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Update: 07.09.2010 12:42

Schon Perikles sagte 500 v.Chr:
"Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger "
WIR SIND PRO-HERTEN, aber CONTRA RECHTS!
Wir haben mit den Rechtsauslegern Pro-Köln, Pro-NRW  ProGelsenkirchen etc. nichts gemeinsam!
Es ist egal , wer du bist – wo du herkommst – an welche Religion du glaubst – welche Hautfarbe du hast.
Sei einfach nur ein anständiger Mensch – das ist das einzige, was zählt.
(Willy Meurer)

Ehrlichkeit ist nie Unrecht; aber ein Fehler ist es, an die Ehrlichkeit der anderen zu glauben.
Henri Barbusse, (1873 - 1935), französischer Schriftsteller und Pazifist


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Die fliegende Ärzte von Herten

Hubschrauber - Notfalleinsätze wegen fehlende Notfallärzte in Herten

Arzt kommt mit dem Hubschrauber Von Carola Wagner am 19. April 2010 11:21

HERTEN. 10.50 Uhr: Ein medizinischer Notfall - und wieder einmal ist in ganz Herten kein Notarzt am Start. Wie stets in solchen Fällen kommt der benötigte Mediziner mit dem Hubschrauber. Auf der Straße über den Knöchel landet der Hubschrauber Christoph 8. An Bord hat er den Notarzt aus Lünen mitgebracht. Er übernimmt die Notfall-Versorgung des Kranken, für den im Stadtgebiet kein Arzt zur Verfügung steht.


(H.A. BMH 14.04.2010  Helikopter landet im Hof der Feuerwache, Notarzt muss zum Einsatz in der Fußgängerzone

INNENSTADT. (BMH) Eine Arztpraxis in der Fußgängerzone Ewaldstraße hat gestern Morgen den Notarzt gerufen. Bei einem Patienten bestand der Verdacht auf einen Herzinfarkt. Er musste schnellstens ins Krankenhaus. Und ein solcher Transport darf nur in Begleitung eines Notarztes erfolgen. Das Problem: Alle Notarzt-Fahrzeuge aus Herten und Umgebung waren schon anderswo im Einsatz. Daher alarmierte die Leitstelle den Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen, der immer mit einem Arzt besetzt ist. Um Straßensperrungen zu verhindern, landete der Helikopter im Hof der Feuerwache. Per Auto wurde der Notarzt dann in die Arztpraxis gebracht.

Rettungshubschrauber Christoph 8 im Abflug. —FOTO: JOACHIM JÜRGENS
 

 

Absender J. Jürgens, Pro-Herten, via Email v. 22.09.2009 13:41

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW
z.Hd. Herrn Stollmann                                                                                
Fürstenwall 25
40219 Düsseldorf

  RTH-Einsätze wegen mangelnde Notarztpräsenz

 Sehr geehrter Herr Stollmann,

 ich beziehe mich auf unser Telefonat vom heutigen Tag.  Ich füge diesem Schreiben zwei Artikel aus der Hertener Allgemeinen bei.
 

Der Kern des Problems, wie ich den Fall sehe, ist folgender:

Herten besitzt ein Notarzt-Fahrzeug. Der Notarzt wir offensichtlich aus einem der zwei Hertener Krankenhäuser gestellt. Befindet sich dieser Notarzt – z.B.  wegen internistischer
Notfälle im Einsatz - steht kein weiterer Notarzt zur Verfügung.

Beispielhaft folgende Situation (auch in den u.a. Artikel dokumentiert). Bürger / Angehörige melden einen Notfall. Der RTW fährt mit Rettungssanitätern zum Ort des Geschehens.
Geschätzte Zeit 5 Min. Dort stellt der Sanitäter fest, dass ärztliche Hilfe benötigt wird. Da kein weiterer Notarzt (oder Bereitschaftsarzt?) in Herten zur Verfügung steht, ist die
Rettungsleitstelle Recklinghausen angewiesen, einen Notarzt via RTH anzufordern. Bis dieser am Einsatzort eintrifft vergehen in der Regel weitere 8 Minuten.

Dort stellt nun der Notarzt seine Diagnose und fährt (in den meisten Fällen) im RTW den Patienten ins nahegelegene Krankenhaus (sagen wir mal auch noch 5 Minuten).
Dort holt ihn der RTH anschließend ab.

