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Top1 in Sachen Schulden – aber auch Kunst in Herten, Abzocke der Bürger auch eine Kunst

Wenn man keine finanziellen Mittel hat, reicht auch ein alter Teppich um neben den u.a.

Maulwurfshügel Kunst in Herten den Bürger zu verkaufen

Bildmaterial Stadt Herten

 


Foto (C) Martina Ruhardt

Zu dem Bild gibt es im Facebook folgende Kommentare:
Hans Socha Maulwürfe machen das kostenlos 😁
Didi Masuch …und es ist natürlich und nicht in die Landschaft gekünstelt.
Paul Socha Der Maulwurf will auch gar nicht zum „Nachdenken anregen“😃
Martina Büning Gut, dass der Maulwurf nahezu blind ist, er würde beim Luft schnappen sonst sofort seine Bauarbeiten einstellen und die teuren Hügel abtragen 🙈
Fred Toplak Von der Natur lernen 😊


Quelle: Der Bund der Steuerzahler berichtet: Zu viel los auf Hertens Landschaftskunst?

15 begrünte Hügel von Rädern und Kaninchen gelöchert

 Die Recherche im Hertener Schlosspark ist ernüchternd. Niemand scheint die Kunstwerke je bemerkt zu haben. Beschreibungen, Fotos helfen nicht. „Sowas haben wir hier nicht.“ Nach 20 Minuten Suche endlich der entscheidende Hinweis: „Gehen Sie links aus dem Park raus, immer an den Kuhwiesen entlang. Und halten Sie die Augen offen, sonst übersehen Sie die Maulwurfshügel!“

Burgenland heißt das Landschafts-Kunstprojekt, das aus 15 begrünten Hügeln besteht und sich entlang der Verbindungsachse Landschaftspark Hoheward bis zum Schloss Herten zieht. Auf acht Hügeln wurden Miniatur-Zechen aus schnell rostendem Kortenstahl installiert, sieben Hügel mit Rasen bepflanzt und acht mit Immergrün.

Man kann es sich denken: Die Freiluft-Kunst ist vielen Risiken ausgesetzt: Kaninchen graben Gänge, Hunde buddeln die Erde auf, Kinder klettern auf die Buckel, Teenies befahren sie mit ihren Mountainrädern. Hinzu kommen noch Wind und Wetter – und die Hügel und ihr Grün leiden.

Bereits vier Monate nach der Einweihung im Mai 2010 mussten erste Mängel beseitigt werden. 2015 folgte die Rundum-Erneuerung der sieben Grashügel: Auf Grundlage eines extern erstellten Sanierungskonzepts wurden die Hügel komplett demontiert und wieder neu aufgebaut. Die mit Immergrün bepflanzten Hügel im Wald waren weniger ramponiert und wurden nur stellenweise ausgebessert und nachgepflanzt.

Diese Maßnahmen kosteten insgesamt 28.914,79 Euro, allein das Sanierungskonzept eines Ingenieurbüros schlug mit zusätzlichen 5.440,76 Euro zu Buche. Gezahlt hat die Sanierung zur Hälfte der Regionalverband Ruhr (RVR) mit Mitteln aus dem Ökologieprogramm Emscher-Lippe und zur anderen Hälfte die Stadt Herten.

Künstler Nils-Udo zeigte sich überrascht, dass die aufwändigen Sanierungen an seinem Burgenland überhaupt notwendig wurden. In den Medien wird er so zitiert: „Mir war gar nicht klar, dass es solche Probleme geben würde.“

Man kann sich wundern, dass ein ausgewiesener Landschafts-Künstler den Einfluss von Wetter, freilebenden Tieren, aber auch Besuchern mit Kindern und Hunden bei seiner „open air Kunst“ unterschätzt. Und noch paradoxer, dass scheinbar wenige Hertener die Kunst als solche (er-) kennen, aber trotzdem so viele Leute und Tiere die Hügel besuchen, belasten und letztlich für die Zerstörung mitverantwortlich sein sollen.

