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Update: 07.09.2010 12:40

Schon Perikles sagte 500 v.Chr:
"Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger "
WIR SIND PRO-HERTEN, aber CONTRA RECHTS!
Wir haben mit den Rechtsauslegern Pro-Köln, Pro-NRW  ProGelsenkirchen etc. nichts gemeinsam!
Es ist egal , wer du bist – wo du herkommst – an welche Religion du glaubst – welche Hautfarbe du hast.
Sei einfach nur ein anständiger Mensch – das ist das einzige, was zählt.
(Willy Meurer)

Ehrlichkeit ist nie Unrecht; aber ein Fehler ist es, an die Ehrlichkeit der anderen zu glauben.
Henri Barbusse, (1873 - 1935), französischer Schriftsteller und Pazifist


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RP-Münster: Modellrechnung zur künftigen Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Regierungsbezirks Münster – Bevölkerungsvorausschätzung 2009 – Herten weist zurzeit das höchste Medianalter des Regierungsbezirks mit 44,5 Jahren auf. mehr hierzu

Bei Betrachtung der Einwohnerentwicklung auf der kleinräumigen Gemeindeebene" fallen unter den stärksten rückläufigen Kommunen im Regierungsbezirk Münster Wadersloh mit über 20 % bis 2030, Herten mit über 15 %, Dorsten und Warendorf mit fast 13 %, Mettingen, Ladbergen, Ahlen und Marl mit 11 bis 12 % sowie Recklinghausen, Gelsenkirchen und Datteln mit fast 11% Einwohnerrückgang gegenüber 2008 auf. Besonders positive Entwicklungen können nach dieser Modellrechnung wahrscheinlich die Gemeinden Nordkirchen (fast 30 %), Altenberge (über 18 %), Lotte (über 14 %), Saerbeck und Ostbevern (13% und mehr) sowie Senden (fast 12%) erwarten.mehr hierzu


Soziale Stadtpolitik Herten

 

wenn man ein öffentliches Gebäude aber so verkommen lässt, dann bleibt als Ultima Ratio nur der Abriss


Dazu passen ein Beitrag aus der Kirchenzeitung der evangelischen Kirche

POLITIK

Löschzug bekommt neues Gerätehaus

 Herten, 17.06.2009, Thomas Schmitt
 
Herten. Das Konjunkturpaket II macht's möglich: Der Löschzug Herten-Mitte bekommt ein neues Feuerwehrgerätehaus. Das beschloss der Stadtrat am Mittwoch.
Ist die Sicherheit der Bürger wichtiger als Denkmalschutz? Klar mit Ja beantwortete der Stadtrat am Mittwoch diese Frage und beschloss einen Neubau an der Hertener Feuerwache.

Das Gerätehaus des Löschzuges Herten-Mitte ist 70 Jahre alt und ein hoffnungsloser Fall. Das Dach ist undicht, die Kellerwände sind feucht und die Toiletten – na ja. Der Zentrale Betriebshof der Stadt (ZBH) schätzt die Kosten für die Sanierung auf 1,5 Millionen Euro.

Nicht behoben wäre dann aber die der Stadt zufolge „äußerst kritische Hallensituation”. Für die heutigen Fahrzeuge der Feuerwehr seien die Tore zu niedrig und zu schmal, heißt es, das Ein- und Ausparken sei nur mit eingeklappten Außenspiegeln möglich. „Diese Situation führt ... zu einem erheblichen Unfallrisiko.”

Einstimmig folgte der Rat der Stadt dem Vorschlag der Verwaltung: das marode Gebäude abreißen und an gleicher Stelle neu bauen. Die erforderlichen zwei Millionen Euro kommen aus dem Konjunkturpaket II. Zustimmen muss aber noch das Landesdenkmalamt, denn die Fassade des Gerätehauses ist ein Baudenkmal.

