lieber nach Recklinghausen oder über die Autobahn ein paar Km weiter zum Ruhrpark nach Bochum. Auch wenn das so gar nicht in das Friede, Freude Eierkuchen Weltbild unserer Stadt.-spitze/ Verwaltungp passt, die ja offensichrtlich bestimmten Leuten aus bestimmten Gründen zu grossem Dank verpflichtet sind, da sie ihnen so konsequent den Rücken freihalten und alles, was nach Konkurrenz aussieht, gnadenlos abbügeln.

 

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Baufeld mit Schönheitsfehler

Neubaugebiet in der Innenstadt: Anbindung an die Schützenstraße drückt die Stimmung

HERTEN, (Hertener Allgemeine v. 17.11.2012 – flo) Der Vorsitzende bemühte sich um launige Moderation, Politiker landeten sogar den ein oder anderen gelungenen Scherz – nur bei einem Tagesordnungspunkt wurde der Ton im Ausschuss für Arbeit, Stadtentwicklung und Umwelt (ASTU) spitz bis strittig. Es ging um die städtebaulichen Entwürfe für das Karree zwischen Schützenstraße, Kaiserstraße, Hospital- und Hochstraße.

In guter Innenstadtlage soll dort eine Baulücke geschlossen werden, die seit den 1990er-Jahren klafft (die HA berichtete). Ein guter Plan, der aber einen eingebauten Schönheitsfehler hat: Die verkehrstechnische Erschließung des Baufeldes soll über die schon jetzt stark befahrene Schützenstraße erfolgen. Dafür haben die Hertener Stadtwerke bereits die Weichen gestellt und Grundstücke gekauft. Die Ein- und Ausfahrt in das Quadrat wäre stark reglementiert und jeweils nur nach rechts möglich. Es können nur Autos aus Richtung Herten-Süd einbiegen, heraus geht es nur Richtung Kaiserstraße.

„Es ist eine grauenhafte Vorstellung, dass der Bereich über die Schützenstraße erschlossen wird”, sagte etwa Michael Otta, Wortführer der Sozialdemokraten im ASTU. Eine Einschätzung, die alle Fraktionen von CDU bis Die Linke teilten. FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim Jürgens verwies auf städtische Pläne aus dem Jahr 2001, in denen noch eine Anbindung des Neubaugebietes an die Hochstraße (zwischen Hoffnungskirche und Haus Nummer 7) vorgesehen war. Eine charmante Lösung, die aber nach Auskunft von Stadtbaurat Volker Lindner schon damals an den Interessen von privaten Grundstückseigentümern gescheitert ist. Eine Aussage, mit der Joachim Jürgens nicht glücklich wurde.

Erich Hermann (CDU) brachte – als letzten Ausweg – eine Stichstraße Richtung Hospitalstraße ins Spiel. Eine Variante, die die Verwaltung im weiteren Verfahren prüfen wird. Aber irgendwie wurde wohl allen Ausschussmitgliedern klar, dass es letztlich auf die Schützenstraße hinauslaufen wird.

Selbst im Zweifelsfall wäre die schlechte Lösung wahrscheinlich besser für die Stadt Herten, als das Bau-Vorhaben ganz auf Eis zu legen. Denn das würde einen wirtschaftlichen Schaden für die Hertener Stadtwerke nach sich ziehen.

den sich wohl kein Politiker ans Bein binden möchte. Der heimische Energieversorger hat bereits in das Baufeld investiert und rechnet mit Rendite. Und so war es wohl die Alternativlosigkeit zu Beginn eines Verfahrens, die die Stimmung drückte. Das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauplanverfahrens wurde eingeleitet

Lesenswert bei den Ruhrbaronen:

Ruhrgebiet: Wir Nestbeschmutzer

Am 15 November 2012 | Von Stefan Laurin

In den fast fünf Jahren, die es dieses Blog gibt, wurde uns immer wieder vorgeworfen, zu sehr über die Schattenseiten des Ruhrgebiets zu berichten, die Region herunter zu schreiben. Die vergangenen zwei Wochen gaben uns Recht. Viele fanden, dass wir hier auf den Ruhrbaronen in den vergangenen Jahren ein zu düsteres Bild des Ruhrgebiets zeichneten. Das Goosen-Motto “Woanders is auch scheiße” sei von uns nicht ausreichend berücksichtigt worden. Sicher, auch in München gibt es Armut,… weiterlesen →

Selten habe ich, auch in vielen Sentenzen zustimmend, solch interessante Blog-Diskussion gefunden.
Anknüpfen kann man hier an die Diskussion Blockinnenbereich Schützenstraße – Erschließung- , Vergleiche sind frappierend.

wie passend hierzu:

Zitat aus der heutigen Presse ……„Es ist eine grauenhafte Vorstellung, dass der Bereich über die Schützenstraße erschlossen wird”, sagte etwa Michael Otta, Wortführer der Sozialdemokraten im ASTU. Eine Einschätzung, die alle Fraktionen von CDU bis Die Linke teilten. FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim Jürgens verwies auf städtische Pläne aus dem Jahr 2001, in denen noch eine Anbindung des Neubaugebietes an die Hochstraße (zwischen Hoffnungskirche und Haus Nummer 7) vorgesehen war. Eine charmante Lösung, die aber nach Auskunft von Stadtbaurat Volker Lindner schon damals an den Interessen von privaten Grundstückseigentümern gescheitert ist. Eine Aussage, mit der Joachim Jürgens nicht glücklich wurde. ……

Vielleicht behauptet morgen auch unser Baurat, die Aufhebung der von den Sozis 1979 (s. Wahlprogramm) so dringend geforderte Entlastung der Schützenstraßenanwohner durch die subventionierte „Nord-Süd-Achse“ scheiterte letztendlich schon damals an den Interessen von privaten Grundstückseigentümern.

Für wie einfältig halten doch manchmal hochdotierte Verwaltungsgurus die Bürger……
Wie sagte doch Martina Ruhardt und Michael Otta so treffend, alles „die normative Kraft des Faktischen“

„Als würde man einen Picasso auf den Müll werfen“

17. Oktober 2012 18:22

— Von: Joachim Klass, Verein „nachhaltige industriekultur“ (nik) — Betr.: Bericht „Trauer um historische Gebäude“ — HA vom 15. Oktober

Die Sanierung von Schlägel & Eisen verläuft so, wie wir es von Großprojekten gewohnt sind: Am Anfang machen sich die Fachleute in der Verwaltung hinter verschlossenen Türen Gedanken. Sie planen oft an der Öffentlichkeit vorbei und sind auch gar nicht böse, wenn niemand stört. Erst wenn es ernst wird und die Bagger rollen, merken die Leute, was da auf sie zukommt und was schief läuft.

Dann ist es zu spät, etwas zu korrigieren, und der Ärger ist hinterher groß. Bestes Beispiel ist Stuttgart 21, aber auch unzählige missglückte Innenstadtsanierungen in den 70er und 80er Jahren.

Die Online-Umfrage der HA, in der die Hertener mit Zweidrittelmehrheit für den Erhalt von Schlägel & Eisen plädiert haben, zeigt, dass die Menschen jetzt, im Angesicht des konkret bevorstehenden Verlustes, merken, was für Schätze sie in ihrer Stadt haben.

Nur zur Erinnerung: Fritz Schupp, der Architekt von Schlägel & Eisen, dürfte so ziemlich der einzige Architekt der Moderne sein, vom dem gleich zwei Projekte auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes zu finden sind: die Zeche Zollverein und die Erzgrube Rammelsberg in Goslar. Die Werke eines solchen Baumeisters ohne Not zu zerstören, ist einfach nur gedankenlos und falsch.