Man darf zweifeln – und nachrechnen: 10.000 Euro bekam Nils-Udo für das Konzept und 184.239,15 Euro für die Umsetzung. 80 Prozent kamen damals aus dem Fördertopf im Rahmen des Ökologieprogramms Emscher-Lippe (ÖPEL) und 20 Prozent Eigenanteil musste die Stadt Herten leisten. Der Förderantrag für das Kunstprojekt wurde von der Kreisverwaltung Recklinghausen und der Bezirksregierung Münster geprüft und bewilligt.

Jährlich fallen außerdem Pflegearbeiten an allen 15 Hügeln an: Laubentsorgung, Müllentfernung, Wildkrautbeseitigung, Bewässerung, Ausbesserung und Nachpflanzungen sowie Mähen und Mähgutentsorgung bei den Rasenhügeln. Der Baubeschluss des Rates vom 16.02.2010 sah hier jährlich 11.300 Euro vor, kalkulierte also 56.500 Euro für die letzten fünf Jahre. 2016 fallen die nächsten 11.300 Euro an. Diese Pflege-Kosten wurden vom RVR im Rahmen der Pflege des Emscher Landschaftsparks mit 50 Prozent bezuschusst. Wann die nächsten Sanierungsmaßnahmen nötig werden, bleibt abzuwarten.

Kunst liegt wie immer im Auge des Betrachters. In diesem Fall hat aber auch der Steuerzahler ein Auge drauf. Immerhin hat das Burgenland bis heute fast 300.000 Euro verschlungen.

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mwhPiratenpartei NRW – Sascha Köhle – Buschstr. 22 – 45701 Herten

Stadt Herten  z.Hd. Hr. Bürgermeister Dr. Paetzel Kurt-Schumachef“Str. 2 45699 Herten

Bürgervorschlag der Crew Hertener Stadtpiraten gern. §24 GO NRW :ur zukünftigen Verwendung der Mini-Zechen des Kunstprojekts „Burgenland**

lt. Eingangsstempfel der Stadt v. 22. Jan. 2015
Behandelt im/am: Ausschuss für Kultur, Freizeit, Bildung und Sport 20.09.2016 HuFa 22.09.2016

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Paetzel,

Kunst im öffentlichen Raum erhöht die Lebensqualität und die Attraktivität einer Stadt. Als Beitrag zum Kulturhauptstadtjahr Ruhr 2010 entstanden im Süden des Hertener Schlossparks 15 Erdhügel, auf denen die Minizechen des Künstlers Nils-Udo aufgestellt wurden.
Die laufenden Kosten für den Erhalt dieser Kunstwerke hat sich aufgrund der besonderen Problematik der Aufstellungsart als Belastung für den Haushalt der Stadt Herten erwiesen. Derzeit befindet sich ein Lösungsansatz für den Erhalt der momentanen Installation im praktischen Test, die Ergebnisse und die sich hieraus ergebenden zu erwartenden Kosten für die „Renovierung“ der Erdhügel stehen noch aus.
Vor diesem Hintergrund schlagen wir vor, der Rat möge, sobald die Ergebnisse des „Testhügels“ vorliegen, im Rahmen eines direkten Kostenvergleichs beschließen, welche Anzahl von „Zechenkunstwerken” von ihren derzeitigen Positionen im Süden des Schlossparks entfernt und an zentralen Plätzen in den Hertener Ortsteilen in einfacher, kostensparender Sockelung neu installiert werden.
Wir begründen unsere Anregung wie folgt:
Die „Zechenkunstwerke“ haben einen direkten Bezug zur Stadtgeschichte und stellen einen künstlerischen und materiellen Wert dar. In der finanziellen Situation der Stadt Herten sollte sich der Erhalt von Kunst im öffentlichen Raum möglichst kostensparend gestalten.
Die Kunstwerke befinden sich derzeit mit ihrer Positionierung im] südlichen Teil des Stadtparks außerhalb der Aufmerksamkeitszone der meisten Einwohner. Es gibt viele Einwohner, die den derzeitigen Standort der Kunstwerke nicht kennen und etliche Einwohner wissen nicht einmal von der Existenz der Installationen.
Der Erhalt der Kunstwerke am derzeitigen Standort: bei derzeitiger Sockelung wird die Stadt Herten nicht nur kurzfristig, sondern auch längerfristig höhere Geldbeträge kosten. Auch im Fall, dass die derzeit erprobte Befestigungsmöglichkeit der Erdhügel sich als praktikabel erweist, wird die Umrüstung der Erdhügel auf jeden Fall eine größere Investition plus Folgekosten nach sich ziehen.

