«

»

Beitrag drucken

ca. 15 Mio. Schuldenanstieg durch Schweizer Franken

 

252käseDieses Dokument als PDF

 

Der WDR – Lokalzeit berichtet am 19.01.2015 in den Nachrichten, dass in Herten mit einem Schuldenanstieg von 15.000.000,- ‚ā¨¬† zu rechnen ist.
 Wir gehen dieser Meldung nach und berichten

Lokalzeit Berichtet √ľber 15 Mio. Schulden in Herten

28.01.2015 Schweizer Kredite NRW. Bank dementiert ‚ÄěRatschlag‚Äú

WALTROP Die NRW.Bank, F√∂rderbank f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen und wettbewerbsneutraler Partner der Banken und Sparkassen, hat den Kommunen im Lande nicht geraten, Kredite in Schweizer Franken aufzunehmen.

Caroline Gesatzki, Pressesprecherin der NRW.Bank in M√ľnster, wies damit anderslautende Presseberichte zur√ľck, in denen ein Sprecher des St√§dte- und Gemeindebundes entsprechend zitiert wird. Inzwischen hat auch Martin Lehrer vom St√§dte- und Gemeindebund √∂ffentlich die vermeintliche Rolle der NRW.Bank in dem Kreditgesch√§ft dementiert.

Eine Brosch√ľre der NRW.Bank und des St√§dte- und Gemeindebundes NRW von 2007 sei irrt√ľmlich in dieser Richtung ausgedeutet worden, hei√üt es in der Stellungnahme des St√§dte- und Gemeindebundes.

Darum geht es: Nachdem die Schweizer Nationalbank Mitte Januar die Bindung des Franken an den Euro aufgehoben hatte, gibt es f√ľr einen Euro jetzt knapp einen Franken. Als die K√§mmerer die Kredite vor gut zehn Jahren aufgenommen haben, waren es zwischen 1,55 und 1,60 Franken. Und die Zinsen waren ein bis zwei Prozentpunkte g√ľnstiger als bei Krediten in Euro. Nun m√ľssen die Kommunen also pl√∂tzlich sehr viel mehr f√ľr die Tilgung und Zinsbedienung zahlen als vorgesehen.¬†


 Wirtschaft РDIE WELT Euro-Absturz  20.01.15
Kommunen verzocken sich mit Franken-Krediten
Gute Zinsen, stabiler Wechselkurs: Kredite in Schweizer Franken waren f√ľr viele Kommunen attraktiv. Aber durch die Euro-Abwertung tun sich Millionendefizite auf. Die Angst in den Rath√§usern w√§chst. [weiterlesen]


 Die Zeit 

Kredite Essen gehört den Banken 

Kredite in Schweizer Franken waren billig. Und treiben deutsche St√§dte nun in den Ruin. von Claus Hecking ¬†Das hat einen Hauch von Roulette“, murmelt Lars Klieve, der Stadtk√§mmerer von Essen, und starrt auf sein iPhone. Rote und gr√ľne Balken mit wei√üen f√ľnfstelligen Zahlen flirren auf dem Display: Eine Devisen-App zeigt Klieve die Kurse der globalen W√§hrungsm√§rkte an. Alle paar Sekunden flackern neue Zahlen auf, wenn Finanzkonzerne wieder Millionen Euro, Dollar, Yen hin und her getauscht haben. In der Mitte stehen die f√ľnf Ziffern, die √ľber Essens Schuldenstand entscheiden: der Wechselkurs des Schweizer Frankens. [weiterlesen]¬†


S√ľddeutsche Zeitung
Aufwertung des Franken Schulden der Kommunen explodieren

Die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, den Wechselkurs f√ľr den Franken freizugeben, hat auch Folgen f√ľr deutsche Kommunen.