Aus dem Konjunkturpaket II gehen insgesamt rund 6,2 Mio Euro nach Herten. Die größten Batzen daraus fließen in den Neubau der Feuerwache (2 Mio) und die energetische Sanierung der Rosa-Parks-(Gesamt-)Schule (2). Bezuschusst werden außerdem Arbeiten an und in städtischen Gebäuden: Rathaus (0,7), Schulen- und Kindergärten (0,6), Theodor-Heuss-Schule (0,5), Bibliothek im Glashaus (0,2).

Schiffbruch erlitt die CDU mit ihrem Vorschlag, die KP-II-Mittel so einzusetzen, dass weniger neue Schulden nötig werden. Ihre Idee: Statt ausnahmslos neuer Maßnahmen sollten Arbeiten finanziert werden, die dank des neuen Haushaltsrechts unter dem Stichwort Rückstellungen vorgesehen sind und insgesamt 33 Mio Euro neue Schulden verursachen.

Bürgermeister Dr. Uli Paetzel (SPD) wich der Frage, ob dies grundsätzlich möglich sei, gleich mehrfach aus. „Ich lasse mich doch hier nicht vorführen”, sagte er. „Sie betreiben ein politisches Spielchen.”

KOMMENTAR

Die Zeche zahlen unsere Kinder

Die Hertener SPD bleibt ihrer Schulden-Linie treu: Was du heute kannst borgen, zahlen die anderen eben morgen. Also unsere Kinder und Kindeskinder.

Erinnern wir uns: Ein Trick im Neuen Kommunalen Finanzmanagement ermöglichte es, 33 Millionen Euro neue Schulden aufzunehmen. Quasi als Belohnung, dass man 50 Jahre lang städtische Gebäude hat herunterkommen lassen. Beispiele sind das Rathaus und die Feuerwache.

Wohlgemerkt: Die SPD konnte, sie musste nicht. Und genausogut könnten Paetzel und Co. mit dem Konjunkturpaket versuchen, weniger Schulden zu machen. Da hat die CDU Recht. Ändert aber nichts daran, dass sie den 33-Mio-Euro-Trick ja mitmachte.

Aktuell geht's aber nicht nur um neue Wohltaten, sondern klammheimlich werden Fehler ausgebügelt. Nicht nur die Kostenschätzung für eine Sanierung der Feuerwache wuchs von 450 000 auf 1,5 Mio Euro. Auch die Sanierung des Rathauses scheint teurer als die veranschlagten 8 Mio Euro zu werden. Über das Konjunkturpaket wurden Mittwoch mal eben 750 000 Euro nachgeschoben.


Dunkle Wolken über dem Feuerwehrhaus´(Foto Pro-Herten)

Quelle: Hertener Allgemeine v. 5. Juni 2009

Zu eng und zu marode

Verwaltung schlägt Neubau für die Feuerwehr vor / Rat muss über Einsatz der Konjunkturspritze entscheiden

VON GREGOR SPOHR

HERTEN. Das Feuerwehr-Gerätehaus für den Löschzug Herten-Mitte sieht auf den ersten Blick besser aus, als es ist. 1,5 Millionen Euro - so hat man ausgerechnet - würde eine Sanierung kosten. Warum dann nicht abreißen und für 2 Millionen Euro neu bauen? Der Rat entscheidet darüber in seiner Sitzung am 17. Juni.

Möglich wird diese Millionen-Investition durch das Konjunkturpaket II, mit dem der Bund den Ländern und Gemeinden insgesamt zehn Milliarden Euro für Investitionen zur Verfügung stellt. Mehr als sechs Millionen Euro davon fließen nach Herten.

Allerdings: Die Gemeinden dürfen mit dem Geld nicht machen, was sie wollen. Die Verwendungsmöglichkeiten sind eingeschränkt worden. Zwei Drittel der Gelder sollen in die Bildungsinfrastruktur fließen, ein Drittel in andere Infrastruktur-Maßnahmen. Und da passt das Feuerwehr-Gerätehaus ins Schema.

