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Update: 07.09.2010 12:42

Schon Perikles sagte 500 v.Chr:
"Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger "
WIR SIND PRO-HERTEN, aber CONTRA RECHTS!
Wir haben mit den Rechtsauslegern Pro-Köln, Pro-NRW  ProGelsenkirchen etc. nichts gemeinsam!
Es ist egal , wer du bist – wo du herkommst – an welche Religion du glaubst – welche Hautfarbe du hast.
Sei einfach nur ein anständiger Mensch – das ist das einzige, was zählt.
(Willy Meurer)

Ehrlichkeit ist nie Unrecht; aber ein Fehler ist es, an die Ehrlichkeit der anderen zu glauben.
Henri Barbusse, (1873 - 1935), französischer Schriftsteller und Pazifist


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http://www.derwesten.de/nachrichten/static/css/img/comment_logo_waz.gif Unser Vest, 24.11.2009, Dieter Decker

Herten. Die Menschen werden älter. Der demografische Wandel lässt Städte schrumpfen. Herten verliert über 15 Prozent

Der demografiche Wandel lässt die Städte weiter schrumpfen. In den nächsten 20 Jahren werden die Städte Recklinghausen, Herten, Marl und Datteln voraussichtlich mehr als zehn Prozent ihrer Einwohner einbüßen. Gleichzeitig wird aber das Durchschnittsalter der Bürger in den Veststädten um fünf bis zehn Jahre ansteigen. Nach der neuen Modellrechnung zum Demographischen Wandel, den die Bezirksregierung Münster jetzt vorlegt, müssen sich auch die kleineren Gemeinden immer stärker auf diesen Wandel und seine Konsequenzen einstellen.

Im Jahr 2030 wird die Bevölkerung im Vest im Durchschnitt 5,4 Jahre älter sein als heute. Der Alterungsprozess hat an Tempo zugelegt. Das geht aus Auswertungen der Bezirksregierung Münster und einer Studie zur Bevölkerungsentwicklung hervor. Im Vergleich zum Bevölkerungsbericht 2005 vollzieht sich die Alterung der Gesellschaft schneller, als noch vor vier Jahren erwartet wurde.

Danach werden einige Städte sogar noch erheblich stärker altern. So werden die Einwohner von Waltrop voraussichtlich ein Durchschnittsalter von 55,9 Jahren aufweisen. In Dorsten wird das sogenannte „Medianalter” um knapp zehn Jahre über dem heutigen liegen. Gelsenkirchen wird dagegen 2030 mit durchschnittlich 46 Jahren wahrscheinlich die jüngste Bevölkerung in der Emscher-Lippe-Region haben. Hauptgrund für diese Entwicklung sind neben der bisherigen Altersstruktur die Zu- und Abwanderungen in den einzelnen Kommunen.

Gegenüber früheren Prognosen wird der Bevölkerungsrückgang im Emscher-Lippe-Raum weniger schnell eintreten. Waren die Berechnungen bisher davon ausgegangen, dass in zehn Jahren 85 900 Menschen weniger im nördlichen Ruhrgebiet leben werden als heute, so erwarten die Statistiker jetzt „nur noch” einen Verlust von 61 000 Einwohnern auf 956 400 Einwohner.

Der Kreis Recklinghausen werde Verluste von über zehn Prozent bis 2030 zu verkraften haben. Mit dem stärksten Rückgang bis 2030 muss Herten mit über 15 Prozent rechnen. Marl wird bis zu zwölf Prozent verlieren. Recklinghausen, und Datteln mit werden fast elf Prozent ihrer Bevölkerung gegenüber 2008 verlieren.

In Herten ist die Herausforderung, die der Wandel mit sich bringt angenommen worden. Gestern zum Beispiel trafen sich im Hertner Glashaus 180 Bürgermeister, Dezernenten und Mitarbeiter aus Ministerien, um über die Auswirkungen des demografischen Wandels zu diskutieren. Bei der Fachtagung ging es unter anderem darum, wie sich die technische Infrastruktur der Städte verändert. Behandelt wurde dabei das Beispiel Wasserversorgung. Es enstehe ein deutlich höherer Kostenaufwand, wenn weniger Wasser verbraucht werde. Zum Auftakt hatte Stadtbaurat Volker Lindner über Stadtentwicklung in Herten unter dem Vorzeichen Demografie referiert.
 