Hertener Marktplatz oder dem Kirchplatz in Westerholt Eines der Zechenkunstwerke soll im Sinne des Künstlers am ursprünglichen Ort verbleiben (z.B. An der Hundewiese).

Zu erwartende Kosten:
Kosten für Demontage, Errichtung eines tragfahigen Sockels, z.B. aus Beton, Neumontage das Kunstwerke vor Ort.
Zu erwartender Nutzen:
Wegfall hoher Instandhaltungskosten durch einmalige Investition, höhere öffentliche Wahrnehmung der Kunstwerke, Aufwertung der Quartiere.
Mit freundlichen Grüßen
Sascha Köhle


Dazu die Stadt

  1. Der Bürgervorschlag der Piraten Partei NRW in Herten gem. § 24 Gemeindeordnung NRW vom
    21.01.2015 zur zukünftigen Verwendung der Mini-Zechen des Kunstprojektes „Burgenland“
    wird abgelehnt.
  2. Damit ist das Verfahren gem. § 24 Gemeindeordnung NRW abgeschlossen.

Die Begründung [klick]


die Presse hierzu

kunst2016


Die Hertener Allgemeine schreibt am 12.04.2016:

Angriff auf das Burgenland

Nach der Sanierung des Kunstwerks im Schlosswald graben die Kaninchen schon wieder Löscher
lesen sie mehr in der H.A.

Standort der Mini-Zechen Piraten-Antrag zum Kunstwerk „Burgenland“

HERTEN „Wie weltfremd kann man eigentlich sein?“, fragt unser Leser Sascha Köhle und meint damit den Künstler Nils-Udo, der 2010 das umstrittene Kunstwerk „Burgenland“ im Schlosspark erschaffen hat. Wir berichteten gestern über die Schwierigkeiten, die Objekte – 15 begrünte Hügel, teils mit rostigen Minizechen gekrönt – instand zu halten.

» zurück zum Artikel in der H.A.

3 KOMMENTARE
13.04.16 10:14Eine Fragevon Greammoon Was ich nicht verstehe ist, warum es 15 Hügel sein mussten, wenn die Zeche darauf (natürlich sind sie stilistisch) immer die selbe ist. Da bieten sich doch mehrere Standorte in der Stadt die durch verschiedene Sockel auch etwas variieren doch durchaus an.
13.04.16 09:09 Prima Ideevon jochmann1Aufstellen entlang des Zechenradwegs, idealerweise auf dem Gelände von S&E und Bergwerk Lippe wenn er denn mal fertig ist Sehr guter Vorschlag
13.04.16 09:07 Klasse Idee von storm-nrw Ich denke auch, dass sich die „Kunstwerke“ auf dem Schlägel und Eisen Gelände besser machen würden, als im Schloßpark. Außerdem kann die Stadt mit dem Geld etwas besseres anfangen als es nutzlos in die Hügel im Schloßpark zu stecken.