Dachsanierung, undichte Fenster, Risse in Wänden und Estrich **, Erneuerung der Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär-und Elektroinstallation: Das sind nur einige Punkte aus der langen Mängelliste, die der Zentrale Betriebshof zusammengestellt hat. Außerdem sind die Tore für die modernen Fahrzeuge viel zu schmal und nur mit eingeklappten Seitenspiegeln gerade noch passierbar. Ein Neubau, so die Experten, sei jedenfalls sinnvoller als die aufwendige Sanierung. Allerdings: Die Fassade des etwa 70 Jahre alten Gerätehauses ist in die Denkmalliste als Baudenkmal eingetragen, der Abriss muss also genehmigt werden. Im Falle eines „überwiegenden öffentlichen Interesses" ist das aber kein ernsthaftes Problem. Denn ein alternativer Standort für den Neubau wurde nicht gefunden. Die Lage -gleich neben der Hauptwache der Berufsfeuerwehr und mitten in der Stadt - ist günstig. Und das sind die weiteren Maßnahmen, die mit den Bundesmitteln angepackt werden sollen.

Die Entscheidung liegt beim Rat.

  • ü  Rosa-Parks-Schule: Auch hier sollen 2 Millionen Euro ausgegeben werden. Auf der Liste stehen dringenden Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten und Umbauten für das neue Zukunftskonzept der Gesamtschule.

  • ü  Theodor-Heuss-Schule: Für Sanierungsmaßnahmen hat die Stadt bereits 1,9 Mio. Euro vorgesehen. Dieser Betrag reicht nicht aus, soll um 500000 Euro erhöht werden.

  • ü  Bücherei im Glashaus: 200000 Euro für eine Mediensicherung auf elektronischer Basis.

  • ü  Erich-Klausener-Schule: 20000 Euro für eine Umgestaltung des Schulhofes.

  • ü  Kindergarten  „Unter'm Sternenzelt": 20000 Euro Zuschuss zur Sanierung.

  • ü  Sanierung von Schulen und Kindergärten: Für die unterschiedlichsten Maßnahmen möchte hier die Verwaltung rund 650000 Euro einplanen.

  • ü  Rathaus: Zusätzlich zu den bisher eingeplanten 8 Millionen Euro für die Sanierung des Rathaus sieht die Verwaltung weiteren Bedarf. Für eine umfassende Barrierefreiheit des Rathauses und weitere energetische Verbesserungen möchte die Verwaltung weitere 735 000 Euro aus dem Konjunkturpaket nutzen.

  • ü  Jugendtreff Schürmannswiese: Hier ist eine neue Struktur im Erdgeschoss geplant, die aktuell mit Vermieter, Mietern und AWO diskutiert wird. 40000 Euro sollen dabei helfen.

  • ü  Wege im Westerholter Wald: 10 000 Euro Zuschuss für die Sanierung der Wege hinter der Martinischule zum Schießstand.

  • ü  Gustav-Hackenberg-Haus: 10000 Euro zur Sanierung.


**Anmerkung Pro-Herten: könnte es sich hierbei um bergbaulich bedingte Schäden handeln, die die Stadtverwaltung in ehemals enger Verbundenheit zum Bergbau vergessen hat zu reklamieren?


