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RAUCHMELDER

 12. Dezember 2015
Dormagen
Feuerwehr Dormagen wird wieder Freiwillige Wehr

Dormagen. Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat die Umbenennung der Berufsfeuerwehr „Feuerwehr Dormagen“ in eine „Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichem Teil“ beschlossen – auf Antrag von CDU, Zentrum, FDP und SPD bei Enthaltung der GrĂŒnen und Piraten/Die Linke. [rp-online weiterlesen]

Umbenennung der Feuerwehr
Antrag der Fraktionen von CDU, SPD, ZENTRUM, FDP

Vorlage: Beratungsvorlage 9/0641 Stadt
Tagesordnungspunkt: TOP 5.2 (Ö) aus Sitzung 10.12.2015 Rat der Stadt Dormagen

 

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dormagen/verband-berufsfeuerwehr-ist-kein-muss-aid-1.5621090
http://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/news/dormagen-chefin-der-bf-voruebergehend-versetzt-56478
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dormagen/sabine-voss-in-dormagen-feuerwehr-chefin-entmachtet-aid-1.5618152


 

 

 

dazu die Vorgeschichten   

Feuerwehr löscht nicht das Rathaus



aus Wikipedia:

Feuerwehr-Dienstgrade

Polizei-Dienstgrade

2013

Abschrift aus dem Bericht der H.A. v. 10.03.2014 (ohne GewÀhr)

Jahresbilanz 2013 – 803 EinsĂ€tze fĂŒr die Hertener Feuerwehr

Reisemobil statt Einsatzleitwagen

Bei der letzten Hauptversammlung der Feuerwehr unter Theo Schiffmann wird es emotional

VON FRANK BERCMANNSHOFF

HERTEN. Viele Zahlen, viele Ehrungen, viele Lobesworte – so geht gewöhnlich die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr vonstatten. Diesmal kamen viele Emotionen hinzu. Theo Schiffmann, der in KĂŒrze als Leiter der Feuerwehr abtritt, verschlug es fast die Sprache, als sich die Kameradinnen und Kameraden mit Blumen und stehendem Applaus bedankten.

Schiffmann trat 1969 in die Jugendfeuerwehr Westerholt ein, war 40 Jahre lang hauptberuflich Feuerwehrmann, die letzten zehn als Leiter. Am 1. Mai wird ihn Stefan Lammering ablösen. „Ich freue mich, endlich mit meiner Frau Exkursionen mit unserem Reisemobil unternehmen zu können“, so Schiffmann. Auch seiner Modelleisenbahn, seit Jahren ein Rohbau, wolle sich der 60-JĂ€hrige widmen. Die Baustellen bei der Feuerwehr ĂŒberlĂ€sst er nun seinem Nachfolger. Es erfĂŒlle ihn „mit Sorge“, so Schiffmann, dass die PersonalstĂ€rke der Freiwilligen Feuerwehr trotz aller BemĂŒhungen sinke – auf 136 aktive EinsatzkrĂ€fte Ende Dezember.

Diese absolvierten 2013 zusammen mit ihren 64 hauptberuflichen Kollegen 803 EinsĂ€tze, darunter 268 BrĂ€nde und 535 Hilfeleistungen, etwa bei UnfĂ€llen oder SturmschĂ€den. Das sind 24 EinsĂ€tze weniger als im Jahr 2012. Besonders in Erinnerung blieben ein Verkehrsunfall mit zwei lebensgefĂ€hrlich verletzten MĂ€dchen an Neujahr, eine dramatische Rettungsaktion bei einem Wohnungsbrand im Februar an der Nimrodstraße, ein gravierender Dachstuhlbrand an der Blitzkuhle im Juni, ein krĂ€ftezehrender FlĂ€chenbrand im Emscherbruch im August, der Großbrand bei R&B-Moden im September, der durch eine Solaranlage auf dem Dach erschwerte Wohnungsbrand am Weißenburger Weg im November und die nĂ€chtliche Serienbrandstiftung in der Kleingartenanlage „ln den Erlen“ im Dezember.

