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Pleitenstadt Herten. Management by Känguruh: Große Sprünge bei leerem Beutel.

UPDATE ➡ 

Nicht Herten, sondern NRW ist das Problem, nur macht Herten mit!

Rot/Grüner Stärkungspakt: Geht die ‚Bombe‘ jetzt hoch?

Foto: Robin Patzwaldt

Über die Erfolgsaussichten und die Auswirkungen des sogenannten ‚Stärkungspaktes‘ der Rot/Grünen Landesregierung in Düsseldorf haben wir hier bei den Ruhrbaronen schon häufiger berichtet und diskutiert.
Nach Meinung vieler Beobachter und Leser ist das hochtrabende Projekt jedoch von Anfang an bereits zum Scheitern verurteilt gewesen.
Auch wenn es natürlich im Grunde ein ehrenwerter und notwendiger Ansatz war und ist die ständige Neuverschuldung der Kommunen, gerade auch hier im Revier, zu stoppen, kann von einer erfolgreichen Sanierung auch so noch keinerlei Rede sein. Viele Städte in der Region tun sich überhaupt schwer die Neuverschuldung herunterzufahren. Von einer tatsächlichen Gesundung der Stadtfinanzen durch einen Schuldenabbau mal ganz zu Schweigen. Weiterlesen


 

POTTemkin – Ein Fass ohne Boden namens Ruhrgebiet

WAZ: Experte warnt Revier-Städte vor unbeherrschbaren Schulden. Kassenkredite sind derzeit billig, entsprechend groß ist die Versuchung der Kommunen, sich auf diese Angebote einzulassen. Doch es droht eine Zinsfalle.Die hohe Schuldenlast und günstige Zinsen verleiten die Revier-Städte dazu, Kassenkredite aufzunehmen. Finanzwissenschaftler Martin Junkernheinrich spricht von einer tickenden Zeitbombe. Sollten die Zinsen nur um zwei Prozent steigen, dann könnte die Verschuldung der Kommunen unbeherrschbar werden. [weiterlesen]


  Metropole Ruhr

Nachricht vom 20. Oktober 2014
Kommunalfinanzbericht 2013 – Haushaltslage hat sich leicht entspannt

 Die wirtschaftlich guten Rahmenbedingungen und Zuweisungen aus dem Stärkungspakt Stadtfinanzen haben für leichte Entspannung in den städtischen Haushalten der Metropole Ruhr gesorgt.

Dies ist ein Ergebnis des aktuellen Kommunalfinanzberichtes Ruhr, den der Regionalverband Ruhr (RVR) am 20. Oktober in Essen vorgestellt hat. „So ist das Haushaltsdefizit weiter gesunken und befindet sich fast auf dem Niveau des besten Ergebnisses seit 2011“, schreiben die Autoren um Professor Dr. Martin Junkernheinrich von der TU Kaiserslautern in dem jüngsten Bericht mit dem Titel „Konsolidierung verstärkt – Pfadwechsel noch  nicht erreicht“. Der Weg zu ausgeglichenen Haushalten mit mehr Spielräumen für die politisch Verantwortlichen bleibt weiter schwierig. [mehr]

Weitere Berichte:

  • [PDF]Kommunalfinanzbericht 2013 – Metropole Ruhr

    www.metropoleruhr.de/…/metropoleruhr…/KBFRuhr_Kurzfassung.pdf

    Kommunalfinanzbericht Metropole Ruhr 2013 … Die Ruhrgebietskommunen haben sich – stärker als erwartet – vom Einbruch der. Jahre 2008/09 erholt und …


 

 

 

schulden-kreis

NRW: Nicht NRW ist schlecht, sondern die Haushaltspolitik…RP Online
NRW: Streit um Finanzpolitik…Welt
NRW: Kritiker sehen NRW vor Konkurs…Mindener Tageblatt


Städte und Gemeindebund

Stadt und Land > Die Finanzen der Kommunen 05.09.2014
Wenn das mal gutgeht…

Fremdwährungskredite in nordrhein-westfälischen Rathäusern

(Foto: Aamon/fotolia) Es ist erstaunlich: Die Gemeinden in NRW hatten zum Jahresende 2013 rund 1,9 Milliarden Euro Kredite nicht wie üblich in Euro, sondern in fremder Währung aufgenommen und lassen sich damit immer noch auf Spekulationsgeschäfte ein. Diese Zahlen veröffentlichte jetzt IT.NRW, das frühere Statistische Landesamt.