Pressemitteilung der Bezirksregierung Münster: Münster, 3. März 2008
Regionalrat des Regierungsbezirks Münster in Kürze: Sitzung des Regionalrates am 3. März 2008

Allianz für die Fläche
Innovative FH-Konzepte für den Wettbewerb 

Münster. Künftig deutlich weniger Flächen für neue Siedlungen und Verkehrsplanung  zu beanspruchen, forderte Staatssekretär Dr. Alexander
Schink vom NRW-Umweltministerium am Montag auf der Regionalratssitzung in Münster. Ziel müsse sein, den Flächenverbrauch im Land Nordrheinwestfalen
von jetzt durchschnittlich 15,5 Hektar pro Jahr auf 5 Hektar bis zum Jahr 2020 zu reduzieren. Er appellierte an den Regionalrat sich als "Partner in der Region" für eine bedarfs- und umweltgerechte Flächenplanung einzusetzen und nicht "ohne Not" weitere Flächen zu versiegeln. Dabei sollten auch die regionalen Steuerungsfunktionen gegenüber kommunalen Einzelinteressen eingesetzt werden. Es gelte regionale und interkommunale Kooperationen anzustoßen und Standortalternativen sorgfältig abzuwägen. Allerdings sei es wichtig, regionale Spielräume lassen. Um die ökologischen und ökonomischen Belastungen durch die Ausweisung neuer Siedlungsflächen einzudämmen und angesichts eines veränderten Bedarf aufgrund des demografischen Wandels, war im Mai 2006 auf Initiative des Ministeriums eine "Allianz für die Fläche in NRW" ins Leben gerufen worden. "Wir machen mit", sagte Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek. Die Bezirksregierung Münster sei interessiert, Partner dieser Allianz zu werden. Ebenso erklärte der Regionalrat den Beitritt zu der Allianz für eine nachhaltige Flächenentwicklung.
 

Bezirksregierung Münster
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Domplatz 1-3
48143 Münster
Telefon: 0251/411-1066
Telefax: 0251/411-81055
E-Mail: pressestelle(at)brms.nrw.de
Internet: www.bezirksregierung-muenster.de
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:xxxx, Telefon: 0251/411-


„Wenn Anwohner klagen wollen, ist das ihr gutes Recht"

SCHERLEBECK. (BMH) Die CDU umwirbt kräftig die Kritiker des Baugebietes „sonne+". Inzwischen wackelt auch die UWG, die dem Projekt zunächst zugestimmt hatte. Jetzt meldet sich die SPD zu Wort. Vorsitzender Carsten Locker: „Was die CDU da macht, ist doch nur Hokuspokus!"

„Es hilft uns nicht, wenn die CDU ständig falsche Aussagen zu dem Vorhaben macht und mit Muster-Widersprüchen die Bürger verunsichert", ergänzt der Scherlebecker SPD-Ratsherr Karl-Heinz Forst. Und Locker betont: „Seit der Ratssitzung am 25. März sind alle wichtigen Punkte geklärt." Damit meint er:

keine klotzige Riegelbebauung an der Elper Straße, sondern maximal zehn Meter hohe Reihenhäuser in aufgelockerter Bauweise;

ein optisch ansprechendes Blockheizkraftwerk;

ein Verkehrs- und Entwässerungsgutachten, das alle Anwohnersorgen zerstreut. „Das alles hat der Rat beschlossen, und die SPD steht dazu",   stellen   Löcker   und Forst klar. Nur wenn sich diese Punkte nicht einhalten lassen, wäre die SPD bereit, den Bebauungsplan zu überarbeiten. Theoretisch könnte die Bauträgerfirma die Zehn-Meter-Begrenzung . ablehnen. Auch die Verhandlungen über die Nutzung eines Privatkanals für die Entwässerung des südwestlichen Bauabschnittes laufen noch. „Wenn es da Probleme gibt und das Bebauungsplan-Verfahren neu aufgerollt werden muss - dann bitteschön!", sagt Locker.

Von den jetzigen Anwohnerprotesten lasse er sich aber nicht beeindrucken: „Wir hatten hier Gemeinschaftsinteressen und Einzelinteressen abzuwägen und dabei einen möglichst großen Konsens herzustellen. Wenn Anwohner jetzt dagegen klagen wollen, ist das ihr gutes Recht." Und Karl-Heinz Frost betont: „Seit 1982 ist diese Fläche als Baugebiet ausgewiesen."