Am 27. Dezember hĂ€tten die Retter beinahe selbst gerettet werden mĂŒssen: Sie wollten in einem Haus einen Patienten behandeln, der einen Krampfanfall erlitten hatte. Ein Routine-Einsatz. Doch plötzlich schrillten ihre neuen Kohlenmonoxid-Warner – aus einer Gastherme war das geruchlose Gas in einer Konzentration ausgeströmt, die im schlimmsten Fall alle Beteiligten das Leben gekostet hĂ€tte.

Somit dankten BĂŒrgermeister Dr. Uli Paetzel, Landrat Cay SĂŒberkrĂŒb und Kreisbrandmeister Robert Gurk den Feuerwehrleuten fĂŒr ihr – oft ehrenamtlich erbrachtes – Engagement in gefĂ€hrlichen Situationen zum Wohle der BĂŒrger. In Herten und – wie etwa bei der Fluthilfe in Sachsen-Anhalt – darĂŒber hinaus.


INFO

Beförderungen, Ehrungen & Co.

Überstellung aus der Jugendfeuerwehr in die LöschzĂŒge und zugleich Beförderung zur/zum Feuerwehrfrau/-mann: Dana Varenholz, Fabian Berdysz, Joel Paschke, Maximilian Sieg, Alexander Spiekermann

Weitere Beförderungen:

  • zum Feuerwehrmann: Alexander Nick, Mike Hermanns
  • zum / zur Oberfeuerwehrmann/-frau: Lukaß Gertz, Tobias Hans, Tim Knepper, Carsten Kriewen, Kevin Music, Mandy Wiens
  • zum Hauptfeuerwehr­mann: Alexander DĂŒhr
  • zum Brandmeister: Sebastian Egner
  • zum Oberbrandmeister: Tim Anders, Marco GebĂŒhr, Dominik Straßmann
  • zum Brandinspektor: Thorsten Lauer
  • Überstellung in die Ehrenabteilung: Siegfried Klaas

Ernennungen: Nachfolger fĂŒr Sascha Rolke als Jugendfeuer­wehrwart der Gruppe Herten ist Sebastian Egner; Stellvertreter: Florian Strucksberg. Nachfolger fĂŒr Lothar Strecker als Jugendfeuer­wehrwart der Gruppe Scherlebeck ist Christian Rohde; Stellvertreter: Andreas Schmidt –

DATEN UND FAKTEN

Feuerwehr Herten in Zahlen

Die Hertener Feuerwehr be­steht aus der Berufsfeuerwehr (rund um die Uhr im Dienst) sowie der Freiwilligen Feuer­wehr mit drei ehrenamtli­chen LöschzĂŒgen.

Die Mitgliederzahlen in der Reihenfolge Stammwehr/Ju­gendfeuerwehr/Ehrenabteilung sowie EinsÀtze in 2013:

  • Berufsfeuerwehr: 64 – 797 EinsĂ€tze (ohne Rettungsdienst)
  • Löschzug Herten: 37/17/19-81 EinsĂ€tze
  • Löschzug Scherlebeck: 52/17/22-23 EinsĂ€tze
  • Löschzug Westerholt: 47/19/15-39 EinsĂ€tze

Rettungsdienst-EinsÀtze:

  • Rettungswagen: 5 676
  • Notarzt: 2432
  • Krankentransporte:

2 771 (durch die Herzig GmbH/Falck-Konzern)Jubilare:

  • 25 Jahre: Mike Huge und Hans-Christian Simanski
  • 35 Jahre: Markus Erf- kemper, Bernhard Lauer, Lothar Strecker
  • 40 Jahre: Wilhelm Beck­mann, Heinz Gollan, Peter Herder, Martin Marzalla, Paul Reimer, Peter Stawitzki
  • 50Jahre: Josef Balzer
  • 60 Jahre: Karl-Hans Werner

 


2012

Es brennt gewaltig bei der

wischenbeckWIEVIEL FEUERWEHR BRAUCHEN WIR in Herten

Hertener Allgemeine – Jahresbilanz 2012-826 EinsĂ€tze fĂŒr die Feuerwehr

Von Matthias Waschk am 04. MĂ€rz 2013 07:04

Herten. Bei der Jahreshauptversammlung der Hertener Feuerwehr machte Theo Schiffmann, Leiter der Wehr, aus seiner Genugtuung keinen Hehl. GenĂŒsslich zitierte er aus dem Kienbaum-Spargutachten: „Herten verfĂŒgt ĂŒber eine gut funktionierende und wirtschaftliche Feuerwehr.“

