hat einer eine Ahnung was das ist? Hängt bei uns auf der Bahnhofstraße an einem Mast   Foto: Facebook (A.Grün)

Antwort: Fred Toplak Die Messungen sollen unsere Maßnahmen, aber auch Anfragen aus der Bürgerschaft qualifizieren. Um nach Auswertungen Möglichkeiten für Verbesserungen zu ermitteln oder Messstellen für Verkehrsüberwachung.
Viele Grüße Fred Toplak

 

Joachim Jürgens-> Fred Toplak – schon Ihr Vorgänger hat die Belastungsdaten zum LAP (Lärmaktionsplan) dem Ruhrpiloten (mit finanzieller Beteiligung der Stadt in Herten errichtet) entnommen! So frage ich mich ernsthaft, was diese Aktion soll. Nach 2 Tagen bekam ich eine EMail die sich auf mein „Postiung“ bezog aus dem Rathaus!

Verkehrszählgerät / Ihre Mail an Herrn Bürgermeister Toplak vom 11.03.2018

Sehr geehrter Herr Jürgens,

Sie wandten Sich mit v. g. Mail an Herrn Bürgermeister Toplak. Ich verstehe den Inhalt Ihrer Mail dahingehend, dass Sie den Einsatz unseres Verkehrszählgerätes für nicht sinnvoll oder sogar überflüssig erachten, weil Sie persönlich bereits Daten aus dem Ruhrpiloten auswerten und der Verwaltung zur Verfügung stellen würden.
Diese Sichtwe ise teile ich nicht.
Das von uns eingesetzte Verkehrszählgerät liefert Daten, die deutlich über die Datenlage hinausgehen, die uns der Ruhrpilot zur Verfügung stellen kann. Ich möchte an dieser Stelle nur auf die wichtigsten Unterschiede eingehen. So deckt das Gerät einen Geschwindigkeitsbereich von 1- 255 km/h ab und kann insbesondere auch in verkehrsberuhi gten Bereichen eingesetzt werden.
Das Gerät unterscheidet 6 Fahrzeugklassen und kann auch Zweiräder erfassen . Mittels GPRS / GSM Kommunikation werden die erfassten Daten automatisch via E-Mail wöchentlich zur Verfügung gestellt . Die Auswertungen können täglich, wöchentlich, stündlich oder in noch geringeren Zeitabständen erfolgen und zwischen abfahrenden und ankommenden Verkehre unterscheiden .
Insofern halten wir den Einsatz dieses Gerätes für sinnvoll.

Der zuständige Fachausschuss ist über den Einsatz des Gerätes informiert und hat die Entscheidung der Verwaltung ausdrücklich begrüßt.

Mit freundlichen Grüßen
i. A. A.Sickers

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Jahrzehnte verdrängte Verkehrspolitik

 geschrieben Joachim Jürgens; Herten, den 14. Dezember 2004

Ab 1. Januar 2005 musste unsere Luft sauberer werden, verlangt die EU. Ist Herten damit völlig überfordert

Der Feind heißt: PM10. Feine, unsichtbare Staubteilchen, die durch den Ausstoß von Rußpartikeln bei Dieselfahrzeugen (u.a.) in die Atemluft gelangen, die sich in der Lunge festsetzen und in den Blutkreislauf eindringen können, die Allergien, Atemwegserkrankungen, Krebs verursachen und deshalb so gefährlich sind.

Seit Jahren werden auch in unserem Gebiet immer wieder kritische PM10- Konzentrationen gemessen und Grenzwerte überschritten. Doch erst jetzt, wo diese Grenzwerte ab dem 1.1.2005 EU-weit eingehalten werden müssen, wird hektisch nach Lösungen gesucht – bzw. auch das Problem in alter Gutsherrenart verdrängt.

So Stadtplaner Seidel im Gespräch mit der WAZ: "Nein. Wir wissen ja noch nicht einmal, ob es überhaupt Handlungsbedarf gibt. ... Wir in Herten warten auf analytische Ergebnisse, und wir warten auf Handlungsempfehlungen.“

 In den siebziger Jahre behauptete der damalige Bürgermeister und jetzige Fraktionsvorsitzender entgegen den Empfehlungen des Generalverkehrsplanes (GVP) der Stadt Herten, dass der „Verkehr infolge Energieverknappung rückläufig ist“ und deshalb „die Empfehlungen des GVP’s überholt sind“! Der damalige Baurat Günther, „Unsere Straßen sind jetzt und zukünftig in der Lage, den zu erwartenden Verkehr aufzunehmen“!