Übertragen auf die Kunst wäre das so, als hätte man bei der Rathaussanierung im letzten Jahr irgendwo in der Abstellkammer einen Picasso gefunden und auf den Müll geworfen, mit Begründungen wie: „Wenn wir den Picasso behalten, brauchen wir ja eine Versicherung und eine neue Alarmanlage, dafür haben wir kein Geld! Außerdem sind im Förderprojekt keine Plätze zum Aufhängen vorgesehen“. Jeder würde über diese Argumentation den Kopf schütteln. Wenn es aber um Baukultur geht, um das Gesicht unserer Stadt, scheint dieses Diskussionsniveau gerade gut genug zu sein. Eine echte Auseinandersetzung und Abwägung der Argumente ist hier nicht gefragt!

Der Verein „nik – nachhaltige Industriekultur“ hat aufgezeigt, dass die Sanierung der Denkmäler auf Schlägel & Eisen nicht viel teurer ist als gleich große gewerbliche Neubauten und deshalb auch von privaten Investoren zu finanzieren ist. Es hat niemanden interessiert. Der Verein hat beim Landtag eine Petition zum Erhalt von S&E eingereicht – abgelehnt. nik hat gegen den Ablauf des Verfahrens eine Fachaufsichtsbeschwerde beim Kreis Recklinghausen eingereicht.

Ergebnis: Die Verwaltung macht keine Fehler – abgelehnt. nik hat versucht, mit Politikern in Düsseldorf ins Gespräch zu kommen. Zu guter Letzt hat der Verein einen vom Landesbauminister persönlich unterschriebenen Brief bekommen, in dem er sich für alles rechtfertigt. Alles hat seine Richtigkeit und „jetzt gebt endlich Ruhe“. Abgesehen von wenigen Ausnahmen sind in Politik und Verwaltung nur die Argumente der Abbruchbefürworter lautstark zu hören: Die Sanierung der großen Schachthalle koste mehrere zehn Millionen öffentliche Mittel; wenn die Denkmäler stehen bleiben, dann gäbe es keine neuen Arbeitsplätze und ähnlichen Unsinn mehr.

Wo bleibt in der politischen Diskussion in Herten die andere Seite der Medaille, wer vertritt die schweigende Mehrheit? Der Stadtrat hat den Abbruch einstimmig beschlossen. Alle Parteien haben mitgestimmt.

Diese Einseitigkeit ist langfristig der Tod eines jeden Gemeinwesens: wenn der Wettbewerb der Ideen zum Erliegen kommt und keine neuen Ideen, Argumente und Sichtweisen mehr durchdringen, wenn einige wenige Technokraten die Wahrheit gepachtet haben und immer alles alternativlos ist.

Die engagierten und kreativen Leute kehren einer Stadt mit diesem Klima den Rücken. Der Verlust an Innovationskraft führt zum Niedergang. Das ist das eigentliche, äußerst bittere Fazit aus der Geschichte um Schlägel & Eisen, wenn man Architektur und Bergbauromantik mal beiseite lässt.

Mr.Observer 1 Beitrag

100 % Zustimmung

Da bietet sich der Stadt Herten die Chance, neues Gewerbe in historischen und architektonisch wertvollen Gebäuden anzusiedeln, die darüber hinaus weithin sichtbar und stadtbildprägend sind. Könnte es ein besseres „Aushängeschild“ für einen Gewerbepark geben? Der entsprechende Umbau der Gebäude wäre laut dem Verein „nik – Nachhaltige Industriekultur“ nicht nur möglich, sondern auch nicht teurer, als der Abriss der alten und der Bau von neuen Gebäuden. Eigentlich sollte daher klar sein, was zu tun ist. Aber in der Bürokratie denkt man natürlich anders, aus welchen Gründen auch immer: Wie schon so oft, soll erst einmal (fast) alles plattgemacht werden. Historische und markante Architektur soll gegen moderne und anonyme Zweckbauten ausgetauscht werden. So verliert das Ruhrgebiet immer mehr sein einst unverwechselbares Gesicht. Sicher wird man das in ein paar Jahren bereuen, wie z. B. beim Gelsenkirchener Hauptbahnhof. Aber warum sollte man aus den Fehlern der Vergangenheit lernen? Warum fragt man nicht die Bürger, wie sie sich ihre Stadt wünschen? So wird wohl nur ein weiteres 08/15-Gewerbegebiet entstehen. Einmal mehr wird die Chance vertan, Tradition und Moderne miteinander zu verbinden. Sehr schade, denn viele Chancen wird es nicht mehr geben.

