Oktober

• Das letzte Quartal beginnt auf der ehemaligen Schachtanlage S & E mal wieder durch Abbruch – entweder durch Raserunfälle oder auch durch Vandalismus. Die Stadt steuert dagegen- mit Erfolg? Keine Kameraüberwachung, Personalnot, wie soll das denn funktionieren. Und wie schnell kommt denn der KOD dorthin, wenn er mal wieder ausgiebig in der Innenstadt frühstückt?

• Der Zentrale Betriebshof (ZBH) arbeitet noch solide und verlässlich. Von Misswirtschaft kann keine Rede sein. Dennoch soll er zerschlagen und aufgelöst werde. Um Geld (fiktiv) zu schaffen, sollen Betriebsteile ausgegliedert werden. Hatten wird das nicht schon mal in der Vergangenheit mit dem Tiefbau? Ist das nicht alles „rechte Tasche in die linke Tasche“? Aber wenigsten bekommt ein Mitarbeiter als Chef ein neues besserdotiertes Aufgabengebiet.

• Bei unserem türkischstämmigen Mitbürger soll – wie man hört – die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern eingetroffen sei. Es liegt inzwischen im Hertener Rathaus ein Bauantrag für eine Schule an der Feldstraße vor. Frühestens 2019 soll dort eine Ausbildung für junge Mädchen und Frauen zur Theologin beginnen. Man nennt sie auch Muslima.

•  „Peinliches Hauen und Stechen“ tituliert die stellv. Chefredakteurin der H.A. als es um die Ehrenbürgerschaft Assauers geht. Dahinter vermuten die Angehörigen weniger Ablehnung gegenüber ihrem Familienmitglied, als vielmehr politisches Kalkül. „Das geht gegen Toplak.“ Die Art und Weise, wie in Internet-Foren, etwa im sozialen Netzwerk „Facebook“, Argumente für und gegen die Ehrenbürger-Würde für Assauer ausgetauscht würden, findet sie entwürdigend. „Ein peinliches Hauen und Stechen.“ Fred Toplak stimmt ihr zu: „Es gibt welche, die sind dagegen, weil der Vorschlag von mir kam.“  Lieber Bürgermeister, wer schoss denn facebookmäßig als Erster aus der „Hüfte“? Hätte der BM nicht erst seine politischen Mitstreiter konsultieren sollen, als wie der Deus Ex Machina  zu agieren? Ein politisches Feingefühl täte nach einem Jahr und etlichen „Vorpresch-Pleiten“ (angefangen mit der Waldritterdiskussion) wohl gut. In enger Verbundenheit mit „Herten ist mein Revier “ habe nicht nur den Eindruck, dass er sich weniger als Bürgermeister in Hertens Revier sieht, sondern mehr als hier ansässiger „Platzhirsch“

• Der Cirkel feiert 25. Geburtstag

Es war einmal ... ein marodes altes Gebäude aus der Gründerzeit, das Fennelhaus. Einst stand es da, wo heute der Cirkel ist: Ein modernes, rot verklinkertes Gebäude mit Eckturm, errichtet von Bauunternehmer Rolf Schettler. 25 Jahre ist es her, seitdem Leben in den Cirkel kam. Grund zum Feiern und Anlass für einen Rückblick, auch auf jenes Fennelhaus, das vor seinem Abriss zum Zankapfel der Stadt wurde. Im Gegensatz kamen die damaligen Stadtgewaltigen besser klar als die heutigen mit dem Forum. Erst war der Schimmel und Pilz im Gebäude, und da hat doch jemand nachts darin so geraucht, dass das ganze Gebäude abgeraucht ist. Ein Schelm der böses dabei denkt.

• o.a. Bild-H.A.
Alle Macht der Kommissarin

Dr. Astrid Berlth greift nach der Macht: Sie wird Bürgermeister Fred Toplak und die Kommunalpolitiker im Rat der Stadt zum Zuhören verdammen und fünf Millionen Fördergelder aus dem Haushalt streichen. Die Regierungsrätin ist jene Sparkommissarin, die seit geraumer Zeit im Rathaus erwartet wird. Nun, hübscher anzusehen ist sie auf jedem Fall.

•  „Ich bin der unzufriedene Bürger, der nicht mehr die Klappe halten will“, sagt Peter G. – und das trifft wohl auf das Gros der rund 40 Besucher zu einer Bürgerversammlung. Bei vielen ist es der Ärger über die Entscheidung des Stadtrats, Schalkes ehemaligem Manager Rudi Assauer die Ehrenbürgerwürde zu verwehren. Bei anderen das Gefühl, von den Kommunalpolitikern nicht mehr vertreten zu werden. Oft ist es beides zusammen. Liebe Bürger, es gibt auch das Instrument des Bürgerantrages – hatte wir schon vor 30 Jahren praktiziert, sh. Haldenbauwerke, RZR-Filtereinbauten auch Verhinderung des australischen Giftmüllimportes. Aber Vorsicht, beim letzteren blieb damals sogar als Quittung ein Bürgerpreis auf der Strecke.

• Knüppel statt Worte – in Dortmund wird mit Schlagstöcken der KOD bewaffnet. In Herten Unsinn, da hat der KOD Tierabwehrspray dabei. Lieber KOD-Leiter, sammeln sie den Spräh ein und geben den Mitarbeitern vierbeinige Mitarbeiter mit, die kosten wenig, sind schneller (im Einsatz z.B. auf S & E ) und vor allem Treu und Loyal.

• Probealarm - Techniker überprüft die stumme Sirene

Vielleicht haben die Techniker beim Neubau der alten Sirenen, die damals jeden Samstag um 12:00 das Wochenende einheulten, das entsprechende Kabel durchgeschnitten. Liebe Techniker, es gibt Messgeräte, mit denen man die Funktion der Sirenen möglicherweise auch erst einmal „stumm testen“ kann. Aber warum brauchen wir Sirenen, heulen Verwaltung und Bürger nicht schon genug?