Die externen Gutachter, die nach einem Ratsbeschluss die Feuerwehr auf Sparmöglichkeiten hin abklopfen sollten, waren dem Leiter der Feuerwehr offenbar ein Dorn im Auge. Schließlich habe das Gutachten auch den Feuerwehr-Beamten in der Hauptwache erhebliche Ressourcen und Mehrarbeit abverlangt. Dabei habe man in der Feuerwehr ohnehin immer gewusst, dass die SparvorschlĂ€ge der Politik aus sachlicher und fachlicher Sicht „nicht umsetzbar“ gewesen seien. Allein: „Der Prophet gilt nichts im eigenen Land“, meinte Theo Schiffmann. Er geißelte vor allem die CDU-Ratsfraktion, die das Spargutachten maßgeblich vorangetrieben hatte. Schiffmann Ă€ußerte die Hoffnung, dass nun die politischen Diskussionen um die Feuerwehr enden.

Ansonsten stand die Jahreshauptversammlung im Zeichen der Statistik und der Beförderungen. Schiffmann prĂ€sentierte die Einsatzbilanz des Jahres 2012 und erinnerte an dramatische EinsĂ€tze. So zum Beispiel an einen Unfall auf der SchlĂ€gel-und-Eisen-Straße. Nach einer Hochzeitsfeier waren fĂŒnf junge Leute mit einem Auto gegen eine Hauswand geprallt. Die Retter hatten es nicht nur mit drei Leicht- und zwei Schwerverletzten zu tun, sondern auch mit rund 100 aufgebrachten HochzeitsgĂ€sten, die die Arbeiten behindern.

Angenehmer waren die Beförderungen, die Schiffmann wĂ€hrend der Versammlung vornahm. Besonders freute er sich ĂŒber den Nachwuchs: Acht junge MĂ€nner wurden aus der Jugend- in die Stammwehr ĂŒbernommen.

826 Mal musste die Feuerwehr (ohne Rettungsdienst) im Jahr 2012 ausrĂŒcken. Dies ist der zweithöchste Wert innerhalb der vergangenen fĂŒnf Jahre. Die Wehr musste 292 BrĂ€nde löschen. Die Zahl der GroßbrĂ€nde blieb mit vier Ereignissen konstant. Dazu gab es elf mittelgroße BrĂ€nde und zahlreiche KleinbrĂ€nde. 161 Mal wurde die Feuerwehr fĂ€lschlich alarmiert.

Die Hertener Feuerwehr verfĂŒgt derzeit ĂŒber 203 aktive EinsatzkrĂ€fte. Das sind vier weniger als 2011. Hinzu kommen insgesamt 57 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr sowie 61 Mitglieder in den Ehrenabteilungen der LöschzĂŒge. Die GesamtstĂ€rke der Wehr liegt damit bei 321 MĂ€nnern und Frauen.

„Anstelle eines Propheten mĂŒsste der Sonnenkönig bemĂŒht werden“ —                   Betr.: Bericht „Genugtuung fĂŒr den Propheten“

—                   Hertener Allgemeine vom 4. MĂ€rz

Dass der Leiter der Hertener Feuerwehr sich zum Propheten erklĂ€rt hat, regt schon zum Schmunzeln an. Beruft er sich doch darauf, dass das externe Gutachten eine „gut funktionierende und wirtschaftliche Feuerwehr“ testiert. – Hier scheint Herr Schiffmann ĂŒberlesen zu haben, dass durch stringentere Abrechnungen ca. 27 000 Euro jĂ€hrlich sowie durch die Anrechnung der Feuerwehrzulage bei der RettungsdienstgebĂŒhr weitere ca. 33 500 Euro jĂ€hrlich an zusĂ€tzlichen Einnahmen fĂŒr die Stadt Herten gehoben werden könnten!

Dass dies von Herrn Schiffmann nun heruntergespielt wird, kann nur verwundern, denn seinerzeit sollte eine jÀhrliche Ersparnis von ca.