 

 

EinkaufszentrumDisteln hat seinen “neuen Dorfplatz”

Hertener Allgemeine von Florian Adamek am 11. September 2012 06:54

HERTEN-DISTELN. 8 600 graue und anthrazitfarbene Steine wurden im Distelner Einkaufszentrum neu verlegt – der Platz soll jetzt Distelner Dorfplatz heißen. Anwohner und Geschäftsleute freuen sich über die lang ersehnte “Staubfreiheit”.

 Der alte Belag wirbelte regelmäßig jede Menge Staub auf – das ärgerte die Anwohner. Deshalb hat der Zentrale Betriebshof (ZBH) auf einer Fläche von 430 Quadratmetern rund 8 600 Steine verbaut.
„Das ist ja ein jahrealter Wunsch aller Distelner“, sagt Franz-Josef Ritter, 1. Vorsitzender der Bürgergilde Disteln. Er ist froh, dass der einfache, wassergebundene Belag nun Geschichte ist.
Neben den Geschäftsleuten, den Kunden und Besuchern freut die Bürgergilde besonders über die Neugestaltung. Die Gilde nutzt dreimal im Jahr den Platz: zum Maiabendfest, zum Erntedankfest und zum Tannenbaumfest.
Doch bis jetzt unterlag der Dorfplatz, der damals mit Landesmitteln umgestaltet wurde, einer Veränderungssperre. Hätte die Stadt Hand angelegt, wären Rückzahlungen ans Land fällig geworden. Doch diese Veränderungssperre ist jetzt ausgelaufen.
Neben dem Bodenbelag erneuerten die ZBH-Mitarbeiter auch die Pflanzflächen unter den Bäumen. Zusätzlich werden noch die Bänke und Fahrradständer gestrichen, damit das Zentrum Distelns wieder in neuem Glanz erstrahlt.
Als Dankeschön für die Arbeit der Zentralen Betriebshofs Herten (ZBH) übernimmt die Bürgergilde Disteln die Pflege der neu angelegten Grünflächen unter den Bäumen.