Leserbriefe Hertener Allgemeine v. 2.Juni 2009

SPD missachtet Willen der Bürger
Von: Norbert Lenz

— Betr.: Bericht „Bei ,sonne+' zählt für die SPD nur der. Ratsbeschluss"
HA vom 29. Mai 2009

Die nunmehr von der Hertener SPD - hier vertreten durch die Herren Locker und Forst - vorliegende Stellungnahme zum o.g. Thema gipfelt in einer nicht akzeptablen „Willensmissachtung" der mündigen Bürger und beweist erneut, dass die Unflexibilität dieser Parteigenossen Programm ist; vielleicht gesteuert. Auch scheinen diese Mitglieder es immer noch nicht begriffen zu haben, dass es hier nicht um allgemeinen Kommunalwahlkampf geht, sondern um berechtigte Belange der Scherlebecker Bürger.

Zugegeben, Herr Löcker ist sicherlich von der Ortsrealität weit entfernt, um so mehr erstaunt es aber, dass der ortsansässige Parteiamtsinhaber Forst die berechtigten Bürgerbedenken in seiner Partei nicht zu Gehör bringen kann oder will; hier zieht er es vor, sich schamvoll hinter dem Zaubervorhang der SPD zu verbergen. Der auch mir vorliegende -wie es so schön treffend ausgedrückt wird - „Muster-Widerspruch" irritiert den mündigen Bürger in keinster Weise, sondern deckt auf, welche Unterlassungen hier wirklich verdeckt werden. Wo bleibt ergänzend zum Beispiel der „Scherlebecker Markt", wenn die Richterstraße nunmehr wieder in die Verkehrsader als Zufahrtsstraße eingebunden wird. Ein Rückbau, mit Wegfall der Straßencafes, ist zwingend unerlässlich. Auch ist merkwürdig, dass die Schulen und Kindergärten plötzlich keine Wichtigkeit mehr haben! ? Das ist Hokuspokus! Von der enormen Mehrbelastung parkender Autos an angrenzenden Straßen ganz zu schweigen. Merke: Die Parteien haben die Pflicht und Schuldigkeit, spezielle Belange betroffener Bürger aufzugreifen und ihnen nachzugehen, um gemeinsam nach verträglichen Lösungen zu suchen. Dabei ist es unerheblich, was irgendwann und unter blauem Dunst, fernab der Realität mal beschlossen wurde! Es gipfelt daher die Aussage dieser SPD-Führung in ein Höchstmaß an Frechheit zu sagen: „Wenn Anwohner klagen wollen, ist es ihr gutes Recht."

Sie sollten gerade dieses versuchen zu verhindern. So allerdings verstärkt es massiv den Eindruck, dass sich hier eine galoppierende Selbstüberschätzung breit macht, getragen von der Einbildung: „Was kann uns denn schon passieren, wir werden ja doch wiedergewählt."

 

Siedlungscharakter wird zerstört

— Von: Thekla Tomkowitz

— Betr.: Bericht „Bei ,sonne+' zählt für die SPD nur der Ratsbeschluss"

