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Update: 07.09.2010 12:40

Schon Perikles sagte 500 v.Chr:
"Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger "
WIR SIND PRO-HERTEN, aber CONTRA RECHTS!
Wir haben mit den Rechtsauslegern Pro-Köln, Pro-NRW  ProGelsenkirchen etc. nichts gemeinsam!
Es ist egal , wer du bist – wo du herkommst – an welche Religion du glaubst – welche Hautfarbe du hast.
Sei einfach nur ein anständiger Mensch – das ist das einzige, was zählt.
(Willy Meurer)

Ehrlichkeit ist nie Unrecht; aber ein Fehler ist es, an die Ehrlichkeit der anderen zu glauben.
Henri Barbusse, (1873 - 1935), französischer Schriftsteller und Pazifist


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"Wenn man mal in einer Demonstration mitläuft und dann wieder nach Hause geht, dann ist das zwar auch etwas, aber damit können die Mächtigen leben. Anders ist es, wenn anhaltender und wachsender Druck ausgeübt wird, wenn Organisationen die Sache in Gang halten, wenn die Menschen Lehren aus ihren Erfahrungen ziehen, um es beim nächsten Mal besser zu machen: Damit können die Mächtigen nicht leben."

Noam Chomsky, was die Mächtigen wirklich stört; 1992 Chomsky/Naiman: What Uncle Sam Really Wants, S.98

Satirischer   Text,  der der Lokalpolitik den Eulenspiegel vorhält

Alle Texte (ab 2006) als PDF-Dokument können Sie Herunterladen ...klick

 


dazu mehr im nächsten Till

Till Eulenspiegel vor der Wahl… (17.4.09)

Liebe Leute, man kann es kaum übersehen. Es tut sich was im schönen NRW. Nicht nur die Bäume sprießen, auch die Politiker. Da lächelte doch übergroß eine für NRW "ehrlichmeinende" Politikerin – Hannelore Kraft uns an.

Im SPIEGEL-Interview ( http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,682124,00.html) sagt Hannelore Kraft, Spitzenkandidatin der NRWSPD und stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende: „Wir müssen endlich ehrlich sein: Rund ein Viertel unserer Langzeitarbeitslosen wird nie mehr einen regulären Job finden.“ Aus diesem Grund sollen sie „die Chance bekommen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Gesellschaft etwas zu leisten“. – Wo ? Im Steinbruch? Hundeköttel aufsammeln, die gedankenverlorene Tierliebhaber „vergessen“ haben? Maulwurfshügel vor Vandalen beschützen?

Na, na, Frau KRAFT, da fällt mir doch glatt ein chinesischer Spruch ein: "Wenn wir auch die KRAFT haben, Berge zu versetzen, so brauchen wir doch den Verstand, der so groß ist wie ein Ozean." Wie wäre es denn einmal damit – als persönliches Wahlplakat- mit dem Verstand meine ich?

Aber das kennen wir ja alles. Vor der Wahl verlassen sich die Menschen auf die Politiker und deren moralischen Prinzipien. Nach der Wahl verlassen die Politiker ihre moralischen Prinzipien und die Menschen. Zumindest kann man sich darauf verlassen.

So starten die Vorbereitungen zum Frauenparlament in Herten. Brauchen wir so etwas? Na ja, jedem Tierchen sein Pläsierchen. Warum auch nicht. Da belauschte ich doch zwei reputierte Politdamen bei den Vorbereitungen. Wie sehr sie sich doch in Vorfreude dem Thema Wasserstoff widmeten. Nur einig sind sie sich noch nicht ganz, meinte doch die eine, den WasserStoff könnte man im Schongang mit 40 Grad waschen, so war die andre der Meinung, um Herten innovativ glänzen zu lassen, müsse man doch schon mit 90 Grad an den Stoff herangehen. Na ja, gut dass ich auch in der Mehrzahl viele vernünftige Vertreter des weiblichen Geschlechts kenne – und dass ich solch Gedankensprünge als Ausnahme betrachte, ich könnte glatt den Glauben an der Fortpflanzungslehre verlieren.

Na, da gehe ich doch durch den Schlosspark und sehe dort überdimensionierte Maulwurfshügel aus dem Grün der Wiesen wachsen . Warum macht er nur so etwas? Der Maulwurf hat kein Bewusstsein. Aber er durchwühlt ja die Erde in einer bestimmten Richtung.