Vor allem im Ruhrgebiet hatten die Kommunen Verbindlichkeiten in die Schweiz ausgelagert. Diese sind nun enorm gestiegen.¬†Von Bernd D√∂rries¬†¬†Bei Ruhrgebiet denken viele in Deutschland an sterbende Zechen, Trinkhallen und den sogenannten Strukturwandel, der f√ľr manche nichts anders bedeutet, als dass die oben genannte Struktur f√ľr immer so bleibt. In kaum einer anderen Stadt des Reviers merkt man so deutlich wie in Essen, dass diese Klischees nur bedingt die Wahrheit widerspiegeln. Man kann dort um den Baldeneysee spazieren und sich die Boote in der Marina anschauen oder in Bredeney raten, welchem Milliard√§r diese Villa geh√∂rt: den Aldi-Br√ľdern oder den Erben der¬†WAZ? Wenige Kilometer weiter m√ľssen Schwimmb√§der aus Kostengr√ľnden die Temperatur runterfahren und Schulen schlie√üen. S√ľddeutsche Zeitung [weiterlesen]


Spiegel
Zocker im Rathaus РKommunen: Der starke Franken gefährdet [weiterlesen]


Welt am Sonntag

Bund der Steuerzahler
Kredite, Kassenkredite und Wertpapierschulden  [weiterlesen]


Antrag / Anfrage der FDP-Herten
Antrag: R√ľckzahlung der Fremdw√§hrungskredite [klick]

Anfrage zu den Fremdwährungskrediten der Stadt Herten [klick]


16. Februar 2011 11:29 Uhr    Spekulationen mit Schulden

Von: Hans Hermanns, FDP-Ratsfraktionsvorsitzender Betr.: Bericht Millionen-Verlust mit Schweizer Franken HA vom 11. Februar

Der Bericht im Haupt- und Finanzausschuss √ľber die Kreditsituation und die Konsequenzen der Haushaltsf√ľhrung h√§lt die FDP f√ľr √§u√üerst bedenklich. In diesem Zusammenhang sollte eine differenziertere Betrachtung erfolgen. Es kann nicht sein, dass durch wirtschaftliches Handeln letztlich die Haushaltssituation eines zur√ľckliegenden Jahres und auch m√∂glicherweise die Haushaltssituation des laufenden Jahres , die Verschuldungssituation der Stadt Herten, diesen Risiken durch Transaktionen, die nicht vertretbar sind, ausgesetzt wird. Zur Erl√§uterung in etwas einfacherer Form der Hinweis, dass man in dieser Situation nicht mit Verm√∂gen sondern Schulden spekuliert. Das ist vom Prinzip vergleichbar mit jemanden, der mit geliehenem Geld wettet. Man muss differenzieren zwischen spekulieren und zocken. Die Grenzen zu ziehen ist sicherlich subjektiv und der √úbergang zur Negativformulierung wird flie√üend sein. Wenn jemand ein gro√ües Verm√∂gen hat und dieses Verm√∂gen einsetzt, um einen Gewinn zu erzielen, so w√§re dies spekulativ. Die Bedeutung der Spekulation nimmt in dem Ma√üe zu, wie sie das Ergebnis nicht mehr beeinflussen kann. Ein Spieler spekuliert ausschlie√ülich auf den Gewinn, eine Beeinflussung des Ergebnisses ist ihm nicht m√∂glich. Je gr√∂√üer die Beeinflussungsm√∂glichkeit ist, umso eher ist man in dem Bereich des unternehmerischen Handelns. Es ist also naheliegend, dass man in den Ruf der Zockerei kommt, wenn man ohne Verm√∂gen riskante Transaktionen durchf√ľhrt, um zu einem Gewinn zu kommen. In Sachen der Stadt Herten ist es jedoch so, dass man Zinsaufwendungen durch Spekulationsgewinne in fremden W√§hrungen senkt, in diesem Fall Schweizer Franken. Man spekuliert also nicht mit Verm√∂gen, sondern man spekuliert mit Schulden und das in einer Situation, bei der die Schulden der Stadt Herten bald das Gesamtverm√∂gen der Stadt Herten erreichen. Man wird wohl kaum sagen k√∂nnen, dass diese Form eine seri√∂se Form des Gesch√§ftsgebarens ist, insbesondere, wenn im Falle eines Verlustes dieser Verlust zu Lasten der Hertener B√ľrger gemacht wird. Eine Spekulation mit Krediten ist nicht tragbar. Unzweifelhaft ist es so, dass eine Steuerungsm√∂glichkeit kaum gegeben ist. Der K√§mmerer, seine Kompetenz in Ehren, ist hierbei abh√§ngig von Wechselkursen, das hei√üt, er ist abh√§ngig vom Wechselkurs zum Zeitpunkt der F√§lligkeit. Diese Wechselkurse sind abh√§ngig von Entwicklungen der Volkswirtschaften (z.B. Griechenland, Portugal, Irland etc.). Die Not ist gro√ü, wenn man mit Gesch√§ften dieser Art Haushaltspolitik betreiben muss. Allen, die die Stabilit√§t des Euro wahren wollen, sei Dank. Wehe der Stadt Herten, wenn man sich verspekuliert oder verzockt, je nach Bewertung. Beides hat die gleichen Folgen.