HA vom 29. Mai

Die Aussagen des Herrn Locker betr. die Neubebauung in Scherlebeck verwundern schon sehr. Der Bebauungsplan ist bisher nicht durch den Rat der Stadt Herten beschlossen worden. Es liegt zurzeit lediglich ein Entwurf vor, gegen den die Hertener Bürger Einwände und Anregungen erheben können. Wenn der Vorsitzende der SPD jetzt schon auf den Klage weg verweist, geht er davon aus, dass alle Vorschläge ergebnislos sind. Dann kann man' sich das Anhörungsverfahren in Zukunft ganz sparen. Dieses widerspricht jedoch meinem Demokratieverständnis. Herr Locker sagt die Unwahrheit, wenn er von 10 (zehn) Meter hohen Neubauten ausgeht. Der Bebauungsplan schreibt zwischen Gaststätte Berger und Im Hagedorn zwingend zweigeschossige Häuser mit einer Firsthöhe von 11,50 m vor (Seite 9 Punkt 5.2.3 und 5.2.4 des Entwurfes). Hier sollte sich Herr Locker sachkundig machen. Diese zwingend vorgeschriebene Bebauung passt sich in keinerlei Hinsicht der vorhandenen Bebauung an. Hier wird wissentlich der Charakter einer schönen Einfamilienhaussiedlung zerstört. Das geplante Heizkraftwerk mag zwar optisch ansprechend sein, aber die Planer waren so geschickt, dass nur Alteigentümer hiervon betroffen sind. Das angesprochene Verkehrsgutachten kann auch nicht akzeptiert werden. Dieses Gutachten haben eigene Mitarbeiter erstellt. Eine Unabhängigkeit des Gutachters wird deshalb bestritten. Es grenzt schon an Frechheit bzw. Ignoranz, wenn sich gewählte Volksvertreter von den jetzigen Anwohnerprotesten nicht beeindrucken lassen. Unverständlich ist auch, dass der Vorsitzende der SPD von einem Scherlebecker Ratsherrn unterstützt wird, der die Örtlichkeiten doch besser kennen müsste. Es zeigt sich, dass die Mehrheitspartei einen Ratsbeschluss entgegen den Willen der Bevölkerung durchboxen wird. Es ist schade, dass das Bauvorhaben nun im Hinblick auf die Kommunalwahl 2009 zum parteipolitischen Machtkampf ausartet.

Nachrichten - Herten

02.06.2009

Kritik an "Blockade" durch die CDU

SCHERLEBECK. (sp) Borsu Alinaghi, Fraktionsvorsitzender der UBP im Hertener Rat, steht zum Ratsbeschluss für das Baugebiet "Sonne+" in Scherlebeck. -

Angesichts sinkender Einwohnerzahlen in Herten sei es erforderlich, mit einer hochwertigen und attraktiven Bebauung neue Menschen für die Stadt zu gewinnen und der negativen demographischen Entwicklung entgegen zu treten. "Die Blockade der CDU in diesem Bereich muss endlich aufhören", heißt es in seiner Stellungnahme. "Sämtliche Kritikpunkte der CDU wurden im Rahmen der letzten Ratssitzung ausgeräumt." Dies betreffe insbesondere die Diskussion über die Bauhöhe der Häuser und die Gestaltung und Lage des Heizkraftwerks. "Die Verwaltung hat sich eindeutig und zufriedenstellend verpflichtet, das Heizkraftwerk in die Bebauung einzupassen und den Wohncharakter zu erhalten. Ebenso wird es die von der CDU wider besseren Wissens befürchtete Riegelbebauung nicht geben." Alinaghi wirft der CDU Lobbypolitik vor.

02.06.2009 | Quelle: Medienhaus Bauer

 

Die Arroganz wurde fortgesetzt und begann auf der Schneeberger-Straße ...hier

 

 

Hämische Pointe, erlauscht an einem amerikanischen Journalisten-Stammtisch: "Politik ist die Kunst, das Geld der Reichen und die Stimmen der Armen durch das Versprechen zu erhalten, beide voreinander zu schützen." Fritz Herdi (*1921)

Wohnen in Herten
(Negativentwicklungen)

 Wohnen an der Schützenstraße, wann wird hier ein „Planpool-Büro“ installiert ?
Oder plant hier die soziale Politik in Herten demonstrativ eine Zweiklassengesellschaft
?