17 000 Euro als Hauptargument dafĂŒr herhalten, dass die Wehr in eine Berufswehr umfirmiert wurde. So wurden diese Einsparungen bei den UnfallkassenbeitrĂ€gen lediglich durch die Beitragstrickserei der Umbenennung der Wehr in eine BF, zu Lasten der Solidargemeinschaft der anderen Wehren im Lande, erzielt. Bekanntermaßen fĂŒhrte dies im Nachhinein zum Aufschrei in NRW (HA berichtete) und dem Bestreben der anderen Feuerwehren, diese Ersparnis rĂŒckgĂ€ngig zu machen. Wenn man sich nun biblischer Vergleiche bedient, wĂŒrde ein „Du sollst keine anderen Götter haben neben ihm (Schiffmann)“, wohl treffender sein, denn Kraft Gesetz hatte die Umbenennung der damaligen hauptamtlichen Wache in eine BF nur eine VerĂ€nderung, nĂ€mlich die, dass ein BF-Leiter sich nicht mehr einer Anhörung seiner ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen stellen muss und im Einsatz auch nicht mehr die Leitung ggf. an den Kreisbrandmeister abgegeben werden muss. Warum dies in der „Mitmachstadt Herten“ so möglich war, muss als Frage erlaubt sein. Ob dies ggf. am Unwissen der Verwaltung, der möglichen Hilflosigkeit des BĂŒrgermeisters oder dem konsequenten Durchpeitschen individueller Interessen von Feuerwehrchef und Fachbereichsleitung lag, wird sich nicht mehr ermitteln lassen.

Somit mĂŒsste hier anstelle eines Propheten der französische Sonnenkönig Ludwig der XIV mit seinem berĂŒhmten Ausspruch „L’Etat c’est moi“ (Der Staat bin ich) bemĂŒht werden, da auch dieser als absolutistischer Herrscher regierte. Dies erklĂ€rt, warum sich Herr Schiffmann (kritische) Nachfragen der Politik

„Nachfragen mehr als angebracht“

(hier: seine „Geißelung“ der CDU) quasi verbietet! Allein die Erkenntnisse des Gutachtens haben eindrucksvoll gezeigt, dass diese Nachfragen mehr als angebracht sind! Dass die Umwandlung der Hertener Wehr in eine BF auch VerĂ€nderungen in der NRW-Gesetzgebung bewirken wird, zeigt sich allein schon darin, dass u.a. die Feuerwehrgewerkschaft ver.di, beim Expertentreffen mit NRW InnenministerjĂ€ger, zur Novellierung des NRW- Feuerwehrgesetzes am 29.01.2013 empfohlen hat, dass die Einrichtung einer Berufsfeuerwehr zukĂŒnftig nur noch auf kreisfreie StĂ€dte begrenzt werden soll!

(Anm.: gekĂŒrzt)

„Dicke Bretter bohren beim Vorschlag zur BĂŒrgerbeteiligung“26. Februar 2013 12:16

Von: Johannes Erfkemper, Herten — Betr.: Bericht „Mitmachen und mitreden“ — Hertener Allgemeine vom 23. Februar