Quelle: Hertener Zeitung

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.pro-herten.de/?p=2389

4 Kommentare

Zum Kommentar-Formular springen

  1. Joachim

    Weitergeleitete Antwort auf meine Frage was er von dem Vorgang hält:
    (EIn Freund (aus dem Finanzgeschäft РLondon)

    Hattest Du den Film mit dem Banker gesehen?
    Er hatte dieses Thema angesprochen. …. Einer machts und folgen viele. Banker wie Beamte….

    im Text….
    ….“Dies geschah in der Hoffnung, das sich der Wechselkurs guenstig entwickelt, also steigt.“….
    Das waere Spekulation.
    ….“Den genannten Verlust gibt es vorerst nur theoretisch.“

    Warum eine Stadt in Deutschland CHF Kredite aufnimmt, ist fuer mich verstaendlich. Auch viele
    Haeuslebauer machen das. Weil der Zinssatz relativ billiger ist …… Jedoch hat man das
    FREMDWAEHRUNGSRISIKO mitgekauft.

    Als ich in der Banklehre war, hat ein Angestellter einen Fehler gemacht und die Bank so ca. 20 TSD verloren. Der Vorstand war so nett und hat den Mitarbeiter am Verlust partizipieren lassen.
    Wir Mitarbeiter haben zusammen gelegt und geholfen. Ich fand es damals unfair.Heute denke ich, das diese Beamten ebenso an diesen unnoetigen „Verlusten“ beteiligt werden sollten.

    Uebrigens: Die EZB – wenn die diese Woche fuer 500 Mrd. in Europa Anleihen kaufen, z.B. aus Griechenland, Portugal, Spanien etc., so kaufen die sich auch ein zusaetzliches Risiko ein, naemlich das z.B. Griechenland Pleite geht….
    Aber das Gute: der STEUERZAHLER zahlts, wenns schief geht. Und die Herren Beamten gehen mit einer netten Pension in den Ruhestand oder zu Gazprom ……

  2. Sascha Köhle

    Das Casino läuft weiter
    1 Kommentar
    17. 01. 2015

    V√∂llig unerwartet hat die Schweizer Notenbank zum 22. Januar die Wechselkursuntergrenze zum Euro aufgehoben. Man hatte sich von der Koppelung an den Euro und massenhaften Euro-Aufk√§ufen erhofft, die Exportindustrie stabil zu halten. Doch die Ank√ľndigung der EZB, massenhaft Staatsanleihen anzukaufen erschien den Notenb√§nkern in der Schweiz offenbar als zu gef√§hrlich. Damit w√§re der Aufwertungsdruck f√ľr den Schweizer Franken stark gestiegen und es w√§ren noch gr√∂√üere Devisenreserven ins Land gesp√ľlt worden, mit allen daraus resultierenden Gefahren.

    F√ľr Millionen von √∂ffentlichen und privaten Kreditnehmern, die auf der Suche nach billigem Geld Kredite in der Schweiz aufgenommen hatten, kommen nun h√∂here Kosten zu. Die Folgen treffen nicht nur NRW-Kommunen, sie treffen auch andere Staaten und deren Bev√∂lkerung. Pl√∂tzlich um bis zu 20% ansteigende R√ľckzahlungsraten ersch√ľttern z.B. osteurop√§ische Staaten, die in gro√üem Stil auf die Stabilit√§t des Euro-zu-Franken-Wechselkurses vertraut hatten.

    Seien wir einmal ehrlich und fair: die K√§mmerer hier und anderswo haben nichts anderes gemacht, als das umzusetzen was die Gewinnmaximierungslogik ihnen vorgeschrieben hat. Sie haben versucht, √ľber Finanzprodukte, Zinswetten und allerlei finanzielle Konstrukte f√ľr ihre Gemeindehaushalte einen Profit zu erwirtschaften. Auch wenn dies generell riskant, h√§ufig fahrl√§ssig und in einigen F√§llen kreuzd√§mlich war, mu√ü man ganz neutral betrachtet feststellen, dass sie nichts anderes gemacht haben als das, was ihnen die Finanzdienstleistungsindustrie vorgelebt hat.

