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Giftmüll-Export

Pressespiegel aktuallisiert am 29. 09.2012 … klick

Audiobeitrag WDR AU-20120917-1421-0601

GIZ entscheidet sich gegen den  Plan, giftige Abfälle aus Bhopalzu entsorgen.

 mehr hier…  und die Offizielle Pressemeldung der GIZ …. hier (aus dem GIZ-Netz entfernt, sorry)

Nach WDR Bericht (s. unten) Vertragsabschluss GIZ / Indien wegen angebliche Indiskretion in Gefahr? Bericht aus Indien v. 5.9.2012  .. klick

Müll: Gifttransport nach Deutschland?

Video: markt Müll: Gifttransport nach Deutschland? (6:50)
Montag, 03. September 2012 21.00 – 21.45 Uhr

WDR – Markt: Beitrag vom Montag, 03. September 2012, 21.00 – 21.45 Uhr

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1984 ereignete sich im indischen Bhopal eine der schlimmsten Umweltkatastrophen der Geschichte. Der Giftmüll soll jetzt offenbar nach Deutschland geholt werden.

 Zum aktuellen Pressespiegel … klick

Indien beauftragt GIZ mit Entsorgung von Bhopal-Müll

den aktuelle Stand (11.09.2012) lesen Sie hier.. klick

Offizielle aus Indien wollen 350t Giftmüll – keine Folgen der Bhopal Chemie Katastrophe – entsorgen
Insider in Indien sprechen jedoch von 27.000t versteckten Giftmüll!

Verständnis für die leidtragende Bevölkerung – solange die 350t nicht der Schlüssel ist, der die Tür zur intensive Entsorgung als lukratives Geschäft aufstößt!

Örtliche rechts(UBP/WIR)- links (AUF)populistische Parteien versuchen durch gezielte Desinformationen und Falschmeldungen die hiesige Bevölkerung zu verängstigen.

Stand 18.Aug. 2012  Indische Regierung ungeduldig über den Abschlussvertrag mit der GIZ ++  Indien beauftragt GIZ mit Entsorgung von Bhopal-Müll

Contract for waste from Bhopal still not signed

 Tatsachen

  • Aufgrund des Versuchs, australischen Sondermüll in NRW Sondermüllanlagen 2007 zu entsorgen, gab die NRW-Landesregierung ein Gutachten in Auftrag, das die Entsorgung von Sondermüllexporte aus Nicht-EU-Länder als rechtswidrig einstufte!
    Hier ist derzeitig noch nichts entschieden! Somit derzeit dem RZR hier Geschäftsbeziehungen zu unterstellen, ist unseriös.
  • Betrachtet man die Menge von 350t und die RZR Sondermüll-Verbrennungskapazität von 112.000t, (also nur 3,2% der Jahresmenge) so würde kein Unternehmen wegen dieser unbedeutenden Menge einen medialen Zirkus in kauf nehmen.
  • Tatsache ist, wenn sich die mögliche Sondermüllmenge auf 20.000 – 50.000 t belaufen, sollten Warnlampen angehen.

Indiskretionen zufolge platzte der Bhopal-Sondermüll-Import. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem geheimen  „Dokument“. Zur Kalkulation… klick

Entsorgungsangebot zurückgezogen

GIZ lässt Bhopal-Giftmüll in Indien

Die Deutsche Entwicklungsgesellschaft GIZ will nun doch keinen Bhopal-Giftmüll entsorgen. Kritiker bewerteten das Vorhaben als Alibi-Aktion.von Georg Blume

 

 

DELHI taz | Späte Einsicht: Die staatliche deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat ihr Angebot zur Entsorgung von Giftmüll aus dem indischen Bhopal zurückgezogen. Begründet wurde der Schritt in einem Schreiben der GIZ an den indischen Finanzminister, aus dem die Nachrichtenagentur dpa am Montag zitierte, mit der Veröffentlichung vertraulicher Projektunterlagen durch deutsche Medien.

….. mehr bei der TAZ

Germany opts out of plan to dispose of Bhopal toxic waste

By our dpa-correspondent and Europe Online

New Delhi (dpa) – The German government development agency GIZ said Monday it was pulling out of a project to incinerate 350 tons of toxic waste from a chemical plant in Bhopal, the site of the world‘s worst industrial disaster.

The Indian cabinet had in July cleared the plan to dispose of solid waste from the defunct pesticide plant of Union Carbide Corp in the capital of Madhya Pradesh, where a gas leak in 1984 killed at least 15,000 people.

In a letter to Finance Minister Palaniappan Chidambaram, GIZ said it had reviewed its engagement following a “negative” media campaign in Germany that depicted the project as being against the interests of the German public.

“We have made an assessment of the situation in Germany and decided that it would be in the best interest of strong Indo-German cooperation not to pursue this project offer further on,” Hans-Hermann Dube, GIZ International Services the regional director, wrote.

The agency said it had been interested in supporting the project but “due to some German media misrepresentation, GIZ regrets to withdraw.”

India was to pay GIZ 250 million rupees (4.5 million dollars) to dispose of the waste, which comprises mainly pesticides and heavy metals and is stored inside a warehouse at the site.

It is not connected with the release of deadly methyl isocyanate gas that claimed thousands of lives, but comes from the earlier dumping of chemicals from 1969 to 1984. dpa sid ses tlo Author: Siddhartha Kumar

 

Übersetzung ohne Gewähr

Deutschland entscheidet sich gegen den  Plan, giftige Abfälle aus Bhopalzu entsorgen.

Durch unsere dpa-Korrespondenten und Europe Online

New Delhi (dpa) – Die Entwicklungsagentur der Bundesregierung GIZ bestätigte am Montag, dass sie sich aus einem Projekt, 350 Tonnen giftiger Abfälle aus einer Chemiefabrik in Bhopal, der Ort der weltweit schlimmsten industriellen Katastrophe, zu entsorgen, zurückzieht

Die indische Kabinett hatte im Juli den Plan, die feste Abfälle aus der zerstörten  Pestizidfabrik von Union Carbide Corp. , in der Hauptstadt von Madhya Pradesh, beidem durch ein Gas-Leck  im  Jahre 1984 mindestens 15.000 Menschen tötete, zu entsorgen.

In einem Brief an dem Finanzminister Palaniappan Chidambaram  sagte die GIZ, es war sein Engagement nach einer “negativen” Medienkampagne in Deutschland, die das Projekt als gegen die Interessen der deutschen Öffentlichkeit dargestellt bewertete.

“Wir haben eine Einschätzung der Situation in Deutschland hergestellt und beschlossen, dass es im besten Interesse der starken deutsch-indischen Zusammenarbeit sein, dieses Angebot des Projektes nicht weiter zu verfolgen auf”, so Hans-Hermann Dube, Direktor der  GIZ International Services.

