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Betrügt die SPD-Herten Ihre Wähler

In 47 Jahren der Alleinherrschaft stimmte die SPD die oft
fragwürdigen Vorhaben der Verwaltung zu!

Betrügt die SPD-Herten Ihre Wähler oder ist sie einfach nur Überfordert? Urteilen Sie selbst:

Auszug aus dem Wahlprogramm der SPD im Jahr 1979: Die SPD-Fraktion hat sich mit dem Problem der Schützenstraße in mehrfachen Besprechungen beschäftigt. Sie kam zu der Auffassung, bei den kommenden Beratungen im Mai folgende Stellungnahme abzugeben:

Es muss sichergestellt werden, dass durch den Bau der Ersatzstraße die Lärm- und Umweltbelastung der Anwohner der Schützenstraße erheblich vermindert wird.

Schon im Leitplanes der Stadt Herten vom 06.01.1961 wurde die Überbelastung der Schützenstraße erkannt; Lösungsvorschläge wurden erarbeitet.

Im Flächennutzungsplanentwurfs vom Mai 1973 ist die Entlastung weiterhin Bestandteil der Schützenstraße.- Im Verlaufe der weiteren Diskussion die Verkehrssituation durch mehrere unabhängige Gutachter untersucht. Die Überbelastung der Schützenstraße wurde dabei schon damals regelmäßig bestätigt.

  • Städtebauliches Gutachten „Nord-Süd-Straße“ des Planungsbüros Dipl.Ing. D. Dückert, Dr. Ing. E. Rosenberger aus Juni 1974.
  • Gutachten zur geplanten Nord-Süd-Straße im Zuge der L 638 N / 644 in Herten aus umfassender Sicht der Planungsgruppe Grosche, Börner, Stumpf.
  • Generalverkehrsplan (GVP) der Stadt Herten von März 1977

Sämtliche Gutachter sprachen sich damals eindeutig für die Entlastung der Schützenstraße aus. Die Entlastung der Schützenstraße wurde nicht nur für notwendig, sondern für dringend erforderlich gehalten


Auszug aus dem GVP 1977

Bei nicht organisch gewachsenen Netzen werden vielfach vom Verkehr Straßen als Hauptverkehrsstraßen oder Verkehrsstraßen in Anspruch genommen, die im städtebaulichen Sinne hinsichtlich der Anbaustruktur als konzipiert sind. Daraus ergibt sich zwangsläufig eine Belästigung der Anlieger durch Verkehrslärm, durch eine spürbare Trennwirkung und durch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko.

Derartige Divergenzen zwischen Verkehrsfunktion und Nutzungsfunktion sind für das Hertener Straßennetz ermittelt und in
Anl. 5 Anlage 5 des Generalverkehrsplan 1977 dargestellt worden. Besonders zu nennen sind:

  • 3 Schützenstraße
  • 4 Kaiserstraße
  • 13 Langenbochumer Straße, Ortslage Westerholt
  • 14/15 Bahnhofstraße Wallstraße
  • 23 Feldstraße

Die weitere Planung muß in diesen Fällen darauf gerichtet sein, durch Netzergänzungen und Umstrukturierung des Netzes diese Netzteile wieder ihrer ursprünglichen städtebaulichen Funktion zuzuführen. Dieses ist in der Regel nur durch eine Verdünnung des Verkehrs erreichbar. Bauliche Maßnahmen am Straßenkörper können nur dann eine begrenzte Abhilfe schaffen, wenn sie mit einer Veränderung der Anbaustruktur verbunden sind.


. Im Verlauf der Beratung zum Flächennutzungsplan 1981 wurde die Entlastung der Schützenstraße entgegen den Empfehlungen nicht weiterverfolgt. Die dafür erforderliche Begründung gem. § 1 Abs. 5 Satz 3 BBauG lautet im Wesentlichen:

„Die ursprüngliche Planung der Entlastungsstraße zur Schützenstraße wird entgegen den Empfehlungen im GVP der Stadt Herten aufgegeben, weil davon ausgegangen wird, dass die angesichts der Entwicklung auf dem Energiesektor erwartete Reduzierung des Verkehrsaufkommens zu einer Entlastung der Schützenstraße beitragen werde“. (So der damaligere Bürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Herten Willi W.)