 
Schützenstraße 64

leerstände_schützenstr.jpg
Schützenstraße 74        Kreuzung Schützens- Waldstraße        Leerstände Schützenstraße HWG


ganz normaler Verkehr


Waldstraße – Golfspieler - „Mustersiedlung

In der Gertrudenau (Wohngebiet für Golffahrer) durften Anwohner noch nicht einmal ihre Dachgauben bauen
Hier (Wohngebiet für Golfspieler) wird kreuz und quer durcheinander gebaut

 

Bilder: J. Jürgens, Nov. 2007

 

Die materielle Unbewohnbarkeit der Elendsviertel
ist der moralischen Unbewohnbarkeit der funktionellen nützlichen Architektur vorzuziehen.
In den so genannten Elendsvierteln kann nur der Körper des Menschen zu Grunde gehen,
 doch in der angeblich für den Menschen geplanten Architektur geht seine Seele zu Grunde.
Daher ist das Prinzip der Elendsviertel, das heißt der wild wuchernden Architektur,
 zu verbessern und als Ausgangsbasis zu nehmen
und nicht die funktionelle Architektur

Entnommen aus: Friedensreich Hundertwasser:
Gebt den Menschen ihre Häuser zurück, 1977

 
Hundertwasser Wien

hundert Jahre Herten

Unsere Städte sind zu Beton gewordene Schnapsideen
von Architekten, für die der Eid des Hippokrates nicht gilt,
der da heißen sollte:
Ich weigere mich, Häuser zu bauen,
wodurch Natur und die Seele des Menschen zu Schaden kommen. 
                       Friedensreich Hundertwasser

 

 

 

Abschrift/Quelle: Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) / Landesgruppe NRW

Arbeitsgruppe „Schrumpfende Stadt“ Vom 4.1.2002

 "Die schrumpfende Stadt" 10 Thesen zur Diskussion

  •  These 1
     Mit dem ab 2020 bundesweit vorhergesagten massiven Bevölkerungsrückgang wird das Schrumpfen der Städte in vielen Regionen Europas endgültig ein Problem. Dort, wo Abwanderungen und Bevölkerungsrückgang jetzt schon massiv auftreten, werden die betroffenen Städte eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung neuer Handlungsstrategien spielen müssen. Sie haben als Pioniere die Chance, ihren Handlungsvorsprung in neue Attraktivität umzusetzen. Aus der Krise wachsen Vorteile; wer zuerst handelt, gewinnt.

  •  These 2
    Schrumpfung erfordert grundlegend  andern Strategien und Methoden als die angebotsorientierte, auf Wachstum ausgerichtete klassische Stadtplanung. Ein Paradigmenwechsel ist angesagt. Nachdenken ist erforderlich, um neue Ideen zu entwickeln, wie die Situation zu meistern ist.

  •  These 3
     Mit dem Schrumpfen eröffnen sich auch Chancen:
    * weniger Siedlungs- und Wachstumsdruck,
    * weniger Flächenverbrauch,
    * insgesamt geringerer Ressourcenverbrauch.
     Solche Chancen sind in neue Qualitäten umzusetzen. Attraktivität entsteht durch Qualität und nicht durch Wachstum. Die Städte können kleiner werden, wenn ihre Einwohner eine bleibende oder besser werdende Lebensqualität vorfinden.

  •  These 4

  •  Trotz Schrumpfung müssen die Städte allerdings handlungsfähig bleiben, vor allen Dingen finanziell. Die Folgen der Schrumpfung sind finanziell gerecht zu verteilen. Weitere Konsolidierung, Personalabbau und Mobilisierung städtischer Vermögen finden schnell dort ihre Grenzen, wo die Stadtentwicklung auf Dauer Schaden nimmt. Deshalb muss der notwendige Wandel in der Planung begleitet werden durch eine Umstellung der Kommunalfinanzierung, durch eine Umstellung der Förderinstrumente sowie ein auf Brachflächen und Leerstände reagierendes Bodenrecht. Die Neustrukturierung der kommunalen Finanzen ist überfällig.