Da möchte der BĂŒrgermeister aber dicke Bretter bohren mit seinem Vorschlag zur BĂŒrgerbeteiligung im Zusammenhang mit dem neuen „Herten-Forum“. Wenn schon Einwohnerfragen nach Paragraf 27 Absatz 6 der GeschĂ€ftsordnung der Stadt Herten vom 25.09.2012 bis heute noch nicht beantwortet wurden (Frage des Ausschussvorsitzenden Herrn Kumpf (SPD) an Frau Sickers (Fachbereichsleiterin Ordnung und Feuerschutz) „Möchten Sie die Fragen direkt beantworten?“ Antwort: „Die Fragen werden beantwortet, irgendwann einmal.“), sollte der BĂŒrger derartig vollmundige AnkĂŒndigungen von Herrn Dr. Paetzel mit Vorsicht begegnen. Oder sollte Frau Stuckel-Lotz mit ihrem Leserbrief vom 20.02.2013 recht haben, wenn sie zu der Erkenntnis kommt, dass Mitmachen nur dort erwĂŒnscht ist, wo es der Verwaltung in den Kram passt? Gleichwohl kann es engagierten BĂŒrgern zusammen mit einer aufmerksamen Lokalpresse und informierten Ratsmitgliedern gelingen, Dinge zu bewegen. Auch im Widerspruch zu fĂŒhrenden Mitarbeitern der Stadtverwaltung. So ist es dem vorgenannten Personenkreis gelungen, ein Gutachten zur Hertener Feuerwehr auf den Weg zu bringen. Ein Ergebnis dieses Gutachtens ist die Möglichkeit, zusĂ€tzliche Einnahmen von z.B. Krankenkassen fĂŒr Krankenfahrten in Höhe von ca. 33 500 Euro/Jahr und weitere ca. 27 000 Euro/Jahr bei konsequenter Abrechnung von Fehlalarmen zu erzielen (Kienbaum-Gutachten Seite 23/24). Die von den Initiatoren der Berufsfeuerwehr als ein Grund fĂŒr deren Notwendigkeit angefĂŒhrte Einsparung bei den BeitrĂ€gen zur Berufsgenossenschaft in Höhe von 17 000 Euro/Jahr nimmt sich da eher bescheiden aus. Der Vorwurf von Herrn Heinrichs (SPD) in der Ausschusssitzung vom 06.02.2013 an die Opposition, das Geld fĂŒr das Gutachten (kolportierte 50 000 Euro) wĂ€re besser fĂŒr andere Dinge ausgegeben worden, ist vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar, zumal auch die SPD (wenn auch getrieben) fĂŒr dieses Gutachten war. Wenn nunmehr einige Ratsmitglieder von der Verwaltung verlangen, bezĂŒglich der im Brandschutzbedarfsplan geforderten Anschaffung eines speziellen Fahrzeuges fĂŒr EinsatzfĂ€lle auf der Halde zu prĂŒfen, ob zusĂ€tzliche TrĂ€ger an den Kosten zu beteiligen sind, ist das nachvollziehbar. Auch wenn Frau Sickers auf eindringliches und wiederholtes Nachfragen von Ratsmitgliedern in der vorgenannten Sitzung etwas genervt antwortete, dass sie sicher sein könnten, die Verwaltung wĂŒrde immer alle Möglichkeiten ausschöpfen, wenn weitere TrĂ€ger an Kosten zu beteiligen sind, so sind hier Zweifel angebracht (siehe von der Verwaltung Fachbereich 3) nicht erkannte Abrechnungsmöglichkeiten aus dem Gutachten). Frau Sickers und Herr Schiffmann (Leiter der Feuerwehr) scheinen vor dem Hintergrund der von ihnen abgelieferten Arbeiten (unter anderem Brandschutzbedarfsplan, der nachgebessert werden musste) dĂŒnnhĂ€utig geworden zu sein gegenĂŒber vorgebrachter Kritik. Anders ist der heftige Disput zwischen ihnen und der Opposition nicht zu erklĂ€ren. Doch anstatt Dinge transparent und nachvollziehbar zu machen, blieben sie bei ihrer „Basta-Position“. Bleibt zu hoffen, dass die Vertreter der Verwaltung, die die BĂŒrgerbeteiligung zum neuen Forum bearbeiten, mit einer anderen Grundhaltung an die Sache herangehen.

WAZ 08.01.2013 | 19:19 Uhr

Einigung im Überstunden-Streit 24.01.2013 | 19:05 Uhr

FĂŒr die VergĂŒtung geleisteter Mehrarbeitsstunden aus den Jahren 2002 bis 2006 hatten Feuerwehrleute im vergangenen Sommer mehrfach vor dem Marler Rathaus demonstriert. Nun haben die 71 betroffenen hauptamtlichen BrandschĂŒtzer eine Einigung mit der Marler Stadtspitze erzielt …. WAZ

[notice]Kippt Beitragvorteil fĂŒr Berufsfeuerwehren?[/notice]

  Gelsenkirchen (NW) – Immer mehr StĂ€dte entscheiden sich dafĂŒr, ihre Feuerwehren mit hauptamtlichen KrĂ€ften in Berufsfeuerwehren umzuwandeln – oder diskutieren zumindest diesen Schritt. Ein Argument: die Kommunen sparen dadurch Geld. So gewĂ€hren Unfallkassen einen Beitragsrabatt fĂŒr Berufsfeuerwehren. Doch damit könnte es bald vorbei sein. Wie die “Westdeutsche Allgemeine Zeitung” (WAZ) berichtet, will die Unfallkasse NRW diesen Rabatt kĂŒnftig möglicherweise streichen – weil es zu viele Berufsfeuerwehren werden. Beispielsweise Gelsenkirchen mĂŒsste somit in Zukunft 53.000 Euro mehr an BeitrĂ€gen bezahlen, heißt es.

