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Ried–Nach 4 Jahren Fortschritt


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Stadtbaurätin gibt Strecke offiziell frei

 

(v.l.n.r.) Stadtbaurätin Janine Feldmann, Jürgen Busch (Sprecher des ADFC-Herten) und Carola Heitkemper (Leiterin des städt. Tiefbauamtes) eröffneten die neuen Fahrradstraßen in der Ried.
(v.l.n.r.) Stadtbaurätin Janine Feldmann, Jürgen Busch (Sprecher des ADFC-Herten) und Carola Heitkemper (Leiterin des städt. Tiefbauamtes) eröffneten die neuen Fahrradstraßen in der Ried.

Die ersten Hertener Fahrradstraßen hat Stadtbaurätin Janine Feldmann zusammen mit Carola Heitkemper, Leiterin des städt. Tiefbauamtes, und Jürgen Busch, Sprecher des ADFC-Herten, am Freitag, 16. April, für den Radverkehr freigegeben. Die rund zwei Kilometer lange Strecke führt entlang der Scherlebecker Straße, zwischen Elper Straße und Riedstraße, sowie der Riedstraße, zwischen Scherlebecker Straße und Backumer Straße, und soll für mehr Sicherheit in der Ried sorgen.

„Die Stadt Herten möchte als fahrradfreundliche Stadt eine sichere Infrastruktur für alle Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer fördern, deshalb freue ich mich besonders, dass ich heute die ersten Fahrradstraßen in Herten freigeben kann“, so Stadtbaurätin Janine Feldmann. Der Beschluss zur Ausweisung der ersten Hertener Fahrradstraße wurde am 2. Oktober 2019 im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Herten gefasst und geht auf eine Anregung der Initiative Gertrudenau zurück. 

 

Da der umliegende Bereich in der Ried weiterhin mit Kraftfahrzeugen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen angefahren werden muss, sind die Fahrradstraßen mit dem Zusatzzeichen „für Kfz frei“ ausgewiesen. Die Fahrzeuge müssen dabei ihre Geschwindigkeit dem Radverkehr anpassen und dürfen maximal 30 km/h fahren. 

Rücksicht ist Pflicht 

Zwar bieten Fahrradstraßen Radfahrenden besonderen Schutz und Komfort, weil sie zum Beispiel nebeneinander fahren dürfen, trotzdem muss dort rechts gefahren und auf Gegenverkehr geachtet werden. Wenn sich andere Fahrzeuge nähern, gilt es, Platz zu machen. An den Eingangsbereichen zur Fahrradstraße sind deshalb noch einmal große Banner aufgestellt, die neben der Beschilderung entsprechend der Straßenverkehrsordnung und den auffälligen Markierungen auf die neue Verkehrssituation und die Regeln hinweisen. Weitere Informationen finden Interessierte auf der stätischen Homepage unter www.herten.de.

 

Nach 4 Jahren nun doch noch?

ADFC wünscht sich weitere Fahrradstraßen

Scherlebeck. In Teilen der Ried gibt es jetzt die erste Hertener Fahrradstraße.Doch die damit verbundenen Regeln sind noch weitgehend unbekannt.

Von Frank Bergmannshoff – H.A.

Die Sonne schien und die Spargelsaison hat begonnen. Somit herrschte rund um die Höfe in der Ried am Wochenende reger Verkehr. Und der verlief wie immer: Wo es eng wurde, wichen Radfahrer und Fußgänger dicht an die Straßenränder aus, damit die Autos in der Mitte passieren konnten. Dass das in dieser Form gar nicht nötig wäre, haben die meisten Verkehrsteilnehmer noch nicht realisiert. Doch tatsächlich gibt es in der Ried seit Freitag eine Fahrradstraße. Es ist die erste in Herten.

Stadtbaurätin Janine Feldmann, die städtische Tiefbauamtsleiterin Carola Heitkemper sowie Jürgen Busch, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) in Herten, gaben die Fahrradstraße gemeinsam frei. Die rund zwei Kilometer lange Strecke umfasst die Riedstraße von der Feldstraße – am Brunnenhof vorbei – bis zu den Fischteichen und von dort aus die Scherlebecker Straße bis zur Kreuzung Elper Straße (Haus Berger). Die Backumer Straße (bei Bauer Südfeld) ist nicht Teil der Fahrradstraße.

Auf der Fahrradstraße gelten folgende Regeln:

Vom Grundsatz her dürfen dort ausschließlich Fahrräder fahren. Durch das Zusatz-Verkehrsschild „für Kfz frei“ dürfen in der Ried jedoch auch Autos, Trecker usw. unterwegs sein.