Die Agentur sagte, sie sei daran interessiert das Projekt zu unterstützen, aber “aufgrund einiger Falschdarstellung deutscher Medien  bedauert die GIZ, sich zurückziehen zu müssen.”

Indien war bereit, der  GIZ 250 Millionen Rupien (4,5 Millionen Dollar) zu zahlen, um die Abfälle, die vor allem Pestizide und Schwermetalle enthalten und in einem Lagerhaus auf dem Gelände lagern, zu  entsorgen.

Es hat nichts mit der Veröffentlichung von tödlichen Methylisocyanat Gas, das Tausende von Menschen das Leben gekostet, zu tun, sondern stammt aus dem früheren Abfall von Chemikalien aus den Jahren  1969 bis 1984.

dpa sid ses tlo Autor: Siddhartha Kumar

http://www.youtube.com/watch?v=6j39abATqDQ&feature=related

 

Anfrage v. 10.08.12 an die GIZ und die Antwort v. 16.10.12 der GIZ als  [pdf] .. klick

 

www.downtoearth.org.in/…/bhopal-waste-disposal-governmen…

Bhopal waste disposal: government dithers over finalising contract with German company

Author(s): Moyna

 

http://www.downtoearth.org.in/content/meeting-final-agreement-bhopal-waste-disposal-ends-without-decision

Meeting on final agreement for Bhopal waste disposal ends without decision

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Author(s): Moyna

Date: Aug 22, 2012

Group of Ministers headed by P Chidambaram to take final decision now

The meeting between the Central Pollution Control Board, Union ministry of chemicals and fertilisers and the German company offering to dispose of the hazardous waste at the defunct Union Carbide factory in Bhopal has ended inconclusively.

The meeting on August 22 failed to address concerns raised by both India and Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) over clauses the agreement draft. The matter will now to be taken to the Group of Ministers headed by P Chidambaram next week and a final decision could be reached by August 28, sources say.

It has been over two months since a Group of Ministers at the Centre approved the proposal to airlift Bhopal’s toxic waste to Germany.

The meeting on Wednesday was a follow up of a meeting on August 17 and was convened to reach a final decision regarding the contract andproposal for the disposal of the toxic waste. The final contract of the disposal is yet to be signed and agreed upon between India and GIZ.

The Madhya Pradesh government is jittery about certain provisions in the proposal like the laws applicable in case of an accident and where the trial would be held. Also, the state government has requested that the Union government be party to the extended liability of the Madhya Pradesh government for the waste until such time that it gets incinerated.

“Discussions are under way and details cannot be disclosed,” say officials with the Central Pollution Control Board and ministry of chemicals and fertilisers. “We have to keep both German and Indian interests in mind and thus are trying to reach an agreement that is mutually beneficial. The details cannot be discussed,” says A J V Prasad, joint secretary in the ministry.

 Officials from Madhya Pradesh government refused to comment.

Übersetzung ohne Gewähr!

 Die Sitzung zur endgültige Vereinbarung der Bhopal Entsorgung endet ohne Ergebnis
Autor (en): Moyna
Datum: 22. August 2012
Die  Gruppe der Minister unter Leitung von P Chidambaram zur endgültigen Entscheidung.

Das Treffen zwischen dem Central Pollution Control Board, Union Ministerium für Chemikalien und Düngemitteln und der deutschen Firma wegen der Entsorgung der gefährlichen Abfälle der ehemaligen Fabrik „Union Carbide“ aus Bhopal ist ohne ergebnislos beendet.

Das Treffen fand am 22. August unter Beteiligung von Indien und der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit dem Ziel den Unstimmigkeiten des Vertragsentwurfs auszuräumen. Die Angelegenheit wird nun an die Gruppe der Minister unter Leitung  von P Chidambaram in der nächste Woche weitergeführt und eine endgültige Entscheidung könnte bis zum 28. August erreicht werden, sagten Teilnehmer.

Es ist über zwei Monate her, da eine Gruppe von Ministern dem Vorschlage zustimmte, via Luftbrücke Bhopal nach Deutschland den Giftmüll zu entsorgen

Die Sitzung am Mittwoch war eine Fortsetzung der Tagung vom 17. August und wurde einberufen, um eine endgültige Entscheidung über den Vertrag und den Vorschlag für die Entsorgung der Abfälle zu erreichen. Der endgültige Entsorgungsvertrag, vereinbart zwischen Indien und GIZ,  muss noch unterzeichnet werden.

Die Madhya Pradesh Regierung ist verstimmt über bestimmte Vorschriften im Vorschlag, wie die geltenden Gesetze im Falle eines Unfalls sowie der Ort wo der Prozess stattfinden wird. Auch hat die Landesregierung beantragt, dass die Union Regierungspartei der erweiterten Haftung des Madhya Pradesh Regierung für die Abfälle, bis zu dem Zeitpunkt der endgültigen Entsorgung, übernimmt.

“Die Gespräche sind im Gange und Details können nicht offen gelegt werden”, sagen die Beamten des Central Pollution Control Board und des Ministeriums für Chemikalien und Düngemittel. “Wir müssen beide Interessen, die deutschen und indischen, berücksichtigen und versuchen, eine Vereinbarung, die beide Seiten zufrieden stellt, zu erreichen. Die Details können nicht diskutiert werden “, sagt AJV Prasad, gemeinsame Sekretärin im Ministerium.
Beamte aus Madhya Pradesh Regierung lehnte eine Stellungnahme ab.

Date: Aug 18, 2012

Madhya Pradesh government unhappy with clauses in proposed contract

It’s been over two months since a Group of Ministers at the Centre approved the proposal to airlift Bhopal’s toxic waste to Germany. But there is still uncertainty over disposing of the waste lying at the abandoned Union Carbide factory as various government agencies “read between the lines” of the proposal submitted by German development agency, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), to incinerate the waste. It is learnt that that the Madhya Pradesh government is jittery about certain provisions in the proposal. One of these pertains to extended liability of the Madhya Pradesh government for the waste until such time that it gets incinerated.

On Friday (August 17), the department of chemicals and petrochemicals held a meeting to discuss the finer details of the German proposal to dispose of the 350 metric tonnes of toxic waste. The meeting was attended by officials of the ministry of chemicals and fertilisers, the Madhya Pradesh state government, Union environment ministry, foreign affairs ministry and representatives of GIZ, which is offering to dispose of the waste. The meeting went on till late in the night and has been rescheduled for August 22.

A J V Prasad, joint secretary looking after chemicals and petrochemicals, refused to comment. Vinod Babu of Central Pollution Control Board (CPCB) said the details could not be discussed as the matter is still under review. But GIZ’s regional manager, Hans-Hermann Dube, told Down To Earth (DTE) that it was a very positive meeting and that “both sides are working productively to take this proposal to its final conclusion.” When asked if any of the provisions of the proposal  had been changed or altered, Dube said the proposal remains as it was. “Ninety-five per cent of the contract has been agreed upon, and to finalise it we will be meeting again next Wednesday.”