Ich konstatiere eine Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen im Krankenhaus von ca. 20 Minuten. Das im dichtbesiedelten Ruhrgebiet, einer Stadt mit etlichen Ärzten und
zwei Krankenhäusern.

Hätten die Rettungssanitäter den Patienten sofort, in diesem Fall ins Krankenhaus gefahren, so wären maximal 10 Minuten vergangen – gerade ca. die Zeit, die der Hubschrauber
zum Einsatzort braucht.

Ich gehe davon aus, dass die Rettungssanitäter im Gesundheitswesen ausgebildet sind. Als Bürger kann und dürfte ich infolge „Erster Hilfe“ z.B. den Betroffenen im PKW sofort zur
Notfallambulanz fahren – Rettungssanitäter nicht?

Ich will nicht von den Kosten des ach so gebeutelten Gesundheitssystem sprechen (das Wohl und die Gesundheit ist finanziell nicht zu beziffern). Hier geht es einfach darum,
dass es systembedingt zu schwerwiegenden Komplikationen kommen kann.

Ich bitte dieses nicht als Einzelfall zu betrachtende und diese Ereignisse zum Anlass zu nehmen, um hier die Gesundheitsversorgung entsprechend zu überdenken und zu korrigieren.

 In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,

Joachim Jürgens             

 (Anlage)


Quelle: Presseberichte Hertener Allgemeine

Dienstag, 22. September 2009

Rettungshubschrauber kommt zum zweiten Mal

Herten -  Heute Vormittag wurde die Ewaldstraße in Höhe des Restaurants "Piatsa" eine knappe halbe Stunde lang voll gesperrt. Ein Rettungshubschrauber war dort gelandet.
Und jetzt, in der Mittagszeit, kommt der Hubschrauber schon wieder. Diesmal nach Scherlebeck.
In Scherlebeck - an der Kreuzung Scherlebecker Straße/Richterstraße - ist ein Bürger auf offener Straße bewusstlos geworden und braucht dringend notärztliche Hilfe.
Weil alle Notärzte in Herten und Umgebung bereits andernorts im Einsatz sind, hat die die Leitstelle einen Rettungshubschrauber angefordert. Er soll auf dem Zabel-Grundstück
am Kreisverkehr landen. Die Feuerwehr ist vor Ort, um den Landeplatz zu sichern.
Das Gleiche hatte sich am Vormittag in der Innenstadt ereignet. Ein Anwohner der Ewaldstraße benötigte dringend notärztliche Hilfe. Weil ebenfalls alle Notärzte unterwegs waren,
kam den Rettungshubschrauber "Christoph 8" aus Lünen, der mit einem Mediziner besetzt ist.

 HA vom 29. August 2009

Dreimal kommt die Hilfe aus der Luft

Zu viele Notfälle – Hubschrauber müssen einspringen

HERTEN. (BMH) Das gab es noch nie. Gleich dreimal sind gestern Vormittag Rettungshubschrauber in Herten gelandet. Und am Abend war sogar noch ein vierter Helikopter im Anflug.

In Herten gibt es nur ein Notarzt-Einsatzfahrzeug. Das war ständig unterwegs. In den Nachbarstädten sah es ähnlich aus. Als dann weitere Notfall-Einsätze hinzukamen,
musste die Leitstelle die Helikopter anfordern, denn die haben immer einen Arzt an Bord.
An der Schützenstraße wurde ein internistischer Notfall gemeldet. „Christoph 8“ (Lünen) landete auf der Wiese im Baugebiet Schneeberger Straße.
Auf der Halde Hoppenbruch verunglückte ein Radfahrer. „Christoph 8“ setzte auf der Straße „Im Emscherbruch“ auf. Weil alle Hertener Rettungswagen im Einsatz waren,
kam einer aus Gelsenkirchen.
Zuletzt hatte ein Anwohner der Wilhelmstraße Herzprobleme. Ein Hubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht (Dortmund) landete vor der Feuerwache.

Die Feuerwehr rückte jeweils aus, um die Landeflächen abzusichern.
Abends gab es einen internistischen Notfall im Theodor-Fliedner-Heim. Der Hubschrauber war schon in der Luft, die Feuerwehr bereitete den Landeplatz auf der
Storcksmährstraße vor. Dann aber stellte das Team des eintreffenden Rettungswagens fest, dass doch kein Arzt erforderlich ist. Daher drehte der Hubschrauber wieder ab.
 