Fahrradfahrer genießen Vorrang. Sie dürfen auch nebeneinander fahren. Allerdings muss rechts gefahren und auf Gegenverkehr geachtet werden. Autofahrer müssen hinterher fahren, wenn ein gefahrloses Überholen nicht möglich ist. Fahrradfahrer dürfen weder gefährdet noch behindert werden.

Kraftfahrzeuge müssen ihr Tempo dem Radverkehr anpassen und dürfen maximal 30 km/h fahren.

An den Eingangsbereichen zur Fahrradstraße hat die Stadt Herten Banner aufgestellt, die die Regeln kurz erläutern.

ADFC-Sprecher Jürgen Busch begrüßt die neue Regelung: „Wir im ADFC sind froh, dass es in Herten jetzt die erste Fahrradstraße gibt. Wir wünschen uns, dass es bald noch mehr werden. Es ist zum Beispiel schade, dass jetzt die Backumer Straße ausgeklammert wurde.“ Busch verweist auf Recklinghausen. Dort bestehen neun Fahrradstraßen, zehn weitere sollen in diesem Jahr hinzukommen.

Wichtig findet der ADFC-Sprecher, dass jetzt darüber informiert wird, was es mit den Fahrradstraßen auf sich hat. Auch Kontrollen findet er sinnvoll. Busch: „Die meisten Rad- und Autofahrer wissen gar nicht, was die Fahrradstraße für sie bedeutet und wie sie sich zu verhalten haben.“ Was das angeht, sind seiner Meinung nach die Erklärungen auf den erwähnten Bannern etwas klein geraten.

Diskussion dauerte mehr als zehn Jahre

Baurätin Janine Feldmann betont: „Die Stadt Herten möchte als fahrradfreundliche Stadt eine sichere Infrastruktur für alle Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer fördern. Deshalb freue ich mich, die ersten Fahrradstraßen in Herten freigeben zu können.

Der Weg dorthin war lang und steinig. Mehr als zehn Jahre lang wurde kontrovers über Radwege in der Ried diskutiert. Im April 2018 schlug die Initiative Gertrudenpark die Fahrradstraßen vor. Der Haupt- und Finanzausschuss des Rates beschloss die Umsetzung im Oktober 2019.

 

Herten (om). Endlich geht es los in der Ried: Schlaglochpisten, für welche die Bezeichnung Feldweg noch zu gut wäre, werden neu gepflastert und gleichzeitig in einem Verkehrsversuch Radfahrer und Fußgänger eingebunden. „Warum geht das denn nicht wie in den Niederlanden“, hatte der Grüne Joachim Jürgens sich gefragt: Dort hatte er das Konzept in dem Ort, wo er immer im Segelurlaub weilt, selbst erlebt. Ein Fahrstreifen in der Mitte, am Rande sind – durch eine Markierung abgegrenzt – Bereiche für Radler und Spaziergänger abgegrenzt. Begegnen sich zwei Autos, müssen sie vorsichtig ausweichen. „Und das ist sogar eine Durchfahrtsstraße“, so Jürgens.

So in Deutschland nicht zulässig, urteilten die Verkehrsexperten. Aber: In einem sogenannten Verkehrsversuch wäre es auszuprobieren. Auch die Bast (Bundesanstalt für Straßenwesen) erforsche diese Variante bereits. Die Nachbarstädte Marl und Recklinghausen verweigerten mangels Interesse die Zusammenarbeit an einem interkommunalen Konzept, daher kommt Herten an keine Fördertöpfe und muss jetzt die 140.000 Euro für den ersten Schritt (Backumer Straße) selbst stemmen.

Nächsten Montag soll es mit der Backumer Straße zwischen Richter- und Riedstraße losgehen, in weiteren Abschnitten folgen bis 2011 Ried- und Scherlebecker Straße sowie die Aufarbeitung einiger Wirtschaftswege als Rad- und Gehwege. Zugleich sollen auch dezentrale Parkplätze und Reitwege angelegt werden.

„Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Radfahrer auf dem Radweg sicherer sind als auf der Fahrbahn“, weiß Roland Liedtke, Sprecher der Ortsgruppe Herten des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Auch eine Einbahnstraßenlösung sei gefährlich, die verleite zu schnellerem Fahren – wurde aber schon 2007 verworfen. Die beste Lösung sei nur eine neue Asphaltdecke und eine Beschränkung auf 30 km/h, meint Liedtke. „An schönen Tagen werden zahlreiche Radfahrer die Autofahrer zum Langsamfahren zwingen, ansonsten kommen Besucher und Anlieger bequem und zügig in jede Richtung durch.