Am anderen Tag lese ich, dass es gar nicht der Maulwurf war, der hier mal so eben für diese in jeder Hinsicht Kunst-Hügel 190.000 Euro ausgegeben hatten, es war der Homo Politikus! Glücklicher Maulwurf, der du unter der Erde lebst und das Elend dieser Welt nicht sehen musst!

Aber mal ganz ehrlich, kann man nicht statt uns Bürger solche „Maulwurfhügel“ als Kunst lieber die vielen Schlaglöcher auf den Straßen als Kunst verkaufen – wäre in jedem Fall billiger.

Aber die Politik tut mir leid. Wenn man nicht gerade zu einer bevorzugten Kaste gehört und Informationen direkt von der Quelle bekommt, überhört man schon einmal das eine oder andere Wesentliche.

Zum Glück gibt es ja dann noch die gutinformierte Zeitung, die dann nachhilft, sonst wäre es einigen Ratsmitgliedern unbemerkt geblieben, dass in unserer kompetenten innovativen Stadt, die bei einem offensichtlich insolventen Hersteller georderten Wasserstofffahrzeuge das gleiche Schicksal anstreben wie die über allen Grenzen hinaus bekannten HyBikes.

Mal sehen, was uns in drei Wochen die Wahl bringt, ich melde mich dann wieder – ehrlich und versprochen,

Euer Till Eulenspiegel


Enttäuschter Till zu Ostern 2010

Liebe Leute, gerade komme ich vom Osterspaziergang zurück, den ich voller Erwartung begann, da ich dachte, der städtische Osterhase hätte mir das eine oder andere Ei ins Nest gelegt. Um es vorwegzunehmen, außer vielen Windeiern nix gewesen.

Als erstes – fußfaul wie ich bin – wollte ich mir den weltweit einmaligen Genuss gönnen, mit den allseits bekannten städtischen Wunderfahrrädern die touristischen Attraktionen Hertens zu erschließen. Auch im vierten Jahr nach Inbetriebnahme ein „Windei“. Tröstend, dass die 75.000,- € teuren Investitionen – wie der Baurat kundtat - „kostenneutral“ im Keller eingelagert sind. Daran liegt es wohl, dass ich bis heute noch nicht in den Genuss kam, die Dinger auszuprobieren. Die Wunderräder sind „kosten“- und CO2-neutral, wenn sie nicht eingesetzt werden! Angeblich sind sie aber auch CO2-neutral, wenn sie laufen. Wie man hört, soll es am CO2-neutralen Wasserstoff liegen. CO2-neutral? Das bedeutet in der örtlichen Wasserkompetenz, dass hier zur Wasserstoffabspaltung kein fossiler Strom, sondern Strom aus Windkraft genutzt wird.

Die Hertener Kompetenzgarde spricht von nachhaltiger Energie, die aus vielen Quellen abgeleitet werden kann. Sind diese Versprechungen haltbar? Wohl kaum. Laut seriösen Quellen (Forschungszentrum Karlsruhe) „ist Wasserstoff lediglich ein Energieträger, dessen Herstellung, Verteilung und Nutzung enorm viel Energie verschlingt.“ So soll, wie man mir glaubhaft mitteilte- selbst mit effizienten Brennstoffzellen nur ein Viertel des ursprünglichen Energieinputs zurückgewinnen zu sein, da hatten Uraltkohlekraftwerke noch einen besseren Wirkungsgrad.. Ergo - aus physikalischen Gründen hat eine Wasserstoffwirtschaft keine Chance.

Da wird doch im letzten Lerchenmüller Hochglanz-Comic-Heftchen „VON HERTEN LEBEN“ glaubhaft versichert, dass nicht die Idee der Wasserstoffkompetenz das Problem ist, sondern „DAS Problem ist DER WASSERSTOFF!

Ach ja, Wasserstoff dient ja auch als Raketentreibstoff. Dass bedeutet ja, dass sich ja gerade dieser Stoff zur Beschleunigung, zur Schnelle eignet. Da der Oppositionsführer im Rat offensichtlich nicht den Unterschied zwischen „Feuchtgebieten“ (ist er Fan von der Schriftstellerin Charlotte Roche?) und Wasserstoff kennt – wie er doch so trefflich in der letzen Ratssitzung kund tat -  ist die rasende Geschwindigkeit seiner wohlgeformten gestikreichen Reden nun begreiflich.