Stumbling blocks: extended liability, arbitration

GIZ had presented a proposal to the Madhya Pradesh government in June after which it was approved by the Group of Ministers constituted to look into all matters concerning the 28 year old Bhopal gas disaster case. But the agreement for disposing of the waster at an estimated cost of Rs 24.56 crore is yet to be signed and finalised.  Some of the contentious provisions in the proposed contract include the extended liability of the Madhya Pradesh government which would remain the owner of the waste till it is incinerated. The state government has been made responsible for the waste since Union Carbide was dissolved and its parent company Dow Chemicals is yet to be held accountable. In case of an accident, the state would be responsible for any damage. Karuna Nandy, senior advocate representing the Bhopal survivors in the Supreme Court, said that “the government has raised concern regarding arbitration and liability.” The GIZ proposal stated in case of any dispute the matter would be dealt with under German law and not Indian law, Nandy explains.

The GIZ proposal came close on the heels of the apex court order in May this year, directing the government to take immediate steps to dispose of the waste. A final decision on the matter was scheduled for July, following which the Madhya Pradesh government asked for two extensions to submit the final proposal.

The most recent extension of three weeks was granted on August 3. As the court deadline draws closer, the government is now keen to finalise the agreement between GIZ and Madhya Pradesh government, but “finer details are yet to be ironed out,” said Babu of CPCB.

 

Übersetzung – ohne Gewähr

Bhopal Entsorgung: Regierung ungeduldig über den Abschluss Vertrag mit der GIZ

Autor (en): Moyna

Datum: 18. August 2012

 Die Madhya Pradesh Regierung ist unzufrieden mit Klauseln im vorgeschlagenen Vertrag

Es ist über zwei Monate her, seit eine Gruppe von Ministern dem Vorschlag zur Giftmüll Luftbrücke Bhopal nach Deutschland zustimmte. Aber es gibt noch zwischen den Zeilen zu lesende Unsicherheiten über die Entsorgung der Abfälle der verlassenen Union Carbide Fabrik zwischen verschiedenen Regierungsbehörden über den  Vorschlag der deutschen Entwicklungsagentur, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), vorgelegt, um die Abfälle zu verbrennen. Es wird erkannt, dass die Madhya Pradesh Regierung nervös ist über bestimmte Vorschriften des Vorschlags. Einer dieser Punkte bezieht sich auf die erweiterte Haftung der Madhya Pradesh Regierung für die Abfälle bis zu dem Zeitpunkt der Verbrennung.

Am Freitag (17. August), trafen sich die die Abteilung Chemie und Petrochemie, um die feineren Details des deutsche Vorschlag, die 350 Tonnen Giftmüll entsorgen, zu diskutieren. Das Treffen fand zwischen Beamten des Ministeriums für Chemikalien und Düngemittel, die Madhya Pradesh Landesregierung Union Umweltministerium, Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und und den Vertreter der GIZ, die mit, die mit dem Abfälle entsorgen involviert sind, statt. Das Treffen dauerte bis spät in die Nacht und ist dann auf den 22. August verschoben worden.

AJV Prasad, Verbindungsmann der Chemie und Petrochemie verweigerte jeden Kommentar. Vinod Babu des Central Pollution Control Board (CPCB) sagte, dass die Details der Angelegenheit noch besprochen werden konnten. Aber GIZ Regional Manager, Hans-Hermann Dube, sagte zu Down To Earth (DTE), dass es ein sehr positives Treffen war und dass “beide Seiten produktiv arbeiten, diesen Vorschlag zu einem endgültigen Abschluss zu führen.” Zu derFrage, ob eine der Punkte des Vorschlags  verändert werden muss, sagte Dube, dass der Vorschlag bleibt, wie es war. “95 Prozent des Vertrages wurde vereinbart und um ihn endgültig unter zu beschließen, werden wir uns wieder treffen am kommenden Mittwoch treffen.”

Stolpersteine: erweiterte Haftung, Schiedsverfahren

GIZ bezieht sich auf einen vom Juni eingereichten Vorschlag der Madhya Pradesh Regierung, nachdem dieser von der Gruppe der Minister stellte in allen Fragen rund um die 28-jährige Bhopal Gas Desaster Fall betreffend, genehmigt wurde. Aber die Vereinbarung für die Entsorgung des Abfalls mit geschätzten Kosten von 24,56 Mill Rupien konnte noch nicht unterzeichnet und abgeschlossen werden. Zu den der strittigsten Punkte des vorgeschlagenen Vertrag gehört die erweiterte Haftung des Madhya Pradesh Regierung, die der Besitzer der Abfälle bis zur Verbrennung bleiben bleiben würden. Die Landesregierung hat die Verantwortung für den Abfall der Union Carbide und dessen Muttergesellschaft Dow Chemicals zugeschrieben. Im Falle eines Unfalls, hätte der Staat die Verantwortung für eventuelle Schäden. Karuna Nandy, Senior Anwalt, der die Bhopal Überlebenden in den Supreme Court vertritt, sagte, dass “die Regierung hat ihre Besorgnis über Schiedsverfahren und Haftung erhöht.” Die GIZ Vorschlags beinhaltet, dass im Falle eines Rechtsstreits die Angelegenheit nach deutschem Recht zu behandelt und nicht indischem Recht, sagt Nandy.

Die GIZ Vorschlag folgt dem Gerichtsbeschlusses im Mai dieses Jahres, der die Regierung auferlegt, unverzüglich Schritte zu ergreifen, um die Abfälle zu entsorgen. Eine endgültige Entscheidung in der Angelegenheit wurde für Juli geplant, woraufhin die Madhya Pradesh Regierung für zwei Aufschübe  gebeten hat, um einen endgültigen Vorschlag zu unterbreiten.

Der jüngste Aufschub wurde vor drei Wochen, am 3. August gewährt. Da der Gerichttermin näher rückt, ist die Regierung jetzt bestrebt, die Vereinbarung zwischen GIZ und Madhya Pradesh Regierung abzuschließen, aber “feineren Details müssen noch nicht ausgebügelt werden”, sagte Babu der CPCB.

