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Gegen Rechts & CO

Auch die Lokalpresse (HA) thematisiert dieses Verhalten der Faschistenvorwürfe

Offensichtlich im Zusammenhang mit der geplanten Baumbestattung der Friedwald-GmbH und dem Grafen von Westerholt erreichte uns folgendes Schreiben “ Bestattung “ der Treuhandstelle für Dauergrabpflege

Absender:Bestattungs.Vorsorge.Service
Treuhandstelle für Dauergrabpflege

Letzte Ruhe unter Bäumen z.B. in Herten – oder – Zitat: „Wenn Esoterik auf faschistische Bestattungskulte trifft!“

Sehr geehrter Herr Jürgens,
die Diskussionen um einen Bestattungswald in Herten sind noch in vollem Gange. Warum eigentlich?

  • Warum wird eine Ausweitung (Verdoppelung) der Friedhofsfläche diskutiert, obwohl, wie in vielen Städten im Ruhrgebiet, die Friedhöfe große Probleme mit teuren Überhangflächen haben bzw. bekommen werden?
  • Können wir es uns in der heutigen Zeit erlauben, in der Rechtsextremismus leider wieder zu einem täglichen Thema in den Medien und der Politik werden muss, versteckte Symbolik von „völkisch-rassistischer Weltanschauung“ (siehe anliegenden Artikel: Neue Bestattungsformen – Letzte Ruhe unter Bäumen) unbewusst zu fördern?

Wir zitieren aus dem anhängenden Artikel „Letzte Ruhe unter Bäumen“ die Aussagen von Professor Rainer Sörries, Direktor des Museums für Sepulkralkultur, Kassel: „Zwischen den romantischen und sympathischesoterischen Verhaltensmustern schimmert nur allzu oft der Hauch völkisch-rassistischer Weltanschauung durch“.
Gern stehen wir Ihnen für eine weitergehende Diskussion zur Verfügung.
Mit freundlichem Gruß
Andreas Mäsing

Dazu der  FDP-Fraktionsvorsitzender:

Wir sind empört

Sehr geehrte Damen und Herren,

ihr anliegendes Schreiben erreichte mich am heutigen morgen. Den Tod und die  Baumbestattung im Zusammenhang mit faschistischer Kultur zu bringen, ist in meinen Augen – sorry- die Perversion von üblen Geschäftsinteressen der „Grab-Dauerpflege-Betriebe“.

Hier wird das Thema – wo der Tod als Geschäftsinteressen der Dauergrabpflege auftaucht, weiter öffentlich entsprechend kommentiert.
Kommentieren sie demnächst die Seebestattung als „alt-kaiserlichen Ritus“ ?
Offensichtlich entgeht ihnen jegliches sensibles Feingefühl mit den Gefühlen von Betroffenen. Merkantile Gründe im Zusammenhang mit „Rechtsextremer Symbolik“ im Zusammenhang zu bringen, ist schon gewöhnungsbedürftig. Mit ihrem Schreiben haben Sie ihrer Zunft einen Bärendienst erwiesen.
Hierzu verweisen wir auch auf unseren Antrag vom 25.08. 2012 zu ihrer Kenntnisnahme  „Baumbestattung“

Sie werden verstehen, dass wir dieses Schreiben auch dem Bürgermeister, der Verwaltung und den anderen Fraktionen nebst Presse in Kopie übersenden.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim Jürgens

Die Fraktion „DIE LINKE“ u.a. dazu an die Presse:

Sehr geehrter Herr Bergmannshoff,
liebes Redaktionsteam,

mit großer Verwunderung habe ich – wie wahrscheinlich alle Ratsleute der Stadt Herten – gestern das angefügte Schreiben der FGG Friedhofsgärtner Gelsenkirchen eG – Treuhandstelle für Dauergrabpflege –  erhalten. Ich muss sagen, dass ich es schon sehr befremdlich finde, wie hier der letzte Wille vieler Menschen, die sich eine naturnahe und friedvolle Bestattung wünschen, in einen rechtsradikalen Zusammenhang gebracht wird. Es ist durchaus nachvollziehbar, dass die Friedhofsgärtner durch die zunehmenden alternativen Bestattungsformen um ihre wirtschaftlichen Einnahmequellen fürchten. Ich würde mir allerdings wünschen, dass in der Diskussion eines Wandels der Bestattungskultur dem letzten Willen vieler Menschen mehr Respekt entgegengebracht wird – dies sollte insbesondere für die Friedhofsgärtner gelten. Vielfach wählen die Menschen die Bestattung unter einem Baum aus einem Wunsch heraus nach tatsächlichem Frieden und Ruhe.  Auch dass dabei für die Angehörigen die Dauergrabpflege über gut zwei Jahrzehnte entfällt, ist ein Aspekt, der hier eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Beerdigungen und ihre Folgekosten sind sehr teuer und immer mehr Menschen haben immer weniger Geld zur Verfügung. Dennoch versuchen sie, ihren Angehörigen mit dieser Bestattungsform eine würdevolle letzte Ruhe zu ermöglichen. Dies in einen direkten rechtsradikalen Zusammenhang zu stellen, um damit Ängste zu schüren, ist absolut unangebracht.

Schöne Grüße
Martina Ruhardt

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1 Kommentar

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