Frank Bergmannshoff, Redakteur
Hertener Allgemeine / Medienhaus Bauer
Zeitung  •  Radio  •  Online  •  Mobile

Kommentar v. Frank Bergmannshoff, Hertener Allgemeine v. 26.09.09
Kränkelndes Rettungswesen

Die steigende Zahl der Helikopter-Einsätze lässt Frank Bergmannshoff zweifeln

Herten wird älter. Ältere Menschen erleiden häufiger Herzinfarkte und Schlaganfälle. Dies wirkt sich zunehmend auf das Hertener Rettungswesen aus.

Am 2. Mai, am 21. Mai, am 27. Mai, am 18. Juni und am 17. September musste ein Rettungshubschrauber notärztliche Hilfe nach Herten bringen. Am 29. August eilte der
Helikopter sogar viermal
und diese Woche Mittwoch zweimal herbei. Das gab es noch nie. Die Bürger reagieren zunehmend verständnislos. Und selbst mir, der jahrelang
im Rettungsdienst gearbeitet hat und große Stücke auf dieses System hält, kommen Zweifel.

Grund der Luftrettungen war stets ein internistischer Notfall. Herzinfarkt, Schlaganfall, Bewusstlosigkeit usw. Erkrankungen, bei denen Minuten über Leben und Tod entscheiden können.

In einer alternden Stadt wie Herten stößt der Rettungsdienst mit nur einem Notarzt-Fahrzeug offenbar an seine Grenzen. Mitunter ist es pausenlos im Einsatz. Wenn dann
 ein weiterer Notfall dazukommt und die Nachbarstädte nicht aushelfen können, muss die medizinische Hilfe aus der Luft einschweben. Meist verbunden mit Feuerwehreinsatz
 und Straßensperrung.

Das ist - rein medizinisch betrachtet - auch völlig korrekt. Gerät ein Patient in Lebensgefahr, spielt es keine Rolle, ob der Notarzt per Auto oder Helikopter kommt.
 Hauptsache, er kommt, und zwar schnell. Alles andere ist erst mal nebensächlich.

Trotzdem sind der hohe Aufwand und die enormen Kosten eines Hubschraubereinsatzes auf Dauer nicht völlig zu vernachlässigen. Immer mehr Luftrettungen?
Das kann nicht endlos so weitergehen. Hier kränkelt das Rettungswesen.

Doch wie ließe sich die Situation verbessern? Ein zweites Notarzt-Fahrzeug für Herten wäre wohl der einfachste Weg. Doch wer soll das bezahlen? Und woher soll der Arzt kommen?
In
den Krankenhäusern ist das Personal ohnehin knapp. Und vielen Hausärzten fehlt die notfallmedizinische Routine. Manch einer hat eine dramatische Wiederbelebung mit
Defibrillation und künstlicher Beatmung zuletzt vor 20 Jahren erlebt.

Und überhaupt: Bei Eingriffen ins Rettungswesen haben viele mitzureden: Krankenkassen, Ärzteschaft, Stadt- und Kreisverwaltung, Kliniken, Gesundheitsministerium und, und, und.

Auch andere Reformen sind denkbar. Beispiel: Das Rettungsdienst-Personal von Feuerwehr und Hilfsorganisationen fundierter ausbilden und ihm (mehr) ärztliche Kompetenzen
übertragen. Wie in den USA. Dies könnte die Zahl der Arzt-Einsätze senken. Doch dafür wären noch viel dickere Bretter zu bohren, und zwar weit über Herten hinaus.

Fazit: Der Rettungsdienst ist ein komplexes System, für den Laien kaum durchschaubar, geprägt von Kostendruck und vielen gegensätzlichen Interessen.
 Bis sich da etwas tut, wird noch viele Mal der Rettungshub
schrauber in Herten landen.

Umweltbundesamt zum Weltklima; Giftmüll in Australien

Neue Broschüre des UBA über Erkenntnisse des Weltklimarates .....hier
Den UBA-Kartendienst zur Luftbelastung finden Sie hier: http://gis.uba.de/Website/luft/index.htm.
Das neue UBA-Hintergrundpapier „Entwicklung der Luftqualität in Deutschland“ steht Ihnen kostenlos zur Verfügung unter
 http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&Suchwort=3760
 

Die "Australische Giftmüll-Story" geht weiter

The unending story of Australian toxic waste

für weitere Infos | here more information , hier klicken

 


PRO-NRW im life-ticker :Wir werden an dieser Stelle ausführlich und aktuell über das Geschehen informieren:26.03.2010

Unsere Anmerkung: wir glauben, wir waren am falschen Ort zur falschen zeit, wenn wir den Schwachsinn des "life-Tickers" glauben sollen
unsere Anmerkung in gelb!

