-
Schutz des Whistleblower -
Antrag zur Korruptionsprävention
.. hier und dazu ein
Arbeitspapier ... hier
-
Dazu unsere Anfrage
bezogen auf Umsetzung der EU-Richtlinie und des BImSchG
§ 47 ....mehr
Ergebnis der Umfrage (insgesamt 496 Stimmen)
(Quelle Hertener Allgemeine v. 11.Febr. 2009
Tourismus-Büro
Ein Tourismus-Büro für Herten - was halten Sie davon?
Geheime Abstimmung
Rat für Touristenbüro auf Ewald
Von Gregor Spohr am 16. Februar 2010 20:10
HERTEN. Das neue Tourismusbüro wird in der Lohn- und Lichthalle der
ehemaligen Zeche Ewald eingerichtet. Das entschied der Rat in
geheimer Abstimmung. 24 stimmten mit Ja, 20 waren gegen den
Vorschlag.
436 000 Euro soll die Herrichtung des Büros und der Betrieb in den
nächsten beiden Jahren kosten. 87 200 Euro davon muss die Stadt als
Eigenanteil aufbringen, der Rest kommt aus dem Landes-Fördertopf für
Herten-Süd.
Nach dem regen Meinungsaustausch in den Ausschüssen über das Für und
Wider eines Standortes auf Ewald verzichteten die Ratsmitglieder auf
einen weiteren Schlagabtausch. Die Fronten waren ohnehin klar: Die
SPD und Susanne Fiedler (Grüne) sind für den Standort Süd (Fiedler:
„An der Halde sind die meisten Touristen, im letzten Jahr nahmen 15
000 an Führungen teil“), der Rest dagegen. Und so beschränkte sich
CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Grave als Reaktion auf Susanne
Fiedler auf den Hinweis, den Früchteteppich in der Kirche St. Maria
Heimsuchung hätten sich 20 000 Menschen angeguckt. Thomas Prinz
(Linke) sprach noch einmal das aus, was die Gegner der Ewald-Lösung
vermuten: „Es geht nur darum, die Fördermittel zu kassieren.“
Geheime Abstimmung
(Anm. durch uns
H.F.B. beantragt, alle Ratsmitglieder außer SPD/Grüne, stimmten
dafür!)
(H.F.B.: ist die
SPD-Fraktion nur noch der dekadente Appendix der Verwaltung?)
Rat für Touristenbüro auf Ewald
Von Gregor Spohr am 16. Februar 2010 20:10
HERTEN. Das neue Tourismusbüro wird in der Lohn- und Lichthalle der
ehemaligen Zeche Ewald eingerichtet. Das entschied der Rat in
geheimer Abstimmung. 24 stimmten mit Ja, 20 waren gegen den
Vorschlag.
436 000 Euro soll die Herrichtung des Büros und der Betrieb in den
nächsten beiden Jahren kosten. 87 200 Euro davon muss die Stadt als
Eigenanteil aufbringen, der Rest kommt aus dem Landes-Fördertopf für
Herten-Süd.
Nach dem regen Meinungsaustausch in den Ausschüssen über das Für und
Wider eines Standortes auf Ewald verzichteten die Ratsmitglieder auf
einen weiteren Schlagabtausch. Die Fronten waren ohnehin klar: Die
SPD und Susanne Fiedler (Grüne) sind für den Standort Süd (Fiedler:
„An der Halde sind die meisten Touristen, im letzten Jahr nahmen 15
000 an Führungen teil“), der Rest dagegen. Und so beschränkte sich
CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Grave als Reaktion auf Susanne
Fiedler auf den Hinweis, den Früchteteppich in der Kirche St. Maria
Heimsuchung hätten sich 20 000 Menschen angeguckt. Thomas Prinz
(Linke) sprach noch einmal das aus, was die Gegner der Ewald-Lösung
vermuten: „Es geht nur darum, die Fördermittel zu kassieren.“
-
Kommentar von Knappenkid
17.02.10 16:51
Rat für Touristenbüro auf Ewald
Um ein Urteil über den Standort eines Tourismusbüros fallen zu
können, sollte man sich darüber im Klaren sein, was eine solche
Einrichtung bezwecken soll. Geht es lediglich darum, eh nach Herten
kommende Gäste zu betreuen, ist der Standort Ewald auch eine
Möglichkeit. Aufgrund von im Hintergrund wartenden Fördergelder wäre
es somit eine pragmatische Lösung. Aber soll nur das das Ziel sein?
Ich meine nein. Ein Tourismusbüro ist Teil eines übergreifenden
Stadtmarketings, bei dem es gilt, weitere Menschen zu animieren,
nach Herten aufzubrechen. Dafür ist weitaus anderes vonnöten:
Reaktivierung des Bahnhofs für den Personenverkehr, Schaffung
preiswerterer Unterkünfte, Einbeziehung des CopaCaBackum in ein auf
Familien ausgerichtetes Pauschalangebot. Aber was will man schon
erwarten, wenn Laien am Werke sind? Der nun beschlossene Weg
bedeutet GELDVERSCHWENDUNG!

