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Gemeinsame Stellungnahme von BUND Herten und NABU Herten zum Sportstättenkonzept und geplanten Neubau im Backumer Tal

Seit einiger Zeit wird ein neues Sportstättenkonzept für Herten diskutiert und welche langfristigen Anpassungen sich aus dem Gutachten von 2014 ergeben. Eines der im Gutachten genannten Szenarien ist die Errichtung einer neuen Leichtathletikanlage. Diese Szenario („Variante 1“) wird von der Verwaltung aktuell favorisiert, als Alternative zur Modernisierung bestehender Anlagen.

Dieser Neubau könnte im Backumer Tal errichtet werden. Eine Machbarkeitsprüfung wurde bereits durchgeführt und im November soll es im Rat zur Abstimmung über diesen Vorschlag kommen. Die Kosten für einen Neubau dort seien, nach derzeitiger Schätzung der Verwaltung, geringer als Modernisierungsmaßnahmen vorhandener Anlagen. Diese Kalkulation berücksichtigt, dass die Fläche der dann aufgegebenen Außensportanlagen zu bestimmten Preisen veräußert werden können.

Bisher unberücksichtigt ist der Umweltschaden, den ein Neubau im Backumer Tal anrichtet.

Die Errichtung einer solchen Anlage wird eine große Fläche unwiederbringlich versiegeln.

Betroffen wären mehrere Tausend Quadratmeter Fläche für die Sportanlage, zusätzlich werden Umkleiden, Zufahrten und Zuschauerbereiche gebaut werden müssen. Ein nicht unerheblicher Teil des Gebietes ist damit als Lebensraum von Pflanzen und Tieren, als Speicher und Puffer für immer weg.

Das Backumer Tal wird genutzt als ein Naherholungsraum für alle Hertener BürgerInnen und sollte auch ein solcher bleiben. Es ist eine der wenigen Grünflächen mitten in der Stadt und durch die Bebauung würde diese verloren gehen. Man muss nicht erst auf den Hitzesommer 2018 verweisen, um den Wert grüner, unbebauter Fläche zu schätzen.

Wir können wenig zu den Bedürfnissen der Sportvereine sagen, aber klar ist, dass funktionierende Sportanlagen wichtig sind. Der Fokus sollte daher auf Modernisierung der bestehenden Anlagen gerichtet sein. Der Boden dort ist bereits versiegelt, so dass auch bei Erneuerung kein weiterer Schaden für die Umwelt zu erwarten ist. Auch eine neu errichtete Anlage benötigt Pflege und alle paar Jahre Erneuerung, also warum nicht einfach das erfolgreich Bewährte erhalten.

Wir richten unseren Appell an die Verwaltung und die Politik, den Plan eines Neubaus zugunsten der Modernisierung bestehender Anlagen zurückzustellen.

Und wir wenden uns an die Sportvereine, sich für die Sanierung und die Pflege der bereits

vorhandenen Plätze einzusetzen. Es gab bereits viele Gespräche und Ideen, wie die

Sportstättenlandschaft in Herten zukünftig aussehen könnte. Wahrscheinlich bedarf es noch

weiterer Gespräche, um eine Lösung zu finden.

Es geht schließlich um Hertens Bürger, die den Vereinen angehören und die auch ein Recht auf die Bewahrung der Stadt und ihrer Naturschätze haben.

Auch uns liegt das Wohl unserer Mitbürger am Herzen und dazu gehört, dass Ihnen soviel grüne Fläche wie möglich in unserer Stadt erhalten bleibt.

V.i.S.d.P.

BUND Ortsgruppe Herten                                                                               NABU Herten e.V.

Vorstand                                                                                                           Der Vorstand


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