Ach ja, der Blaue Turm - auch ein Windei?  Energie-Manager Utz Claassen deutet auf unsauberes Geschäftsgebaren im Spiegelinterview hin

(http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,686174,00.html )

Er hatte sein Amt beim Erbauer des „Blauen Turms“ nicht aus einer Laune heraus niedergelegt. ……. Nach dem Rücktritt als Vorstandschef von Solar Millennium deutet sich ein hässlicher „Rosenkrieg“ an. Die Investoren haben dabei offensichtlich schon entschieden, wem sie mehr Glauben schenken: Eine Andeutung des einstigen Top-Managers genügte, um den Aktienkurs erneut einbrechen zu lassen ……

Aber mit Ideen fern der Menschen hatten wir in dem Haus in Herten, in dem noch das Licht mittels Schubkarre hineingefahren wird, so immer unsere Probleme- Schaut Euch doch mal die meine letzten Eulenspiegelleien an. ( http://www.pro-herten.de/Schilda/eulenspiegel.htm )

Es hapert dort an allen Enden. Aber sportlich geht’s schon zu. Nach langer Zeit wurden – zugegeben noch ungeübt – die Disziplin der Haushaltsreden durchgeführt, nach dem Motto „Wer schafft die meisten Wörter in einer vorgegebenen Zeit“. Dass alles sehr korrekt ablief, überwachte Stoppuhr hochhaltend unser Bürgermeister die Kür. Nun ja, lief nicht so glatt, wie gedacht – mehr  Zeit oder kürzere Reden wären es gewesen. Da aber Schalke sein Pokalspiel verlieren wollte und der Bürgermeister mehr Interesse daran hatte als an den Pflichtübungen – verständlich, die Stoppuhr.

Kritisch berechtigt dann auch der Kommentar der örtlichen Zeitung, der bemerkte, wir sollen doch, wie auch die Zeitung die wichtigen Ereignisse ins Netz stellt, ebenfalls unsere Reden da veröffentlichen. Ja, jetzt weiß ich endlich, warum ich immer noch ein Abo habe. Mich interessieren nämlich auch die schwarzumrandeten Anzeigen der letzen Seiten. Wären diese nicht dort vorhanden – an dem ich den derzeitigen Zustand einiger Gefährten erkennen kann - ich glaube, dass mir das Internet dann auch reichen würde.

Ich wünsche noch frohe Ostern,

Ihr Till aus Herten

 


 Till im Januar /Februar

Satirisches zur Kunst die Kunst als Kunst zu verkaufen

Genieße Dein Glück! Die Kunst, sich zu erfreuen, ist für den Sterblichen die Kunst, beglückt zu sein.

Das Jahr beginnt in Herten turbulent. Unseren politischen Akteuren wird durch Kreis und RP mitgeteilt, wie wir Gelder, Subventionen, die wir eigentlich gar nicht zur Verfügung haben, verplanen können.

An Fantasie mangelt es nicht. Zwar pfeift der Wind durch Kindergärtendächer - sollen sich die Kleinen eben wärmer anziehen, durch Turnhallen regnet es, was soll's, müssen halt die Aktiven Mary Poppins gleich durch die Hallen mit dem Regenschirm hüpfen. Für solche Erfordernisse steht offensichtlich kein Geld zur Verfügung - für Kunst ja.

 Nein - nachdem Herten gerade den Ruf der größten Bergbaustadt eingebüßt hat, muss ein Ersatzimage herhalten. Als zentraler Ruhrgebietsmittelpunkt eignet sich ja Herten hervorragend als Kunst- und Tourismusstadt. Unser „Kunstexperte", der Baurat ist ja ganz gut drauf - seine Kunst besteht offensichtlich darin, den Entscheidungsträgern Kunst als Kunst zu verkaufen.

Lieber Baurat, manche Darstellung dient weniger der Darstellung von Kunst als der Kunst der Selbstdarstellung.

 Künstler und Zauberer sein, das sind heute in einer Zeit, wo Städte handlungsunfähig sind, die offensichtlichen Voraussetzungen für einen guten Hauptbeamten.

Kein Moos in der Tasche aber Land und EU fördern kleine künstliche Maulwurfshaufen, geschmückt von Zechenmodellen mit 190 000 Euro, die jährlichen Folgekosten (Pflege, Versicherung, Personal oder für was?) von rund 11 300 Euro spendieren die Portokassen der Kitas?

 Und, dass jeder diese kleinen Kunstwerke auch findet, wird extra ein Touristenbüro installiert, natürlich auch ganz versteckt auf dem Ewaldgelände - Schnitzeljagd in Herten ist angesagt.

Das ganze wird dann noch als Weiterentwicklung des Erfolgsmodells  "HyBike" verkauft - wir Bürger sind von dieser Kunst verzaubert! Insgesamt ergibt sich damit in den Jahren 2010 und 2011 für diesen Projektbaustein gerade mal der lächerliche Betrag in Höhe von 436.000,- €.