 

 Anfrage

 

Bei Entsorgungskosten von kalkulierten
300.000,- € und an Nebenkosten von 3.200.000,- € – das hat Geschmäckle

(ein “Geheimpapier” der GIZ/indische Regierung hierüber liegt Pro-Herten vor)

Quelle: EUWID RECYCLING UND ENTSORGUNG 33.2012 – http://www.euwid-recycling.de/

Vertrag für Abfall aus Bhopal noch nicht unterzeichnet

Bei der geplanten Entsorgung von 350Tonnen mit Pestiziden und Schwermetallen kontaminierter Erde aus dem indischen Bhopal in Deutschland wird nur ein Bruchteil der geschätzten Gesamtkosten von etwa 3,6 Mio. € auf die eigentliche Sonderabfallverbrennung entfallen. Bei Kosten von rund 700€ pro Tonne Giftmüll sind für die Verbrennung einschließlich des Verpackungsmaterials rund 300.000 € anzusetzen. Dem stehen Kosten für den Transport von Indien nach Deutschland in Höhe von knapp 1,5 Mio. € gegenüber-allein für bis zu fünf Flüge kalkuliert die indische Regierung nach einer EUWID vorliegenden Kalkulation mit knapp 1,4 Mio. €. Hinzu kommen u.a. Ausgaben für einen erfahrenen Sicherheitsexperten in Höhe von knapp 400.000 € sowie weitere 180.000 € für die Verschiffung de r erforderlich en Container von Hamburg nach Bhopal.

Der potenzielle Vertragspartner auf deutscher Seite ist die bundeseigene Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ), Eschborn. Nach deren früheren Angaben übernimmt die indische Regierung als Auftraggeberin

alle Kosten der Entsorgung. Entsprechend fließe kein deutsches Steuergeld in diese Arbeit der GIZ. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hatte zuvor zugestimmt, dass die GIZ den Auftrag übernimmt.

Ein formeller Vertragsabschluss steht nach Angaben der GIZ aber noch aus. Eine diesbezügliche Entscheidung liege bei der indischen Regierung, das Vertragsangebot der GIZ habe aber Bestand, so die GIZ. Mit dem Entsorgungsangebot folge die GIZ der Baseler Konvention über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung. Demnach sei der Transport in ein anderes Land geboten, wenn der Sondermüll vor Ort mangels geeigneter Technologien nicht sicher beseitigt werden könne.

Bel der kontaminierten Erde handele es sich nicht um Sondermüll aus dem tragischen Chemieunfall von 1984, stellte die GIZ klar. Im Dezember 1984waren aus der ehemaligen Pestizidfabrik von Union Carbide rund 40Tonnen giftiges Methylisocyanat(MIC) ausgetreten. Etwa 23.000 Menschen starben unmittelbar nach der Katastrophe oder an den Spätfolgen. Zehntausende wurden chronisch krank. Nach Angaben der GIZ sind in dem Material, das entsorgt werden soll, MIC und andere Gifte, die bei der Katastrophe freigesetzt wurden, nicht enthalten.

Transation:

Contract for waste from Bhopal still not signed

For the planned disposal of 350 tons of pesticides and heavy metals of contaminated soil in Germany from the Indian city of Bhopal only a fraction of the estimated total cost of approximately € 3.6 million will be allotted to the actual incineration of this hazardous waste.

With incineration costs of around € 700 per ton of toxic waste the costs for the incineration and packaging material will add up to € 300.000. This compares with costs of transport from India to Germany totaling almost € 1.5 million. Just for up to five flights the Indian government is estimating according to EUWID calculations almost € 1.4 million. Additionally there will costs for an experienced security expert for the amount of € 400.000 and another € 180.000 for the shipment of the required containers from Hamburg to Bhopal. The potential contractor on the German side is the state owned German Society for International Cooperation (GIZ) in Eschborn. According to their earlier statements, the Indian Government will assume all costs associated with the incineration process. Therefore no German tax money will be used for this work of the GIZ. The Federal Ministry for Economic Cooperation and Development had previously agreed the GIZ will take over the role for this job. A formal contract according to the GIZ is still pending. A decision on this matter rests with the Indian government. The offer to enter into the contract with GIZ is still valid. With the incineration offer the GIZ is following the Basel Convention regarding the control of transboundery shipments of hazardous waste and their disposal. Accordingly, the transportation to another country is demanded if the hazardous waste on local site can not be safely deposed of due to a lack of appropriate local technologies.  The contaminated soil in question does not result from the tragic chemical accident in 1984 – according to the GIZ From the former pesticied plant of Union Carbide leaked around 40 tons of toxic methyl isocyanate (MIC) in December of 1984. Some 23,000 people died immediately after this tragedy or because of remote or late damages. Tens of thousands have been chronically ill. According to the GIZ these hazardous materials are not included in the material to be incinerated.

9. Jul. 2012, 15:59  Diesen Artikel finden Sie online unter

http://www.welt.de/108150837

Chemieunfall – Bhopal – die Urkatastrophe der Globalisierung

Vor 27 Jahren geschah im indischen Bhopal der schlimmste Chemieunfall aller Zeiten. Von Wikileaks enthüllte E-Mails haben die Katastrophe wieder ins Rampenlicht gerückt. Nun soll Deutschland helfen. Von Dirk Peitz und Alex Masi

Eines Tages wird man die Vergangenheit einfach links liegen lassen können in Bhopal. Man wird über sie hinwegfahren, und wenn man nur nach rechts schaut, wird man sie nicht gar mehr sehen, zumindest den dunkleren Teil von ihr nicht.

  Den Artikel finden Sie online unter http://www.welt.de/108150837

Zum Bhopal-Blog (engl.) klick hier

Zusammenfassung des Titelthemas in der Welt am Sonntag „Bhopal“
06.07.2012

Titelthema: Poonam und die Katastrophe von Bhopal
Welt Online; Das Drama begann mitten in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember 1984. Was genau in der Fabrik im indischen Bhopal damals passierte, ist bis heute ungeklärt. Aber die Folge war der schwerste Chemieunfall aller Zeiten. Seine Auswirkungen zeigen sich
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Welt Online: Es ist fast drei Jahrzehnte her, da kam es im Dezember 1984 in Bhopal zum schlimmsten Chemieunfall aller Zeiten. Viele von uns werden sich an die schrecklichen Bilder aus Indien erinnern. Durch die Explosion in einer Fabrik entstand eine Giftwolke, die
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Warum es nicht vorbei ist
Welt Online: Eines Tages wird man die Vergangenheit einfach links liegen lassen können in Bhopal. Man wird über sie hinwegfahren, und wenn man nur nach rechts schaut, wird man sie nicht gar mehr sehen, zumindest den dunkleren Teil von ihr nicht. Die ersten
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Sondermüllentsorgung „Notwendigkeit oder lukratives Geschäft“ ?

Thesenpapier zum Bhopal Sondermüllentsorgungsvorhaben + Rechtsgutachen MUNLV-NRW

Das komplette Paket, (incl. engl. Teilübersetzung) als PDF … klick

YouTube

dazu die Antwort aus Indien (answer from India): PDF-Klick hier

Joachim Jürgens, Pro-Herten / FDP-Herten

 Der weltweite Import von Giftmüll wird zur Selbstverständlichkeit. Teilweise wird der Müll tausende von Meilen über die Weltmeere bis hin zu unseren Sondermüllverbrennungsanlagen gekarrt. Sogar aus Australien sollten hochgiftige Chemikalien nach Deutschland gebracht werden.