Düsseldorf. André Kuper, kommunalpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, hatte zu diesem Sachverhalt die Landesregierung befragt, und diese veröffentlichte amtliche Zahlen. Besonders hohe Fremdwährungskredite sind Essen mit rund 367 Millionen Euro, Bochum (180 Millionen Euro) und Münster (118 Millionen Euro) eingegangen. Auch zwei Landkreise sind dabei, nämlich die Kreise Wesel (38 Millionen Euro) und Düren (5 Millionen Euro). Anders als bei einem klassischen Kredit, der in Euro abgeschlossen wird, gehen diese Städte und Kreise Wechselkursrisiken ein, die schwer zu beherrschen sind und für die Steuerzahler teuer werden können. [weiterlesen]

Dazu die WAZ
WAZ Umschuldung Revier-Städte verzocken Millionen mit Schweizer Krediten 10.09.2014 | 06:00 Uhr

 
Die Spekulation ging schief. Viele Städte im Revier haben sich mit der Umschuldung in Schweizer Franken verzockt.Foto:

Viele Kommunen in NRW haben sich in Schweizer Franken verschuldet. Eigentlich wollten die Städte und Gemeinden mit der Umschuldung von Krediten in die Währung Geld sparen – doch das Gegenteil trat ein. Besonders betroffen sind die Städte Bochum, Essen und Hattingen. [weiterlesen]

bdst-09zur Vergrößerung

 


 Schulden-Ranking der Städte und Gemeinden mit 50.000 bis 99.999 Einwohnern

Im Kreise derkreisangehörigen Städte im Bereich von 50.000 bis 99.999 Einwohner führen das Schulden-Ranking die Städte Herten (11.831 Euro je Einwohner), Velbert (6.895 Euro je Einwohner) und Witten (6.869 Euro je Einwohner) an. Die Stadt Langenfeld (Rhld.) hat mit 272 Euro je Einwohner den geringsten Schuldenstand. Es folgen Ibbenbüren mit 583 Euro je Einwohner und Hilden mit 899 Euro je Einwohner. Langenfeld (Rhld.) ist in Nordrhein-Westfalen die größte kreisangehörige Stadt bzw. Gemeinde, die im Kernhaushalt schuldenfrei ist.

Schulden-Ranking der kreisangehörigen Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (NRW) in der Größenklasse '50.000 bis 99.999 Einwohner' zum 31.12.2012

Zur Quelle

http://www.haushaltssteuerung.de/weblog.html


 

Gewaltige Unterschiede


Diese Nachricht klingt für viele Städte und Gemeinden wie Hohn: Zusammengerechnet erzielten alle deutschen Kommunen 2012 Überschüsse.
Doch es gibt eine Vielzahl von hoch verschuldeten und finanzschwachen Gemeinden, die wie in Nordrhein-Westfalen ohne Landeszuschüsse nicht überleben können.
Auch die Ausgangslage könnte kaum unterschiedlicher sein. Denn während einige Kommunen nahezu schuldenfrei sind, macht die hohe Schuldenlast andere finanziell handlungsunfähig.
Herten nimmt hier eine unrühmliche Stellung ein. Lt. der Tabelle der am höchsten verschuldeten Gemeinen in Deutschland, nimmt in NRW Herten mit Rang 2 (Selm Rang 1) eine miserabele Stellung ein.
Kein Grund, sich zurückzulehnen
Ausgehend aus dem Jahr 2003 mit einer Verschuldung  je Einwohner von 2016,73 € entspannt sich die  finanzielle Situation in Herten im Gegensatz zu anderen Kommunen nicht. In 2012 waren es noch 5 950,32   je Einw. 2013 stiegen die Schulden je Einw. auf auf 6 661,18 (= einen Anstieg je Einw. um 710,86 ) Zurücklehnen können wir uns nicht. Es kann noch schlimmer kommen, denn schließlich profitieren wir momentan vor allem von der positiven Wirtschaftsentwicklung und niedrigen Zinsen – beides Faktoren, die wir kaum beeinflussen können.

