Pressebericht dazu in der H.A. Altlasten im Boden
Grundwasser wird gereinigt
Von Carola Wagner am 23. November 2009 08:11
Es klingt verlockend: Einmal einen Tausender fürs Brunnenbohren in die Hand nehmen, und dann nie wieder zahlen für die Gartenbewässerung, Badefreuden im hauseigenen Pool und sonstige Wasserspiele. Wo früher Industrieanlagen standen geht diese Rechnung leider nicht auf – etwa in Langenbochum und Disteln.
Fraglich sei, ob dieses Wasser überhaupt je wieder genutzt werden könne. „Wohl eher nicht. Auf keinen Fall wird es qualitativ wieder so gut werden, dass man es für Schwimmbecken, Tiere oder gar als Trinkwasser verwenden kann.“
Dass das Hertener-Fraktions-Bündnis (HFB) das miefige Brunnenwasser im Stadtrat thematisieren will, löst bei den Beteiligten Verwunderung aus. Die Sache sei ein alter Hut, der Schuldige seit langem ausgemacht und Maßnahmen zur Beseitigung schon vor geraumer Zeit in Angriff genommen worden.
Lange Gesichter haben auch Dieter und
Anneliese Sopart gemacht, als sie mit dem Wasser aus ihrem
selbst gebohrten Gartenbrunnen an der Josefstraße 32 ihr
Schwimmbecken füllen wollten. „Das Wasser ist ganz braun und
an der Pumpe setzt sich schwarzer Prütt ab“, berichten sie.

Ihr Grundstück grenzt an die ehemalige Distelner Halde. „Daneben waren der Schrottplatz und eine Tankstelle.“ Die Soparts haben ihr Wasser testen lassen und den Tipp erhalten, es noch nicht einmal zum Blumengießen zu verwenden. Seither stehen Regentonnen bereit, um den riesigen Garten zu bewässern. „Es geht auch so, aber für den Pool hätten wir das Brunnenwasser gerne gehabt“, sagt Anneliese Sopart. Sie berichtet, dass dort, wo ihr Garten an die ehemalige Halde grenzt, alle Pflanze eingehen. „Es sieht so aus, als ob Wasser und Boden ziemlich verseucht sind. Hier zu leben, ist kein so gutes Gefühl.“ Informationen zum Thema gibt es bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises, Telefon 0 23 61 / 53 60 25.
(links u unten: Quelle: H.A. v. 1.12.09,
Umweltamt aktiv Stinkendes Grundwasser wird untersucht
Von Carola Wagner am 01. Dezember 2009 09:29
DISTELN. Belastetes Brunnenwasser auf dem Grundstück von Familie Sopart: Kaum hatte unser Medienhaus darüber berichtet, da ging laut Dieter Sopart das Telefon. Am Apparat: das Umweltamt.
„Die
Leute vom Umweltamt in Recklinghausen sind durch den Bericht
auf uns aufmerksam geworden“, erzählt Dieter Sopart. Er
hatte das übel riechende Wasser aus seinem selbst gebohrten
Brunnen vor rund drei Jahren untersuchen lassen und den Tipp
erhalten, es nicht mehr zu nutzen. „Da waren sämtliche Werte
überschritten“, erinnert sich der Anwohner der Josefstraße
in Disteln.
Laut Jochem Manz, Sprecher des Kreises Recklinghausen, hat sich die Untere Wasserbehörde der Angelegenheit nach einem Anruf des Distelners angenommen. Wie auch immer: Das Angebot, sein Wasser erneut zu untersuchen, hat Dieter Sopart gern akzeptiert. Es wurden Proben genommen, und jetzt wartet er auf das Ergebnis.





Dunkle
Wolken über dem zukünftigen Baugebiet. Bald soll aber die Sonne über den
Häusern der ,,Sonne+"-Siedlung scheinen. Foto: Martin PyplatzDie
Stadtverwaltung musste die ursprüngliche Planung hier und da etwas
modifizieren. Anlieger hatten bei Bürgerversammlungen eine ganze Latte
an Einwänden formuliert (die Hertener Allgemeine
berichtete). Nun soll die Firsthöhe der Häuser nicht nur an der Elper
Straße, sondern bei allen auf zehn Meter begrenzt werden.
Zweigeschossige Bebauung ist möglich.