mwurf Quelle: Ausriss Hertener Allgemeine vom 26.03.2015


Dazu schrieb Frank Bergmannshoff am Samstag (13.6.15) in der H.A.
DIE WOCHEFast 200 000 Euro kostete vor fünf Jahren das Landschaftskunstwerk „Burgenland“ (rostige Mini-Zechen) im Schlosswald. Schon bei der Einweihung waren die Erdhügel kaputt. Wind und Wetter, Kaninchen und kletternde Kinder taten ihr Übriges. Das war an einemabgelegenen Waldwegnatürlich überhaupt nicht zuerwarten – meinte zumindestder Künstler „Nils-Udo“ (78) in dieser Woche im HA-Interview:„Mir war ganz und garnicht klar, dass es solche Problemegeben würde.“Eine solch weltfremde, naiveSicht der Dinge macht michsprachlos.Bestimmt ist Nils-Udo auchganz und gar nicht klar, dassdie Stadt Herten hoffnungslosüberschuldet ist und ihrenBürgern Grundbesitzabgabenin Rekordhöhe abknöpft, umdie Löcher im Haushalt zustopfen. Denn seiner Meinungnach ist es „natürlich angemessen“,dass weitere 100 000Euro Steuergeld in den Neubau  des Kunstwerks investiertwerden. Anteil der Stadt Herten:50 000 Euro.Schauen Sie, liebe Leser, aufden Artikel links. Dort geht esum die Frage, ob sich die StadtHerten ein wichtiges Bildungsprojektan der Barbaraschuleleisten kann. Eigenanteil:16 800 Euro pro Jahr, fünf Jahrelang. Darüber wird in derPolitik allen Ernstes diskutiert?Natürlich wäre es schön,wenn die Stadt Herten genug Geld hätte für Kunst und für Kinder. Hat sie aber nicht. Alsomüssen Prioritäten gesetztwerden. Und auf meiner persönlichenPrioritätenliste stehtelitäre Kunst an einem abgelegenenWaldweg ziemlich weitunten.Schönes Wochenende!Prioritäten setzen

 NILS-UDO

Mit seinen Interventionen möchte Nils-Udo den Menschen für die Natur sensibilisieren.

Die meisten seiner Arbeiten sind  weniger monumental. Eher feinfühlig arrangiert Nils-Udo, was er vorfindet – Steine, Zweige, Blätter, Blüten, Beeren, Sand, Salz -, und transformiert sie in Bilder, Metaphern und Symbole von oft poetischer Intensität.„Meine Arbeit besteht darin, in der Natur, mit der Natur zu arbeiten, parallel zur Natur zu arbeiten und vor allem: aus ihr heraus zu arbeiten und für sie zu arbeiten. Das heißt: meine Arbeit besteht nicht darin, mit Artefakten die Natur zu möblieren, das funktioniert nicht.“

maulwurfshügel


mehr auch unter

Weitere Artikel der Hertener Allgemeine
SchlosswaldZechen-Hügel sollen saniert werden
am 26. September 2013 Uhr Von Frank Bergmannshoff

HERTEN Der aktuelle Zustand des umstrittenen Kunstprojekts „Burgenland“ im Schlosswald ist katastrophal. Ingenieure sind nun damit beauftragt worden zu prüfen, ob und wie sie saniert werden können. mehr…

1 Kommentar


„Burgenland“Intiative „Stadt-Kunst“ lädt zu Touren und Gesprächen ein
am 26. Februar 2012 Uhr

HERTEN Auch in diesem Jahr wird die Initiative „Stadt.Kunst“ wieder aktiv. Sie lädt Kunstinteressierte aus Herten und Umgebung zu verschiedenen Touren und Gesprächen ein. mehr…

1 Kommentar


 

RUHR.2010Nils-Udo stellt Kunstprojekt im Schlosspark vor
HERTEN. Seit Mitte März wird das Kunstprojekt „Burgenland“ des europäischen Landartkünstlers Nils-Udo als Beitrag der Stadt Herten zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 realisiert. Wer sich das Projekt erläutern lassen möchte, hat dazu am Dienstag, 20. April, die Chance dazu. [mehr]


13.07.2010

Hertener Fraktions Bündnis; Kurt-Schumacher-Str. 2 ; 45699 Herten

Herrn Bürgermeister Dr. U.Paetzel
Kurt-Schumacher-Straße 2
45699 Herten
Antrag gem § 14 GSchO der Stadt Herten.

Der Rat der Stadt Herten möge beschließen:

Die Stadt Herten wird beauftragt, für die Kunstobjekte „Burgenlandschaft von Landart-Künstler Nils-Udo,“ im Schlosspark Herten, eine Patenschaft ins Leben zu rufen und als Schirmherr zu begleiten.