Nun soll mit staatlicher Hilfe (BMZ / GIZ) angeblich 350 t Müll aus Bhopal hier (in Hamburg?) entsorgt werden. Die Hinterlistigkeit dieses Vorhabens grenzt darin, dass dieser Müll mit der Bhopalkatastrophe in Verbindung gebracht wird. Mit Mitleid „verkauft“ sich das Vorhaben besser.

Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht um Rückstände aus der Bhopalkatastrophe, sondern aus der illegalen Entsorgung der Pestizidfabrik des US-Konzerns Union Carbide. So schreiben uns unsere IPEN-Kontaktpersonen aus Bhopal: „….Die 350 t sind nur der Tropfen auf den Stein und das kleinste der Probleme verglichen mit den tausenden von Tonnen, die das Unternehmen überall auf dem Grundstück verteilt, vergraben hat.      …“ Man spricht von einer illegalen Menge zwischen 25.000 / 50.000t
Die 350 Tonnen Giftmüll sollen nach Deutschland geflogen werden. Die indische Regierung werde für die Entsorgung des Sondermülls 250 Millionen Rupien (3,6 Millionen Euro) bezahlen.
Rühmen sich andere Länder für ihre Naturschönheiten, die gesunde Luft und die gute Küche, so können wir uns als Weltmeister der Müllentsorgung betrachten. Und das wohlwissend, dass wir hier in den Ballungszentren  anerkannt die schlechtesten Perspektiven einer gesunden Umwelt haben. Von 40.000 Menschen sterben in NRW ca. 4 durch Verkehrsunfälle, 12 durch Lärm und 16 durch Feinstaub. Dieses ist nur möglich, weil sich die Politik immer mehr den „Machern“ zuwendet und die einfache Bevölkerung wird nur noch tangential wahrgenommen. Politik für die Reichen, Belastungen für die Armen – dass nennt sich so modebewusst „Neoliberal“.
Politik wird (nicht nur) hierzulande durch Industrie und Lobbyisten bestimmt. Lobbyisten, die seitens der Großindustrie gezielt – agentengleich –  unsere Politik infiltriert. Nicht selten sind Bestechungen die Ultima Ratio, um Interessen durchzusetzen. „Köllner Klüngel“ – Siemens  – VW – es reiht sich ein Großunternehmen an das andere. Auffällig die Kumulation gerade im Entsorgungsbereich. Oft hört man dort das geflügelte Wort von der „Müllmafia“.
Die Liste der Unzulänglichkeiten ließe sich endlos fortsetzen. Alle Welt redet vom Artenschutz und von der Roten Liste, die jedes Jahr länger wird. Wann stehen wir auf dieser Liste?
Vertrauen? Ähnliches gilt auch für Manager und Journalisten. Am ehesten vertrauen die Bürger Ärzten und Lehrern. Das sind Ergebnisse der in 19 Ländern durchgeführten Studie “GfK-Vertrauensindex 2006 der GfK Custom Research Worldwide”. Es ist an der Zeit, dass Politiker an ihrem Image arbeiten und wir wieder an sie glauben können. Wie sagte doch vor kurzem Altbundeskanzler Helmut Schmidt im Fernsehen: „Es gibt derzeitig keine guten Politiker mehr, wir haben nur noch mittelmäßige Schauspieler“
Die Politikverdrossenheit, die Ohnmacht der Vernunft, führt uns in Situationen, die sich bald nicht mehr umkehren lassen. Wahlversprechen bedeutet genau das, nämlich Wahlversprechen.
Und dann sind „Etablierte“  erstaunt, wenn sich politische Splittergruppengründen (s. Piraten) um direkten Einfluss zu nehmen.
Den Umweltschutz wollen wir hier erst gar nicht groß erwähnen. Schließung von Biologischen Stationen, Personalabbau im Natur- und Umweltschutz. Ein Minister für Landwirtschaft und Naturschutz? In Sachen Giftmüllexport aus Australien wollte der jetzige zuständige „grüne Umweltminister Remmel“ in Düsseldorf den damaligen CDU-Umweltminister Uhlenberg „zum Jagen tragen“. Wir haben uns in der Bhopal-Angelegenheit schriftlich an den Minister gewandt. Antwort (bis jetzt) Fehlanzeige.
Tatsachlich beauftragte damals Uhlenberg Fachleute und ließ ein Rechtsgutachten[1] in Sachen Sondermüllexporte nach NRW erstellen. Eindeutig sprach sich das Gutachten aus rechtlicher Sicht der Baseler Konvention gegen einen Import aus Australien aus. Darauf wurde der Giftmüll nicht nur nach NRW und Schleswig Holstein (Brunsbüttel) untersagt, auch im Anschluss an den Versuch der Verbringung des australischen HCB-Mülls nach Dänemark wurde mithilfe der dortigen Bevölkerung, dem hiesigen Rechtsgutachten, auch mit unserer Unterstützung dieses Vorhaben untersagt.

Die einzig sinnvolle Alternative des weltweiten Giftmüllhandels ist, die sicherlich weltweit beste Technologie der Entsorgungsanlagen zu exportieren. Man beseitigt damit den zwangsläufigen Sondermüll, bzw. die Altlasten vor Ort und schafft im Nebeneffekt dort noch hochwertige Arbeitsplätze.

Indien Nr.-9 im Ranking der Industrienationen  (Australien, hier die  Nr.- 14,  wurde der Export verwehrt) ist in der Lage,

  • weltweit hervorragende Computerexperten zu entsenden.
  • Atomwaffen zu produzieren.
  • als Elektronik-Bauteile deklarierten Elektronikschrott weltweit zu importiert um diesen durch Kinderarbeit billig zu recyceln zu lassen.

Dann jedoch zu behaupten, wir habe keine geeignete Sondermüll-Entsorgung Industrie, lässt erheblichen Zweifel aufkommen. Unverständlich, dass unser BMZ und die GIZ hier mitspielt. So darf die Frage erlaubt sein, ob sich lobbyistisch unterwanderte Regierungsstellen die Macht besitzen, sich gegen internationale Abkommen (Baseler Konvention / Stockholmer Abkommen) durchzusetzen.