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2 Kommentare

  1. Den Beitrag aus des Leserbriefs aus der H.A. finden wir gut!

    „Geht es in Herten denn nur noch um Investoren oder Fördertöpfe?“
    21. September 2012 18:09
    Von: Joachim Klass, Herten — Betr.: Bericht „Das alte Herten-Forum wird abgerissen“ — HA vom 17. September
    Die Halbwertzeit von Gebäuden wird immer geringer. Da soll nun das Herten Forum nach weniger als 15 Jahren Betrieb abgerissen werden. Ein Gebäude, was gut und gerne noch mindesten 50 Jahre stehen könnte! Das ist Vernichtung von Ressourcen erster Güte. Und architektonisch? Mal ehrlich, was am letzten Wochenende in der Hertener Allgemeinen als Entwurf zu sehen war – naja, da ist ja der Ist-Zustand ein architektonisches Highlight dagegen!
    Ein Investor ist da, endlich! Ja, wir können frohlocken. Geht es in Herten denn nur noch um Investoren oder Fördertöpfe, egal was dabei herauskommt? Hat die Stadt wirklich mit dem Eckgrundstück noch einen Trumpf im Ärmel? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Investor kauft, ohne die Sicherheit zu haben, sein Konzept durchsetzen zu können? Sind da die Weichen womöglich schon längst gestellt?
    Herten braucht weder 17 000 noch 13 000 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche. Herten braucht neue Wege, Herten braucht ein Kino und eine Bowlingbahn und weitere Highlights in den Bereichen Sport, Freizeit, Arbeit und Wohnen. Herten braucht mit Sicherheit keinen Investor, der sich im Segment Lidl, Aldi, KiK, Tedi etc. bewegt, davon haben wir bereits genug. Maximal wäre in der Innerstadt ein Rewe oder Edeka interessant! Alternativen sollten diskutiert werden, anstatt einfach auf der Welle der Einkaufszentren mitzureiten, die der Großinvestoren- Wanderzirkus gerade landauf, landab den Städten als Patentlösung andreht. Angesichts der gewaltigen Umbrüche vor denen Herten steht, ist es die Pflicht der Verantwortlichen, auch mal quer zu denken.
    Vielleicht wäre es wirklich richtig, alles abzureißen und an dieser Stelle einen Park zu entwickeln. Das hätte schon etwas Attraktives, zwischen Gymnasium und Busbahnhof, als Tor zur Stadt. Es ist seinerzeit schon verpasst worden, den Aspekt weiter zu verfolgen, das Rathaus im Forum unterzubringen, das wäre wirklich eine Aufwertung gewesen. Und für das alte Rathaus hätten sich bestimmt viele Investoren interessiert. Der Blick auf das Forum ist ein Indikator für das Dilemma an vielen Stellen: Die alten Denkmuster stimmen nicht mehr! Die Lerneffekte sind unzureichend!
    Die Innenstadt stirbt, das Forum hat schon nicht funktioniert, und nun alles noch mal auf „Los“, dasselbe noch einmal, nur eine Dimension größer? Das geht doch noch mehr in die Hose! Wie wäre es denn mal mit einem Stadtentwicklungkonzept, welches transparent, ehrlich und konsequent die Lage und Entwicklung betrachtet und weiter denkt als nur in Wahlperioden?
    Aber vermutlich arbeitet man gerade an einer „Kommunikationsstrategie“, mit der man den Bürgern das neue Einkaufszentrum als „alternativlos“ verkaufen kann.

  2. Joachim Jürgens

    Neues zum Forum 22.09.2012

    Kauf des Herten – Forums
    Sehr geehrter Herr Jürgens,
    ich freue mich, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass die Investorengesellschaft „Konzept Herten GmbH & Co. KG“ das Herten- Center von der Firma Hutley erworben hat.
    Wir beabsichtigen, in Abstimmung mit der Stadt Herten das Gesamtareal, inklusive der angrenzenden städtischen Grundstücke neu zu entwickeln. Ziel soll sein, unter Berück¬sichtigung der städtebaulichen und verkehrlichen Belange einen Einzelhandelsstandort zu realisieren, welcher das Stadtzentrum der Stadt Herten nachhaltig und langfristig
    stärkt.
    Die aktuell entwickelte Entwurfsvariante sieht ein zwei- bis dreigeschossiges Center mit einer Verkaufsfläche von ca. 13.550 m2 vor. Ergänzt werden soll der Standort durch zusätzliche Gastronomie- und Dienstleistungsangebote mit einer Gesamtfläche von ca. 2.000 m2. Zudem sind Lebensmittelverkaufsflächen von ca. 2.925 m2 geplant. Entspre¬chend der Landesbauordnung sind hierfür 633 Kundeneinsteilplätze erforderlich. Diese Konzeption soll im Einklang mit den städtischen Belangen und den örtlichen Gegeben¬heiten erfolgen.
    Die Investoren haben im Jahr 2011 ein Einkaufszentrum in der Innenstadt von Hanno¬ver- Laatzen ähnlicher Größe realisiert. Dieses erfolgte in enger Abstimmung mit den örtlichen politischen Vertretern und der Stadtverwaltung
    Wir würden uns freuen, wenn Sie dieses Objekt als Beispiel für das zukünftige neue Herten-Forum einmal persönlich in Augenschein nehmen würden. Bei Interesse ließe sich ein Ortstermin unter Mitwirkung der Stadt Laatzen verwirklichen.
    Daher würden wir uns freuen, wenn der Rat der Stadt Herten, der Stadtverwaltung den Auftrag erteilt, dieses Ziel gemeinsam und einvernehmlich zu erreichen.
    Mit freundlichem Gruß

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