Seriöser Entwicklungsstand lt. Kraftfahrzeugbundesamt
Grafik: JJ/Pro-herten

Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK):

„Angesichts der erwarteten Zuwächse im Personenverkehr von 20 Prozent und im Güterverkehr von über 60 Prozent in den nächsten 15 Jahren benötigen wir auch auf der lokalen und regionalen Ebene eine Verkehrspolitik, die dem Leitbild der Nachhaltigkeit verpflichtet ist“, stellte Angelika Mertens (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr 2001 fest.“

Sehr geehrte Genossen, sie äußerten sich im Rat und Ausschüssen, wenn das Thema zur Sprache kommt.: (..) „Ich kann diese Diskussion nicht mehr ertragen ….“

Wenn ich die Disfunktion im Rat thematisiere, wird mir seitens des SPD-Fraktionsvorsitzenden Christian B. Befangenheit vorgeworfen, da ich Anwohner der Straße bin! Wie einfältig ist eigentlich dieser Fraktionsvorsitzender. Er ist in allen Dingen Befangen, da er in Herten wohnt!



 Die LKW-Belastung der Schützenstraße ist gleich der Belastung der Wiesenstraße [klick]Fotos: © J.Jürgens



Kausa Blockinnenbereich Hospitalstraße / Schützenstraße

Eine Grundstück zur ursprüngliche Erschließung eines Baugebietes wird zu Gunsten einer Kirchengemeinde, in der die Ehefrau des damaligen Baurates aktiv  war, aufgegeben.
Um die Erschließung nun über die Schützenstraße möglich zu machen, schaffte die Verwaltung das Kunststück, die Verkehrsbelastung der Straße innerhalb eines Jahres um 38% zu verringern!

stau-str (6)Foto: © J.Jürgens

Lesen Sie selbst [klick]

AUF EIN WORT „Zweimal drei macht vier“   Von Dagmar Hojtzyk

Pippi Langstrumpf macht sich ihre Welt, so wie’s ihr gefällt – und singt ein lustiges Lied darüber. Nehmen sich die Hertener Stadtplaner Astrid Lindgrens berühmteste Kinderbuch- Heldin zum Vorbild? Das vermuten CDU, Linke und FDP stark, wenn es um das Neubaugebiet an der Schützenstraße geht. Stefan Grave (CDU) zitierte das Kinderlied in diesem Zusammenhang. Ist man neugierig wie Pippi, kann man viele Fragen stellen. Wenn der Verkehr ursprünglich über die weitaus ungefährlichere Hochstraße geführt werden sollte, warum hat die Stadt dann das ehemalige Weinkontor – heute im Besitz der Freikirchlichen Gemeinde – nicht frühzeitig erworben, als es zum Verkauf stand und ihre Fläche damit vergrößert? Warum hat sie ihr eigenes Grundstück dort durch den Verkauf einer kleinen Teilfläche an die Freikirchliche Gemeinde verschmälert? Trotzdem reicht das städtische Grundstück im Blockinnenbereich immer noch bis an die Hochstraße. Nimmt man den Fabianusweg auf der gegenüberliegenden Seite der Hochstraße zum Vorbild, würde die Fläche für eine Erschließungsstraße durchaus noch ausreichen. Warum also Anschluss an die Schützenstraße? Denn dort, ziemlich nah an der Hauptkreuzung Schützenstraße/ Kaiserstraße ist eine Straßeneinmündung eine Öffnung „mit Bauchschmerzen“, wie selbst SPD-Mann Kumpf zugibt. Und noch eine Frage: Hätte man es einem privaten Investor ähnlich bequem gemacht und die Rahmenbedingungen wieder und wieder angepasst? Hier sind aber nun die Stadtwerke eingestiegen, eine hundertprozentige Stadt-Tochter. Vielleicht kommt man da nur mit Pippi Langstrumpfs Logik weiter: „Zweimal drei macht vier, widewidewitt und drei macht Neune …“

 

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