Artikel: “Rabatt der Unfallkasse steht auf der Kippe” (WAZ, 8. Januar 2013)

Der Finanzausschuss stimmte dem Vergleich mit der Feuerwehr zu.Foto:Foto: VON STAEGMANN, Lutz

Ein wenig Diskussionsbedarf gab es beim Haupt- und Finanzausschuss am gestrigen Mittwoch. Doch der Vorsitzende, BĂŒrgermeister Dr. Uli Paetzel (SPD), brauchte sich keine Sorgen zu machen, dass die Beschlussvorlagen nicht den Segen der Ausschussmitglieder erhalten wĂŒrden.

Ein GesprĂ€chspunkt war zum Beispiel der Vergleich zwischen Stadt und Feuerwehrbeamten, mit dem die Mehrarbeitsstunden abgegolten werden sollen. Zurzeit haben bis auf einen hauptberuflichen Feuerwehrmann alle betroffenen Personen unterschrieben und sich somit gegen eine Klage entschieden. Die Zusatzkosten – vorbehaltlich einer Genehmigung durch die Bezirksregierung – werden auf rund 570 000 Euro taxiert. CDU-Fraktionschef Stefan Grave bemĂ€ngelte dabei die Feuerwehr-FĂŒhrung. Sie hĂ€tte es versĂ€umt, ihre Untergebenen auf den rechtlichen Sachverhalt hinzuweisen, die Mehrarbeitszeit zu dokumentieren. Trotz dieser Kritik schloss sich die CDU dem vorgeschlagenen Vergleich an. Lediglich Martina Ruchardt (Linke) stimmte gegen den Vergleich. Man mĂŒsse erst ein höchstrichterliches Urteil abwarten, ob zu zahlen sei oder nicht.
Problem „Organisation“

Und auch bei den RĂŒckforderungen von EU-Mitteln wurde lĂ€nger diskutiert. Wie berichtet, fordert die EU-PrĂŒfstelle fĂŒr das „Integrierte Handlungskonzept Herten-SĂŒd“ 880 000 Euro der Fördergelder zurĂŒck, wobei die Verwaltung nicht hundertprozentig der EU-Argumentation folgt, aber dennoch auf einen Rechtsstreit verzichtet. Das Risiko sei zu groß, spĂ€ter weitere Fördergelder zu verlieren.

SPD-Fraktionschef Carsten Löcker mahnte an, dass man solche MĂ€ngel in Zukunft ausschließen mĂŒsse, bei solch komplexen Ausschreibungen externe Hilfe von Fachleuten einholen mĂŒsse. Grave sah hingegen ein wiederkehrendes Problem: „Was nicht funktioniert hat, ist – wie bei der Feuerwehr – das Thema Organisation.“ Durch FehleinschĂ€tzungen sei der Kommune finanziell geschadet worden. Trotzdem wurde der Antrag (Verzicht auf eine Klage gegen den EU-PrĂŒfbescheid) einstimmig angenommen.

Michael Jacobs

  WAZ – Feuerwehrleute klagen. Von Klagen und Kompromissen

 09.08.2012 Von Klagen und Kompromissen
Lautstark demonstrierten Feuerwehrleute in Marl fĂŒr die VergĂŒtung von geleisteter Mehrarbeit und gegen den Beförderungsstopp.

Vest.   Feuerwehrleute aus neun StĂ€dten warten auf den Überstundenausgleich. Das Hertener Beispiel soll kreisweit Schule machen.