Sonne plus
SPD-Mehrheit macht Bahn frei für Neubausiedlung
Hertener Allgemeine ,Von Erwin Kitscha am 28. November 2009 07:51

SCHERLEBECK. Bei der Opposition stößt das Siedlungsprojekt „Sonne+“ in Scherlebeck nicht gerade auf eitel Sonnenschein. Trotzdem: Die SPD-Mehrheit ebnete im Ausschuss für Arbeit, Stadtentwicklung und Umwelt den Weg für die Siedlung südlich der Elper Straße in Scherlebeck.

HAL_Sonne_PlusDunkle Wolken über dem zukünftigen Baugebiet. Bald soll aber die Sonne über den Häusern der ,,Sonne+"-Siedlung scheinen. Foto: Martin PyplatzDie Stadtverwaltung musste die ursprüngliche Planung hier und da etwas modifizieren. Anlieger hatten bei Bürgerversammlungen eine ganze Latte an Einwänden formuliert (die Hertener Allgemeine berichtete). Nun soll die Firsthöhe der Häuser nicht nur an der Elper Straße, sondern bei allen auf zehn Meter begrenzt werden. Zweigeschossige Bebauung ist möglich.
In ein einigen Bereichen wird’s luftiger. Die neuen Häuser rücken ein bisschen von der vorhandenen Wohnbebauung ab. Die Entwässerung erfolgt über das neue Regenrückhaltebecken. Das Blockheizkraftwerk von der Größe einer Doppelgarage bleibt aber im Eingangsbereich der Siedlung. Von der Kirchengemeinde St. Ludgerus holte sich die Stadt den Segen für die Parkplätze: Die Gemeindeparkplätze sind außerhalb der Gottesdienstzeiten öffentliche Pkw-Stellplätze.
„Ich glaube, die Nachfrage nach den Baugrundstücken wird riesengroß“, gab sich Carsten Löcker (SPD) zuversichtlich. Die CDU-Vertreter grummelten. Matthias Dörtelmann: „Hier wird Scherlebeck geschadet. Wir sind nicht grundsätzlich gegen Wohnbebauung in Scherlebeck, aber gegen diese Verdichtung.“ Dagegen stimmten auch das
Hertener Fraktions-Bündnis, Die Linke und die FDP. Die Gründe: Regenerative Energien würden nicht ausreichend berücksichtigt. Die demografische Entwicklung mache die neue Siedlung überflüssig.

 Siehe auch unsere Beiträge zur Stadtentwicklung  ...->hier

Pressebericht dazu in der H.A. Altlasten im Boden

Grundwasser wird gereinigt

Von Carola Wagner am 23. November 2009 08:11

Es klingt verlockend: Einmal einen Tausender fürs Brunnenbohren in die Hand nehmen, und dann nie wieder zahlen für die Gartenbewässerung, Badefreuden im hauseigenen Pool und sonstige Wasserspiele. Wo früher Industrieanlagen standen geht diese Rechnung leider nicht auf – etwa in Langenbochum und Disteln.

HAL_Brunnenwasser

Anneliese Sopart ist enttäuscht. Auch in ihrem Distelner Garten kommt nur öliges Stinkewasser
aus dem selbst gebohrten Brunnen. Foto: Carola Wagner

