Presse-Information
der Bezirksregierung Münster: Münster, 30.04.2010
Lärm - in Herten
das unterschätzte Risiko!
Trotz gesetzlicher Vorgabe lässt der
Lärmaktionsplan in Herten seit fast 2 Jahren auf sich warten
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Presse-Information
der Bezirksregierung Münster: Münster, 23.04.2010
Bezirksregierung bietet offenes Ohr am "Tag gegen Lärm" -
Telefon-Hotline am 28. April
Münster. Lärm kennt
keine Grenzen. Eine weltweite Initiative rückt deshalb am
"Tag gegen Lärm" (International Noise Awareness Day, 28.
April) Belastungen und Auswege in den Fokus. Auch die
Bezirksregierung Münster beteiligt sich mit einer Hotline an
der unter dem diesjährigen Motto "Kostbare Ruhe - teurer
Lärm" stehenden Aktion. Am kommenden Mittwoch geht
Horst-Werner Wolter, Experte des Immissionsschutzdezernates,
unter der Rufnummer 0251/411-1683 auf Fragen ein. Er ist in
der Zeit von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr erreichbar. Für Anfragen
wurde außerdem die E-Mail Adresse
laermhotline@brms.nrw.de eingerichtet.
Straßenverkehr, Lärm
am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft: So
unterschiedlich die Lärmquellen auch sind, ziehen sie alle
die gleichen Folgen nach sich. Denn laute Geräusche schaden
der Gesundheit, dem Wohlbefinden und der Lebensqualität.
Abgesehen von Gehörschädigungen weisen neue Studien auf
Herz-Kreislauf-Belastungen und einen gestörten Schlaf hin.
Darüber hinaus wird
Lärm zunehmend zum Kostenfaktor. Nach Angabe der Deutschen
Gesellschaft für Akustik (DEGA) belaufen sich bereits die
Schutzvorkehrungen gegen Verkehrslärm in Deutschland auf
etwa zehn Milliarden Euro jährlich. Auch lärmbedingte
Berufskrankheiten häufen sich.
Bereits zum 13. Mal
wirbt der Aktionstag um ein stärkeres öffentliches
Bewusstsein für Belastungen durch zu laute Geräusche.
Gesetzliche Regelungen allein sind nicht die Lösung. Mehr
Aufklärung, wie sie die Bezirksregierung Münster bietet, ist
nötig, um Lärmbelastungen zu erkennen und zu umgehen.
Weitere Informationen
unter:
http://www.tag-gegen-laerm.de
VIA Verteiler (BCC)
MUNLV Pressemitteilung - Tag gegen Lärm Düsseldorf,
28.04.2010
Umweltminister
Eckhard Uhlenberg zum Tag gegen Lärm: „Städte müssen leiser
werden“
Zum heutigen „Tag
gegen Lärm“ erklärt Umweltminister Eckhard Uhlenberg: „Lärm
führt zu Belästigungen und kann krank machen. Wir müssen die
Menschen in Nordrhein-Westfalen deswegen noch besser gegen
Lärm schützen. Vor allem die
Städte sollen leiser werden.“
Entsprechend dem Motto des heutigen Tages
gegen Lärm weist Uhlenberg zudem darauf hin, dass Lärm hohe
Kosten verursachen kann – nicht nur durch steigende
Gesundheitskosten,
sondern zum Beispiel auch durch die Wertminderung von
Wohneigentum. „Lärmschutz ist ein zentraler Baustein
der Politik dieser Landesregierung.
Und mit der Umsetzung der
EG-Umgebungslärmrichtlinie packen wir besonders den Verkehr
als Hauptverursacher an.“
Pilotprojekt:
Duisburg und Oberhausen verknüpfen Lärmschutz und
Luftreinhaltung
Im Rahmen der
Umsetzung der EG-Umgebungslärmrichtlinie hat das
Umweltministerium die Städte erheblich unterstützt und für
Nordrhein-Westfalen flächendeckende Lärmkarten erstellt. Sie
zeigen die Belastung durch Straßen-, Schienen- und
Luftverkehr sowie Gewerbe und Industrie. Die Bürgerinnen und
Bürger können die Karten über die Internetseite
www.umgebungslaerm.nrw.de einsehen. Zur Lösung der Probleme
müssen die Kommunen nun für die lautesten Bereiche
Aktionspläne erstellen.
[Anm.H.F.B. für Herten steht seit 07.2008
der gesetzlich vorgeschriebene (§ 47e BISchG;
Lärmaktionsplan aus – dafür haben wir jedoch „Kunst im Park
– ist ja auch wichtiger!“]
Für die
Aktionsplanung entwickelt und testet das Umweltministerium
zurzeit praktikable Strategien, von denen andere Städte in
Nordrhein-Westfalen profitieren können. Das
Umweltministerium hat deshalb ein Pilotprojekt zur
„Integrierten Lärmaktionsplanung“ gemeinsam mit den Städten
Duisburg und Oberhausen durchgeführt.
Die Ergebnisse des
Projekts werden heute in Oberhausen präsentiert. Ein
wichtiger Bestandteil ist die Verknüpfung von Luftreinhalte-
und Lärmaktionsplanung. „Denn sowohl für hohe Lärm- als auch
Luftbelastungen in Städten ist der Verkehr der
Hauptverursacher“, sagte der Staatssekretär im
Umweltministerium, Dr. Alexander Schink, der das
Pilotprojekt mit Vertretern der beiden Städte präsentierte.
Eine wichtige
Lärmschutzmaßnahme ist zum Beispiel der Einsatz lärmarmer
Straßenbeläge, der unter anderem mit Mitteln aus dem
Konjunkturpaket II finanziert wurde. „Die Entwicklung
geräuscharmer Straßenbeläge hat große Fortschritte gemacht,
sie werden auch immer besser für Innenstädte nutzbar“,
berichtete Schink. In Duisburg und Oberhausen sind die
ersten neuen Beläge bereits sichtbar bzw. neue Maßnahmen in
Planung.