9.25 Uhr: Von mehreren Sammelpunkten im Ruhrgebiet haben sich die pro-NRW-Versammlungsteilnehmer nun auf den Weg gemacht zu den Auftaktmahnwachen um 10.00 Uhr in
Oberhausen vor der DITIB Camii und in Herten vor der “Blauen Moschee”.

10.30 Uhr: Kundgebung in Herten vor der “Blauen Moschee” hat begonnen, von Gegendemonstranten ist nicht viel zu sehen
 (wohl umgekehrt, der PRO_NRW war im Gegensatz das Armselige Häufchen!)
, wahrscheinlich liegt das an der zu frühen Uhrzeit für das linksextreme Klientel …


Hier das "Rechte Massenaufgebot"

Hier das "Rechte Massenaufgebot"

klicken für Vergrößerung
Hier das die Gegendemonstranten

klicken für Vergrößerung

10.40 Uhr: Manfred Rouhs hat vor rund 70 Zuhörern die Kundgebung in Herten eröffnet. In wenigen Minuten wird dann der österreichische Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer ans Megaphon treten. Neubauer ist ein ausgewiesener Islamkritiker und Vorsitzender des Vereins “SOS Abendland”.

11.30 Uhr: Die Versammlung in Herten wurden unter großem Medieninteresse (nicht selten bekommen Medienvertreter nach solch heroischen Ankündigungen solch armseliges Häufchen zu sehen!)und nach mehreren islamkritischen Redebeiträgen ordnungsgemäß beendet. Zusammen mit weiteren Teilnehmern befindet sich die Hertener pro-NRW-Gruppe nun auf dem Weg zur DITIB-Moschee in Gelsenkirchen.


Pro-Herten, H.F.B. und VVN schließen sich der DEMO der "DIE LINKE" " an der Moschee gegen PRO - NRW an !


Bild Stadt-Herten (v.l Thomas Prinz, DIE LINKE; Joachim Jügens, H.F.B; Carsten Löcker, SPD; Stephan Grave, CDU; Borsu Alinaghi, UBP Han Hermanns, FDP


Pressemitteilung von Donnerstag, 25. März 2010 - Stadt Herten

"Herten hat keinen Platz für Rassismus"

Kundgebung in der Innenstadt

Herten. Herten steht auf gegen "Rechts" - wenn am Freitag, 26. März, die rechtspopulistische Partei "pro NRW" nahe der blauen Moschee für ein europaweites Minarettverbot demonstriert, setzen hunderte Teilnehmer am Rathaus ein Signal für Demokratie und Miteinander. 

Um 11.30 Uhr beginnt die Veranstaltung auf dem Otto-Wels-Platz. Aus diesem Grund wird die Kurt-Schumacher-Straße ab 10 Uhr gesperrt. Matthias Müller von der Caritas moderiert die Kundgebung. Viele Gruppen und Organisationen gestalten gemeinsam ein buntes, sehr kreatives Programm. Es wird unter anderem Infostände, Luftballonaktionen und Musikbeiträge geben.

Ein Bürgertelefon bei der Polizei ist eingerichtet: 02361 / 55 10 41 (Donnerstag: 8-16 Uhr, Freitag: ab 8 Uhr).

Bereits gestern hat der Rat der Stadt Herten eine gemeinsame Resolution gegen die Anti-Minarett-Demonstration verabschiedet:

Herten für Demokratie und Toleranz

 Im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl versucht die extreme Rechte in NRW an Einfluss zu gewinnen. Dabei werden Menschen mit Migrationshintergrund zum zentralen Feindbild stilisiert. Eine Kampagne gegen Moscheebau und Minarette wird dazu benutzt, einen kulturreligiös verbrämten Rassismus gesellschaftsfähig zu machen.