Die Hertener werden sicher gespannt ausprobieren, was sich in der Ried nun tut…Samstag, 4. Juli 2009, 13:04 • Verfasst in Herten

 

DerWesten – 06.07.2009

http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/staedte/herten/2009/7/6/news-124793216/detail.html

Sanierung der Backumer Straße läuft auf Hochtouren

Herten, 06.07.2009, Thomas Schmitt

Die Buckelpiste in der Ried soll verschwinden. Der Verkehrsversuch für die Riedstraße ist aber noch nicht genehmigt und weitere Sanierungsschritte müssen warten.

Herten. Zehn Mann, zehn Stunden – und fertig ist die Straße. Jedenfalls auf den ersten Blick. Das beauftragte Bauunternehmen aus Iserlohn leistete Montag auf der Backumer Straße im Bereich zwischen Richterstraße und Riedstraße ganze Arbeit. 700 Tonnen Asphalt wurden aufgetragen – die sogenannte Ausgleichsbinderschicht.

In der Ried geht es schon seit Tagen hoch her. Meter für Meter nahm sich die Fräsmaschine in der vergangenen Woche die alten Buckelpiste direkt vor Bauer Südfelds Haustür zur Brust. Spaziergänger, Radfahrer aber auch Kunden der Landwirte im Scherlebecker Spargeldorf warten seit Jahren auf diesen Augenblick.

Schon Alltag in Holland: eine Fahrbahn und rote Seitenstreifen für Radfahrer. Herten will in der Ried so ähnlich bauen. Foto: privat

Am Montag also durfte asphaltiert werden, Straßenfertiger und Walze waren zusammen mit zehn Bauarbeitern vom Sonnenaufgang bis zum Nachmittag im Dauereinsatz. Währen der Arbeiten war die Backumer Straße komplett gesperrt. Am kommenden Montag, 13. Juli, wird das erneut der Fall sein, wenn die abschließende Deckschicht aufgetragen werden soll.

Wer nun glaubt, dass es in der Ried in diesem Rhythmus weiter geht, der irrt. Die anderen Holperstrecken in Hertens Norden werden vermutlich erst im kommenden Jahr, vielleicht aber auch noch später saniert.

Zum einen liegt es daran, dass die „Backumer“ zwischen Richter- und Riedstraße zum überregionalen Radweg R 27 gehört und der Regionalverband Ruhr die Stadt Herten schon 2008 aufforderte, die Qualität der Straße endlich zu verbessern. Zum anderen ist die vom Rat der Stadt beschlossene Lösung für den nordöstlichen Teil der Riedstraße noch nicht genehmigt.

Wie die WAZ berichtete, ist dort ein Verkehrsversuch geplant. Rechts und links einer drei bis vier Meter breiten Fahrbahn sollen je 70 Zentimeter breite Streifen für Fußgänger und Radfahrer markiert werden. Ein Konzept, das in Holland und Skandinavien in erster Linie der Sicherheit der Autofahrer dient.

„Abkommens-Unfälle können so vermieden werden“, sagt Petra Peter-Antonin, Sprecherin der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Bei den eingerückten Randmarkierungen „handelt es sich definitiv nicht um Radwege“. Auch daher dürften diese nicht wie in Holland üblich rot eingefärbt werden.

Kommentar

Kein Risiko eingehen

Versuch macht klug. Für das beantragte Verkehrs-Experiment in der Ried muss das ganz besonders gelten.

Die beabsichtigte Lösung mit einer Fahrbahn in der Straßenmitte und zwei Seitenstreifen dient nämlich in erster Linie der Sicherheit der Autofahrer. Erfunden wurde diese Variante, damit Kraftfahrzeuge nicht von schmalen Straßen purzeln.

Natürlich, Autoverkehr im Spargeldorf wird und muss es weiter geben. Die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern, die das Naherholungsgebiet aufsuchen, darf aber nicht gefährdet werden. Sollte der Versuch dafür nur den geringsten Hinweis geben, muss er beendet werden. Was spricht eigentlich gegen Einbahnstraßen? Thomas Schmitt

Die Stadt Herten hat ihre Vorstellungen unterdessen bei der Bezirksregierung vorgetragen. Die Behörde in Münster will aber nur in Absprache mit dem zuständigen Ministerium entscheiden – und diese Abstimmung benötigt Zeit. „Derzeit haben wir noch keine Informationen über den aktuellen Sachstand dieser Diskussion“, sagt Stadtsprecherin Svenja Küchmeister.

Zehn Mann und zehn Stunden reichen für diese Entscheidung sicher nicht aus.

Mehr zum Thema:

  • Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer in der Ried
    – Anregung nach § 24 GO NRW der Initiative Gertrudenpark vom 06.04.2018
    – Antrag des Ratsherrn Jürgens vom 25.04.2018 gem. § 14 GeschO des Rates und der Ausschüsse der Stadt Herten
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