Übel riechendes Grundwasser beklagen seit langem die Anwohner im Bereich Schachtstraße/Mühlenstraße in Langenbochum. Die Plörre, die hier aus den Gartenbrunnen sprudelt, mögen die Betroffenen noch nicht einmal zum Gießen ihres Gartengemüses verwenden. Zu recht, wie Jochem Manz, Sprecher des Kreises Recklinghausen, betont. „Die Geruchsbelästigung durch den Grundwasserschaden im Bereich der ehemaligen Kokerei ist seit 2003 bekannt. Längst sind die Zuständigkeiten geklärt und Sanierungsmaßnahmen eingeleitet.“ Kontaminiert ist das Grundwasser durch Teeröl, eine Altlast aus der Koksproduktion. Verantwortlich sind heute die RAG Montan Immobilien und E.ON. RAG-Sprecher Stephan Konrad bestätigt, dass die Problematik seit Jahren ein Thema ist. „Eine Grundwasserreinigungsanlage ist im Bau. Sie wird von der RAG Montan Immobilien in Kooperation mit E.ON betrieben und noch vor Jahresende in Betrieb genommen.“ Allzu viel versprechen sollten sich die Anwohner von der Grundwasserreinigungsanlage freilich nicht. „Es wird Jahre dauern, bis sich die Qualität des Brunnenwassers bessert“, sagt Jochem Manz.

Fraglich sei, ob dieses Wasser überhaupt je wieder genutzt werden könne. „Wohl eher nicht. Auf keinen Fall wird es qualitativ wieder so gut werden, dass man es für Schwimmbecken, Tiere oder gar als Trinkwasser verwenden kann.“

Dass das Hertener-Fraktions-Bündnis (HFB) das miefige Brunnenwasser im Stadtrat thematisieren will, löst bei den Beteiligten Verwunderung aus. Die Sache sei ein alter Hut, der Schuldige seit langem ausgemacht und Maßnahmen zur Beseitigung schon vor geraumer Zeit in Angriff genommen worden.

Lange Gesichter haben auch Dieter und Anneliese Sopart gemacht, als sie mit dem Wasser aus ihrem selbst gebohrten Gartenbrunnen an der Josefstraße 32 ihr Schwimmbecken füllen wollten. „Das Wasser ist ganz braun und an der Pumpe setzt sich schwarzer Prütt ab“, berichten sie.

Ihr Grundstück grenzt an die ehemalige Distelner Halde. „Daneben waren der Schrottplatz und eine Tankstelle.“ Die Soparts haben ihr Wasser testen lassen und den Tipp erhalten, es noch nicht einmal zum Blumengießen zu verwenden. Seither stehen Regentonnen bereit, um den riesigen Garten zu bewässern. „Es geht auch so, aber für den Pool hätten wir das Brunnenwasser gerne gehabt“, sagt Anneliese Sopart. Sie berichtet, dass dort, wo ihr Garten an die ehemalige Halde grenzt, alle Pflanze eingehen. „Es sieht so aus, als ob Wasser und Boden ziemlich verseucht sind. Hier zu leben, ist kein so gutes Gefühl.“ Informationen zum Thema gibt es bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises, Telefon 0 23 61 / 53 60 25.


(links u unten: Quelle: H.A. v. 1.12.09,

Umweltamt aktiv      Stinkendes Grundwasser wird untersucht

Von Carola Wagner am 01. Dezember 2009 09:29

DISTELN. Belastetes Brunnenwasser auf dem Grundstück von Familie Sopart: Kaum hatte unser Medienhaus darüber berichtet, da ging laut Dieter Sopart das Telefon. Am Apparat: das Umweltamt.

http://www.hertener-allgemeine.de/_CPiX/pic-41383-1516/pixel.gif„Die Leute vom Umweltamt in Recklinghausen sind durch den Bericht auf uns aufmerksam geworden“, erzählt Dieter Sopart. Er hatte das übel riechende Wasser aus seinem selbst gebohrten Brunnen vor rund drei Jahren untersuchen lassen und den Tipp erhalten, es nicht mehr zu nutzen. „Da waren sämtliche Werte überschritten“, erinnert sich der Anwohner der Josefstraße in Disteln.

Laut Jochem Manz, Sprecher des Kreises Recklinghausen, hat sich die Untere Wasserbehörde der Angelegenheit nach einem Anruf des Distelners angenommen. Wie auch immer: Das Angebot, sein Wasser erneut zu untersuchen, hat Dieter Sopart gern akzeptiert. Es wurden Proben genommen, und jetzt wartet er auf das Ergebnis.

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