 Der Rat der Stadt Herten wird es nicht zulassen, dass das friedliche Miteinander von Muslimen und Nicht-Muslimen in unserer Stadt gestört wird. PRO-NRW und ihr rassistisches Weltbild sind unerwünscht. Wir begrüßen es, dass sich vor Ort Bündnisse gegen Rechtsextremismus gebildet haben. Herten ist vielfältig! Diese Vielfalt gilt es zu verteidigen. Der Rat der Stadt Herten betont das friedliche und tolerante Miteinander aller Kulturen und Religionen in Herten.

Die von der Organisation ProNRW am 26. März 2010 in Herten geplante Demonstration gegen Moscheebauten wird verurteilt.

Der Rat der Stadt Herten

  •  lehnt alle politisch extremistischen Positionen ab und ruft die Bürgerinnen und Bürger zu Demokratie und Toleranz auf

  •  spricht den Muslimen in Herten seine Solidarität aus und betont das Recht auf freie Ausübung der Religion

  •  setzt die konstruktive Zusammenarbeit mit den Migrantinnen und Migranten im Integrationsrat und im Hertener Bündnis für Integration fort

  •  begrüßt die Aktivitäten der Hertener Bürgerschaft, die am 26. März unter dem Motto „Herten hat keinen Platz für Rassismus“ ihren Widerstand gegen die ProNRW-Demonstration artikuliert.

  •  fordert die Verwaltung auf, die Aktivitäten der Bürgerschaft am 26. März 2010 im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen.

Bei der Hauptkundgebung sind unter anderem mit dabei:

Amnesty International
Atelier Regenbogen
AUF Herten
AWO
Bündnis 90/Die Grünen
Bündnis gegen Rechts RE
Caritas Verband
CDU
DGB
Die Linke
DITIB Gemeinde Langenbochum
Erich-Klausener-Schule
Ev. Kirchengemeinde Herten
FDP

Frauen-Informations-Netzwerk
Freiherr-v.-Stein Gymnasium
Gleichstellungsbeauftragte
Haus der Kulturen
HFB / Pro-Herten
Hoffnungskirche
Integrationsrat
Jugendparlament Herten
Jusos
Katholische Kirche
Kindergarten Sonnenblume
Kirchengemeinde St. Antonius
Kirchengemeinde St. Martinus und Johannes
Martin-Luther-Schule
MLPD
Mobile Jugendarbeit/Jungenförderung
Murat Köroglu
Neuapostolische Kirche Herten
Quartierbüro
Rebeq
Rosa-Parks-Schule
SPD
Stadt Herten
Städt. Gymnasium
Städt. Realschule Herten
UBP
VVN - BDA / HFB / Pro-Herten
Zentrum für Bildung und Integration

Für Kundgebung am Paschenberg haben die Linke und MLPD Genehmigungen bei der Polizei beantragt.

 


Betreff: Aktion "Bündnis für Demokratie" / Freitag, 26.03.2010

Sehr geehrte Aktionsteilnehmer,

hiermit lade ich Sie ganz herzlich zum nächsten Vorbereitungstreffen ein,
am: Dienstag, dem 16.03.2010 17:00 – 19:00 Uhr, Rathaus, großer Sitzungssaal

Wir besprechen:

  •         Das Motto der Aktion

  •         Den Ablauf und das Programm der Veranstaltung auf dem Otto- Welz- Platz

  •        Organisatorisches zur Solidaritätsaktion am Paschenberg

Folgende Ideen für ein gemeinsames Motto wurden am vergangenen Mittwoch gesammelt:

  1. Herten lädt ein zur Demokratie und Toleranz / Akzeptanz

  2. Wir für euch

  3. Aufstehen – aufeinander zugehen

  4. Herten´s Herz schlägt international

  5.  Aufstehen für Völkerverständigung – kein Platz für Ultrarechte und (Neo) Faschisten

  6. Wir sind Herten

  7. Herten lebt Demokratie und Toleranz

  8. 1933 – nie mehr erleben

  9. Wir sind Inländer

  10. Wir sind füreinander da

  11. Herten hat keine Platz für Rassismus

  12. Hertener zeigen Gesicht für den gemeinsamen Weg

Sollten Sie am nächsten Dienstag verhindert sein, um an der weiteren Vorbereitung teilzunehmen, teilen Sie mir bitte mit, welchen
Vorschlag Sie favorisieren.

