Verkehrspolitik in Herten -
Synonym einer korrupten Kommunalpolitik?

Schützenstraße als politisch legitimierter Betrug der SPD-Herten an die Bürger der Schützenstraße

Oder

 „Der Politik ist eine bestimmte Form der Lüge zwangsläufig zugeordnet: das Ausgeben des für eine Partei Nützlichen als das Gerechte.“
Carl Friedrich von Weizsäcker

AUF EIN WORT Von Frank Bergmannshoff (Text v. 30.06.17 in der H-A- S.3

Als die Stadtplaner vor 60 Jahren mit Zirkel und Lineal die Siedlungen in Disteln und anderen Teilen Hertens entwarfen, ahnten sie nicht, dass eines Tages jeder Haushalt mindestens zwei Autos hat und dass der Verkehr insgesamt massiv zunehmen würde. Am Reißbrett zeichneten sie beschauliche Siedlungen und Wohnstraßen, die jedoch heutigen Ansprüchen längst nicht mehr genügen. Herten hätte im Osten des Stadtgebietes dringend eine leistungsfähige Nord-Süd-Achse gebraucht. Eine solche gibt es aber nicht. Wer von Scherlebeck und Langenbochum nach Disteln will, quetscht sich mit dem Auto bei Tempo 30 durch die Josefstraße oder die Bachstraße. Weil darüber hinaus auch die Kaiserstraße „am Anschlag“ ist, suchen sich immer mehr Autofahrer Schleichwege, etwa durch die Tiergartenstraße. Doch weder lässt sich der Verkehr wegzaubern noch lassen sich zur Entlastung neue Verkehrsadern bauen. Die Planer im Rathaus können nur an kleinen Stellschrauben drehen, um die Belastung gleichmäßiger zu verteilen. Das allerdings müssen sie auch tun! Und wenn das dafür nötige Personal fehlt, sind Bürgermeister und Rat in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen. Dass die Anwohner erst die Bezirksregierung einschalten müssen, um Gehör zu finden, ist jedenfalls ein Unding.

Schauen wir zurück

Im Herbst 1975 hat die Stadt Herten den Auftrag erteilt, im Rahmen des in Vorbereitung befindlichen Flächennutzungsplanes, einen Generalverkehrsplan für das Gebiet der Stadt Herten zu erarbeiten. Inhalt und Arbeitsablauf der Untersuchung waren durch ein detailliertes Arbeitsprogramm festgelegt.

Im März 1977 wurde dieses Verkehrsgutachten, genannt Generalverkehrsplan, der Politik zur Verfügung gestellt (Generalverkehrsplan)

1 Woche vor der Kommunalwahl 1979 (Kopie des Originals vorhanden)

ABSCHRIFT! Aus der SPD — Fraktion Herten

Zitat: Welche Anforderungen stellt die SPD-Fraktion zum Bau der Ersatzstraße für die Schützenstraße (Nord-Süd-Achse)?

Die SPD hat sich mit dem Problem der Nord-Süd-Achse in mehrfachen Besprechungen beschäftigt. Sie kam zu der Auffassung, bei den kommenden Beratungen im Mai (79) folgende Stellungnahme abzugeben:

Es muß sichergestellt werden, daß durch den Bau der Ersatzstraße die Lärm und Umweltbelastung der Anwohner der Schützenstraße erheblich vermindert wird. Die Schützenstraße sollte sowohl im Norden als auch im Süden abgebunden werden, damit auf der Straße kein Durchgangsverkehr mehr möglich ist. Das gleiche gilt auch für die Wieschenbeck, die an der Schützenstraße oder am Katzenbusch abzubinden ist.

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Begründung der Stellungnahme

Den Generalverkehrsplan haben die Parteien im Rat gutgeheißen. Diese Entscheidung hat zum Inhalt, daß die Schützenstraße dringend eine Entlastung benötigt.

Bei den Diskussionen ging es darum, die Bürger vor Lärme und Umweltbelastung zu schützen. Da der Straßenverkehr ständig zunimmt und nach dem Gutachten bis 1990 jedes Jahr ständig mit einer Neuzulassung von 5 - 10 % an Fahrzeugen zu rechnen ist, haben die Politiker die Aufgabe, großzügige Entlastungsstraßen zu bauen, die insbesondere den Durchgangsverkehr aufnehmen und für Lärm und Umweltschutz Sorge tragen.

Solche Maßnahmen sind notwendig, um die Gesundheit der Bürger zu schützen.

Die SPD ist nicht der Meinung, daß nur in Herten- Mitte eine neue Trassenführung notwendig ist ‚wie es von der CDU in einem Pressebericht an wird ‚weil auch im südlichen Bereich der Schützenstraße die Bürger von den bisherigen Lärm- und Umweltbelastungen befreit werden müssen.

Unterschrift Karl Steinhardt
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Da diese Entlastung in einer neuen Trasse zwischen Jägerstraße und Schützenstraße unter Berücksichtigung des Lärmschutzes errichtet werden soll, wurden Fördermittel beantragt, empfangen und Grundstücke den Besitzern abgekauft.
Nun bildete sich eine Opposition zu diesem Vorhaben. Hier handelte es sich um Anwohner der Hospitalstraße und im Besonderen die katholische Gemeinde federführend u. a. unter Marie-Luise Bock und Wolfgang Rusch, Pfarrgemeinderat St. Antonius

Willi Wessel, damaliger Bürgermeister und jetziger „Ehrenbürger“ unserer Stadt knickte ein, fand die Entlastungstraße nicht mehr erforderlich, da „infolge der Energieverteuerung mit einem Rückgang des Verkehrs zu rechnen ist“!
Nach zwanzig Jahre Stillstand brauchten die Fördermittel nicht zurückgezahlt werden. Die von der Stadt erworbenen Grundstücke wurden gewinnbringend als Baugrundstücke veräußert.

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Die zunehmende Belastung nicht nur dieser Straßen wurden seitens der Stadt belastungsmäßig „schöngerechnet“ und den "Bedürfnissen angepasst".Einmal wird die LKW-Belastung der Schützenstraße der Nebenstraße Wiesenstraße belastungsmäßig gleichgesetzt – Nutznießer die damalige VMW (Paetzel und Baurat mandatsmäßig dort involviert!) [B-PLAN 112 „Filz“ oder „Unfähigkeit“? ]

Schützenstraße:
Planung bedeutet, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen.  klick
Die Trickserei geht weiter – manipuliert die Verwaltung Gutachten? klick

Eine umfangreiche Dokumentation habe ich veröffentlicht unter:

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