Kunst bekommt man ja bekanntlich nicht zum Nulltarif. Uns solch ein Projekt auf Ewald zu verkaufen sollte ebenfalls schon kunstverdächtig sein. Die Besucher von Herten werden das Büro dort kaum  finden, aber die drei installierten Billig-Arbeitsplätze schmücken dann ebenfalls die Arbeitsplatzstatistik vom Projekt „Ewald".

Ist schon eine gewaltige Kunst unserer Stadtverantwortlichen, die einst als weltweites Novum der Beförderung gepriesene HyBikes (Fahrräder mit Elektromotor und Wasserstoffnachbrenner) zu einem Touristenbüro zu wandeln. Zugegeben, solch geniale Wandlung gelingt nicht jedem und ist im hohen Maß ebenfalls kunstverdächtig. Der Erfolg liegt - nach Baurats Presseäußerung darin, dass die Dinger im Keller stehen, so verursachen sie keine Betriebs- oder sonstige Kosten.

Ja in Sachen Kunst. Da wäre ja noch, wie sagte doch unser Bürgermeister Dr. Uli Paetzel zum Kartoffelturm, der Ruine Wengerturm: „Der 1961 erbaute Siloturm ein geschichtsträchtiges Symbol.

Ich freue mich, dass der Turm im neuen Gewand Herten erhalten bleibt. Die Farben sollen auf den Technologiepark hinweisen. ( Anm. als Pleitesymbol?) Sanierung und Gestaltung haben 200 000,-€ gekostet. 80 Prozent kamen von der Europäischen Union. Na ja, ich möchte meinen, hier wird der vorschnelle Versuch durch langfristige Verträge mit UMTS-Betreibern den Turm als Antennenträger zu vermieten, mit schmückenden Worten dem Volk untergejubelt. Fragt sich nur, ob die Mieteinnahmen die Unterhaltungskosten decken. Bei bereits erkennbarem Verblassen der Farbe des Turms wohl kaum anzunehmen.

Macht nichts, war unser Bürgermeister ja gerade zum Kurzlehrgang nach Washington eingeladen -zum Kunst-Lehrgang „Yes we can" wo man lernt, der Bevölkerung Tomaten auf die Augen drücken.

Kunst kommt von Können, aber wenn man es kann, ist es keine Kunst mehr. Also liebe Verantwortlichen der Stadt, konzentriert Euch weiter auf die Kunst.

 Warum kommen mir dabei immer solch Gedanken wie: „Ich kann zwar meine Wohnungsmiete nicht mehr zahlen, aber mein Rembrandt an der Wand tröstet mich darüber hinweg"!

Politisch tut sich auch einiges, nachdem das Stadtbüro der Grünen für Veranstaltungen zu klein geworden ist, trifft sich die Masse der Mitglieder- zwölf an der Zahl - im Lokal zur Wahl - welch Qual.

Es hätten ja noch mehr Mitglieder kommen können, aber da herrscht wohl bei den Grünen Unklarheit, wer Grün oder sonst was ist. Man trifft sich lieber im kleinen kritiklosen Kreis - wie schon in der Vergangenheit z.B. bei der „Bildungsveranstaltung" an der Mosel.

Die Rollen wurden verteilt, Susanne Fiedler, einzig übrig gebliebenes Ratsmitglied, kämpft - wie in der Vergangenheit - bis zur Erschöpfung nun mit der SPD in enger Umarmung. Zwei ehemalige Grüne wurden aus der Partei gerade wegen solch einer Zusammenarbeit (bei dem H.F.B) aus der Mitgliederliste der Grünen gestrichen. Vor dem Gesetz ist jeder gleich, bei den Grünen gibt's  „Gleichere“!

Mühelos erlangt dann der Vorstand annähernd die gewollte Frauenquote von 100%, ehrlicherweise spielt hier ein Ehemännchen der gewichtigen Vorsitzenden den Quotenmann.

Na ja, Viel Glück beim Neuanfang - es ist halt auch eine ganz besondere Kunst sich selbst was vorzumachen.

 

Euer Till bis zum nächsten Mal


kommen. Freundlich, redegewandt, jugendlicher Esprit - durchweg ein netter guter Repräsentant unserer Gemeinde – dass Einzige was uns jetzt noch fehlte, wäre ein guter Verwaltungschef.

 Euer Till im Frühjahr 2009

 
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