Herzliche Grüße

Matthias Müller

Caritasverband für das
Dekanat Herten e.V.
Hospitalstrasse 11-13
45699 Herten

Telefon: 02366 / 304 -0
Telefax: 02366 / 304 - 400
www.caritas-herten.de

 

Herten wehrt sich gegen rechtsextreme Demo
Partei „Pro NRW" plant Anti-Moschee-Aktionen im Ruhrgebiet
VON FRANK BERGMANNSHOFF

H.A. v. 12. Mrz 2010


 

HERTEN. 70 Bürger strömten ins Hertener Rathaus, um Gegenaktionen zu planen. Das Treffen musste sogar in den größten Sitzungssaal verlegt werden. Der Widerstand gegen die rechtsextreme Partei „pro NRW" wächst von Tag zu Tag.
Ende März plant „Pro NRW" Aktionen vor muslimischen Einrichtungen in sieben Städten des Ruhrgebiets. „Höhepunkt" ist eine „internationale Anti-Minarett-Konferenz" am 27. März im Gelsenkirchener Schloss Horst.

Am Tag zuvor machen voraussichtlich 60 „braune" Besucher in Herten Station - vor der blauen Moschee an der Paschenbergstraße. Zudem werden Vertreter der rechten österreichischen Partei FPÖ erwartet - ebenso wie ein großes Polizeiaufgebot. Nach den Nazi-Demos in Marl und Recklinghausen ist dies der dritte rechtsextreme Aufmarsch im Vest innerhalb von sieben Wochen.

„Abendland in Christenhand" lautet dessen Motto. „Das ist ein Schlag ins Gesicht unserer muslimischen Mitbürger", sagt Peter Brautmeier, der auf städtischer Seite die Gegenbewegung koordiniert. Das ist auch ein ideologischer Missbrauch des Begriffs Christentum", ergänzt der evangelische Pfarrer Bernhard stahl. „Pro NRW kündigt die Werte des Abendlandes auf -die Menschenrechte", betont Annegret Springstub, eine engagierte Bürgerin.
Inzwischen formiert sich in Herten ein breites Bündnis aus Kirchen, Parteien, Sozialverbänden, Schulen, Stadtverwaltung, Antifaschisten usw., das den Demonstranten Paroli bieten will. Unterstützung hat auch das Recklinghäuser „Bündnis gegen Rechts" angekündigt. Geplant sind eine kleine Solidaritätsaktion an der Moschee - zeitgleich mit der „Pro-NRW"-Demo - sowie eine große, bunte Kundgebung für Miteinander und Demokratie ab 11 Uhr in der Innenstadt. Reden, Musik, Luftballonaktion, Menschenkette - es gibt viele Ideen.

„Pro NRW" ging 2007 aus der islamkritischen Bürgerbewegung „pro Köln" hervor. Die rechtsextreme Partei hat einen „Kreisverband" in Recklinghausen und will im Mai für den Landtag kandidieren. „Pro NRW" wird im Verfassungsschutzbericht erwärmt.
info Nächstes Planungstreffen der Hertener Widerstandsbewegung: Di., 16. März, 1 7 Uhr, Rathaus Herten

Solidarität mit der Moschee - drinnen oder draußen?
Missverständnisse beim Planungstreffen / Linke fordert sichtbare Aktion / Klärung am nächsten Dienstag

PASCHENBERG. (BMH) Bei der Planung der Großkundgebung für Miteinander und Demokratie ist es zu Missverständnissen gekommen. Die Partei „Die Linke" droht nun mit Abspaltung.
Die rechtsextreme Partei „pro NRW" plant bekanntlich am 26. März eine Anti-Minarett-Demonstration an der blauen Moschee. Beim Organisationstreffen für die Gegenaktion wurde am Mittwoch das folgende Vorgehen vereinbart: kleine, zurückhaltende Solidaritätsaktion um 10 Uhr an der Moschee; große, bunte Kundgebung um 11 Uhr am Rathaus. Doch bei der Frage, was „an" der Moschee bedeutet, gibt es nun Missverständnisse. Stadtverwaltung und Moscheeverein wollen ein kleines Treffen mit ausgesuchten Gästen im Gebäude -von außen nicht sichtbar.
Im Nachhinein wird jedoch deutlich: Viele Teilnehmer des Planungstreffens wünschen sich eine kleine, friedliche Aktion, die aber sehr wohl nach außen hin sichtbar sein müsse, um überhaupt eine Wirkung zu haben. Sollte so etwas von der Stadt abgelehnt werden, so sähe sich die Linke dazu gezwungen, auf eigene Faust aktiv zu werden. Die Hertener Allgemeine
hat gestern bei dem Organisator auf städtischer Seite, Peter Brautmeier, einen möglichen Kompromiss angeregt: Zwei kleine Gruppen von Hertenern stehen mit Transparenten (zum Beispiel: „Herten hat keinen Platz für Rassismus") an der Westerholter Straße. Die eine an der Kreuzung Feldstraße, die andere in der Nähe des Herta-Werks. So bekämen die vielen vorbeifahrenden Autofahrer nicht nur die braunen Parolen der Rechten zu sehen, sondern auch den aufrechten, friedlichen Widerstand der Hertener Bürger. Zugleich wäre die Distanz zwischen der rechten Demo und den beiden Gegenaktionen groß genug, um eine Konfrontation zu verhindern.
Peter Brautmeier begrüßt diese Anregung und will sie beim nächsten Planungstreffen (Di., 16. März, 17 Uhr, Rathaus) zur Diskussion stellen.