Neun StĂ€dte, neun Lösungen. Nur aus Dorsten liegt bislang dem Kreis keine Idee vor, wie man das Thema Feuerwehr-Mehrarbeit lösen kann. In Herten wird bereits ĂŒber einen Kompromiss gejubelt, in Marl und Oer-Erkenschwick haben Beamte inzwischen Klagen gegen ihre Arbeitgeber aufgesetzt oder AnwĂ€lte eingeschaltet. Egal wie weit die Diskussion fortgeschritten ist, eine Lösung ist noch völlig in der Schwebe. Das betont Kreisrechtsdirektor Hans-Ulrich Seidel auf WAZ-Nachfrage. ….. mehr

Textabschrift aus Hertener Allgemeine v. 06. Aug. 2012

Heißer Herbst fĂŒr die Wehr

Kienbaum-Berater legen im September ihr Spar-Gutachten vor

VON FRANK BERGMANNSHOFF

HERTEN. Bei ihrer Untersuchung der Hertener Feuerwehr biegen die Gutachter der Beratungsfirma Kienbaum Consultants (DĂŒsseldorf) auf die Zielgerade ein. Am 10. September wollen sie hinter verschlossenen TĂŒren erlĂ€utern, ob und wo bei der Hertener Wehr gespart werden kann.

Wie berichtet, hatten sich SPD, CDU und Stadtverwaltung im Rahmen der großen Spardebatte im MĂ€rz darauf geeinigt, dass ein auswĂ€rtiger Gutachter die Hertener Feuerwehr „durchleuchten“ solle. Hintergrund war die unterschwellig vorhandene Kritik, alle Abteilungen der Stadt mĂŒssten krĂ€ftig sparen, nur die Wehr bleibe verschont.

Was in der Feuerwehr und Teilen der Bevölkerung fĂŒr VerĂ€rgerung sorgte, war eine zusĂ€tzliche VerknĂŒpfung: Das Geld, das bei der Feuerwehr (womöglich) gespart werden kann, soll dazu verwendet werden, die ab 2013 geplanten ParkgebĂŒhren möglichst niedrig zu halten.

Politik und Verwaltung entschieden sich fĂŒr das renommierte Beratungsunternehmen Kienbaum, weil ihm eine knallharte NeutralitĂ€t nachgesagt wird. Dagegen wurde nach HA-Informationen zum Beispiel die Sicherheitsberatungsfirma Luelf & Rinke (Kaarst), die 2010 die Feuerwehr Marl unter die Lupe nahm, verwaltungsintern als ‘„feuerwehrfreundlich“ eingestuft und verworfen.

In Herten sind seit Anfang Juni die Kienbaum-Berater Jörg Petzold (Diplom-Verwaltungswirt/Verwaltungsbetriebswirt), Peter Diericks (Diplom-Verwaltungswirt) und Jule Rostek (RechtsanwÀltin) tÀtig. Sie gehen zahlreichen Fragestellungen nach, die die Ratsparteien selbst formuliert hatten: Ist die Feuerwehr in puncto Wirtschaftlichkeit und Sicherheit richtig dimensioniert (insbesondere im Vergleich zu anderen StÀdten in der Region)? Kann die Freiwillige Feuerwehr stÀrker eingesetzt werden? Kann die Berufsfeuerwehr Herten durch andere Dienstplanmodelle effizienter werden?

Antworten suchen die Gutachter nicht nur zwischen Aktendeckeln. Sie besichtigen Feuerwehr-Standorte, sprechen mit Verantwortlichen, sie haben sogar eine Schicht an der Wache absolviert.

FĂŒr ein Gutachten, wie es hier gefordert ist, nehmen sich die Kienbaum-Experten gewöhnlich fĂŒnf, sechs Monate Zeit. In Herten mĂŒssen sie ihre Ergebnisse nach drei Monaten auf den Tisch legen. Am 10. September soll das im Rathaus passieren. Nicht öffentlich, versteht sich. Denn die Gutachter werden, wie zu hören ist, keine „gefilterte“ PrĂ€sentation abliefern, sondern eine Aufstellung aller denkbaren Spar- und Reformmöglichkeiten. Die eine oder andere könnte Sprengkraft besitzen. Da geht es um Personal, Fahrzeugbeschaffungen, stĂ€dteĂŒbergreifende Kooperation, Krankenstand, Transparenz und anderes.