Begründung:
Genannte Kunstobjekte rufen zweigeteiltes Echo in der Bevölkerung hervor. Online-Befragungen, ob die finanziellen Mittel, die für die Burgenlandschaft von Nils-Udo im Schlosswald investiert wurden, sinnvoller für Schulen und Kindergärten ausgegeben wären, überwiegen zu Recht? Um  Kunst verwirklichen zu können, benötigen Künstler Geld. Im Zeitalter der knappen Kassen, Wartungsstaus in Schulen etc. sollte ein Weg geschaffen werden, der Kunst ( und den Kunstliebhaber) gerecht zu werden. Dazu müssen nicht zwangsläufig öffentliche Mittel verwendet werden . Investoren, Förderer und Künstlerzirkel, die auch in der letzten Ausgabe „Herten Erleben“ vielfältig zu Wort gekommen sind, sollten sich beteiligen. Das Projekt Kunstpatenschaften soll dem Kunstanhänger ermöglicht , die jeweilige Zechenskulptur zu seinem ganz persönlichen „Patenkind“ zu erklären.
Mit einer Patenschaft wird die Pflege des Kunstobjektes und seines Umfeldes, die Restaurierung und nicht zuletzt der Erhalt der Skulptur dauerhaft gewährleistet. Andere Städte wie z.B. Münster machen es vor: Hier existiert das Projekt „Kunstpatenschaft“ seit 2006 mit solch einem Erfolg, dass sich die Bürger und Firmen bereits in Wartelisten eintragen lassen.
Der ungeschützte Standort im Schlosspark fernab musealer Schutzräume hinterlässt im Laufe der Zeit zwangsläufig Spuren an den Kunstobjekten, dessen Erhalt auf Dauer zu einem erheblichen Kostenfaktor führen wird. Die jährlichen Folgekosten sind mit 11.300 € kalkuliert und dürften bei realistischer Einschätzung durchaus auf Dauer höher liegen. Dieser Betrag fehlt dann für dringende Sanierungsmaßnahmen im Stadtgebiet. Da die Patenschaften unterteilt werden sollten in Pflege- und Restaurierungspatenschaften  können sich nicht nur Firmen als Sponsoren einer Skulptur annehmen sondern auch Privatpersonen z.B. durch Sachleistung. Zu erinnern sind auch die Patenschaften der Querungshilfen der Ewaldstraße als Beispiel.
Gez. Joachim Jürgens
Fraktionsvorsitzender

Patenschaften für Kunstobjekte
– Antrag des H.F.B. vom 14.07.2010
—————————————————————————————————————————————-
Der Antrag wird zur Beratung und Entscheidung an den Ausschuss für Kultur, Freizeit, Bildung und
Sport verwiesen.
Die Antragsteller sind mit dem Verfahren einverstanden.


nils-udo


 


Quelle: Anlage Anlage 1 Sparvorschläge der Bürger
4. Sitzung des Rates am 25.11.2014 Seite 42

Es wird kein Geld in die Zechentürme investiert.
Versetzen der pflegeaufwändigen „Bergwerke“
(Sämtliche Bergwerke auf einen Hügel setzen, sie an einer zentraleren Stelle im Schlosspark platzieren,
eventuell auf einen pflegeleichteren Hügel, oder auf einen auffälligen Kreisverkehr.)
Diesem Sanierungsvorschlag soll nicht gefolgt werden.
Bei der Kunstachse „Burgenland“ handelt sich um ein Projekt, das zur der künstlerischen Begleitung
des Gesamtprojekts Landschaftspark Hoheward -Titel „Visuelle Achse Schlosspark – Landschaftspark
Hoheward“- durchgeführt wurde. Das Gesamtprojekt ist im Rahmen des Ökologieprogramms Emscher-
Lippe mit 90 % gefördert worden.
Vom Fördergeber wurde eine projektbegleitende intensive Öffentlichkeitsarbeit vorgegeben. Im
Landschaftspark Hoheward wurden daher in einem 2-Jahresrhythmus seit 2004 große künstlerische
Ereignisse durchgeführt, von denen die Kunstachse „Burgenland“ zudem Bestandteil der Gesamtkonzeption
der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 war. Die Umsetzung des Konzepts „Burgenland“ des Künstlers
Nils-Udo wurde in der Sitzung des Rates der Stadt Herten am 16.02.2010 (Vorlagen-Nr. 10/017)
beschlossen und daraufhin umgesetzt. Aufgrund äußerer Einwirkungen und Erosion sind mittlerweile
große Schäden an den Erdhügeln zu verzeichnen. Die Wiederherstellung wird auf der Grundlage eines
ingenieurtechnischen Sanierungskonzeptes erfolgen. Zunächst wurde ein „Probehügel“ erstellt,
um die Wirksamkeit der durchgeführten Sanierungsmaßnahme zu beobachten. Nächstes Jahr sollen
die anderen Hügel ebenfalls entsprechend hergerichtet werden. Diese sogenannte Standortoptimierung
wird mit 50 % der Kosten gefördert. In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und
Umwelt am 26.09.2014 wurde über diesen aktuellen Sachstand berichtet.