Stellungnahme zum Bericht „Herten steht auf gegen Rechts“ vom 11. März 2010

 Sehr geehrter Herr Bergmannshoff,

vielen Dank für Ihre objektive Berichterstattung in der heutigen Ausgabe der Hertener Allgemeinen.

Genau wie Sie es schildern, wurde gestern beim Treffen zur Vorbereitung einer Gegenveranstaltung zur geplanten „pro NRW“ Demonstration in unserer Stadt mehrheitlich entschieden, eine kleinere Solidaritätsaktion an der Moschee und anschließend ein großes buntes Fest in der Innenstadt durchzuführen. Die anwesenden Mitglieder unserer Partei haben alle für diese Lösung gestimmt und waren damit sehr einverstanden.

In der kurzen Pause – in der sich die Arbeitsgruppen zur weiteren Planung zusammenfanden – habe ich den Versammlungsleiter Matthias Müller noch einmal gebeten, sowohl für die zentrale Veranstaltung in der Innenstadt als auch für die Solidaritätsaktion an der Moschee die nötigen Genehmigungen über die Stadtverwaltung einzuholen.

Leider wurde dies abgelehnt. Herr Müller teilte mir nach Rücksprache mit einigen anderen Beteiligten mit, dass er lediglich für die Veranstaltung in der Innenstadt die erforderlichen Genehmigungen einholen wolle und für die kleinere Aktion an der Moschee keinerlei Unterstützung von Seiten der Verwaltung angedacht sei.

Vielmehr hätte man in der Pause besprochen, dass nun die Moschee einige Einladungen an einen auserwählten Personenkreis verschicken würde, um ein Treffen in  der Moschee durchzuführen. Damit wird uns allerdings die Möglichkeit genommen, unseren Protest in Form einer Solidaritätsaktion an der Moschee auszudrücken.

Wenn wir nun weiterhin eine Aktion an der Moschee durchführen wollten – was ja zuvor so von den Versammlungsteilnehmerinnen und –teilnehmern beschlossen worden ist! – müssten wir uns selbst um eine Genehmigung bemühen.

 Ich darf Ihnen im Namen unseres Stadtverbandes mitteilen, dass wir über dieses Vorgehen mehr als enttäuscht sind. Wir hätten uns gern – genau wie es in dieser Versammlung verabredet wurde – in Absprache mit allen an dieser Aktion beteiligten Gruppen und Institutionen eingebracht – angemessen und ganz gewiss nicht auf Konfrontation ausgerichtet!

So werden wir allerdings gezwungen, um das, was gemeinschaftlich beschlossen wurde, nun im Alleingang zu organisieren. Wir werden damit von Seiten der Verwaltung genötigt, „auf eigene Faust“ – wie Sie ebenfalls zurecht schreiben, was aber gar nicht von uns gewollt ist – aktiv zu werden.

Das kann doch nicht im Sinne der Sache sein. Deshalb appellieren wir an alle, die gestern an der Versammlung teilgenommen haben, dass man sich an die Verabredung hält und uns eine Möglichkeit eingeräumt wird, eine kleine Solidaritätsaktion an der Moschee durchzuführen. Insbesondere, weil dieser Wunsch sehr deutlich von vielen der teilnehmenden Jugendlichen ausgedrückt wurde!

 Vielen Dank und schöne Grüße

 Martina Ruhardt,
 Fraktion "DIE LINKE" im Stadtrat von Herten

 


 



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