Ratsausschuss drei Wochen verschoben

Welche VorschlĂ€ge letztlich umgesetzt werden, muss am Ende der Rat entscheiden – was sicher nicht bedeutet, dass Stadt und Feuerwehr alles ĂŒber sich ergehen lassen werden ohne den Versuch, Einfluss zu nehmen.

DafĂŒr wird allerdings nicht viel Zeit bleiben. Der Zeitrahmen fĂŒr das weitere Vorgehen ist eng gesteckt. So eng, dass die Sitzung des Ratsausschusses fĂŒr Ordnungswesen und Feuerschutz um drei Wochen nach hinten verlegt werden musste, damit sich die Fachpolitiker noch in letzter Minute mit dem Kienbaum-Papier befassen können. Schon tags drauf, am 26. September, trifft der Rat voraussichtlich erste Entscheidungen. Dann wird sich zeigen, wie viel „Sprengkraft“ es wirklich gibt, wie viel davon die Politik der Feuerwehr zumuten will – und was aus den ParkgebĂŒhren wird.

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weiteres Hintergrundwissen:
http://www.feuerwehrleben.de/du-bekommst-die-freiwilligen-feuerwehr-die-du-verdienst/
http://www.feuerwehrleben.de/freiwillige-feuerwehr-es-gibt-doch-sowieso-die-berufsfeuerwehr/

11. April 2012


 

Feuerwehr-Mahnwache vor dem Rathaus

der Beitrag in der Lokalzeit 
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24 Stunden lang wollen Feuerwehrleute aus Herten bis morgen nachmittag vor dem Rathaus protestieren. Die Beamten haben in den letzten Jahren tausende Überstunden angehĂ€uft und wollen jetzt nachtrĂ€glich Geld fĂŒr diese Mehrarbeit. Die Stadtverwaltung weist die Forderungen als unrechtmĂ€ĂŸig zurĂŒck. Da die Überstunden-Problematik eine Vielzahl von Feuerwehren im gesamten Bundesgebiet betrifft, haben die Hertener auch andere Feuerwehren zur Mahnwache eingeladen.

Dazu in der H.A.

„Stadt Herten arbeitet derzeit an einer rechtssicheren Lösung“

12. April 2012 07:04

— Von: Nele DĂ€ubler, Pressesprecherin der Stadt Herten — Betr.: Bericht „Versammlung bei Feuerwehr abgesagt“ — HA vom 11. April

Der Stadt Herten ist an einer fĂŒr alle Beteiligten tragbaren Entscheidung gelegen, die auch den Interessen der Feuerwehr-Mitarbeiter gerecht wird. Deshalb hat der Leiter der Personalverwaltung, Peter Brautmeier, am 29. MĂ€rz an einer Personalversammlung der Feuerwehr teilgenommen und trotz der Ă€ußerst schwierigen Haushaltslage der Stadt Kompromissbereitschaft signalisiert. Die Ausgangslage stellt sich in der Tat komplex dar: Ein Nachweis der Abgabe von AntrĂ€gen auf die GewĂ€hrung und/oder Bezahlung von Überstunden bereits im Jahr 2002 war den meisten betroffenen Mitarbeitern der Feuerwehr bisher nicht möglich. Eine weitere Personalversammlung mit dem BĂŒrgermeister ist fĂŒr die Zeit nach den Osterferien zwischen Verwaltung, Feuerwehr und Personalrat vorgesehen. Um Zeit fĂŒr eine einvernehmliche Lösung zu gewinnen, wurde am 2. April daher ein Bescheid der Stadtverwaltung (in dem die betroffenen Feuerwehrleute offiziell darĂŒber informiert wurden, dass nach derzeitiger Tatsachenlage keine Rechtsgrundlage zur Bezahlung der in Rede stehenden Überstunden erkennbar sei und der Rechtsweg gegen diese Entscheidung offen stehe) aufgehoben, um die Mitarbeiter aufgrund des Auslaufens der Rechtsbehelfsfrist nicht unnötig in die Klage zu treiben. Die Stadt Herten ist ĂŒberzeugt, dass ein fĂŒr alle Beteiligten fairer Kompromiss gefunden werden kann, und arbeitet derzeit an einer rechtssicheren Lösung.

aus Wikipedia:

Feuerwehr-Dienstgrade

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