 Herten, den 20. Juni 2012

 
 

Anfragen an den Hamburger Senats (FDP / DIE LINKE) zum Vorhaben Bhopal-Sondermüllentsorgung ….klick

s. auch hier:

Der internationale Mülltourismus blüht. Kommt indischer Müll aus
1984 ereignete sich der mit größte Umweltskandal in Bhopal Indien. Bei einer Explosion in einer Pestizidfabrik des amerikanischen Chemieriesen Union
www.stoppt-deponie-schoenberg.de/…/der-internationale-mull…

 

 
 

 


[1] Anlage: Gutachten zur Anwendung der Artikel 19 und 20 der Verordnung (EWG) Nr. 259/93
– AbfVerbrVO – am Beispiel des von der Firma Orica Australia gestellten Antrags auf Verbringung von hexachlorbenzolhaltigen Abfällen in Nordrhein-Westfälische Sonderabfallverbrennungsanlagen

 

Indien beauftragt GIZ mit Entsorgung von Bhopal-Müll

http://www.ffh.de/news-service/ffh-nachrichten/nController/News/nAction/show/nCategory/topnews/nId/13817/nItem/indien-beauftragt-giz-mit-entsorgung-von-bhopal-muell.html  08.06.2012

Die indische Regierung beauftragt die staatliche deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit der Entsorgung von Giftmüll aus Bhopal. Das sei bei einem Ministertreffen heute in der Hauptstadt Neu Delhi beschlossen worden, sagte der zuständige Minister des zentralindischen Bundesstaats Madhya Pradesh, Babulal Gaur.

Die 350 Tonnen Giftmüll sollen nach Deutschland geflogen werden. Die indische Regierung werde für die Entsorgung des Sondermülls 250 Millionen Rupien (3,6 Millionen Euro) bezahlen. Der Vertrag werde in den nächsten drei bis vier Wochen ausgearbeitet.

Chemische Analysen hätten ergeben, dass das Material, das entsorgt werden solle, nur «leicht kontaminiert» sei. sagte Hans-Hermann Dube von der GIZ in Indien der Deutschen Presse-Agentur dpa. Es seien keinerlei Giftstoffe enthalten, an denen bei der Industriekatastrophe in Bhopal 1984 tausende Menschen starben.

Nach dpa-Informationen sind für den Transport fünf Flüge geplant. Gaur sagte, der Giftmüll werde zur Entsorgung nach Hamburg geflogen. Das ist nach GIZ-Angaben aber noch nicht entschieden. Den Auftrag zur Entsorgung hat die GIZ noch gar nicht ausgeschrieben. Anlagen in mehreren Bundesländern oder auch in anderen europäischen Ländern kommen infrage.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Greenpeace Deutschland haben sich gegen Einfuhr und Vernichtung des Giftmülls ausgesprochen.

Bhopal gas leak: Toxic waste to be disposed of in Germany

Published: Friday, Jun 8, 2012, 17:33 IST
Place: New Delhi | Agency: PTI

A Group of Ministers (GoM) on Friday gave its approval to Madhya Pradesh government to dispose of 350 metric tonnes of Union Carbide toxic waste in Germany.

As per the decision, the Centre will pay Rs 25 crore towards the cost of airlifting the waste which will be removed within a year.

Madhya Pradesh Bhopal Gas Tragedy, Relief and Rehabilitation Minister Babulal Gaur said that the GoM under the chairmanship of Union Home Minister P Chidambaram has asked the state government to prepare an agreement within two weeks’ time.

“The proposal has been agreed to. The waste will be disposed of in Germany. The cost of Rs 25 crore for airlifting the toxic material will be borne by the central government. The whole procedure of removing the waste will be completed within a year,” Gaur told reporters here after the meeting.

He said the state government will submit the agreement to the Centre before the next meeting.

According to Madhya Pradesh government officials, the disposal would be carried out by German agency-GIZ IS.

About 346 MT toxic waste is lying within the premises of the erstwhile M/s Union Carbide India Ltd (UCIL) at Bhopal.

The worst-ever industrial disaster had taken place at the Union Carbide plant on the intervening night of December 2-3, 1984.

According to a government data, a total compensation of over Rs 3,000 crore has been given in 5,295 cases of death, 4,902 cases of permanent disability, 5,27,894 cases of minor injury and 35,455 cases related to temporary disability among others.

Gaur, along with some senior state government officials, had on May 17 held a discussion with GIZ IS in Bhopal.

Today’s GoM was attended by Union Urban Development Minister Kamal Nath, Minister of Health and Family Welfare, Ghulam Nabi Azad and Minister of Human Resource Development Kapil Sibal besides some senior officials of the central and state government departments.

Offizielle aus Indien wollen 350t Giftmüll – keine Folgen der Bhopal Chemie Katastrophe – entsorgen
Insider in Indien sprechen jedoch von 27.000t versteckten Giftmüll!

Verständnis für die leidtragende Bevölkerung – solange die 350t nicht der Schlüssel ist, der die Tür zur intensive Entsorgung als lukratives Geschäft aufstößt!

Örtliche rechts- & linkspopulistische Parteien versuchen durch gezielte Desinformationen und Falschmeldungen die hiesige Bevölkerung zu verängstigen.

Tatsachen

  • Aufgrund des Versuchs, australischen Sondermüll in NRW Sondermüllanlagen 2007 zu entsorgen, gab die NRW-Landesregierung ein Gutachten in Auftrag, das die Entsorgung von Sondermüllexporte aus Nicht-EU-Länder als Rechswidrig einstufte!
    Hier ist derzeitig noch nichts entschieden! Somit derzeit dem RZR hier Geschäftsbeziehungen zu unterstellen, ist unseriös.
  • Betrachtet man die Menge von 350t und die RZR Sondermüll-Verbrennungskapazität von 112.000t, (also nur 3,2% der Jahresmenge) so würde kein Unternehmen wegen dieser unbedeutenden Menge einen medialen Zirkus in kauf nehmen.
  • Tatsache ist, wenn sich die mögliche Sondermüllmenge auf 20.000 – 50.000 t belaufen, sollten Warnlampen angehen.

 

Artikel
Link
Anfrage der FDP-Herten an den Umweltminister NRW klick
Aktueller laufend ergänzer Pressespiegel zum ThemaPress-Review
YouTube:
Bhopal Wohin mit dem Giftmuell
ZDF
YouTube:
Bhopal the Chemical Disaster: Twenty Years Without Justice
klick
YouTube:
Bhopal 25 Jahre danach
Amnesty International
YouTube:
Bhopal Der Prozess,der nie stattfand. 25.000 Tote/500.000 Verletzte
klick

Indien mit der Bitte um Hilfe:

Von: Dharmesh Shah [mailto:dharmesh@no-burn.org]  Gesendet: Sonntag, 3. Juni 2012 10:44
An: jj@fdp-herten.de; Joan Marc Simon
Betreff: Reg; Bhopal waste incineration in Hamburg

Dear Joachim,

I have been referred to you by my colleague Joan Marc. I am writing for your help on the Bhopal toxic waste incineration issue. The gas tragedy survivors organisation are trying to get in touch with communities around the facility (if any) to learn more about the facility and its operations. While it is clear that GIZ wants to help the Indian govt. it is also a matter of principle for the survivors who want to affix the liability on Dow and want the company to pay for the clean up. The 350 tons is merely the above ground stock and least of the problems as compared to the thousands of tons that the company had buried all around the factory site.

