Liebe Bürger, trotz Sommerloch gibt es hier nach einer turbulenten Wahlkrapfzeit noch das Eine oder Andere zu berichten. Froh sind wir, dass Herten doch noch nicht insolvent ist, so ist uns glücklicherweise ein Insolventsverwalter als „Ersatzbürgermeister“ für den fahnenflüchtigen BM erspart geblieben.
Stattdessen haben wir nun einen bodenständigen aus der Wirtschaft: Nur hat unser „Neuer“ offensichtlich bislang noch nicht begriffen, dass seine jetzigen „Mitarbeiter“ keine Gesellen und Lehrlinge seiner Firma sind, sondern in Mehrheit altverdiente Parteisoldat(inn)en – das Parteibuch und nicht der Gesellenbrief diente hier als Befähigungsnachweis der Daseinsberechtigung.
Politik und Wirtschaft liegen halt zu weit auseinander. Äußerlichkeiten sind wichtiger als Inhalte und sei es nur in Bezug auf die Länge der Hosen. Die Opposition im Rat blickt verwundert auf, wenn Toplak schreibt, er werde sich mit den Bürgern und der Fachabteilung auseinandersetzen. Und was ist mit der Opposition im Rat?  
So mag es nicht verwundern, dass der „Neue“ als Seiteneinsteiger in Sachen Politik schon mal Fehler macht und sei es nicht nur bei der de facto Ausschaltung seiner PR-Abteilung unter eigener Nutzung der Öffentlichkeit via Facebook, den Rat, sondern gravierender bei der Besetzung von Schlüsselposten wie Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke.

sagte Alex

Lieber Bürgermeister – Holzauge sei wachsam, so dass Du beim Hobeln in Deinem Job kein Astloch übersiehst. Wie sagte es doch Schiller „Was ist vergesslicher als Dankbarkeit?“
Der ehemalige BM Klaus Bechtel  aus der Haushaltsrede 2002: Die städtische Wirtschaftsförderung hat in den letzten beiden Jahren (2000 – 2001) Informationsstrukturen für die Wirtschaft aufgebaut und eine Reihe neuer Dienstleistungen für die Betriebe in der Stadt angeboten. Beispielhaft sind hier zu nennen:
⦁    die ständig aktualisierten Internetseiten der Wirtschaftsförderung
⦁    der wöchentliche Mailingservice mit wichtigen Nachrichten für Unternehmen
⦁    die seit Anfang 1999 existierende Kooperationsbörse
⦁    der regelmäßige Jahresempfang für die Wirtschaft im ZZH
⦁    der vierteljährliche Wirtschaftsbrief „Standort Herten“
⦁    die jährliche Immobilienbörse im Glashaus
⦁    die Existenzgründerbörsen „Gründung 99“ und „Gründung 2000“
⦁    die laufenden Angebote zur Existenzgründungsberatung, zur Fördermittelinformation und zur Begleitung/Initiierung von Projektanträgen (insbesondere durch das ZZH)
sind nur einige Beispiele für die Aktivitäten der Stadt Herten im Bereich Wirtschaftsförderung.
Damit konnte das Serviceangebot der Wirtschaftsförderung deutlich gestärkt werden.  Dann im Jahre 2002  …..Unser Sorgenkind ist die HTVG.  Auf der einen Seite leistet sie wichtige Arbeit bei der Technologieförderung, bei Unternehmensansiedlungen und beim Betrieb des Zukunftszentrums, auf der anderen Seite belasten ihre Verluste den städtischen Haushalt durch die in der Vergangenheit getroffenen Investitionsentscheidungen. …… Für das Jahr 2002 werden wir zumindest eine schwarze Null schreiben. Ich freue mich, dass dieser Umschwung zu gelingen scheint.

Und 2016 nach 14 Jahren? Nix schwarze Null, sondern rote sechsstellige Zahlen.  Der Verlust, den die städtische Wirtschaftsförderung in 2015 gemacht hat, summiert sich auf 640 000 Euro.
Nicht zu vergessen die wegen Unwissenheit (Unfähigkeit?) zu zahlenden Steuernachzahlungen