 Tempo 30 auf Ausweichstraßen, Bechtelscher Traum von einer „Autofreien Innenstadt“, verkehrsberuhigter Umbau von Landesstraße L638, auch als Ewaldstraße bekannt, führten dazu, dass sich der Verkehr – örtlich oder überörtlich – auf wenige Straßen konzentriert.

 So sind derzeitig auch auf dem Stück Feldstraße bis zur Gabelung Knöchel die Spitzenbelastung von 23.000 / Tag (1999) gemessen worden. Dabei ist es keinesfalls so, dass man in Herten von den verschärften Grenzwerten überrascht worden wäre - vorausgesetzt, im Rathaus wird nicht der gepflegte Büroschlaf praktiziert.

 Bereits 1999 hatte die EU nach Konsultationen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Grenzwert für die Belastung durch Feinstäube (PM10) auf 40 Mikrogramm pro Kubikmeter festgeschrieben. Der entsprechende Passus - mit Stichtag 1. Januar 2005 - wurde drei Jahre später in deutsches Recht umgesetzt.

Seit 2002 bestand Handlungsbedarf.

 Aber die Zeit verstrich. Zwar werden die (ebenfalls verschärften) europäischen Luftgüte-Standards für Schwefeldioxid, Benzol, Kohlenmonoxid und Blei bereits eingehalten. Doch was die Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Partikel (Feinstaub

 PM10) betrifft, wurde NRW von der Bundesregierung und von der EU zum "Nachsitzen" verdonnert.

Dass Kommunen Luftreinhalte-Pläne erstellen mussten, ist kein Fanal engagierter Umweltpolitik - es ist Teil des Sanktionssystems, mit dem die EU auf die Nichteinhaltung von Grenzwerten reagiert.

 Es steht fest, dass der Ballungsraum Ruhrgebiet nicht in der Lage sein wird, die neue EU-Norm für Feinstaub zum 1. Januar 2005 zu erfüllen - die PM10-Belastung hier liegt in den Spitzenwerten erheblich über dem Limit (sh. Veröffentlichung des LUA-NRW).

Nachdem die Verwaltung unseren Ratsherren am 8. Jan. 2003 den Ruhrpiloten („die Kapazität der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur ist zu erhöhen um eine verbesserte Auslastung aller Verkehrsträger zu erreichen“) die Zustimmung abgerungen hat, ist es kaum verwunderlich, wenn derselbe Herr im o.a. WAZ- Gespräch mit einem Ausweichmanöver reagiert. Seidel: „Auf Spekulationen möchte ich mich nicht einlassen. Bei Bedarf können wir aber in Abstimmung mit anderen Behörden reagieren.“Um die nun geforderten Grenzwerte einhalten zu können, bleibt aber nach Lage der Dinge unserer Verwaltung nichts anderes übrig als Maßnahmen einer restriktiven, also "autofeindlichen Politik". Doch es geht um die Gesundheit und körperliche Unversehrtheit vieler.

Und so darf es kein Denkverbot geben. Das gilt für die Tempo-Begrenzung aller innerstädtischen Straßen. Auch heilige Kühe, wie z.B. die Sperrung der gesamten Jägerstraße für den PKW-Verkehr, müssen geschlachtet werden.

 Es muss, es wird etwas geschehen in Sachen PM10. Ist hier die gegenwärtige Verwaltung nicht in der Lage ihre Bürger zu schützen, so werden auch personelle Veränderungen im Rathaus in Betracht gezogen werden müssen. Immerhin: die EU- Verordnung ist geltendes Recht und Gesetz. Wer dieses wissentlich außer Acht ließe, handelte gesetzeswidrig und wäre aus dem Amt zu entfernen!

Es bleibt abzuwarten, wie die Lokalpolitik mit unseren Bürgerantrag umgeht, der dieses Recht einfordert.

 12 Jahre sind vergangen und nicht ist passiert

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Quelle der Abbildung Generalverkehrsplan der Stadt Herten aus dem Jahre 1977. Schon damals waren die Verkehrsprobleme bekannt. Es wurde nichts unternommen, so stellt sich die Frage, ist unsere Verwaltung unfähig die schon damalige Prbleme zu anzugehen`?

Dazu folgende  auch unsere Veröffentlichungen:

• Betrügt die SPD-Herten Ihre Wähler oder ist sie einfach nur Überfordert?

• Die Trickserei geht weiter – manipuliert die Verwaltung Gutachten ?

• Planung bedeutet, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen.

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