There are a lot of complexities surrounding the Bhopal case which a brief email can never capture but it would be great if you can put us in touch with groups or communities around the site that we can interact with.

I look forward to hearing from you.

regards

Dharmesh

Dharmesh Shah
India Coordinator
Global Alliance for Incinerator Alternatives (GAIA)
Ph – +91 xxxxxxxxx
Fax – +91 44 xxxxxxxx

www.no-burn.org

Lieber Joachim,
Sie sind mir von meinem Kollegen Joan Marc empfohlen worden. Ich bitte Sie um Ihre Unterstützung in Sachen Bhopal Giftmüllverbrennung. Die Überlebenden der Gastragödie versuchen zur Zeit Kontakt zu den in der Nähe der Anlage befindlichen Gemeinden zu bekommen (ggf.),  um mehr über den Betrieb und seine Tätigkeitsfelder zu erfahren. Klar ist, dass die GIZ der indischen Regierung Hilfe zukommen lassen möchte, grundsätzlich möchten die Überlebenden die Verantwortung an das Unternehmen DOW weiter geben und fordern von der Firma die Reinigungskosten zu übernehmen. Die 350 t sind nur das Tropfen auf den Stein und das kleinste der Probleme verglichen mit den tausenden von Tonnen, die das Unternehmen überall auf dem Grundstück verteilt, vergraben hat.
Die Angelegenheit Bhopal ist insgesamt sehr komplex und kann somit durch eine kurze E-mail nicht beschrieben werden, aber es wäre großartig, wenn Sie für uns den Kontakt mit Gruppen oder Gemeinden in der Nähe des Standortes zwecks Interaktion herstellen würden.
Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Dharmesh

 

Das Bhopal Desaster hier bei Wikipedia

Bhopal will ihre 350t Giftmüll in Deutschland entsorge. Uns hat der sich anbahnende Giftmülltransport nach Deutschland überrascht. Wir  beobachtet nun  das Verfahren genau und hoffen, dass die GIZ ihr Verfahren frühzeitig offenlegt. Experten der Organisation vermuten, dass bei einer Kontaminationsanalyse in Bhopal eine große Anzahl von Giften auch im Boden festgestellt werden und dass ein Abtransport der 350 t nur die Spitze des Eisberges ist. Von Seiten der Umweltorganisation wird angemerkt, dass es wünschenswert wäre, das Gift vor Ort zu entsorgen, um den Transport über den halben Erdball und die damit verbundenen Gefahren zu minimieren. Gegebenenfalls müsse vor Ort eine Anlage zur Entsorgung errichtet werden, heißt es von Greenpeace. Die Kosten dürften dabei nicht an erster Stelle stehen. Ebenso glauben wir, dass sich der Giftmüllexport gegen bestehende internationale Richtlinien / Gesetze stellt.

Dazu die HCB-Story beginnend im Jahre 2006

Am Dez. 2006 plante Australien die in der Botany-Bay gelagerten 22.000t hochgiftigen HCB (Hexachlorbenzol) Abfall zu entsorgen. Im Juni 2006 stoppte der damalige NRW-Umweltminister Uhlenberg das Vorhaben aus rechtlichen Gründen. Dazu der WDR: Kein Giftmüll aus Australien

Australischer Sondermüll soll nicht in NRW verbrannt werden. NRW-Umweltminister Eckhart Uhlenberg (CDU) hat die Bezirksregierungen Münster, Düsseldorf und Köln angewiesen, entsprechende Anträge nicht zu genehmigen.

Stopp für den Giftmüll

Ein australischer Chemiekonzern wollte mit hochgiftigem Hexachlorbenzol belastete Abfälle in den Müllverbrennungsanlagen in Herten, Dormagen und Leverkusen entsorgen lassen. Dagegen hatten sich im Land heftige Proteste geregt. Umweltminister Eckhart Uhlenberg (CDU) wies jetzt die Bezirksregierungen Münster, Köln und Düsseldorf an, die Anträge nicht zu genehmigen.

Sondermüll ist dort zu entsorgen, wo er anfällt

Eine Entscheidung zu einem früheren Zeitpunkt sei nicht möglich gewesen, so Uhlenberg, weil der australische Antrag samt Begründung erst Ende Mai vorgelegen habe. Der Umweltminister hatte einen Abfallrechtler mit der Prüfung beauftragt, dessen Gutachten die Grundlage für die Entscheidung des Ministers bildet.

Aus den nachgereichten Unterlagen zu den Anträgen gehe als Hauptgrund hervor, dass der Müll nicht in Australien entsorgt werden könne, weil die dortige Regierung bei der Beseitigung vor Ort mit heftigen Protesten rechnet. Doch eine solche Begründung stehe nicht im Einklang mit den Bestimmungen des Baseler Abkommens, wonach Sonderabfall möglichst dort zu entsorgen sei, wo er anfalle. Es sei den Australiern durchaus “zumutbar, eine eigene Entsorgungsanlage zu errichten”, sagte Uhlenberg. Das Land NRW sei nicht dazu da, Akzeptanzprobleme der australischen Bevölkerung in Sachen Giftmüll zu lösen.

Auch die Giftmüllexperten der Umweltschutzorganisation Greenpeace hat der sich anbahnende Giftmülltransport nach Deutschland überrascht. Bei Greenpeace beobachtet man das Verfahren genau und hofft, dass die GIZ ihr Verfahren frühzeitig offenlegt. Experten der Organisation vermuten, dass bei einer Kontaminationsanalyse in Bhopal eine große Anzahl von Giften auch im Boden festgestellt werden und dass ein Abtransport der 350 Tonnen nur die Spitze des Eisberges ist. Von Seiten der Umweltorganisation wird angemerkt, dass es wünschenswert wäre, das Gift vor Ort zu entsorgen, um den Transport über den halben Erdball und die damit verbundenen Gefahren zu minimieren. Gegebenenfalls müsse vor Ort eine Anlage zur Entsorgung errichtet werden, heißt es von Greenpeace. Die Kosten dürften dabei nicht an erster Stelle stehen.