  •  These 5
    Wesentliche Gefahr von Schrumpfung ist die soziale und kulturelle Segregation. Der Gegensatz zwischen wachsenden und schrumpfenden Regionen verstärkt sich. Deshalb schrumpfen die Städte zunächst nicht vorrangig auf Grund ihrer demographischen Struktur, sondern auf Grund der Abwanderung aktiver, qualifizierter und einkommensstarker Bevölkerungsgruppen. Einseitige Bevölkerungsstrukturen sowie der Verlust von Wirtschafts- und Steuerkraft führen zu weiteren Attraktivitätsverlusten und damit zu weiterem Fortzug und weiterer Abwanderung. Damit beschleunigt sich die Schrumpfung und wird zu einem sich selbst verstärkenden, nicht mehr steuerbaren Prozess.

  •  These 6
    Deshalb ist es die wichtigste Aufgabe der neuen Stadtentwicklung, Bevölkerung zu halten, zu binden und zurück zu gewinnen. Dies gelingt nur mit Stadt- und Wohnumfeldqualität und durch Freizeit- und Kulturangebote.
    Nur so sind der Schrumpfungsprozess zu dämpfen und abzufedern und die kommunale Handlungsfähigkeit zu erhalten.

  • These 7
    Wenn die Stadt Bevölkerung halten, binden und gewinnen will, braucht sie Flächen für Wohneigentum, insbesondere Wohnhäuser für Familien und Lebensgemeinschaften mit Kindern. Selbst ohne Wohnraummangel besteht ein Wohnformenmangel. Die Suche nach dem besseren Wohnumfeld für Kinder ist das vorrangige Wanderungsmotiv. Die vorhandenen Bestände müssen vorrangig den Wohnwünschen und Wohnbedürfnissen angepasst und umgebaut werden. Ohne sofortiges Handeln verstärkt sich der Trend zur Suburbanisierung und Fragmentierung der Stadtstrukturen, und der Prozess wird nicht mehr steuerbar sein. Die sozialen Folgekosten einer solchen Entwicklung sind nicht finanzierbar. 

  • These 8
    Die "schrumpfende Stadt" muss sich auf ihre Qualitäten besinnen und diese ausbauen. Bevölkerung halten und handlungsfähig bleiben wird sie nur, wenn sie ihre Begabungen entdeckt, besondere Qualitäten entwickelt und damit Merkmale ihrer spezifischen Attraktivität und der Besonderheiten des Ortes hervorhebt. Identifikation und Lebensqualität sind wesentliche Bausteine.
    *Identifikation durch Symbole, besondere Standortmerkmale, besonders attraktive Einrichtungen und durch eine aktive bürgerliche Gemeinschaft.
    *Identifikation durch Lebensqualität, durch attraktives Wohnen und Wohnumfeld und Qualität in der Daseinsvorsorge.

  •  These 9
    Städtebau wird zum Stadtumbau. Insgesamt wird weniger gebaut. Im "Kleinerwerden" braucht die Stadt keine neuen großen Gebäudekomplexe mehr, weder als private noch als öffentliche Investitionen. Die Gestaltung der schrumpfenden Stadt findet nicht durch Neubauten statt, sondern durch qualitätvollen Umbau. Grün und Landschaft mit ihren ästhetischen Qualitäten werden zu dominierenden und wichtigen Gestaltwerkzeugen der Stadtplanung.

  • These 10
    Neue Qualitäten entstehen nur mit und nicht gegen die Bürger der Stadt. Die öffentliche Diskussion muss sich dem Kleinerwerden stellen, es annehmen und daraus Perspektiven entwickeln. Die Politik und die Gemeinschaft der Bürger ist gefordert. Nur eine umfassende Bürgermitwirkung und Mitgestaltung hält die aktive Bevölkerung und wahrt die Identifikation mit der Stadt. Sie ist kein demokratischer Luxus, sondern für die schrumpfende Stadt überlebensnotwendig. Es ist neue Formen der Partizipation zu entwickeln und das bürgerliche Engagement für die Stadt zu stärken.

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