Zur Stadt der Dichter und Träumer wird in Kürze unser Till Eulenspiegel eine Analyse stricken, die Sie gerne als eingetragener Newsletter Abonnent (s. Seitennavigation) empfangen können.


Kredite, Kassenkredite und Wertpapierschulden

  Herten
  insgesamt im Kernhaushalt der Eigenbetriebe
und Krankenhäuser
ohne eigene Rechtspersönlichkeit2)
  zusammen darunter
Jahr Kassenkredite Investitionskredite
 
  in 1000 € € je Einw. 1 000 Euro € je Einw. in 1 000 €
€ je Einw. in 1000 € € je Einw. in 1 000 € € je Einw.
2003 132 759 2 016,73 132 284 2 009,51 32 000 486,11 100 284 1 523,40 475 7,22
2012 365 802 5 950,32 361 187 5 875,25 231 394 3 763,97 129 793 2 111,28 4 615 75,07
2013 404 414 6 661,18 399 932 6 587,36 271 868 4 477,99 128 064 2 109,37 4 482 73,82

Quelle:http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2014/pres_141_14.html


      Gemeinde    Öffentlicher Schuldenstand je Einwohner     Bundesland
dazu verweisen wir auf die Veröffentlichung des Institut der deutschen Wirtschaft Köln (klick)
Quelle: Statistisches Bundesamt

Gröde 26.767 € Schleswig-Holstein
Damp 21.633 € Schleswig-Holstein
Putgarten 19.357 € Mecklenburg-Vorpommern
Langeneß 19.086 € Schleswig-Holstein
Masserberg 16.666 € Thüringen
Lübesse 16.489 € Mecklenburg-Vorpommern
Gerstengrund 16.039 € Thüringen
Wangerooge 14.876 € Niedersachsen
Epfendorf 14.112 € Baden-Württemberg
Hallig Hooge 13.507 € Schleswig-Holstein
Spiekeroog 13.477 € Niedersachsen
Thandorf 13.420 € Mecklenburg-Vorpommern
Darmstadt 12.622 € Hessen
Kaiserslautern 12.334 € Rheinland-Pfalz
Utscheid 12.200 € Rheinland-Pfalz
Offenbach am Main 12.136 € Hessen
Selm 12.114 € Nordrhein-Westfalen
Baltrum 11.880 € Niedersachsen
Herten 11.831 € Nordrhein-Westfalen
Mainz 11.521 € Rheinland-Pfalz
St. Blasien 11.309 € Baden-Württemberg
Eggesin 11.008 € Mecklenburg-Vorpommern
Issersheilingen 10.988 € Thüringen
Gersheim 10.839 € Saarland
Dechow 10.819 € Mecklenburg-Vorpommern
Saarbrücken 10.668 € Saarland
Bad Karlshafen 10.438 € Hessen
Pinnow 10.413 € Brandenburg
Norderney 10.358 € Niedersachsen
Zülow 10.075 € Mecklenburg-Vorpommern
 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.pro-herten.de/?p=2096

1 Kommentar

1 Ping

  1. Joachim

    In diesem Zusammenhang ist ein Beitrag bei den Ruhrbarohnen nicht uninteressant:
    Nicht die Armutszuwanderung beschädigt Duisburgs Image
    Der Link hierzu: http://www.ruhrbarone.de/nicht-die-armutszuwanderung-beschadigt-duisburgs-image/88041

  1. Finanzen 2015 »

    […] Pleitstadt Herten […]

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