Die gesamte Story (mehr als 600 Seiten Berichte) haben wir hier veröffentlicht… Klick

Trotzdem versuchten die Australien ihr Glück in Dänemark. Auch hier formierte sich – auch durch uns unterstützt – erbitterter Widerstand in der Bevölkerung. Diese Story haben wir hier ebenfalls veröffentlicht …. klick

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2 Kommentare

  1. Michael Block

    Ergänzend darf ich auf die klare öffentliche Stellungnahme der AGR hinweisen: “Bei der AGR und ihren Tochtergesellschaften liegen keine Anfragen für eine eventuelle Übernahme der Verbrennung gefährlicher Abfälle aus Indien vor. Eine Bewerbung um die Verbrennung dieser Abfälle ist seitens der AGR nicht erfolgt. Dies hat das Unternehmen mehrfach öffentlich erklärt, an Spekulationen von dritter Seite beteiligen wir uns dementsprechend nicht. Die AGR-Geschäftsführung hat sich hier klar positioniert.” Michael Block, Pressesprecher AGR, presse@agr.de

  2. Joachim Jürgens

    Sondermüllentsorgung „Notwendigkeit oder lukratives Geschäft“ ?

    Der weltweite Import von Giftmüll wird zur Selbstverständlichkeit. Teilweise wird der Müll tausende von Meilen über die Weltmeere bis hin zu unseren Sondermüllverbrennungsanlagen gekarrt. Sogar aus Australien sollten hochgiftige Chemikalien nach Deutschland gebracht werden.
    Nun soll mit staatlicher Hilfe (BMZ / GIZ) angeblich 350 t Müll aus Bhopal hier (in Hamburg?) entsorgt werden. Die Hinterlistigkeit dieses Vorhabens grenzt darin, dass dieser Müll mit der Bhopalkatastrophe in Verbindung gebracht wird. Mit Mitleid „verkauft“ sich das Vorhaben besser.

    Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht um Rückstände aus der Bhopalkatastrophe, sondern aus der illegalen Entsorgung der Pestizidfabrik des US-Konzerns Union Carbide. So schreiben uns unsere IPEN-Kontaktpersonen aus Bhopal: „….Die 350 t sind nur der Tropfen auf den Stein und das kleinste der Probleme verglichen mit den tausenden von Tonnen, die das Unternehmen überall auf dem Grundstück verteilt, vergraben hat. …“ Man spricht von einer illegalen Menge zwischen 25.000 / 50.000t

    Die 350 Tonnen Giftmüll sollen nach Deutschland geflogen werden. Die indische Regierung werde für die Entsorgung des Sondermülls 250 Millionen Rupien (3,6 Millionen Euro) bezahlen.

    Rühmen sich andere Länder für ihre Naturschönheiten, die gesunde Luft und die gute Küche, so können wir uns als Weltmeister der Müllentsorgung betrachten. Und das wohlwissend, dass wir hier in den Ballungszentren anerkannt die schlechtesten Perspektiven einer gesunden Umwelt haben. Von 40.000 Menschen sterben in NRW ca. 4 durch Verkehrsunfälle, 12 durch Lärm und 16 durch Feinstaub. Dieses ist nur möglich, weil sich die Politik immer mehr den „Machern“ zuwendet und die einfache Bevölkerung wird nur noch tangential wahrgenommen. Politik für die Reichen, Belastungen für die Armen – dass nennt sich so modebewusst „Neoliberal“.
    Politik wird (nicht nur) hierzulande durch Industrie und Lobbyisten bestimmt. Lobbyisten, die seitens der Großindustrie gezielt – agentengleich – unsere Politik infiltriert. Nicht selten sind Bestechungen die Ultima Ratio, um Interessen durchzusetzen. „Köllner Klüngel“ – Siemens – VW – es reiht sich ein Großunternehmen an das andere. Auffällig die Kumulation gerade im Entsorgungsbereich. Oft hört man dort das geflügelte Wort von der „Müllmafia“.

    Die Liste der Unzulänglichkeiten ließe sich endlos fortsetzen. Alle Welt redet vom Artenschutz und von der Roten Liste, die jedes Jahr länger wird. Wann stehen wir auf dieser Liste?

    Vertrauen? Ähnliches gilt auch für Manager und Journalisten. Am ehesten vertrauen die Bürger Ärzten und Lehrern. Das sind Ergebnisse der in 19 Ländern durchgeführten Studie “GfK-Vertrauensindex 2006 der GfK Custom Research Worldwide”. Es ist an der Zeit, dass Politiker an ihrem Image arbeiten und wir wieder an sie glauben können. Wie sagte doch vor kurzem Altbundeskanzler Helmut Schmidt im Fernsehen: „Es gibt derzeitig keine guten Politiker mehr, wir haben nur noch mittelmäßige Schauspieler“

    Die Politikverdrossenheit, die Ohnmacht der Vernunft, führt uns in Situationen, die sich bald nicht mehr umkehren lassen. Wahlversprechen bedeutet genau das, nämlich Wahlversprechen.

    Und dann sind „Etablierte“ erstaunt, wenn sich politische Splittergruppengründen (s. Piraten) um direkten Einfluss zu nehmen.
    Den Umweltschutz wollen wir hier erst gar nicht groß erwähnen. Schließung von Biologischen Stationen, Personalabbau im Natur- und Umweltschutz. Ein Minister für Landwirtschaft und Naturschutz? In Sachen Giftmüllexport aus Australien wollte der jetzige zuständige „grüne Umweltminister Remmel“ in Düsseldorf den damaligen CDU-Umweltminister Uhlenberg „zum Jagen tragen“. Wir haben in der Bhopal-Angelegenheit schriftlich an den Minister gewandt. Antwort (bis jetzt) Fehlanzeige.
    Tatsachlich beauftragte damals Uhlenberg Fachleute und ließ ein Rechtsgutrachen in Sachen Sondermüllexporte nach NRW erstellen. Eindeutig sprach sich das Gutachten aus rechtlicher Sicht der Baseler Konvention gegen einen Import aus Australien aus. Darauf wurde der Giftmüll nicht nur nach NRW und Schleswig Holstein (Brunsbüttel) untersagt, auch im Anschluss an den Versuch der Verbringung des australischen HCB-Mülls nach Dänemark wurde mithilfe der dortigen Bevölkerung, dem hiesigen Rechtsgutachten, auch mit unserer Unterstützung dieses Vorhaben untersagt.

    Die einzig sinnvolle Alternative des weltweiten Giftmüllhandels ist, die sicherlich weltweit beste Technologie der Entsorgungsanlagen zu exportieren. Man beseitigt damit den zwangsläufigen Sondermüll, bzw. die Altlasten vor Ort und schafft im Nebeneffekt dort noch hochwertige Arbeitsplätze.

    Solange der BMZ und die GIZ es zulässt, dass Indien Computerexperten weltweit „exportier“, in der Lage ist, Atomwaffen zu produzieren und auch als Elektronik-Bauteile deklarierten Elektronikschrott weltweit importiert und durch Kinderarbeit billig recyceln lässt, ein Kompetenzproblem bekommt, dürfte nicht verwundern.

    Joachim Jürgens, 16.06.2012

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