    Das war falsch, wenn man es vom Standpunkt der Haushaltsstabilit√§t und Planungssicherheit her betrachtet. Die Folgen k√∂nnten uns in Herten, sowie mehreren anderen Kreisst√§dten, hart treffen. Wer zockt, kann gewinnen. Wer zockt, kann verlieren. Die j√ľngere Geschichte zeigt, dass die alte Monopoly-Regel gilt: die Bank gewinnt immer. Es ist das System, welches krank ist. Die, die sich darin bewegen, m√ľssen zwangsl√§ufig die selben Fehler wiederholen.

    Die Stadt Herten wird erkl√§ren m√ľssen, wie viele Verbindlichkeiten sie aus solchen wechselkursspekulativen Krediten hat. Sie wird erkl√§ren m√ľssen, wie hoch bei aktuellem Sachstand die zu erwartende Mehrbelastung sein wird und was sie zu tun gedenkt, um sich gegen zu bef√ľrchtende finanzielle Einbu√üen zu wappnen. Interessant wird vor allem die Frage, wieviel Spielraum im aktuellen Haushalt vorhanden ist, um solche unvorhergesehenen Ereignisse abfangen zu k√∂nnen ‚Äď es d√ľrfte nicht viel sein in Zeiten, wo kommunale Haushalte Spitz auf Knopf gerechnet werden.

    Das Surfen an der Abrißkante zum Nichts kann nicht lange gut gehen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der kommunale Stärkungspakt zusammenbricht.

    Nachtrag, 21.01.2015

    Auf unsere Anfrage, wie hoch die Gesamtzahl der durch die Wechselkursfreigabe der Schweiz betroffenen Kredite in Anzahl und Summe w√§re, wie hoch nach derzeitigem Stand die Mehrbelastung f√ľr 2015 auss√§he und ob die Stabilit√§t des aktuellen Haushalts gef√§hrdet sei, antwortete uns der B√ľrgermeister wie folgt: betroffen sei ein einzelner Kredit, es g√§be keine Mehrbelastung des Haushalts 2015, da es nur eine rein bilanzielle Mehrbelastung ist, die zum Stichtag 31.12.2015 berechnet wird, zum dann aktuellen Kurs. Der aktuelle Haushalt sei ebenso wenig gef√§hrdet, wie der St√§rkungspakt.

    Nun ja ‚Äď rein buchhalterisch ist diese Antwort nat√ľrlich korrekt. Nur l√§uft diese Auffassung darauf hinaus, dass man bis Ende des Jahres nichts weiter unternimmt, dann schaut, wie hoch die tats√§chliche Zinsbelastung ist und diese dann bilanziell quasi nachtr√§glich einpreist. Das klingt zwar sch√∂n, schafft die im Entstehen begriffene, h√∂here Zinsbelastung der Stadt aber auch nicht aus der Welt.

    Veröffentlicht am 17. Januar 2015 von saschak unter Herten, Kommunalpolitik, Kreis Recklinghausen und tagged Stadtfinanzen, Stärkungspakt, Wirtschaft.
    Hier der permanente Link zu diesem Artikel.
    Kommentare

    Ein Kommentar zu Das Casino läuft weiter

    Crew „Hertener Stadtpiraten“ meinte am
    17. Januar 2015 um 14:00 Folgendes:

    Und gerade in der finanziellen Lage der Ruhrgebietsst√§dte, insbesondere die am Rettungspakt II teilnehmenden St√§dte des Kreises Recklinghausen, sind ja aufgrund der seit Jahren stattfindenden finanziellen Unterversorgung durch Land und Bund gezwungen, jeden denkbaren Strohhalm zu ergreifen um ihre Haushalte irgendwie √ľber die Runden zu bekommen. Das man diesen St√§dten ‚ÄúFahrl√§ssigkeit‚ÄĚ vorgeworfen h√§tte, wenn sie diese Wechselkurskredite nicht aufgenommen h√§tte, wird auch niemanden wundern.
    Daher ist es jetzt auch nicht passend, sich √ľber ‚Äúriskante‚ÄĚ Kredite zu beschweren, sondern Bund und Land NRW m√ľssen endlich die St√§dte vern√ľnftig finanzieren.
    Oder sind die Städte etwa nicht Deutschland, sind die Städte nicht NRW?