November:

• In der Bismarckstraße erneuert die Stadt Herten voraussichtlich ab Dezember den Abwasserkanal. Im Vorfeld müssen 100 Bohrungen durchgeführt werden, um auszuschließen, dass noch Fliegerbomben und andere Blindgänger in der Erde schlummern. Frage, wird auch im Rathaus nach Blindgängern gesucht?

• Aufgrund des bekannten Parkproblems in Herten, geht Herten einen neuen Weg. Der Marktplatz wird suggestive für Elektroautos freigegeben: Endlich braucht die Vielzahl der E-Autobesitzer nicht mehr stundenlang durch Herten kreisen, bis der Akku leer ist und das Zwangsparken der E-Autos zum Tragen kommt. Die E-Autobesitzer, die es bis zum E-Parkplatz schaffen, werden  kostenlos Schubkarren zur Verfügung gestellt, mit der sie ihre leeren Akkus zur nächsten Ladestation transportieren können!

• Seit kurzen blitzt es in Herten. Vom März bis  Jahresende haben die Schnellfahrermitgliedsbeiträge die 1 Mio.-€ Grenze überschritten ….

Hier bieten sich lukrative Einnahmequellen, hoffentlich auch an weiteren Stellen und hoffentlich beschlagen nie die optiktive! Auch wäre das Parkproblem eine gewinnbringende Einnahmequelle. Rechnet man das Knöllchen von 30,-€, so wäre allein schon hier eine gewinnbringende Kostendeckung zu erzielen – wenn man nur will.

• Während die Friedhofs-, Müll- und Straßenreinigungsgebühren im kommenden Jahr stabil bleiben, werden die Entwässerungsgebühren einen spürbaren Sprung nach oben machen. Verständlich, da der Hertener Süden um ca. 19 m infolge Bergsenkung tiefer als um die Jahrhundertwende liegt, spielt die Emscher nicht mehr mit und muss aufwendige „Renaturiert“ werden. Die Genossenschaft hat sich unseren alten Bürgermeister ins Boot geholt, der bei der Finanzierung der Bergbauewigkeitslasten, hier als Bürger der einstig größten Bergbaustadt, hilft und durch indirekte Subventionierung für den Pütt die Kosten abmildert. Der Bergbau muss pro Jahr ca. 200 Mio.€ für das Abpumpen der Grubenwasser aufbringen. Da kann man nur sagen: „Glückauf“!

Dezember

• Seit vielen Jahren sammelt die Franziskanerin Schwester Daniela mit ihrem Helfer-Team in der Adventszeit Lebensmittel und Hygiene-Artikel für Bedürftige. „Ein Teil mehr“ heißt die Aktion. Sie wird vor mehreren Supermärkten im Stadtgebiet unterstützt und beschert den Tafel-Läden in Herten-Süd und Westerholt, in denen arme Leute für wenig Geld einkaufen können, volle Regale. Auch im Foyer von Kaufland wurde in der Vergangenheit gesammelt. Der Umsatz muss wohl so gut sein, dass damit nun Schluss ist. Es dürfen nur Handy-Werber, Türen und Treppenhersteller und andere offensichtlich zahlende Kommerzielle im Foyer werben.
Liebe Bürger, Kaufland bietet ja mit dem Parkhaus der Stadtwerke ein bequemes Einkaufen, aber andere Mütter haben auch nette Töchter!

• Hertens Hauptstraßen leiden. Offensichtlich befahren Mitarbeiter von „Straßen.NRW“ Hertens Straßen nicht, sonst wären sie durch die Schlaglöcher aus ihren Büroschlaft geweckt worden. Die Kaiserstraße gilt mittlerweile als „Teststrecke“ für Stoßdämpfer, die dortige Autoreparaturstelle nimmt es dankbar an.

• Ebenso können Anwohner an stark belasteten Straßen  Straßen.NRW Zuschüsse für Lärmschutzfenster beantragen. Das Land und die NRW.BANK als Ersteller dieses Förderportals Lärmschutz, bieten mit diesem Portal Transparenz über die relevanten Förderprogramme an und möchten zugleich die Umsetzung von Maßnahmen aus der Lärmaktionsplanung voranbringen. In diesem Sinne möchten wir Sie mit diesen Basisinformationen dazu ermuntern, die Fördermöglichkeiten zu prüfen und zu beteiligen. So können die Belastungen, die aus dem Lärm resultieren, für alle Beteiligten deutlich verringert werden. Sie dürfen jedoch noch nicht volljährig sein, dann kommen sie eventuell im Rentenalter in diesen Genuss. Ebenso warten wir für die durch die SPD testierte hochbelastete ehemalige Gemeindestraße auf eine gefahrlose Lösung für Fahrradfahrer.. Beantragt 2013, sollte im September 2017 fertig sein. Aber wie gesagt, sonst ist Straßen.NRW top, die setzen sich sogar für Kröten ein, die die Straßen überqueren wollen!

Groß war die Hoffnung, die Toplak in den Investor „Concepta“ gesetzt hatte. Riesige Reklameflächen hätten sich einem oder auch anderen Werbeunternehmen bei einer Renaissance des Hertener-Innenstadt-Großprojekt erschlossen. Das ist nun erst einmal auf Eisgelegt – man spricht im Rathaus in der Angelegenheit von einem (negativ-)Wirkungsgrad „gen negativen Limes“!

Ich wünschen allen Leser nachträglich ein gesundes und erfolgreiches
Jahr 2018,
ihr Till Eulenspiegel