Der durch die Verwaltung angegebene  Bezug ist falsch. am 26.09.2014 (Freitag) fand keine Sitzung statt. Der Vorgang bezieht sich auf eine Anfrage der Partei DIE LINKE. Siehe unten aufgeführten Bezug!


Quelle:

32. Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Stadtentwicklung und Umwelt (öffentlich/nichtöffentlich)
Termin: 26.09.2013, 17:00 Uhr – 18:45 Uhr

TOP 15 Landschaftspark Hoheward, Parkpflegewerk Schlosspark Kunstprojekt „Burgenland des Künstlers Nils-Udo – Mündlicher Sachstandsbericht der Verwaltung – Antrag der Fraktion DIE LINKE. vom 30.07.2013 gem. § 4 GeschO des Rates und der Ausschüsse der Stadt Herten Herr Terpoorten berichtet über den aktuellen Sachstand. Demnach wurde im Frühsommer einer der Burgenlandhügel zurückgebaut um eine durchgreifende Schadensanalyse zu betreiben. Derzeit läuft die Prüfung eines ingenieurtechnischen Sanierungskonzeptes der Hügel, was die Konstruktion, den Aufbau und die Sicherung gegen Erosion betrifft. Sobald das Sanierungskonzept vorliegt, wird es mit dem RVR abgestimmt. Die Umsetzung ist dann gemeinsam mit dem Parkpflegemanagement des RVR in 2014 geplant.

Zum Dokument der DIE LINKE [klick]

ka1-1

Begründung:

 Mit Beschluss vom 19.09.2007 des Rates der Stadt Herten (DS 07/174/1) wurde mit der Umsetzung des Parkpflegewerks begonnen. Ein Bestandteil des Förderprojekts ist die künstlerische Gestaltung der historischen Wegeverbindung zwischen dem Schlosspark Herten und dem Landschaftspark Hoheward, als Projekt zur Kulturhauptsstadt Ruhr.2010.

In Herten besteht die einmalige Gelegenheit die Gartenarchitektur der vergangenen 300 Jahre miteinander in Beziehung zu stellen. Im Zusammenhang mit dem industriell geprägten Landschaftspark Hoheward bietet der Schlosspark Herten die Möglichkeit, unterschiedliche Formen und Konzepte und damit beispielhaft Ausschnitte der Historie von Parkentwicklungen sichtbar zu machen.

Die Achse vom Wasserschloss durch den Schlosswald, die Hertener Mark zum Zukunftsstandort Ewald und zum Landschaftspark Hoheward mit dem Zugang zur Halde Hoheward und zur Horizontastronomie ist eine dichte, räumlich erlebbare Abfolge unterschiedlicher Landschaften – von der historischen Gartenkunst des Schlossparks zur Landschaftsarchitektur des 21. Jahrhunderts.

Sie ist ein historischer Schnitt durch die verschiedenen Epochen von Landschaftsgestaltung und damit exemplarisch für dieses Thema im Ruhrgebiet: Vom barocken Schlosspark zum postindustriellen Landschaftspark. An diesem Schnitt lassen sich die Leitbilder und Spannungsfelder des Umgangs mit der Kulturlandschaft ablesen.

Durch die erfolgten aktuellen Um- und Neugestaltungen der Parkanlagen wird der Strukturwandel erlebbar und die neue Inwertsetzung von Standorten nachvollziehbar. Es entsteht ein Bild von Stadtumbau und regionalem Wandel, von Zukunftsausrichtung im Ruhrgebiet.