    Auch die Städte haben es verdient, finanziel und lokalpolitisch handlungsfähig zu sein!

  3. Pro-Herten

    Schatten √ľber’m Rosenhof Songtext
    1) Die Uhr schlug die k√ľrzeste Stunde, da sa√ü er zerbrochen im Raum
    Die Sinne vom Rotwein benebelt, gewinnen das kann er jetzt kaum
    Die kräftigen Finger sie zittern, das Blatt in der Hand zählt nicht viel
    Doch er will das Schicksal versuchen und setzt seinen Hof nun aufs Spiel

    Ref: Schatten √ľberm Rosenhof, den sch√∂nsten Hof im Tal
    Kein Sturm kein Feuer keine Not, brachten ihn zu Fall
    Schatten √ľberm Rosenhof, wenn Sucht zum Schicksal wird
    Und ein Kartenspiel entscheiden muss, ob man Haus und Hof verliert.
    (Schatten √ľberm Rosenhof)

    2) Im Tal hier da zählt das gesagte und jeder am Tisch hats gehört
    Sein Aufschrei heißt er hat verloren er ist auf dem Boden zerstört
    Da sagt er wir mischen noch einmal, das Spiel aller Spiele soll sein
    Mein sinnlos gewordenes Leben, setzt ich f√ľr den Rosenhof ein.

    Ref:
    (Haus und Hof verliert)
    Der Himmel kann alles verzeihen und ließ nun den andern verliern
    Im Rosenhof schliefen die Kinder. So ruhig als könnt nichts passiern

    Ref:
    Und ein Kartenspiel entscheiden muss, ob man Haus und Hof verliert.
    (Schatten √ľberm Rosenhof)

  4. R.Lorisch

    Fremdwährungskredite sind riskante Wetten auf die Zukunft unserer Stadt

    Kommentar
    21. Januar 2015

    von Richard Lorisch

    Fremdwährungskredite sind riskante Wetten auf die Zukunft unserer Stadt;
    solide Haushaltsf√ľhrung sieht anders aus!

    Am 21. Januar 2015 berichtete die Hertener Allgemeine in ihrem Artikel ‚ÄěIn der Franken-Falle‚Äú von den Verlusten, die die Stadt Herten durch die Aufwertung des Schweizer Franken gegen√ľber dem Euro erlitten hat. Hintergrund dieser Verluste sind Fremdw√§hrungskredite der Stadt Herten, die diese vor Jahren abgeschlossen hat. Die nun aufgetretenen Buchverluste von 14,3 Mio. EUR offenbaren den wahren Charakter von Fremdw√§hrungskrediten. Es sind Wetten; die Kreditnehmer gleichen Spielern in einem Casino. Unweigerlich f√ľhlt man sich an ein Volkslied erinnert: ‚ÄěSchatten √ľber‚Äôm Rosenhof (‚Ķ) und ein Kartenspiel entscheiden muss, ob man Haus und Hof verliert.‚Äú Dabei ist das ‚ÄěKartenspiel‚Äú f√ľr Herten noch nicht aus, die Wette ist noch offen, denn die F√§lligkeit der Kredite und die endg√ľltige H√∂he der Schuld liegen noch in der Zukunft. Dass unser Stadtk√§mmerer bei dieser Situation gelassen bleibt, l√§sst sich nur dann nachvollziehen, wenn man sich bewusst macht, dass diese Wette eines Tages von unseren Kindern zu bezahlen sein wird; frei nach dem Motto: nach mir die Sintflut! Die Aussage, dass die B√ľrger von diesen Buchverlusten aktuell nicht betroffen sind, scheint wohl nur die halbe Wahrheit zu sein. Soweit n√§mlich R√ľckstellungen gebildet werden m√ľssen, verringert sich das Eigenkapital. Dies hat wiederum Auswirkungen auf Bonit√§t, Rating und Zinsh√∂he. Je geringer das Eigenkapital, desto h√∂her die Zinsen. Und die Zinsen m√ľssen schlie√ülich aus dem laufenden Haushalt bezahlt werden.

    R.Lorisch, Herten 21.01.2015

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Danke

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr dar√ľber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.