In Sachen Unfähigkeit mit dem Geld der Bürger haben die Verantwortlichen ja Übung, sh. blühende Fördermittelrückzahlung wg. fehlerhafter, konsequenzloser Ausschreibungen „Stadtteil Süd“ in fast Millionenhöhe!  
Na ja, der Boss dieser Abteilung, Peter B., hatte ja schon 2002 lautstark von sich Reden gemacht.
Der in der gesponserte  "Schalke Lounge" in den Halbzeiten gutunterrichtete Herausgeber von „von Herten Leben“,  Gregor Spohr,  schrieb damals: „Das H2Herten" soll ein Leitprojekt auf Ewald sein (21. Juni 2002). Im nördlichen Teil des Grundstücks der ehemaligen Schachtanlage Ewald soll ein Wasserstoff-Kompetenz- Zentrum ("H2Herten") entstehen. Die Stadt will das Projekt der Dr. Mühlen GmbH mit 400 000 Euro aus den Strukturfördermitteln des Kreises Recklinghausen ("VEW-Millionen") unterstützen. Wirtschaftsförderer Peter Brautmeier betonte im Haupt- und Finanzausschuss, das H2Herten zähle zu den sogenannten Leitprojekten der Emscher-Lippe-Region. "Von Seiten des Wirtschaftsministeriums wird dem Projekt große Bedeutung und eine entsprechende Förderpriorität eingeräumt." Nach den positiven Testläufen der Pilotanlage an der Hohewardstraße, die wegen ihrer Hülle "Blauer Turm" genannt wird, plant die Dr. Mühlen GmbH die Errichtung und den Betrieb einer großen Demonstrationsanlage auf dem Ewaldgelände.
Starterzentrum in der Hängebank?
Durch die Errichtung des Kompetenzzentrums könnte sich nach Ansicht von Peter Brautmeier außerdem die Chance ergeben, das große Gebäude der "Rasenhängebank" unter dem Schachtgerüst Schacht 7 sinnvoll zu nutzen und damit als Denkmal zu erhalten. Dort könnte ein "Starterzentrum" seinen Platz finden, das sich mit der Wasserstoff-Technologie beschäftigt. Weitere Mittel aus den VEW-Millionen sind u.a. für die Erschließung des Technologieparks Herten und für das Last-Mile-Logistik-Netzwerk reserviert.

Na Wirtschaft-Förderer, was ist aus Ihren Träumen geworden? Auf Schalke würde man sage, der Trainer muss ausgewechselt werden.

Ich hatte geträumt, dass er mit dem HyBike fluchtartig die Stadtgrenzen von Herten verlassen hatten. Aber da ja Ihre Leistungsträger derzeit Urlaub machen, können Sie ja noch nicht einmal sagen, was mit den Dingern nach zweijähriger Prüfung los ist Ur-Ton:  siehe hier

Und nun die MOTORWORLD?? So ganz nebenbei erwähnte der Baurat in der ltz. Ratsitzung , dass nun auf Ewald ein „Neuer“ seinen Laden aufgemacht hat.

MOTORWORLD Zeche Ewald – Ruhr - Doncaster Platz 4 -45699 Herten 
Zeche Ewald Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG

Nun hat der ZBH und die Hertener Allgemeine noch ein riesiges Problem. Die einen (ZBH) können den in Herten wuchernden „Grünschnitt“ nicht im Blauen Turm in Wasserstroff umsetzen. Und die H.A. kann den Lesern der Zeitung nicht vermitteln, dass es einmal in Herten den Begriff gab – „Herten putzt sich raus“ und die Bürger trotz immer geringeren städtischen Leistungen und immer höherer Steuerbelastung selbst Hand anlegen müssen!

Ach ja, da haben wir ja noch IHK wohlbemerkt nicht „Industrie und Handelskammer“, sondern das Synonym für Integriertes Handlungskonzept zur Entwicklung der Hertener Innenstadt.
2016 in augurenhafter Weitsicht Fördergelder – auch ohne Einschaltung des Rates akquiriert. Löcker macht’s möglich. Zum Konzept, das ja seine Vorfahren im Masterplan 2000 hatten, ist anzumerken.

Schon 2000 war ein Kreisverkehr am Bramhügel geplant 2016 auch wieder. Nun soll das Ding doch nicht machbar sein.
Ein Kreisverkehr am Knotenpunkt Theodor-Heuss-Straße/Kurt-Schumacher-Straße öffnet den Bereich städtebaulich. Aufgrund der Nähe des Kreisverkehrs zum Knotenpunkt Wilhelmstraße muss dieser Kreisverkehr in seiner Machbarkeit jedoch weiter konkretisiert werden.
Da darf ich fragen, ob ein Baurat nach 16 Jahren merkt, dass die Planung hier so nicht klappt.
Lieber Baurat, fällt diese Erkenntnis auch in die Schublade „Tempo 30 macht die Straßen lauter“, oder Belastungszahlen der Schützenstraße durch Prognose und nicht durch valide Ruhrpilotzahlen ermittelt?  Toll, Glückauf Baurat,
IHK in Herten nicht mehr, dafür HCT in Herten (HCT = Hertener Chaos Tage)
Ihr Till im Sommerloch  - Ich komme wieder ........
Herten, 28.07.2016

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