Im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 ist die Verbindung der historisch-barocken Parkanlage Schlosspark und des industriell geprägten Landschaftsparks ein Hauptschwerpunkt der Stadt Herten. Das Thema soll in die Netzwerkprojekte von RUHR.2010 integriert werden, so z.B. in das Projekt

„Neues Emschertal“ sowie das Projekt „Gartenkunst“ in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, u.a. mit Exkursionen im Rahmen der Jahrestagung der Ständigen Konferenz der Gartenamtsleiter beim Deutschen Städtetag (GALK) vom 7. – 9. Mai 2010 mit dem Thema „Zeitgenössische Gartenkunst und Landschaftsarchitektur“.

Um einen geeigneten Künstler für die Gestaltung der Achse zu finden, wurde als Kurator Dr. Uwe Rüth, ehemaliger Direktor des Skulpturenmuseums „Glaskasten“ in Marl in das Projekt einbezogen.

Auf diesem Wege konnte mit Nils-Udo einer der renommiertesten Landart-Künstler für das Projekt gewonnen werden. Nils-Udo, 1937 in Lauf, Bayern, geboren, war Maler, bevor er 1972 die Natur als Raum für seine Kunst entdeckte. Seine Laufbahn begann in Paris, mittlerweile ist Nils Udo zu einem der bedeutendsten Landschaftskünstler weltweit avanciert. Er arbeitet in über 35 Ländern an verschiedenen Projekten. In NRW ist er eingebunden in die künstlerische Gestaltung des Waldskulpturenwegs Wittgenstein-Sauerland der Kunststiftung NRW.

Seine Arbeit für Herten mit dem Titel „Burgenlandschaft“ wird im Ausschuss für Kultur, Freizeit, Bildung und Sport durch den Kurator Dr. Uwe Rüth vorgestellt und erläutert. Sie besteht aus einer Abfolge von modellhaften Plastiken, deren Standorte in der Anlage 1 dargestellt sind.

Die öffentliche Vorstellung des Projekts soll im Rahmen einer Vernissage erfolgen. Die Eröffnung der fertig gestellten Kunstachse wird im Mai 2010 u.a. mit Veranstaltungen während der „Local-heroes- Woche“ in Herten vom 30. Mai bis 6. Juni im Rahmen der RUHR.2010 erfolgen.


 Finanzielle Auswirkungen:

Kostenaufstellung  
Bauausführung 110.000,- €
Künstlerhonorar: 70.000,- €
Öffentlichkeitsarbeit 10.000,- €

Unter Berücksichtigung von Zuweisungen/Zuschüssen i. H. v. 152.000 € entstehen einmalige Kosten in Höhe von 190.000 €.

 Zur Deckung stehen Finanzmittel bei der/n Produktgruppe(n) Nr. 2.20.20 Bezeichnung:

„Umweltplanung“ zur Verfügung.

 Darüber hinaus werden die jährlichen Folgekosten mit 11.300 € kalkuliert. Davon entfallen auf:

Die Folgekosten sind in der Finanzplanung bisher nicht berücksichtigt.


ka2anl-2

TOP 21

 Umsetzung Parkpflegewerk Schlosspark; Landschaftspark Hoheward, 3. Bauabschnitt

– Visuelle Achse Schlosspark – Landschaftspark Hoheward – 

Beratungsfolge Sitzung am
Ausschuss für Kultur, Freizeit, Bildung und Sport 28.01.2010
Rat 16.02.2010

 

Vorlagen-Nr. 10/017 Zustelldatum Federführung Fachbereich 2

 Beschlussvorlage                                                           öffentlich
Ratsherr Jürgens hat den Antrag auf geheime Abstimmung zurückgezogen.

Abstimmungsergebnis: 

x zugestimmt einstimmig ja
abgelehnt x mit Mehrheit 5 nein
Kenntnisnahme 3 Enthaltung

 

Zur Bildergalerie:

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.pro-herten.de/?p=2481

2 Kommentare

2 Pings

  1. Joachim Jürgens, FDP

    Stellungnahme Finanzen Stadt
    Joachim Jürgens – FDP
    Es ist mittlerweile kaum noch zu verstehen, mit welch schlechter Arbeit unsere Stadt regiert wird.
    Von 395 Städten in NWR hat Herten den 11 höchsten Grundsteuersatz – mit einem Anstieg von 2014 auf 2015 um 40,71 %! Wir sollen nicht stöhnen, wenn die Verwaltung dafür sorgt, dass entsprechende Leistung erbracht wird. Betrachtet man aber die Ausgaben, dann sollte man langsam an der Qualifikation des Bürgermeisters und dem Fachpersonal zweifeln.
    100.000,€ für die Maulwurfshügel im Schlosspark (50.000,- € Kosten der Stadt zuzgl. 11.000,-€ jährliche Pflegekosten!).