In die Licht- und Lohnhalle der Zeche Ewald soll das
Tourismusbüro einziehen. Foto: Pyplatz
Weg frei für das Tourismusbüro
SPD setzt Standort auf Ewald durch /
Geschäftsführer-Stelle schon vor dem Ratsbeschluss ausgeschrieben
VON FRANK BERGMANNSHOFF
HERTEN SÜD. In wenigen
Wochen wird das umstrittene neue Tourismusbüro auf dem Ewald-Gelände
eröffnen. Nach der Entscheidung gestern Abend im Haupt- und
Finanzausschuss ist das endgültige Votum des Rates nur noch
Formsache.
Die Oppositionsparteien
plädierten für einen Standort in der Innenstadt oder lehnten das
Tourismusbüro gänzlich ab, unterlagen aber wie erwartet der
SPD-Mehrheit. Zuvor hielten Gegner und Befürworter flammende Reden.
Die Fakten: In der Licht- und
Lohnhalle der Zeche Ewald soll ein Tourismusbüro entstehen, dessen
Mitarbeiter Besucher informieren und Vermarktungskonzepte für
Hertener Sehenswürdigkeiten entwickeln. Träger soll die Tochterfirma
Leon des Vereins „Jugend in Arbeit" sein. Kosten für zwei Jahre:
436000 Euro, davon 150000 für die Instandsetzung des Gebäudes. 87
200 Euro muss die Stadt beisteuern, den Rest gibt das Land NRW.
In den vergangenen Wochen hatte
die Stadtverwaltung nichts unversucht gelassen, um die Kritiker
umzustimmen, hatte zum Beispiel eine Pressekonferenz mit positiv
gestimmten Tourismus-Fachleuten organisiert. Gestern im Ausschuss
verlas Stadtbaurat Volker Lindner zudem ein Empfehlungsschreiben von
Christian Stratmann, der auf Ewald den RevuePalast Ruhr betreibt.
Carsten Locker (SPD) sprach ran
einer „großen Chance". Und Bürgermeister Dr. Uli Paetzel plädierte
regelrecht emotional für den Standort Ewald: „Wir müssen einen
großen Wurf machen, damit Herten touristisch vorankommt. Und
Tourismus in Herten findet qualitativ und quantitativ vor allem auf
Ewald statt." Den Kritikern warf er vor, das Thema Tourismus zu
zerreden.
Doch die ließen sich nicht
bekehren. Hans Hermanns (FDP) bezeichnete den städtischen
Kostenanteil als „Risikokapital", das Herten nicht übrig habe. Und
zu dem Brief von Christian Stratmann sagte er: „Das ist so, als
würde man den ADAC fragen, ob man Autos braucht." Thomas Prinz
(Linke) stimmte zu: „Wäre der RevuePalast in Herten-Mitte, hätte
Herr Stratmann geschrieben, dass das Tourismusbüro unbedingt nach
Herten-Mitte muss." Darüber hinaus kritisierte Prinz, dass die
Agentur für Arbeit die Stelle des Tourismusbüro-Geschäftsführers
bereits am 4. Februar öffentlich ausgeschrieben habe: „Wir Politiker
haben offenbar gar nichts mehr zu entscheiden." Bürgermeister Dr.
Paetzel entgegnete, eine solche Ausschreibung sei „das Normalste von
der Welt." Besetzt werde die Stelle „natürlich" erst nach dem
Ratsbeschluss.
Borsu Alinaghi (UBP) warf der
SPD vor, sich gegen die Meinung der Bevölkerung zu stellen, und
verwies auf die Internet-Umfrage der
Hertener Allgemeinen.
Horst Urban (UWG) beklagte, andere Sehenswürdigkeiten wie der
Schlosspark und das Alte Dorf gerieten ins Hintertreffen.
„Es geht nur um Fördermittel"
Stefan Grave (CDU) holte -mit
späterer Rückendeckung von Hans-Heinrich Holland (HFB) - zum großen
Rundumschlag aus: „Hier geht es gar nicht um Tourismus, sondern um
Fördermittel. Das zu sagen, wäre offen und ehrlich." Das Land habe
nun mal nicht für Herten-Mitte, sondern für Herten-Süd Zuschüsse
bewilligt. Und Stadtbaurat Lindner nutze diese, um die Lohn- und
Lichthalle aufzuwerten, was sonst nicht möglich wäre. Das
Tourismusbüro sei zweitrangig. Grave: „Ohne diese Fördermittel
würden wir uns nicht über ein Tourismusbüro unterhalten, sondern
über ganz bescheidene Maßnahmen." Hart ging Grave mit der SPD ins
Gericht. Die hatte Minuten zuvor eine Ermäßigungskarte für
Ehrenamtliche abgelehnt, weil dafür einige Tausend Euro fehlten.
„Und nun", so Grave, „beschließen Sie 436000 Euro für ein
Tourismusbüro."