    Für diese Kosten hätte man für unsere Kinder ein Klettergerüst bequem refinanzieren können!

    . 77.000,- € für die Wunderwaffe HyBike, ein Umbau ist angeblich nicht möglich, weil die technischen Dokumentationen der Fahrräder fehlen? Dass belastende und unbequeme Unterlagen nicht auffindbar sind, hat ja mittlerweile System (s. Bürgermeisterkandidatur Frau Ruhardt, Überstundennachweise der Feuerwehr) Auch die Schusseligkeit bei der Vergabe von Fördermitteln für Herten Süd, in Summa ein Schaden von ca. 900.000,-€ kennzeichnen die Verwaltungsqualität! http://fraktion.fdp-herten.de/?p=915
    Liebe Bürger, beschwert euch nicht, ihr habe diese Politik gewählt, oder noch schlimmer, ihr habt überhaupt nicht gewählt! „Auf Schalke“ sagt man, wenn die Mannschaft nicht spurt, sollte der Trainer gewechselt werden. In Herten: Bürgermeister träume weiter von Deiner Mitmachstadt mit dem eigens dafür eingestellten Personal. Baurat träume weiter von dem Wasserstroff-Silicon-Valley. und von Verkehrsbelastungszahlen, die keiner Prüfung standhalten. Hoffentlich verschwinden keine Unterlagen, die ein mögliches Versagen der Dienst- und Fachaufsichten dokumentieren könnten!

  2. Sascha Köhle

    Sehr geehrter Herr Lindner, sehr geehrte Ratsherren und -damen,

    Sie haben sicherlich den heutigen Artikel in der Hertener Allgemeinen gelesen, der das Scheitern der Sanierung der Zechenkunstwerke des Künstlers Nils Udo im Hertener Schloßpark thematisierte.

    Aus diesem Anlass möchte ich noch einmal an den Bürgervorschlag der Hertener Piraten erinnern, der am 25.01.2015 an Herrn Bürgermeister Dr. Paetzel ging. Kern des Vorschlags: Demontage der derzeitigen Zechenkunsthügel, Neumontage der Zechenkunstwerke z.B. auf Betonsockeln auf zentralen Plätzen im Stadtgebiet, damit Herausholen der Kunstwerke aus dem „Hinterhof“ in die breite Öffentlichkeit und Neutralisierung der Erhaltungskosten.

    Der Vorschlag wurde noch immer nicht im Rat besprochen, möglicherweise, weil wir darin unter Bezug auf die damals angekündigte Testsanierung das Abwarten des Ergebnisses angemerkt hatten. Man kann wohl nun feststellen, dass der Test gescheitert ist. Eine langfristige Belastung der Bürger dieser Stadt durch den Erhalt solcher Luxusprojekte ist nicht einzusehen.

    Ich möchte daher eindringlich darum bitten, diesen zeitlich ohnehin längst überfälligen Bürgervorschlag auf die TO der nächsten Ratssitzung zu nehmen. Die Mitglieder des Stadtrates möchte ich darum bitten, sich für eine schnellstmögliche Beendigung dieses Eurograbes einzusetzen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Sascha Köhle
    für die Hertener Piraten

    Unser Antrag hier http://www.pro-herten.de/dl/verw/zechenkunstwerke.pdf

  1. FDP in der Lokalpresse » FDP-Herten

    […] mehr zu dem “Kunstobjekt” und Hintergründe [klick] […]

  2. Herten und die Schulden

    […] sh. auch  „Top1 in Sachen Schulden – aber auch Kunst in Herten, Abzocke der Bürger auch eine Kunst“ klick […]

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